Das Ende der Netzneutralität wird vor allem Online Gamer treffen

In den USA zeigt sich ein Trend, der auch nach Europa kommen könnte, und der die Freizügigkeit im Internet enorm einschränken könnte. Dort gibt es im Grunde ohnehin nur zwei große Internetanbieter, die nun auch noch die Freigabe sogenannter Ports begrenzen möchten.

Ports sind, vereinfacht ausgedrückt, für einen bestimmten Zweck freigegebene Zugänge in Ihrem Router, die einzig für den Datentransfer etwa für Online-Spiele genutzt werden. In den USA wird nun die Unart kultiviert, dass Nutzer für zusätzlich freizugebende Ports an ihre Dienstanbieter extra zahlen müssen.

Besonders große Spieleplattformen wie Steam oder auch EA brauchen eigene Ports, da sonst die Menge der übertragenen Datenpakete im Spiel einfach nicht bewältigt werden kann.

Die Folge: Aufwändige Aktionen wie das „looten“ (Aufheben von gewonnen Gegenständen) werden so extrem langsam, dass der Spieler einem anderen gegenüber mit einer schnelleren Verbindung im Nachteil ist.

Dies betrifft vor allem Spieler von MMORGs oder anderen Internet gestützten Spielen. Freunde des Online Casinos sind von diesen Änderungen zunächst nicht betroffen. Sollten hier entsprechende technische Neuerungen anstehen, werden Sie im Slot Ratgeber von Casinobonus360 sofort informiert.

Heftige Proteste in den USA

Landesweit gehen in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur Gamer auf die Barrikaden gegen diese Pläne. Natürlich hat die Frage nach freizugebenden Ports auch mit anderen Bereichen des internetbasierten Entertainments zu tun und stellt eine massive Einschränkung in der virtuellen Freizügigkeit dar.

Ist es bisher noch jedem selbst überlassen, wozu und wie sehr er oder sie das Web nutzen möchte, wird nach einer entsprechenden Entscheidung im Kongress für die Kostenpflichtigkeit der Portfreigabe das Spiel im Web nur noch denen vorbehalten sein, die sich das leisten können.

Alle anderen können entweder gar nicht mehr spielen oder müssen mit massiven Nachteilen in der Performance des Lieblingsspiels rechnen. Welche Auswirkungen das auf Spieler und Anbieter hat, ist ohne große Fantasie nachvollziehbar. Viele Gamer werden ihr Spiel aufgeben oder finanzielle Schwierigkeiten in Kauf nehmen, um weiter ihrem Hobby nachgehen zu können.

Auch werden sich Anbieter vermutlich einer Ticketflut gegenüber sehen, in denen unfaire Spielsituationen auf Grund des Internetproviders gerügt werden. Wie solche Tickets (Beschwerden durch Nutzer) dann zu behandeln sind, ist noch völlig unklar.

Weiterhin erhalten die Internetdienstanbieter eine sehr dubiose Macht: Sie können entscheiden, welchem Spieleanbieter sie Ports zuweisen, oder nicht. Damit bestimmt praktisch Ihr Provider, welche Spiele Sie spielen können oder nicht. Dass dies nicht hinnehmbar ist, ist logisch.

Sehr erfreulich, dass auch alle anderen Internetnutzer die Brisanz dieser Netzkontrolle erkennen und ebenfalls protestieren, auch wenn sie nicht unmittelbar von den Folgen betroffen sind. Dass sich die ganze Welt freizügig und kaum begrenzt austauschen kann, war einmal eine der ganz großen Vorzüge des Internets.

Und gerade in einem Land wie den USA, dass sich selbst „land of the free“ (Das Land der Freien) nennt, sollte besonders dieser Wert des World Wide Web geschützt und verteidigt werden. Die Sorge, wie weit die Netzneutralität noch eingeschränkt werden wird?

Ob dies nur der Anfang einer landesweiten oder gar globalen Kontrolle der Internetnutzung ist, ist durchaus berechtigt.

Quellen: PublicDomain am 24.01.2018

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