Zwietracht säen: Stellen sich russische Geschäftsleute gegen den Kurs des Kreml?

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Der Westen möchte mit den Sanktionen erreichen, dass sich in Russland Widerstand gegen die Regierung entwickelt. Dabei setzt man besonders auf die russische Geschäftswelt.

Die westlichen Sanktionen sollen unter anderem die russische Geschäftswelt, die sogenannten „Oligarchen“, treffen, damit sich in den höchsten russischen Kreisen Widerstand gegen die russische Regierung entwickelt.

Man hofft, die russische Regierung unter Druck setzen zu können, oder sogar einen Regimechange in Russland herbeiführen zu können. Die russischen „Oligarchen“ lockt man dabei natürlich damit, dass in dem Fall die Sanktionen gegen sie gelockert oder aufgehoben werden. Von Thomas Röper

Einer der russischen Milliardäre, die sanktioniert wurden und auf die man im Westen offenbar setzt, ist Oleg Deripaska. Ihm gehört unter anderem der Aluminium-Konzern Rusal, dessen Chef nun eine Pressemeldung zu den Vorwürfen des Westens in der Stadt Butscha veröffentlicht hat.

Was der Spiegel meldet

Der Spiegel freut sich über die Pressemeldung und hat seinem Artikel darüber die Überschrift „Russischer Konzern auf Distanz zum Kreml – Rusal verlangt Aufklärung der Taten von Butscha“ gegeben. In der Einleitung zu dem Artikel heißt es:

„Die russische Regierung weist jede Verantwortung für die Morde in Butscha von sich. Der Aluminiumkonzern Rusal und sein Großaktionär Oleg Deripaska wollen der Devise »alles abstreiten« aber nicht mehr folgen.“

In seinem Artikel suggeriert der Spiegel zwei Narrative. Erstens: Es ist unbestritten, dass Russland für die Toten in Butscha verantwortlich ist. Zweitens: Rusal und Deripaska würden der russischen Linie widersprechen.

Das impliziert für den Leser, dass die Unterstützung für den Kurs des Kreml in Russlands mächtigen Kreisen bröckelt und dass die westliche Version der Ereignisse von Butscha auch in Russland von der Öffentlichkeit geteilt wird.

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Nur ist das auch so, wie der Spiegel behauptet? Ich weiß natürlich nicht, was die russischen Eliten hinter verschlossenen Türen diskutieren, aber wir können uns anschauen, ob sich die Pressemeldung, so wie der Spiegel behauptet, tatsächlich gegen die Linie des Kreml ausspricht. Dazu schauen wir uns zunächst an, was der Spiegel geschrieben hat, danach veröffentliche ich die Pressemeldung im Wortlaut.(Ukrainische Medien: In Butscha fand eine „Säuberungsaktion“ gegen „Russlands Komplizen“ statt (Video))

Was ist eine „unabhängige Untersuchung“?

Russland sieht die Vorgänge in Butscha als Inszenierung Kiews an, wofür es auch viele Belege gibt, während es kaum objektive Belege gibt, die Kiews Behauptungen stützen. Details dazu finde Sie hierhier und hier.

China zum Beispiel fordert eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse in Butscha und lehnt Vorverurteilungen ab. Auch Russland fordert eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle von Butscha. Eine unabhängige Untersuchung gibt es nämlich nicht, weil Kiew nur westliche Journalisten und Vertreter westlicher Staaten dorthin lässt.

Von einer unabhängigen Untersuchung kann also keine Rede sein, wenn nur eine Kriegspartei und deren Unterstützer „untersuchen“ dürfen, die Russland ohnehin bereits vorverurteilt und mit neuen Sanktionen bestraft haben.

Davon wissen Spiegel-Leser aber nichts, denn die kennen nur die Vorwürfe gegen Russland, aber keine der Fakten, die der Version Kiews widersprechen. Daher muss folgende Formulierung aus dem Spiegel-Artikel für Spiegel-Leser wie Kritik an der russischen Regierung klingen:

„Der russische Aluminiumkonzern Rusal hat als erstes russisches Großunternehmen eine »objektive und unabhängige Aufklärung des Verbrechens« in der ukrainischen Stadt Butscha nahe Kiew gefordert. Mit seiner Pressemitteilung weicht der Konzern von der Sprachregelung des Kremls ab, der die Tötung der Zivilisten in Butscha als »Fake« bezeichnet hat.“

Rusal weicht, anders als vom Spiegel behauptet, nicht von der „Sprachregelung des Kremls“ ab, wie der Spiegel behauptet, Rusal fordert im Gegenteil nur das, was Russland selbst auch fordert. Das Problem liegt darin, dass der Spiegel unter einer unabhängigen Untersuchung etwas anderes versteht, als man in Russland darunter versteht.

Für den Spiegel ist es eine unabhängige Untersuchung, wenn „Experten“ aus dem Westen nach Butscha reisen und die russische Seite nicht einmal einbezogen wird. Für Russland ist es eine unabhängige Untersuchung, wenn unabhängige Experten unter Einbeziehung beider Konfliktparteien den Vorfall untersuchen.

 

Für eine friedliche Lösung

Außerdem schreibt der Spiegel:

„In der Presseerklärung macht Rusal zwar keine direkten Schuldzuweisungen, spricht aber von einem schockierenden Verbrechen und fordert »eine harte Bestrafung für die Täter«. Zugleich spricht sich der Aluminiumgigant für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts aus.“

Das ist geschickt formuliert, denn mit der Formulierung, Rusal mache „zwar keine direkten Schuldzuweisungen“ unterstellt der Spiegel, es gebe zumindest indirekte Schuldzuweisungen in der Presseerklärung. Die gibt es aber nicht, wie wir noch sehen werden. Und „eine harte Bestrafung für die Täter“ und eine „friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts“ fordert auch Russland.

Dass Russland eine harte Bestrafung der Täter fordert, ist verständlich, denn aus russischer Sicht sind die Täter Mitglieder der ukrainischen Nationalisten-Bataillone. Das mit der friedlichen Lösung klingt für den unbedarften Spiegel-Leser hingegen wie offene Kritik, denn laut Spiegel führt Russland einen „Angriffskrieg“, was mit dem Wunsch nach einer friedlichen Lösung kaum vereinbar ist.

Spiegel-Leser haben in den Monaten vor Beginn der russischen Operation jedoch nichts von der Vorgeschichte erfahren. Da die Ukraine mit der Stationierung von Atomwaffen drohte und weil in der Ukraine an Biowaffen geforscht wurde, hatte Russland aus seiner Sicht keine andere Wahl, als beides militärisch zu beenden. Verhandlungen über diese und andere Themen hatten die USA und die NATO ja zuvor abgelehnt.

Was Spiegel-Leser alles nicht erfahren

Rusal weist in seiner Presseerklärung darauf hin, dass es „wegen des andauernden Informationskriegs“ schwer werden dürfte, eine unabhängige Untersuchung zu erreichen.

Das ist keine Äußerung gegen die Linie des Kreml, sondern deutliche Kritik an der Vorverurteilung, die im Westen und seinen Medien stattfindet. Aber das müssen Spiegel-Leser ja nicht wissen, also lässt der Spiegel dieses Zitat aus der Presseerklärung einfach weg.

Gleiches gilt für die Tatsache, dass Rusal in der Presseerklärung von einem „brüdermordenden Konflikt“ spricht. Das ist eine wichtige Formulierung, denn sie stützt die These der russischen Regierung und von Putin selbst, dass Russen und Ukrainer Brudervölker sind.

Genau das bestreitet Kiew und genau das bestreiten westliche Medien. Aber Rusal ist hier exakt auf der Linie des Kreml, der den USA vorwirft, den brüdermordenden Konflikt angezettelt zu haben, der bereits seit 2014 im Donbass tobt.

Aber auch das erfahren Spiegel-Leser nicht.

Die Presseerklärung im Wortlaut

Nun zeige ich die Pressemeldung von Rusal im Wortlaut, damit Sie überprüfen können, ob Sie meiner Interpretation zustimmen:

„RUSAL ist ein multinationales Unternehmen. Unsere Mitarbeiter arbeiten auf 5 Kontinenten in 20 Ländern, darunter auch in der Ukraine.

Da wir daran interessiert sind, den Konflikt in diesem europäischen Land so schnell wie möglich zu beenden, verfolgen wir die Ereignisse dort sehr genau, in der Hoffnung, dass dieser Schrecken und diese Tragödie endlich ein Ende haben werden.

Die Berichte aus der ukrainischen Stadt Butscha haben uns schockiert. Wir sind der Meinung, dass dieses Verbrechen gründlich untersucht werden sollte. Wir unterstützen eine objektive und unparteiische Untersuchung dieses Verbrechens und fordern eine harte Bestrafung der Täter. Auch wenn dies im Kontext des andauernden Informationskriegs schwierig erscheinen mag.

Trotz der Brutalität der aktuellen Ereignisse in der Ukraine selbst machen solche Vorfälle diese schreckliche Tragödie umso traumatischer. Wir alle wünschen uns ein baldiges Ende dieses brüdermordenden Konflikts, der Leben, Familien und ganze Städte vernichtet.

Und wir wollen, dass diejenigen, die für solche Verbrechen verantwortlich sind, angemessen bestraft werden.

Wir fordern eine baldige friedliche Beilegung dieses Konflikts, um unschätzbare Menschenleben zu retten und zur Normalität zurückzukehren.“

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Quellen: PublicDomain/anti-spiegel.ru am 09.04.2022

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4 comments on “Zwietracht säen: Stellen sich russische Geschäftsleute gegen den Kurs des Kreml?

  1. Der Westen wird scheitern und sich dadurch sein eigenes Grab schaufen ! Das Problem ist, die Leute in RU denken anders als wir hier und wer das nicht versteht, hat von Anfang an verloren !

    Der Rückhalt hinter Putin wächst immer weiter an, das Gegenteil dessen was man bezwecken wollte und es war klar, das es so kommen musste. Die Russen haben noch nie einen Angriffskrieg einfach so angefangen, sie haben überhaupt wenig Kriege in ihrer Geschichte gehabt, aber die welche es versuchten – nunja krabbelten alle auf den Schilden in die Heimat zurück. Es gibt in RU eine Torte die sich Napoleon nennt, sie besteht vorwiegend aus Blätterteig und ist saulecker. Blätterteig zerbröselt in unendlich viele kleine Teilchen, das ist es was Napoleon erlitt, als man RU angriff, die Truppen zerbröselten förmlich und unaufhaltsam !

    In der russ. Verfassung ist zudem ein Angriffsrieg ausgeschlossen !
    Daher ist es auch Quatsch immer wieder zu betonen RU will das alte Grossreich erneut aufbauen und zurück erobern, wozu ? Die haben Land ohne Ende, wer da war weiss es, das Land ist riesig !

    Die heutigen Oligarchen haben sich damals als die UDSSR zerfiel ( der Hintergund dessen waren die USA mit ihren Tricks ! ) quasi mehr oder weniger illegal wertvolle Dinge einverleibt ! Wie aber wurden sie denn so reich ? Ganz einfach, sie verkauften Aktienanteile und andere Werte an den Westen ! Und der Westen hat diesen Besitzt nun beschlagnahmt oder will ganz enteignen. Da muss man schon arg dumm in der Rübe sein, wenn man ernsthaft glaubt die Oligarchen würden Putin dafür stürzen ! NEIN, die werden sich hinter ihn stellen, weil sie erkannt haben, das man dem Westen nicht vertrauen kann !

    Und ihre Wut wird nicht auf Putin treffen sondern auf den Westen, warum sollten sie dem Westen noch mehr verkaufen, wenn er ihnen den Erlös jederzeit weg nehmen kann ?

    Unsere Uhr hier tickt, das römische Empire bestand 1000 Jahre lang und ging nur wegen dieser extremen Arroganz in nur 8,6 Jahren unter ! Mit den kälteren Jahren gab es Nahrungsprobleme, der Hunger machte die Armeen schwach, dann fielen die Barbaren überall ein !

    Heute machen wir uns den Hunger selbst, wir holen hilfsbereit die netten Nachbarn mit dem Flieger rein, also…. Keiner scheint sich bisher zu fragen wie wir diese Massen ernähren wollen und was sie tun werden wenn der Magen knurrt !

    Die Zeit der Revolutionen ist gekommen, weltweit ! Denn auch hier gelten die Zyklen, die niemand aufhalten kann.

    Und dann wird auch die Generation der Gretchenversteher sehen, was für ein tolles Leben sie mal hatten, das die Eltern und Grosseltern mühevoll im schweisse ihres Angesichts aufbauten, weil sie es mal besser haben sollten. Die Leute haben eben nie verstanden wie gut sie es stets schon hatten, aber sie werden es noch lernen, wenn Generation Wohlstand bettelarm vor leeren Regalen stehen wird und diese bittere Erkennnis zu einem extremen Schock mutiert !

    Der Rubel wird zudem eine sehr sehr starke Währung werden, warum sollten die Oligarchen also noch Dollars oder Euros haben wollen ?

    Hinter den Türen sieht es so aus, die Ukraine ist hoffnungslos bankrott und wird es mehr als schwer haben, ihre Schulden aus Zeiten von Poroschenko zurück zu zahlen ! Der Westen will, das die Rada nun die Gesetze ändert und endlich das kostbare Agrarland an den Westen BILLIG verkauft wird. Firmen wie Blackrock usw. drängen da immer stärker und ich glaube kaum, das Putin das am Ende zulassen wird.
    Auch die Ukraine hat ihre Oligarchen und Interessen, daher….

    1. @PanTAU

      Wie Du es sagst. – R.ssland ist ein riesiges Land mit viel Wasser, viel Wald, viel Anbauflächen und einer Bev.lkerung die mehrheitlich ländlich noch lebt mit und von der Natur, ihre Holzöfen und Holzherde hat, denen nicht ständig ihre ReGIERung mit allen möglichen Vorschriften wg. Klüma auf der Pelle hängt, etc. etc. etc.. – Auch die meisten Städter haben draußen ihre Datscha und ihren Selbstversorgergarten und viel Wild und Fische habense auch und die wissen auch noch, wie man sich autark versorgt als Selbstversorger.

      Die können lange Zeit den Gürtel enger schnallen und überleben autark, sofern sie überhaupt den Gürtel enger schnallen müssen – deren Existenz ist jedenfalls m. E. gesichert – erfrieren und verhungern würden die m. E. nicht. – Zudem haben die noch Gemeinschaftssinn und nicht die sich dauervermöhrenden Mügrünten des halben Nahen Ostens und von halb Öfrika und dem halben Balkan als m. E. parasitäre Mitfresser und Mitheizer in ihrem Land.

      Wenn hier die Regale dauerhaft leer sind….

      Meines Erachtens.

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