Psychiater analysiert vier etablierte Theorien zum Nahtod-Phänomen

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terra-mystica.jimdofree.com berichtet: Es ist unbestritten, dass Menschen Nahtoderfahrungen machen können und viele sie auch bereits hatten, doch sind diese subjektiv wahrgenommenen Erlebnisse auch wirklich ein Beweis für ein Leben nach dem Tod?

Szenen aus dem eigenen Leben, die wie in einem Film vorbeirauschen oder ein helles Licht am Ende eines Tunnels sowie das Gefühl, leicht und schmerzfrei über dem eigenen Körper zu schweben, sind nur einige der Dinge, die Menschen beschrieben, die bereits klinisch tot waren aber wiederbelebt werden konnten – also eine Nahtoderfahrung gemacht haben.

Doch was bedeuten solche Erfahrungen eigentlich und wie kann die Wissenschaft sie erklären? Wird unsere Psyche (Seele) nach dem Ableben auch weiterhin existieren und falls ja wo?

In einem aktuell erschienenen Artikel, der in der Fachzeitschrift Psychology Today veröffentlicht wurde, analysiert der kanadische Psychiater und erfolgreiche Sachbuchautor Dr. Thomas R. Verny die vier vorherrschenden Theorien, die bisher zur Erklärung des Phänomens ins Spiel gebracht wurden.

1. Die Seele ist vom Gehirn unabhängig und unterliegt nicht den physikalischen Gesetzen

Dies ist im Wesentlichen eine religiöse oder spirituelle Ansicht, die davon ausgeht, dass die Seele/Psyche schon immer im Universum existierte. Die individuelle Seele ist Teil eines größeren, allumfassenden Geistes, bei dem es sich um Gott oder eine höhere Macht handeln kann oder auch nicht.

Diese Theorie beruht natürlich auf dem Glauben und eignet sich nicht für eine wissenschaftliche Untersuchung.

2. Die Seele ist das Produkt komplexer, neuronaler Aktivitäten des menschlichen Gehirns

Er ist eine evolutionäre Anpassung. Im wissenschaftlichen Jargon ist die Seele ein »Epiphänomen des Gehirns«, eine auftauchende Eigenschaft. Mit anderen Worten: So wie Urin ein Nebenprodukt der Nieren ist, ist die Seele ein Nebenprodukt eines funktionierenden Gehirns.

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Diese Theorie setzt die Seele/Psyche, die nicht gemessen, gewogen oder quantifiziert werden kann, mit einer physischen Substanz gleich. Auch diese Theorie lehnt Dr. Verny ab und führt Fälle von Multipersönlichkeitsstörungen und andere medizinische Anomalien an, die man nicht erklären könnte, wenn wir die Seele/Psyche nur als eine vom Gehirn erzeugte physikalische Größe betrachten würden.

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3. Die Hameroff-Penrose-Hypothese

1994 vertrat Dr. Stuart Hameroff von der Abteilung für Anästhesiologie und Psychologie der University of Arizona in Tucson eine für die damalige Zeit bizarre Idee über das menschliche Gehirn.

Mit Unterstützung des britischen Mathematikers und theoretischen Physikers Sir Roger Penrose schlug Dr. Hameroff nämlich vor, dass Quantenschwingungsberechnungen in den Mikrotubuli, die wichtige Bestandteile des Zytoskelett der Zellen sind, unsere Seele/Psyche steuern würden.

Dr. Hameroff führte hierzu das nur zwischen 50 und 300 Mikrometern große Pantoffeltierchen als Beweis für seine Hypothese an, denn dieser Einzeller verfüge zwar über kein zentrales Nervensystem, Gehirn oder Neuronen, es könne aber dennoch schwimmen, seine Nahrung und Partner finden oder den Gefahren aus dem Weg gehen.

Es scheint sogar Entscheidungen treffen und Informationen verarbeiten zu können. Und da Mikrotubuli Strukturen ebenfalls im Nanobereich sind, kam Dr. Hameroff deshalb der Gedanke, dass die Quantenphysik bei Psyche und Bewusstsein eine entscheidende Rolle spielen könnte.

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Und so besagt die sogenannte Hameroff-Penrose-Hypothese, dass die Psyche physikalischen Gesetzen gehorcht, die noch nicht vollständig verstanden sind und auf die Neuronen der Großhirnrinde wirken.

Der Grundgedanke hierzu wurde von dem britischen Philosophen und Mathematiker Albert North Whitehead (*15. Februar 1861; †30. Dezember 1947) erstmals erwähnt aber von Dr. Hameroff weiterentwickelt.

Whitehead hielt Psyche und Bewusstsein für Epiphänomene von Quantenberechnungen in den Mikrotubuli des Gehirns und für Dr. Hameroff ist die Psyche ein intrinsischer Faktor des Universums.

4. Die Kauffman-Hypothese

Dr. Stuart Alan Kauffman, emeritierter Professor für Biochemie an der University of Pennsylvania, erhielt zusammen mit Samuli Niiranen und Gabor Vattay ein Gründungspatent für das »Poised Realm« (auf Deutsch so viel wie »ausgeglichener Bereich«), einen scheinbar neuen »Materiezustand«, der reversibel zwischen Quanten- und klassischem Bereich, zwischen Quantenkohärenz und Klassizität, schwebt.

Dr. Kauffman ist der Ansicht, dass das im Chlorophyllmolekül beobachtete System (das er ausführlich untersucht hat) die Möglichkeit aufwirft, dass sich Netze von Quantenkohärenz oder Teilkohärenz über einen großen Teil eines Neurons erstrecken und zwischen Kohärenz und Dekohärenz in der Schwebe bleiben können.

Seine Hypothese besagt letztendlich, dass Bewusstsein, Psyche sowie freier Wille mit dem »Poised Realm« verbunden sind und unsere Gehirne und unsere Sinnesorgane uns mit dem Universum verbinden.

Der Unterschied zwischen den Theorien von Hameroff und Kauffman besteht darin, dass Hameroff das Bewusstsein in den Mikrotubuli verortet und Kauffman in der »Poised Realm« – aber beide stützen sich bei ihren Hypothesen stark auf die Quantenphysik.

Darüber hinaus können wir im Wachzustand oder unter Narkose, wie im Schlaf, zwei Gemüter haben.

Dr. Verny’s Fazit:

Nahtoderfahrungen, außerkörperliche Erfahrungen, multiple Persönlichkeiten, die Wirkung von Placebos und Hypnose sowie das luzide Träumen sind überzeugende Beispiele dafür, dass das Gehirn als Sender und Empfänger mentaler Aktivitäten fungiert, d. h. der Geist kann durch das Gehirn wirken, wird aber nicht unbedingt vom Gehirn erzeugt.

Daher zieht er es vor, das Konzept der verkörperten Quantenpsyche vorzuziehen, bei dem die Psyche sowohl vom Gehirn als auch vom restlichen Körper sowohl abhängig als auch unabhängig ist.

Wie Protonen oder Elektronen, die je nach den Umständen Teilchen oder Wellen oder Zwischenzustände von Wellenteilchen sein können, wäre die Seele/Psyche fließend und anpassungsfähig.

Fakt aber ist, dass wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nachweisen können, ob eine dieser Möglichkeiten zutreffend ist.

© Fernando Calvo für terra-mystica.jimdofree.com am 08.04.2022

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2 comments on “Psychiater analysiert vier etablierte Theorien zum Nahtod-Phänomen

  1. Pingback: Gli psichiatri hanno analizzato quattro teorie consolidate sulla pre-morte ⋆ Green Pass News
  2. Wer schonmal ein (Nah)toderlebnis hatte – also klinisch t.t war -, der weiß, dass das alles keine Einbildung ist, nix mit Endorphinen oder sonstwas in der Art zu tun hat. – Wir verlassen mit unseren feinstofflichen und energetischen Körpern, in denen Geist und Seele wohnen und mit denen wir denken und fühlen und auch sehen und hören wie zuvor den feststofflichen Körper, der unser Fahrzeug und Werkzeug im jeweiligen mater-iellen Leben ist.
    Es waren schon Leute auf dem OP-Tisch klinisch tot und waren dann außerhalb des OP-Saals unterwegs, haben ihre Verwandten um sie bangen gesehen in Räumen abseits vom OP-Saal mit null Einsichtsmöglichkeit in diesen und haben alles gehört ud gesehen was ihre bangenden Verwandten sagten und taten.

    Wie soll das möglich sein mit einem narkotisierten Gehirn auf dem OP-Tisch im OP-Saal? Das Gehirn kann ja wohl kaum aus dem OP-Saal latschen und in Warteräume oder die Cafèteria gucken.

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