Von wegen umweltfreundliche Elektroautos! Brandgefährlicher Sondermüll – Tesla

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Österreich: Nachdem ein Tesla drei Tage lang abgebrannt ist, weigerten sich Recycling-Unternehmen, das Auto anzunehmen. Grund: Die giftige Batterie.

Ein Vorfall in Österreich wirft Fragen auf hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit von Elektroautos.

Ein Tesla-Fahrer im österreichischen Bundesland Tirol kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Der dadurch entstandene Brand hätte dem Besitzer des Elektroautos nicht nur fast das Leben gekostet. Komplikationen gab es auch nach dem Unfall. Das brennende Auto musste von der Feuerwehr durch ein dreitägiges Bad in einem riesigen Wassercontainer gelöscht werden.

Der Grund: Die beschädigte Antriebsbatterie entzündete sich aufgrund chemischer Reaktionen ständig neu.

Wenn ein Elektrofahrzeug erst einmal brennt, ist es mit herkömmlichen Methoden praktisch gar nicht mehr zu löschen. Darauf weist auch die Feuerwehr immer wieder hin. Es gab schon diverse Fälle, in dem das gesamte brennende Fahrzeug einfach im Wasser versenkt wurde und sogar dort weiter brannte.

Doch die Frage ist: Was passiert eigentlich mit dem Auto, wenn es erst mal Schrott ist? Tesla bietet angeblich Sonderrecyclingunternehmen an, die solche Fahrzeuge zurücknehmen. Doch das scheinen wohl nur leere Versprechungen zu sein. In Österreich jedenfalls weigerten sich sämtliche Recyclingunternehmen, einen abgebrannten Tesla zu entsorgen. Der Grund: Ungewissheit über die giftige Zusammensetzung der Batterie („Heuchelei der Bundesregierung“: Nur 2,6 Prozent Elektroautos unter den Regierungs-Pkw).

E-Autowracks: Brandgefährlicher Sondermüll

Geschmolzenes Blech, verschmorte Kabel, das schwarze Skelett des Fahrersitzes, alles zusammengeknittert auf der Bodenplatte, in der die Riesenbatterie ruht, von der niemand genau weiß, welche giftigen Bestandteile sie enthält: Das ist alles, was von der einstigen Luxuslimousine übrig geblieben ist. Ein Anblick, der ihrem Besitzer, Dominik Freymuth aus Walchsee, den Schweiß auf die Stirn treibt. Er fühlt sich vom Hersteller und dessen angeblichem Entsorgungspartner „im Stich gelassen, an der Nase herumgeführt, verarscht“.

Jeden Morgen, den er daran vorbeigeht, erinnert ihn das Wrack an den Unfall am 4. Oktober, als er – aus Unachtsamkeit, wie er zugibt – von der Straße zwischen Kössen und Walchsee abgekommen und gegen einen Baum geprallt ist. Wie in Sekundenschnelle alles lichterloh brannte, wie ihn nachfolgende Autolenker aus den Flammen zerrten. Zwei Wochen ist Freymuth danach im Krankenhaus gelegen (Freie Energie: Das Wasserauto und der tote Erfinder (Videos)).

„Eine fünfwöchige Odyssee“

Währenddessen hat die Feuerwehr das Wrack in einem Spezialcontainer unter Wasser gesetzt und drei Tage lang gekühlt, um zu verhindern, dass die Batterie wieder Feuer fängt. Der Abschleppunternehmer Georg Greiderer hat die „automobile Wasserleiche“ dann zu einem Parkplatz am äußersten Rand seines Firmengeländes gebracht, weil man ja nie wisse, ob das Ding nicht doch wieder in Flammen aufginge, sagt er. Seither versucht Greiderer, jemanden zu finden, der das Wrack fachgerecht entsorgt. „Eine fünfwöchige Odyssee“, sagt er mit einem resignierten Grinsen.

Der Hersteller Tesla habe beim Erstkontakt eine problemlose Entsorgung zugesichert und sich dann nicht mehr gemeldet. Auf Rückfrage ist Greiderer an Teslas österreichischen Entsorgungspartner ÖCAR Autoverwertungs GmbH verwiesen worden.

Auf der Tesla-Homepage liest sich das so: „ÖCAR Automobilrecycling verfügt über ein großes Netzwerk von autorisierten Recycling- und Entsorgungspartnern, welche vom Umweltministerium vollständig lizenziert sind.“ (Naturzerstörung: Widerstand gegen Lithium für Elektroauto-Autobatterien wächst)

(Das Löschwasser, in dem der Tesla gekühlt wurde, ist heute ein begehrtes Souvenir für Wissenschafter)

Ein Entsorgungspartner ohne Lizenz

Ganz so vollständig offenbar doch nicht, denn ÖCAR hat gar keine Genehmigung, Tesla-Modelle zu übernehmen. Auf die Frage, wie sie sich denn die Entsorgung eines Elektroautos vorstelle, antwortet ÖCAR-Sprecherin Pia Kleihs: „Darüber kann ich Ihnen keine Auskunft erteilen, da wir für Tesla keine Berechtigung haben.“ Tesla verweist also auf seiner Homepage, pikanterweise im Kapitel „Nachhaltigkeit“, auf einen Entsorgungspartner, der gar nicht befugt ist, einen Tesla zu recyceln.

Geheimnisvolle Zusammensetzung

Die Tiroler Entsorger lehnen die Verwertung eines havarierten Tesla rundheraus ab. Da wisse man einfach nicht mehr, wo die Batterie anfinge und wo sie aufhöre, sagt Recyclingunternehmerin Ingeborg Freudenthaler aus Inzing, und das sei brandgefährlich.

Martin Klingler, Entsorgungsfachmann beim Schwazer Umweltunternehmen DAKA, sagt, eine so große Lithiumbatterie könne seine Firma nicht übernehmen, da man den Mix aus gefährlichen Stoffen in ihrem Inneren gar nicht kenne. Die Elektromobilhersteller hielten die Zusammensetzung ihrer Elixiere streng geheim, um ihren Wettbewerbsvorteil nicht zu verlieren.

Die Flüssigkeit, in der das Unfallauto vom Walchsee gekühlt wurde, ist ein gefährlich giftiges Gebräu, aber mittlerweile ein begehrter Tropfen. Die Montanuniversität Leoben habe sich bereits Proben davon gesichert, um dem Geheimnis ihres Inhalts auf die Spur zu kommen, sagt Klingler (Im Klimawahn: Steuerzahler müssen für E-Autos noch mehr bluten, die niemand kaufen will).

Der Recyclingpapst ist ratlos

Den Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik in Leoben hat Roland Pomberger inne. Mit seiner jahrelangen Erfahrung beim steirischen Entsorgungskonzern „Saubermacher“ gilt er als Recyclingpapst Österreichs.

Auf die Frage, wie man denn mit der verformten und möglicherweise beschädigten 600 kg-Batterie eines Tesla zu verfahren habe, antwortet er mit einem entwaffnenden: „Ich weiß es nicht.“ Das falle in die Produzentenverantwortung, und der Walchsee-Tesla zeige, dass sich der Hersteller darüber bisher wohl zu wenig Gedanken gemacht habe. Man habe hier versäumt, von der Wiege bis zu Bahre zu denken, sagt auch Freudenthaler. Der Produzent habe etwas hergestellt, ohne darüber nachzudenken, wie diese Dinge entsorgt werden sollen.

Derzeit gibt es im Mitteleuropa zwei Unternehmen, die in großem Stil unbeschädigte Batterien für Elektroautos recyceln: den belgischen Wiederverwerter Umicore und die deutsche Firma Redux, Tochtergesellschaft des steirischen Konzerns Saubermacher.

Beide versuchen, in unterschiedlichen Verfahren, vor allem die Rohstoffe Kobalt, Nickel und Kupfer rückzugewinnen. Die Recyclingquote bei Redux liegt nach eigenen Angaben bei etwa 70 Prozent. Reines Lithium abzuscheiden, ist zwar theoretisch möglich, aber so aufwendig, dass es sich nicht rentiert.

(Haben genug von Elektroautos: Freymuth (links) und Greiderer (rechts))

„Zeitbombe“

Beide Entsorger liegen jedoch außerhalb der Reichweite des demolierten Walchsee-Tesla. Der Transport der unberechenbaren Batterie würde nämlich eine EU-Gefahrengut-Genehmigung erfordern, die es in Österreich noch gar nicht gebe, sagt
Klingler von der Firma DAKA (Blockaden gegen die Freie Energie: Tote, bedrohte und unterdrückte Wissenschaftler).

Abschleppunternehmer Greiderer, auf dessen Grund das Wrack gestrandet ist, gibt die Hoffnung dennoch nicht auf. Vor einer Woche habe ihm Tesla zugesichert, dass ein Experte aus Holland kommen würde, um die Batterie zu entladen.

Seither hat er jedoch nichts mehr vom Entlademeister gehört. Für Freymuth, den ehemals stolzen Tesla-Besitzer, ist jedenfalls klar: „Ich kaufe mir sicher keinen mehr, jetzt, wo ich weiß, auf welcher Zeitbombe ich sitze.“

Literatur:

Welt am Limit: Elf Episoden, um sie um den Schlaf zu bringen

Freie Energie – Die Revolution des 21. Jahrhunderts

Das Freie-Energie-Handbuch: Eine Sammlung von Patenten und Informationen (Edition Neue Energien)

Quellen: PublicDomain/mmnews.de/ORF am 20.11.2019

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