Erdeinbrüche in Konstanz – Menschenhand oder Natur?

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Luftsschutzstollen aus dem Zweiten Weltkrieg bricht ein – Stadt bittet Zeitzeugen sich beim Planungsamt zu melden.

Die Stadt Konstanz sperrt ein Areal am Fürstenberg für die Öffentlichkeit. Das teilte die Stadt mit. Zuletzt war es zu Erdeinbrüchen gekommen. Unter dem Areal befindet sich offenbar ein Luftschutzstollensystem aus der Zeit des zweiten Weltkriegs. Dass Menschen beim Betreten des Areals gefährdet würden, lasse sich nicht ausschließen. Der genaue Verlauf des Stollensystems ist nicht bekannt. Die Stadt bittet deswegen, Zeitzeugen, die noch Informationen über den Stollen haben, sich zu melden.

Öffentlichkeit muss draußen bleiben

Das Gebiet Fürstenberg ist ab 1. November aufgrund von neueren Erdeinbrüchen für unbestimmte Zeit für die Öffentlichkeit komplett gesperrt. Ursache für die Erdfälle ist ein Luftschutzstollensystem, das kurz vor oder während des zweiten Weltkrieges angelegt wurde. Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt per Allgemeinverfügung ein Betretungsverbot für das gesamte Gebiet ausgesprochen. Vor Ort sind entsprechende Schilder und Absperrungen angebracht. Die Stadt Konstanz sucht nach geeigneten Lösungen, um das Areal schnellst möglichst wieder öffentlich zugänglich machen zu können, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Konstanz.

Einbruch bei Pflegearbeiten

Im östlichen Gipfelbereich des Fürstenbergs in Konstanz sei es bei Pflegearbeiten zu einem Erdeinbruch gekommen, bei dem an der Oberfläche ein zirka drei Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von etwa dreieinhalb Meter entstand. Daraufhin beauftragte die Stadt Konstanz, Hochbau- und Liegenschaftsamt, als Grund-stückseigentümerin die Ingenieurgruppe Geotechnik damit, die Situation geotechnisch zu beurteilen und notwendige Erkundungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen darzustellen.

Eiszeitlicher Drumlin

Bei dem Gelände handelt es sich um einen eiszeitlichen Drumlin mit einer Längs-erstreckung in Ostwestrichtung von zirka 450 Meter, einer größten Breite von etwa 140 Meter und einer Höhe von rund 30 Metern gegenüber dem umliegenden Gelände. Der Untergrund besteht aus einem Lockersediment aus Grundmoränenmaterial, das sich im Wesentlichen aus heterogenen, gemischtkörnigen Erdstoffen zusammensetzt.

Luftschutzstollen im Fürstenberg

Kurz vor oder während des zweiten Weltkrieges wurden nach Mitteilung der Stadt Luftschutzstollen im Fürstenberg angelegt. Nach Auskunft von Zeitzeugen verliefen zwei Stollen in Nord-Süd-Sichtung und ein Stollen quer dazu in Ost-West-Richtung. Die Stollen sollen eine Breite von maximal eineinhalb Metern und eine Höhe von maximal 1,80 Meter gehabt haben. Es ist anzunehmen, dass zusätzlich zu den oben genannten drei Hauptstollen weitere Stollen existieren und dass die Stollen bereichsweise zu größeren Räumen erweitert wurden.

Nach den vorliegenden Unterlagen gab es zwei Stolleneingänge an der Südseite im Bereich der Fürstenbergstraße, einen im Norden und einen in Osten im Bereich Haidelmoosweg. Die Stollen setzten am Fuß des Fürstenbergs beziehungsweise etwas oberhalb davon an und dürften, wenn sie ohne oder nur mit geringer Steigung verlaufen, eine maximale Überdeckung von etwa 25 Metern haben. Die Stollen waren bei ihrer Herstellung mit einem Holzverbau befestigt worden.

Nach Kriegsende wurde Teile des Verbaus zu Brennholzzwecken von der Bevölkerung entfernt. Gegen Ende der Vierzigerjahre wurden die Stolleneingänge mit Beton verfüllt und verschlossen. Über die Stollenanlage liegen keinerlei Planunterlagen vor. Lediglich die Lage der Stolleneingänge kann aus Luftbildern rekonstruiert werden.

Stollen teilweise eingebrochen

In der Folgezeit brachen im mittleren und östlichen Teil des Fürstenbergs Teile der Stollen ein, dies führte zu kleineren Erdfällen an der Geländeoberfläche, die anschließend mit Erdmaterial verfüllt wurden. Über eine Verbindung der Stolleneingänge mit den im Lageplan verzeichneten Einbruchstellen an der Oberfläche lässt sich der mutmaßliche Verlauf der Hauptstollen ungefähr in Einklang mit den oben genannten Angaben der Zeitzeugen bringen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass es weitere, unbekannte Nebenstollen gibt.

Exakter Stollenverlauf nicht bekannt

Da der genaue Stollenverlauf nicht bekannt ist, lasse sich der dadurch gefährdete Bereich nur grob eingrenzen (s. Plan oben). Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, die weitere Informationen zu Stollenverläufen oder Erdfällen im Gebiet Fürstenberg haben, sich an das Amt für Umwelt und Stadtplanung der Stadt Konstanz zu wenden.

Quellen: de.sott.net/see-online.info vom 30.10.2012

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