Bitcoin: Kryptofreundliches Brasilien schaut auf El Salvador – Afrika: Kryptomarkt wächst in einem Jahr um 1.200 Prozent

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Laut einer von einer aktuellen Umfrage sprechen sich 48 Prozent der Befragten in Brasilien für die legale Einführung von Kryptowährungen aus. Das Vorbild El Salvador könnte durchaus Schule machen.

Seit einer Woche schaut die Bitcoin-Welt gebannt auf El Salvador, wo die Kryptowährung den Status eines offiziellen Zahlungsmittels erreicht hat. Musste der dortige Präsident gegen einen zum Teil großen Widerstand seines Volkes angehen, wünscht sich ein Großteil der Brasilianer ebenfalls BTC als offizielle Landeswährung.

So glauben 48 Prozent der Bevölkerung Brasiliens, dass die Regierung von Jair Bolsonaro Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführen sollte.(Leak zeigt Einbindung von Bitcoin und Ether auf Twitter – Bitcoin-Preis soll 2021 oder Anfang 2022 100.000 USD erreichen)

Das ist eine der Schlussfolgerungen, die das Unternehmen Sherlock Communications in einem Bericht über Blockchain in Lateinamerika 2021 gezogen hat. Die Ergebnisse wurden diese Woche bei Yahoo Finance veröffentlicht. Die in zwei Teile gegliederte Studie befasste sich mit acht lateinamerikanischen Ländern.

In diesen erlebten Kryptowährungen in den letzten Jahren einen großen Aufschwung. Eine dieser Umfragen wurde mit 2.700 Personen in den fünf Ländern mit den größten Volkswirtschaften der Region durchgeführt. Dazu zählen Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko.

Es ist das Abstimmungsergebnis aus Brasilien, das hier am meisten aufhorchen lässt. Nicht nur, dass fast die Hälfte sich BTC als Landeswährung wünschen, 56 Prozent finden zudem die neue Gesetzgebung in El Salvador gut.

Während dort die mangelnde Zustimmung für das neue Gesetz durchaus auch auf Unkenntnis über Bitcoin zurückgeführt werden kann, ist die Lage in Brasilien anders. Dort geben nämlich 92 Prozent an, zu wissen, was Bitcoin ist.(Kim Dotcom wirbt für Kryptomarkt: „Kartenhaus könnte einstürzen” – Cardano-Gründer: Die Zukunft gehört Bitcoin und Co.)

In Brasilien ist Bitcoin trotz wenig Regulatorik sehr beliebt

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Die Studie ergab auch, dass 55 Prozent der Befragten in Brasilien regelmäßig in BTC investieren, um ihr Anlageportfolio zu diversifizieren. Der zweitwichtigste Grund für BTC-Anleger ist der Schutz vor Inflation und wirtschaftlicher Instabilität (39 Prozent der Antworten).

Das Experiment von El Salvador könnte eine großartige Referenz für lateinamerikanische Länder werden. Sie können daran sehen, wie sie Blockchain und Kryptowährungen in ihre Volkswirtschaften einbinden und mehr Wohlstand für ihre Bürger schaffen können

, so der Sherlock-Berater Luiz Eduardo Abreu Haddad laut Medienberichten.

In Brasilien ist die Krypto-Börse Mercado Bitcoin der Marktführer. Allein im ersten Quartal 2021 hat sie mit rund 2,7 Millionen Nutzern auf ihrer Plattform Kryptowährungen im Wert von fast 5 Milliarden US-Dollar gehandelt. Dieses Volumen ist größer als das, was in den ganzen Jahren von 2013 bis 2020 auf der Plattform gehandelt wurde, gab Mercado-CEO Reinaldo Rabelo zu Protokoll.

Im gesamten Jahr 2020 wurden auf der Plattform nur 1,2 Mrd. USD gehandelt. Allerdings heißt es auch in Brasilien, dass die regulatorischen Vorschriften der Behörden der Beliebtheit unter der Bevölkerung deutlich hinterherhinkt.(Unabhängigkeit von den Zentralbanken: Bitcoin und El Salvador – wie es vom Crash profitiert)

Nach El Salvador: Schwappt die Bitcoin-Welle jetzt nach Afrika?

Nachdem El Salvador Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel erklärte, denken auch Politiker:innen aus anderen Entwicklungsländern öffentlich über die Vorzüge von Krypto und Blockchain nach. So auch Simbabwes Finanzminister.

Mthuli Ncube, Simbabwes Finanzminister, hat sich wohlwollend zur Blockchain-Technologie und der Adoption von Bitcoin und Co. in seinem Land geäußert. Anlässlich eines Besuchs in Dubai twitterte er:

Ich habe das DMCC CRYPTO CENTRE in Dubai besucht, ein faszinierendes Zentrum für Kryptowährungs- und Zahlungslösungen. Ich stieß auf Lösungen, die die Gebühren für Überweisungen aus der Diaspora senken könnten.

Mthuli Ncube

Nach Angaben der Weltbank erhalten die Bürger:innen des afrikanischen Staates jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar aus dem Ausland. Dabei sollen laut Medienberichten bis zu 90 Millionen US-Dollar an Transaktionsgebühren anfallen. In Südamerika bildet die Absenkung derartiger Gebühren ebenfalls ein wichtiges Argument für die Krypto-Adoption. Ncube hatte seine Landsleute bereits vor einigen Jahren zu Investitionen in Bitcoin aufgerufen. (Bloomberg-Seniorstratege bezeichnet Bitcoin als globales Reservevermögen auf dem Weg zu 100.000 US-Dollar)

 

Gemischtes Echo auf Bitcoin-Statement

Während Teile der Bitcoin-Community die Äußerung des Finanzministers positiv aufnahmen, gab es auch kritische Stimmen. Victor Mapunga, CEO des Simbabwer Krypto-Unternehmens FlexFinTx, erinnerte den Minister daran, dass es im Land bereits Firmen gibt, die in der Branche tätig sind. Laut ihm täte die Politik besser daran, nicht auf Dubai zu schauen, sondern die örtlichen Akteure zu fördern.

Andere Stimmen erkannten in Bitcoin und Co. weiterhin ein wirksames Kompensationsmittel zum Inflations-gebeutelten Simbabwe-Dollar. Wobei sich hier ebenfalls Parallelen zur Situation in den lateinamerikanischen Staaten auftun. Der ehemalige simbabwische Senator Jopa SaYeyo gab allerdings bei der Inflationsfrage eine deutlich andere Einschätzung zum besten:

Wenn die Banken aufhören, den Devisenkurs zu manipulieren, kann die RBZ [Simbabwes Zentralbank; Anm. d. Red.] vielleicht Kryptowährungen in Betracht ziehen. Andernfalls wird es zu einem massiven Absturz des ZWL führen.

Auch in El Salvador regt sich unterdessen Missmut zur Einführung von Bitcoin. Die Kritik betrifft unter anderem den autoritären Regierungsstil von Präsident Bukele, der auch beim Beschluss des Krypto-Gesetzes zum Tragen kam.

Kryptomarkt wächst in einem Jahr um 1.200 Prozent

P2P-Plattformen haben laut Chainanalysis einen sehr großen Anteil am gigantischen Wachstum des Kryptomarktes in Afrika. Gut möglich, dass ein Land auf dem Kontinent bald El Salvador nacheifert.

Daten von Chainalysis zufolge ist der Kryptowährungsmarkt in Afrika seit dem vergangenen Jahr erheblich gewachsen. Aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht geht hervor, dass sein Wert zwischen Juli 2020 und Juni 2021 um mehr als 1.200 Prozent gestiegen ist. Dazu trägt insbesondere eine hohe Akzeptanz in Kenia, Südafrika, Nigeria und Tansania bei.

Chainalysis fügte hinzu, dass die Popularität von P2P-Plattformen einer der treibenden Faktoren für eine größere Krypto-Akzeptanz in der Region gewesen sein könnte. Der Hintergrund dafür ist, dass einige Länder das Senden von Geld an Börsen durch lokale Banken eingeschränkt oder verboten haben.

In vielen dieser Märkte in Afrika können die Menschen kein Geld von ihren Bankkonten an eine zentrale Börse senden. Sie sind daher auf P2P angewiesen. Zudem werden Krypto-Produkte immer benutzerfreundlicher, sodass sie mehr Menschen in die Krypto-Wirtschaft einführen können. Sie zeigen ihnen, dass Krypto schneller, billiger und bequemer ist

, zitiert der Report Artur Schaback, COO und Mitbegründer der beliebten P2P-Börse Paxful.

Einer der wichtigsten Anwendungsfälle von Kryptowährungen in Afrika sind Überweisungen. Im Jahr 2019 erhielt Subsahara-Afrika geschätzte Überweisungen im Wert von mindestens 48 Milliarden US-Dollar. Von diesen ging etwa die Hälfte nach Nigeria, so eine Studie des Brookings Institute.

Das meiste Geld fließt aus Europa und Nordamerika nach Afrika, aber auch zwischen den afrikanischen Ländern gibt es ein großes Volumen an Rücküberweisungen. Viele afrikanische Nutzer verlassen sich auch auf Kryptowährungs-Transaktionen für internationale Handelsgeschäfte. Schaback weiß von mehreren Beispielen afrikanischer Geschäftsinhaber, die Kryptowährung nutzen, um Waren für den Import und den Verkauf im Inland zu bezahlen.

Dient El Salvador als Vorlage für afrikanischen Kryptomarkt?

Bekanntlich ist eines der Hauptargumente, mit denen El Salvadors Präsident Bukele Bitcoin zu einer offiziellen Landeswährung machte, das Einsparen von Transaktionskosten. Nicht nur andere Länder Mittel- und Südamerikas achten nun mit Argusaugen darauf, ob das Vorhaben von Erfolg gekrönt ist.

Auch in Afrika denkt man über die Vorzüge der Blockchain-Technologie und den Fortschritt der Bitcoin-Adaption nach. Das beweist ein aktueller Tweet von Simbabwes Finanzminister.

Weitere Vorhaben in Afrika betreffen unter anderem Nigeria. Das Land plant, seine digitale Zentralbankwährung (CBDC) namens eNaira ab dem 1. Oktober zu testen. Südafrika beteiligt sich ebenfalls an einer gemeinsamen Initiative mit Australien, Singapur und Malaysia zur Einführung einer an die Fiat-Währung gekoppelten digitalen Währung. Ein mögliches Startdatum für die Erprobung der CBDC gibt es gleichwohl noch nicht.

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Literatur:

Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie?

Wehrt Euch, Bürger!: Wie die Europäische Zentralbank unser Geld zerstört

Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen: Der Weg in die totale Kontrolle

Wer regiert das Geld?: Banken, Demokratie und Täuschung

Quellen: PublicDomain/btc-echo.de am 17.09.2021

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