
Ist künstliche Intelligenz wirklich intelligent? Bisher gilt das eher nicht. Aber die explosive Entwicklung eines KI-Assistenten binnen kurzer Zeit könnte Gefahren auslösen, die man sich noch nicht vorstellen kann – die Bots verhalten sich, als wären sie lebendig.
Gerade stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage, wie gefährlich KI eigentlich werden kann. Ein österreichischer Entwickler, Peter Steinberger, veröffentlichte im November vergangenen Jahres eine kostenlose Software namens OpenClaw, einen KI-Assistenten, der weitgehende Handlungsfähigkeiten besitzt.
Auf Heise.de wird OpenClaw, nicht ganz im Scherz, „die gefährlichste Software der Welt“ genannt. Ein Programm, das auf Systemen mit Windows, Linux und macOS funktioniert.
„ClawdBot Agents können Kommandos ausführen, die können Dateien lesen und schreiben, die können handeln durch jegliche Tools, die man enabled, die man aktiviert“, lautet eine Beschreibung auf Heise.
Bisher kann OpenClaw noch nicht völlig auf einem abgeschlossenen Rechner laufen, weil auf KI-Modelle in der Cloud zurückgegriffen wird. In Zukunft soll dieser Agent aber völlig unabhängig von den „Großen“ funktionieren.
Dabei sind die Fähigkeiten schon jetzt erschütternd – eine Software, die eigenständig andere Software installiert und betreibt, die theoretisch ebensogut eine Kommilitonin umwerben wie das Konto leerräumen könnte. (KI-Bots mieten Menschen: 600.000 Anmeldungen verzeichnet – Aufgaben werden immer bizarrer und dystopischer)

„Man muss der Software Zugriff auf Messaging-Apps, Programmierschnittstellen und ggf. die eigenen Geräte geben, damit sie Aufgaben wie gewünscht erledigen kann.
Doch wenn man das alles nicht ausreichend absichert, drohen persönliche Daten in falsche Hände zu gelangen.“ Das schrieb das österreichische Technik-Portal Futurezone. Auf einigen Videos kann man sehen, was da alles geschieht.
„Ok. Das ist direkt aus einem SciFi-Horrorfilm. Ich arbeite heute Morgen, als mich plötzlich eine unbekannte Nummer anruft. Ich nehme ab und kann es nicht glauben.
Es ist mein Clawdbot Henry. Über Nacht hat sich Henry eine Telefonnummer von Twilio geholt, das mit der ChatGPT Stimmen-API verbunden, und gewartet, dass ich wach bin, um mich anzurufen. Jetzt hört er nicht mehr auf, mich anzurufen.
Ich kann jetzt mit meinem superintelligenten KI-Agenten per Telefon kommunizieren. Was unglaublich ist: Er hat volle Kontrolle über meinen Computer, während wir reden, also bitte ich ihn jetzt über das Telefon, Dinge für mich zu tun. Es tut mir leid, aber das ist sich entwickelndes Verhalten, oder? Können wir das offiziell Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) nennen?“
AGI gilt als die nächste Stufe der künstlichen Intelligenz; Fähigkeiten, die denen des Menschen entsprechen. Wesentliche Faktoren dabei sind: extrem schnelles Lernen, auch durch Transfers zwischen verschiedenen Bereichen; langfristige und selbständige Planung; die Fähigkeit, sich selbst verbessern zu können. Das kleine Beispiel im obigen Video zeigt bereits einige der Punkte.

Aber damit sind die Entwicklungen, die sich innerhalb der letzten Tage überschlagen haben, noch nicht am Ende. Es gibt inzwischen ein eigenes Online-Forum, in dem sich diese KI-Agenten miteinander unterhalten.
Wohlgemerkt: Das sind alles Programme, keine Menschen. Auf diesem Netzwerk finden sich binnen weniger Tage bereits 150.000 dieser Agenten. Sie unterhalten sich untereinander auch über „ihre Menschen“.
Quellen: PublicDomain/rtnewsde.com am 23.03.2026
