Grabstätte: Mozart, Hitler, Aristoteles – Wo sie ruhen, bleibt ihr Geheimnis

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Ein Archäologe will das Grab Aristoteles entdeckt haben. Es wäre nicht der erste «Sensationsfund»,der sich als Verwechslung entpuppen würde. So ist es anderen nach ihrem Tod ergangen.

1) Aristoteles, Philosoph († 322 v. Chr.)

«Das Grab von Aristoteles entdeckt?» Die Meldung erregte kürzlich in den Medien ähnliche Aufmerksamkeit wie der Fremdgang eines Stars. Das Wallfahrtsgen scheint zur menschlichen Grundausstattung zu gehören. Man will dort sein (oder gewesen sein), wo die Berühmten waren.

Dabei war Aristoteles in Stageira, seinem Geburtsort, nur gerade, bis er 17 Jahre alt war. Gedacht und gelehrt hat er vor allem in Athen. Das sogenannte «Grab» in Stageira ist eher ein Denkmal, auch wenn die Fama will, dass die Asche des Philosophen dort deponiert worden sei (Mysteriöses Grabmal soll eine Zeitmaschine sein).

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2) Immanuel Kant, Philosoph († 1804 n. Chr.)

Als Kant starb, wurde er an der Ostwand des Doms begraben. Alle Professoren der Herzog-Albrecht-Universität von Königsberg hatten dieses Privileg. Später wurde diese Professorengruft überdacht. Die «Stoa Kantiana» verfiel aber zusehends und musste 1880 abgebrochen werden.

Bei dieser Gelegenheit wollte man auch die Gebeine des grössten Königsbergers aus der Gruft holen. Man wusste ungefähr, wo Kant lag, neben dem Theologieprofessor Schulz. Schliesslich stiess man auf ein passendes Skelett. Der Schädel glich den Porträts und die hochgezogene rechte Schulter fand sich auch. Kants Skelett wurde geborgen und aufwendig neu bestattet. Schulz legte man wieder zurück (Immanuel Kant: Was ist Aufklärung? (Video)).

3) Joseph Haydn, Komponist († 1809)

Zu Lebzeiten legte Joseph Haydn keinen Wert auf Star-Status. Unglücklicherweise trieb der «Phrenologe» Franz Joseph Gall in Wien sein Unwesen. Der war überzeugt, aus der Schädelform Charakter und Genialität ableiten zu können. Das kostete den toten Haydn den Kopf.

«Thonsinn» fand sich wunschgemäss am Schädel. Nur die Perücke blieb im Sarg. Peinlich für Fürst Esterhàzy, seinen Brotgeber, der Haydn exhumieren liess. Erst nach 150 Jahren fand der Kopf wieder zum Rest.

4) Wolfgang Amadeus Mozart, Komponist († 1791)

Von Mozart weiss man nicht, wo sein Grab liegt, aber man hat einen echten Schädel. Für DNA-Analysen liess man Mozarts Verwandtschaft exhumieren. Der Befund: Im Salzburger Familiengrab liegen lauter Unverwandte und die Schädel-DNA passt zu gar keinen Knochen.

Dass es Mozarts Schädel ist, ist höchst unwahrscheinlich. Denn Mozart wurde in ein Gruppengrab gebettet, wie es die Josephische Friedhofsordnung vorsah. Keineswegs in ein Armengrab, Mozart wurde standes- und ordnungsgemäss im Stephansdom eingesegnet, die nötigen Leute waren da, aber die vier Kilometer zum Sankt Marxer Friedhof wollte sich niemand zumuten. Das war damals auch gar nicht üblich (Der Einfluss des Militärs und der Rockefeller-Stiftung auf die Musik (Videos)).

5) Friedrich Schiller, Dichter († 1805)

Der Schädel des Begründers des Deutschen Idealismus wurde zum Gegenstand eines Reliquienkults, wie ihn nicht mancher katholische Heilige durchgemacht hat («erlebt» kann man ja nicht gut sagen). Schiller wurde zwar in einer Art Ehrengruft bestattet, aber da lagen 1826 einfach zu viele drin.

Aufräumen war angesagt. Weimars Bürgermeister Schwabe lässt heimlich sortieren: Man bringt ihm 23 Schädel. Er nimmt den grössten mit den meisten Zähnen. Das muss Schiller sein! War es leider nicht. Auch wenn Goethe das Ding zu Hause aufbewahrte und dazu ein berühmtes Gedicht schrieb (Friedrich Schiller: „Die Räuber“ von heute…).

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6) Adolf Hitler, († 1945)

Die Gebeine des «Führers» fielen in Berlin in russische Hände. Ein deutscher Forensiker durfte die Reliquien anschauen (FBI-Dokumente: Hitler und Eva Braun flohen erst nach Teneriffa (Videos)). Die Zähne sind schon lange einwandfrei identifiziert, der Schädel mit dem standesgemässen Loch hinten ist fraglicher (die Russen hätten gerne gehabt, dass sich Hitler vergiftet hätte).

 

Ein bisschen zu alt, aber Hitler war auch nicht mehr so gut beieinander, als er starb. Eine DNA-Analyse des Schädels ergab: Es war eine Frau. Aber «dank» der Nachlässigkeit, mit der das Zeug aufbewahrt wurde, könnte es auch eine DNA-Kontamination sein (Hunderte Geheimdokumente als Basis: Neue Doku will beweisen, dass Hitler Krieg überlebte (Videos)).

Literatur:

Die rätselhaftesten Todesfälle von Erik Berg

Im Fadenkreuz der Ermittlungen: Und andere mysteriöse Todesfälle von Udo Schulze

Mysteriöse Todesfälle von Stefan Maiwald

Quellen: PublicDomain/aargauerzeitung.ch am 31.05.2016

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