Der Aufstieg von Donald Trump zum Präsidenten

Trump. Ein Name – eine Marke, eine Marke die in den USA ein Synonym ist. Mit ihr wird dabei hauptsächlich Erfolg assoziiert, was für uns Europäer aber oft nur wie Großspurigkeit wirkt. Erfolgreich ist ihr Namensgeber Donald J. Trump aber nicht nur in seinem Kerngeschäft der Immobilienbranche, sondern auch in andere n Bereichen wie der Unterhaltungs- und TV-Branche und allen voran der Selbstvermarktung.

Seit kurzem hat sich dieser Erfolg nun aber auch – wie uns allen bekannt – auf die Politik übertragen. Donald Trump ist demokratisch-gewählter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Wahlsieg absolut legitim, allerdings hochgradig polarisierend. Im Folgenden wollen wir seinen Weg nun kurz skizzieren, um vielleicht besser zu verstehen, welche

Mechanismen dahinterstecken.Donald Trump wurde im Jahre 1946 in Queens, New York geboren als Sohn von Frank Trump und Anne MacLeod . Seine Großeltern väterlicherseits stammen aus dem pfälzischen Kallstadt. Sein Vater war erfolgreicher Immobilienunternehmer, was quasi schon früh den Weg für Donalds späteren Werdegang in selbiger Branche ebnete. Des Weiteren schaffte dies sicherlich ebenfalls die finanziellen Rahmenbedingungen, die er für seine ersten Erfolge im Wirtschaftsleben benötigte.

So war er unter Anderem schon während seines Studiums der Wirtschaftswissenschaften, an der Wharton School an der Universität von Pennsylavania, als Bau-Unternehmer tätig. Dieses wiederum schloss er 1968 mit dem Bachelor ab und arbeitete fortan in der väterlichen Firma. In dieser Zeit lernte er die Grundlagen des Geschäfts von der Pieke auf und konnte anschließend 1974 die Firma übernehmen.

In Folge dessen richtete Donald Trump seinen Fokus nun umso mehr auf Manhattan aus, was neben dem reinen wirtschaftlichen Nutzen natürlich auch eine immense Prestigeträchtigkeit mit sich brachte und die Trump Marke so in neue Sphären katapultiere.

Rückblickend ein erster kleiner Fingerzeig, in welche Richtung es zukünftig gehen würde. Die Sanierung des heutigen Grand Hyatt Hotels galt als sein erster großer Coup und bescherte ihm erstmals großen Einfluss auf die städtische Politik und Wirtschaft.

Auch im Privaten ging es für ihn in dieser Zeit hoch her. So wurde aus Ivana Winklmayr im Jahre 1977 Ivana Trump. Die Ehe hielt 15 Jahre lang und daraus gingen die Kinder Donald Junior (1977), Ivanka (1981) und Eric (1984) hervor. Alle arbeiten im Familienunternehmen der Trump Organization. Tochter Ivanka hat seit jeher den Status als eine Art „Lieblingskind“, weshalb sie auch im vergangenen Wahlkampf ihres Vaters eine entscheidende Rolle spielte.

Kinder sind ein gutes Stichwort, denn 1983 stellte Trump sein wohl bis dato ehrgeizigstes Projekt fertig, als er sich mit dem Trump Tower selbst ein Denkmal setzte. Eines der wohl beeindruckendsten Gebäude in ganz Manhattan. In unmittelbarer Nähe übrigens liegt das Schmuckunternehmen „Tiffany“ nach dem Tochter Tiffany Trump (1993) benannt wurde.

Zu dieser Zeit befand sich Donald auf dem Zenit seiner Schaffenskraft, so brachte er 1987 sein zum Bestseller avanciertes Buch „The Art of the Deal“ heraus, das eine Art autobiographisches Manifest darstellt und seine Gedankenwelt aufzeigt. Gleichzeitig ist dies auch eine Art Wendepunkt, an dem er anfängt sich zunehmend in Richtung der Unterhaltungsbranche zu bewegen.

Als Schnittstelle zwischen diese beiden Welten (Immobilien und Unterhaltung) boten sich die zahlreichen Casinos und Spielbanken an, die im New Jersey gelegenen Atlantic City in seinem Besitz waren. Dort sollte ein zweites Las Vegas entstehen, mit Trump als einem der entscheidenden Gründerväter. Hier sammelte er einige wichtige Erfahrungen auf dem Schmelztiegel zwischen Business, Marketing und Entertainment, selbst wenn diese zu weil auch aus Lehrgeld bestanden.

So war er auf diesem Geschäftsfeld nicht ausreichend informiert, ihm fehlten wichtige Dinge im Sachbezug zu der Materie mit der er sich auseianderzusetzen hatte. Sein Kenntnisstand war zu niedrig, er hatte vermutlich nicht mal Basiswissen über das Glücksspiel, wie Poker-Regeln oder die Unterschiede zwischen europäischem und amerikanischem Roulette, so dass ihm auch tiefergreifende Analysen verwehrt blieben. Selbstverständlich verstand er es nichtsdestotrotz aus eventuellen Fehlschlägen, die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen.

In der Unterhaltungsindustrie wurde er immer mehr zur wiederkehrenden Figur, wobei sich sein Image als erfolgreicher Geschäftsmann so ebenfalls auf einer kulturellen Ebene festigte. Mittlerweile hat er insgesamt 16 Bücher herausgegeben, mehrere Gastauftritte in Film und Fernsehen gehabt und zahlreiche weitere Projekte in diesem Sektor angegangen, durch die die Marke letztendlich (zumindest durch Omnipräsenz) an Bekanntheit und Wert zulegte.

Eine Schlüsselrolle kommt jüngst dabei seiner Show „The Apprentice“ (2003 – 2015) zu. Hier wurden verschiedene Geschäftsleute und deren Unternehmen in einer Casting-Show von Juror Trump bewertet. Ihm kam dort eine Dieter Bohlen ähnliche Rolle zu und so konnte er über 14 Staffeln, dank des großen Erfolgs der Sendung, einen regelrechten Kult um die eigene Person schaffen.

Im Jahre 1987 hatte er schon (eher scherzhaft) angekündigt irgendwann für das Präsidentschaftsamt zu kandidieren, was damals noch belächelt wurde. Um die Jahrhundertwende wurde es dann aber ernster mit dem Thema Politik. Trump wechselte zuvor oft zwischen den politischen Lagern und ordnete sich nie über längere Zeit einer festen Gruppe zu. Während der Präsidentschaft Obamas wurde er jedoch zu einem der führenden Köpfe der sogenannten „Birther Bewegung“, die hauptsächlich einen harten Kern der republikanischen Partei ansprach.

Dies verschaffte ihm genügend Legitimität um dann später als Kandidat für eben diese Partei ins Rennen zu gehen. Im Wahlkampf verstand er es dann dementsprechend die Reputation seines Namens umzumünzen und seine Kontrahentin auszustechen.

Quellen: PublicDomain am 10.06.2017

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