Ungarn brennt 500 Hektar Felder mit Genmais ab, um Nahrungsmittelversorgung frei von Gentechnik zu halten

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Wenn es darum geht, die Öffentlichkeit vor GVO zu schützen, weiß Ungarn, was zu tun ist: Die Felder abbrennen, auf denen Genmais wächst!

Umweltschützer könnten zunächst einwenden, das Abbrennen sei umweltschädlich, weil viel verbranntes organisches Material freigesetzt werde, doch tatsächlich stellt die genetische Verschmutzung eine viel größere Bedrohung für unsere Welt dar. Das Ver-brennen von Genmais ist eine sichere Methode, um den giftigen genetischen Code im Pflanzengewebe unschädlich zu machen. Ich hoffe inständig, den Tag zu erleben, an dem amerikanische Gerichte die Zerstörung aller Genmaisfelder in Amerika anordnen. Und falls sich die Gerichte als der Lage nicht gewachsen erweisen, gehe ich davon aus, dass die Menschen früher oder später einen Weg finden, es selbst in die Hand zu nehmen. Denken Sie an die »Armee der Twelve Monkeys«, aber dieses Mal mit GVO.

Ungarns stellvertretender Minister für ländliche Entwicklung Lajos Bognar meldete diese Woche, auf Anordnung der Regierung seien rund 500 Hektar mit Genmais abgebrannt worden. Ungarn hat den Anbau von gentechnisch veränderten Feldfrüchten aller Art verboten und hat in den letzten Jahren wiederholt Tausende von Hektar Felder abbrennen lassen, auf denen unerlaubt Genpflanzen angebaut worden waren. Die Nachricht wurde zunächst bei Rede Brasil Atual in portugiesischer Sprache verbreitet. Eine englische Übersetzung wurde bei GMwatch.org gepostet.

GVO werden weltweit verboten

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GVO sind in 27 Ländern verboten, in mindestens 50 Ländern besteht eine Kenn-zeichnungspflicht. In Amerika, wo Monsanto hinterlistig Gesetzgeber und Gerichte beeinflusst, sind GVO weder verboten noch kennzeichnungspflichtig. Erst kürzlich stimmten 71 US-Senatoren gegen eine

Regelung, nach der die einzelnen Bundesstaaten eigene Gesetze zur Kennzeichnung von Lebensmitteln hätten erlassen können.

Diese Senatoren sind mittlerweile als die »Monsanto-71« bekannt. Auf der Liste stehen Rand Paul und Ted Cruz, beide Senatoren aus landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten (Kentucky und Texas), in denen Monsantobei Farmern noch immer großen Einfluss hat.

Es ist schockierend, aber die meisten Farmer, die GVO anbauen, haben keine Ahnung, was GVO eigentlich sind und warum die Menschen sie nicht in ihrem Essen haben wollen. Die Biotech-Industrie hat sie belogen und ihnen »höhere Erträge« und »größere Gewinne« versprochen. In Wirklichkeit sind die Ernteerträge von Genpflanzen nicht nur zurückgegangen, sondern haben sogar zur Ausbildung von »Super-Unkräutern« geführt, die gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent sind und jetzt viele Farmen bedrohen. Mit Böden, die durch den Einsatz von Glyphosat ausgelaugt sind, und sinkenden Ernte-erträgen befinden sich Farmer zunehmend in einer echten Notlage.

Der einzige Ausweg besteht im Anbau gentechnikfreier Feldfrüchte. Aber Weisheit bahnt sich nur äußerst langsam den Weg in die Universität Texas A&M, eine Monsanto-Bastion und wichtiges Propagandazentrum für die Einführung von Frankenstein-Lebensmitteln im Süden der USA.

Eine genetische Apokalypse könnte Amerikas Brotkorb vernichten

Ungarn handelt klug, wenn es seinen Landwirtschaftssektor vor Monsantos Imperialismus schützt. Amerika dagegen verhält sich mehr als töricht, wenn es die Nahrungsmittelversorgung zerstörerischen Interessen von Unternehmen ausliefert, für die ausschließlich der Profit zählt.

Dadurch, dass sie die Kennzeichnung von GVO untersagt und gleichzeitig die Kommerzialisierung gentechnisch veränderter Feldfrüchte (danke, USDA!) fördert, spielt die US-Regierung russisches Roulette mit Amerikas Lebensmittelzukunft.

Eines Tages wird etwas geschehen, das die Wissenschaftler nicht vorhergesehen haben, und Monsantos Verbrechen gegen die Natur werden in einer genetischen Apokalypse explodieren, die die Zukunft des Lebens auf unserem Planeten gefährdet.

Vergessen Sie nicht: GVO sind nicht einfach »Verschmutzung« im klassischen Sinn. Sie sind eine selbst-replizierende Verschmutzung, die womöglich nicht mehr gestoppt werden kann. Deshalb ist es klug, Genmaisfelder abzubrennen. Feuer zerstört die DNS und zerlegt pflanzliche Materie in ihre einzelnen Elemente, nämlich überwiegend Kohlenstoff und mineralische Asche. Vormals gefährliche Felder sind jetzt harmlos. Feuer stellt die Gesundheit wieder her, weil gentechnisch veränderte DNS zerstört wird, die sich wahnwitzige Wissenschaftler ausgedacht haben, die für arrogante, törichte Konzerne arbeiten, die sich für schlauer halten als Mutter Natur und Gott.

Merken Sie sich meine Worte: Der Tag wird kommen, an dem die Amerikaner wünschen, sie hätten all die Genmaisfelder abgebrannt. Aber dann wird es zu spät sein. Das Verderben ist über uns, und mit ihm kommen der Hunger, das Leiden, die Verzweiflung und die Unruhen. Hunger macht Familienväter zu Rohlingen, genauso wie Gier Unternehmer zu Dämonen macht.

Um beides zu verbieten, müssen GVO jetzt verbannt werden. Die Chefs von Monsanto gehören wegen Verschwörung zur Massenvergiftung vor Gericht. Nutzen wir jedes nur anwendbare Gesetz, um dieses Monster wegzusperren, damit zukünftige Generationen nicht die verheerenden Folgen schief gegangener genetischer Freiluftexperimente erleiden müssen.

Wenn wir nicht von Ungarn lernen, wird früher oder später der Hunger unser Lehrmeister werden.

Literatur:

Trojanische Saaten: GenManipulierte Nahrung – GenManipulierter Mensch – Nachwort Christine von Weizsäcker von Jeffrey M. Smith

Sicherheitsrisiko Gentechnik: Mit DVD »Árpád Pusztai, Whistleblower« von Árpád Pusztai, Susan Bardócz

Quelle: info.kopp-verlag.de vom 02.06.2013

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26 comments on “Ungarn brennt 500 Hektar Felder mit Genmais ab, um Nahrungsmittelversorgung frei von Gentechnik zu halten

  1. Das ist wirklich eine frohe Botschaft und ich hoffe, dass sich andere Länder daran ein Beispiel nehmen. Es tut sich etwas – das gibt Hoffnung!

  2. Der Artikel ist sehr wertvoll zur Aufklärung. Jedoch wünsche ich dem Verfasser, dass er sich mit Ho’opnopono auseinandersetzt! Dann wäre der nächste Artikel mit Aufklärung aber auch mit Liebe gespickt und nicht mit Verurteilung.

    Licht und Liebe, Beatrice

  3. Find ich gut, (In dem fall).
    Normal halt ich nix von Nahrung zu verbrennen.
    Aber da stimme ich vollkommen zu.
    Zum Glück, ist Deutshcland für Monsteranto unatraktiv geworden nach den Protesten.
    Zumindest für den moment. (Wäre angeblich unrentabel hier und zu teuer).
    Aber ich hab so die Befürchtung, die versuchen jetzt durch die Hintertür.

    Was den genetischen Knall angeht, klar kommt der, daß ist ja der Grund für all das.
    Wozu meinen Sie wurde der Saatspeicher angelegt?
    Der ist dazu da, das die Superreichen, nach der Pflanzenapocalypse neu anfangen können, ohne Genschrott.

  4. Zitat aus der MZ vom 1. Juni S.14
    Überschrift: Monsanto gibt Kampf (!) um Gen-Zulassungen auf
    ‚Die FDP-Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan sprach von einem „Verlust für Deutschland“ ‚
    Oder ist es vielleicht ein Verlust für korrupte Politiker?

  5. Diese Meldung über die Mais-Vernichtung stammt ursprünglich aus 2011. Ob das mit GVO-frei durch den kommenden Pestizid-Teilverbot so bleiben wird – die Bauern dort klagen jetzt schon wegen dem Maiswurzelbohrer – bei der Fruchtfolge Mais auf Mais auf Mais, Mais, Mais usw ….. ja nichts anderes zu erwarten. Von den Nematoden als natürliche Schädlingsbekämpfung sprechen leider nicht viele – einfach keine Lobby da.

    1. Es gibt in der Schädlingsbekämpfung inzwischen viele erforschte Möglichkeiten. Unter anderem sind Wespen (leider auch mit Gift verfolgt) sehr nützlich.
      Dank der Arbeit eines Stuttgarter Forschers, Lars Krogmann, können giftige Spinnen in Australien künftig womöglich mit einer Wespe bekämpft werden, denn die ist alles andere als zimperlich, wenn es darum geht, für Nachkommen zu sorgen.
      Auf anderen Feldern ist der Nutzen von Schlupf-, Erz- und Wegwespen längst bekannt. Die Tiere werden in Deutschland etwa zur Bekämpfung von Maiszünslern und Kornkäfern eingesetzt. Auch gegen Blattläuse und Obstwanzen schwärmen die Hautflügler aus. Krogmann versucht, möglichst viele Arten zu finden und einzuordnen. Mit bloßem Auge kommt er kaum weiter. Die kleinsten schwarzen Punkte in seinem Schaukasten sind selbst mit Lupe kaum voneinander zu unterscheiden.
      Nicht alle der mehr als 100.000 weltweit beschriebenen Arten sind winzig: Die größten Wegwespenart etwa hat eine Flügelspannweite von bis zu 8 Zentimetern. In Deutschland sind über 7000 parasitische Wespenarten bekannt. In der Sammlung des Museums finden sich rund 350.000 Hautflügler wie Wespen, Bienen und Ameisen.

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