Sind CBD Blüten erlaubt? Wir klären auf

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Der Verkauf von CBD-Produkten floriert. CBD Blüten befinden sich allerdings in einer rechtlichen Grauzone. Was spricht für und was gegen deren Verwendung?

CBD Blüten rauchen – ist das noch legal?

Der Run auf CBD-Produkte hat auch zu einem Popularitätsschub von CBD Blüten geführt. Immer mehr Online-Händler nehmen sie in ihr Sortiment auf und in Hanfshops schmücken sie ohnehin die Verkaufspalette. Viele Kunden fragen sich, ob CBD Blüten überhaupt legal sind.

Während die Frage bei CBD Öl und CBD Salben positiv beantwortet werden kann, ist dies bei CBD Blüten anders. Hier handelt es sich eher um eine rechtliche Grauzone, die einer abschließenden Klärung harrt.

Wir schildern die genaue rechtliche Situation rund um CBD Blüten in Deutschland und geben wichtige Tipps zum CBD Rauchen.

Einhaltung des THC-Grenzwertes

Grundsätzlich gilt innerhalb der EU seit 2015, dass CBD-Produkte vertrieben werden können, wenn sie nicht mehr als 0,3 % von der berauschenden Substanz THC enthalten. Die EU-Staaten ratifizierten diese Rechtsauffassung nach und nach mit geringen Abweichungen, was den Grenzwert angeht. In Deutschland liegt die Obergrenze von THC zum Beispiel bei nur 0,2 %. Darüber hinaus müssen die Blüten aus EU-zertifiziertem Nutzhanf gewonnen sein.

Umgang mit dem Rohmaterial

Doch der Grenzwert ist nicht die einzige Komponente, die bei der Legalitätsfrage von Bedeutung ist. Die Tatsache, dass die Blüten der Hanfpflanze im Grunde genommen ein unbehandeltes Cannabis-Produkt darstellen, macht die Einordnung schwer. Zwar können Kunden CBD-Produkte in verkaufsfertiger Form frei erwerben, sofern das vorgeschriebene THC-Limit eingehalten wird und die Pflanzen aus EU-zertifiziertem Saatgut gefertigt sind.

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Doch auf Rohmaterial haben aber nach den Buchstaben des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) eigentlich nur diejenigen einen Zugriff, die dieses für „gewerbliche oder wissenschaftliche Zwecke“ verwenden.

Eine Gefahr des „Rauschmissbrauchs“ durch Dritte müsse zudem beim Verkehr mit der Hanfpflanze ausgeschlossen werden. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass der Gesetzgeber ebenfalls nicht beurteilen kann, ob die CBD Blüten, genauer gesagt die Samen für den Anbau verwendet werden. Dieser erfordert für Hanfprodukte nämlich grundsätzlich eine Sondergenehmigung.

Auch beim Anbau spielen wieder die Anforderungen von Weiterverarbeitung (Gewerbe) und Forschung mit hinein. Bei der Beurteilung zur Legalität beim Verkauf von CBD Blüten hat es unterschiedliche Gerichtsurteile gegeben. Händler, die CBD Blüten im Sortiment führen, müssen zudem mit Razzien, Konfiszierung und Anzeige rechnen.

Was haben Kunden zu befürchten?

CBD-Produkte sind nicht Crack oder LSD, das weiß auch der Gesetzgeber, auch wenn manche juristischen Urteile Stirnrunzeln auslösen und Zweifel am gesunden Menschenverstand der Urteilsfinder aufkommen lassen.

Deswegen konzentriert sich die Politik bei möglicherweise illegalen CBD-Produkten eher auf die Händler denn auf die Kunden. Das Risiko für Kunden beim Erwerb von CBD Blüten ist somit gering. Dies gilt allerdings nicht, wenn Kunden mit den Blüten unterwegs sind oder diese gar im Freien konsumieren.

Risiko vor allem beim Transport und Konsum

Beim Transport und Konsum in der Öffentlichkeit können Implikationen entstehen. Polizisten sind nämlich von Amts wegen dazu gezwungen, jeden Fall vom Dealen bis zum Konsum von illegalen Drogen zur Anzeige zu bringen.

Erst der Richter entscheidet, ob er die Anzeige zulässt oder, zum Beispiel wegen Unschuld oder Geringfügigkeit, fallen lässt. Hier tritt das Problem auf, dass nur die wenigsten Polizisten zwischen illegalen Cannabisblüten und solchen, die den THC-Grenzwert erfüllen, unterscheiden können, zumal geeignete Instrumente zur direkten Ermittlung der Obergrenze noch fehlen.

Konsumenten droht also in der Öffentlichkeit jederzeit eine Anzeige und angesichts der Schwierigkeit bei der Unterscheidung sowie bei der erwähnten Unklarheit, ob Privatkunden überhaupt Rohmaterial von Hanfpflanzen besitzen dürfen, ist es nicht garantiert, dass die Sache glimpflich ausgeht.

Möglich ist auch, dass Mitbewohner in einem Miethaus gleich die Polizei rufen, wenn die für sie ungewohnten Gerüche ins Treppenhaus dringen. Bekanntlich wurden auf diese Weise schon einige Cannabiskonsumenten aufgeschreckt, die eine Anzeige und strafrechtliche Verfolgung davontrugen.

Quellen: PublicDomain am 08.05.2021

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