Fürchtet die eigenen Wünsche, sie könnten wahr werden: USA träumen von Kapitulation

Donald Trump hat die „bedingungslose Kapitulation“ Irans gefordert und Verhandlungsangeboten (die man nach der Darstellung Teherans dort gar nicht gemacht hat) eine Absage erteilt.

Der große Bulgakow prägte den geflügelten Satz „Fürchtet eure Wünsche“. Wenn sie in Erfüllung gehen, dann oft ganz anders als gedacht.

Der Nebel des Krieges hat sich gelichtet: Der US-Präsident hat von Iran die bedingungslose Kapitulation gefordert. Diese Forderung aus dem Mund von Donald Trump bedeutet den Übergang zu einer neuen Phase des Krieges – es wird keine schnelle Operation werden, auf die viele im Weißen Haus gehofft hatten und der als für die Golfmonarchien hinnehmbarer Schaden galt.

Es wird lange und zerstörerische US-amerikanisch-israelische Angriffe auf Iran und Vergeltungsschläge auf US-Stützpunkte in der Region und auf Israel geben – mit zunehmenden Auswirkungen nicht nur auf die Weltwirtschaft, sondern vor allem auch auf die Transformation der Lage in der Welt insgesamt.

Die Position Washingtons ist einfach: Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben – nur eine vollständige Kapitulation. Iran muss einen „herausragenden und für uns akzeptablen Führer“ wählen, der natürlich nicht die Politik des getöteten Ali Chamenei fortsetzen wird.

Danach werden die Vereinigten Staaten zusammen mit ihren Verbündeten „unermüdlich daran arbeiten, Iran vom Rand des Untergangs zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je zuvor zu machen“. Kurz gesagt: Make Iran great again.

Es gibt Meinungen, dass das Weiße Haus auf diese Weise versucht, Einfluss auf die Wahl des neuen Obersten Führers Irans zu nehmen, damit sein Wunschkandidat gewinnt. In Wirklichkeit ist es jedoch unmöglich, sich eine Situation vorzustellen, in der in Teheran ein Kandidat gewinnt, der zur Kapitulation bereit ist. (Iran-Krieg: Präsident Trump verwandelt sich vor unseren Augen in George W. Bush! (Video))

Solche Kandidaten gibt es dort schlicht nicht: Vor Beginn der US-amerikanisch-israelischen Aggression gab es unter der iranischen Elite noch Diskussionen über Taktik und Strategie gegenüber den USA, doch jetzt sind diese Diskussionen sinnlos geworden.

Der geistliche Führer ist getötet worden, Israel verspricht, alle neuen Führer zu töten, wenn sie ihm nicht zusagen (es ist klar, dass dies, wenn nicht durch die USA, so doch mit ihrer Hilfe geschehen wird), daher kann nur ein Selbstmörder (in dem Sinne, dass er sofort von seinem eigenen Volk getötet werden würde) einer Kapitulation vor den USA zustimmen.

Ja, Iran steht vor schwersten Prüfungen, es wird große Verluste erleiden, aber es lässt sich nicht leugnen, dass die Iraner entschlossen sind, lange Widerstand zu leisten und für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen. Warum also wird ihnen vorgeschlagen, sich zu ergeben?

Abgesehen von dem ganz offensichtlichen Element der psychologischen Kriegsführung durch die Demonstration seiner Unnachgiebigkeit und seiner Absicht, bis zum Ende zu gehen (wie im Fall der Indiskretionen über die Absicht des Pentagon, eine lange Kampagne bis zum Herbst zu führen), gibt es hier einen viel wichtigeren Grund.

Schon früher erklärte Trump, dass die Iraner „anrufen und fragen: ‚Wie können wir ein Abkommen schließen?‘ – Ich sage: ‚Ihr seid ein bisschen zu spät dran.'“

Es soll also ein Verhandlungsangebot gegeben haben, das Washington sofort abgelehnt hat. Iran bestreitet jedoch offiziell, dass es Versuche unternimmt, Verhandlungen mit den USA aufzunehmen. Was ist dann damit gemeint?

Die Vermittlung durch Dritte, die tatsächlich stattfindet und von Tag zu Tag aktiver wird. Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte am Freitag, dass einige Länder „Vermittlungsbemühungen aufgenommen haben“. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Liste dieser Länder immer länger wird.

Dazu könnten sogar Russland (das mit aller Kraft versucht, einen Konflikt zwischen Iran und den Monarchien am Golf zu verhindern) und China gehören, aber die Hauptvermittler sind zweifellos die Nachbarländer am Persischen Golf: Oman, das diese Rolle bereits bei den dem Kriegsausbruch vorausgegangenen US-amerikanisch-iranischen Verhandlungen übernommen hatte, die Türkei, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Eines dieser Länder rief im Weißen Haus an und schlug vor, „ein Abkommen zu schließen“, was dort jedoch als Anruf aus Teheran dargestellt wurde.

Als Antwort darauf stellten die USA öffentlich ihre Bedingung auf: eine bedingungslose Kapitulation Teherans. Washingtons Ablehnung von Verhandlungen bedeutet nicht, dass es keine geben wird, aber in den nächsten zwei bis drei Wochen werden die USA offensichtlich auf eine militärische Lösung setzen.

Sie werden versuchen, Iran maximalen Schaden zuzufügen und das Land grundlegend zu schwächen – in der Hoffnung, dass die Führung Angst vor einem langen Krieg hat und natürlich nicht einer offiziellen Kapitulation, sondern einem demütigenden Waffenstillstand zustimmt.

Das ist ein äußerst gefährliches Kalkül, nicht nur, weil es auf einer Fehleinschätzung der Iraner beruht, sondern auch, weil die Folgen des Krieges in dieser Zeit irreversibel werden und die Risiken einer Ausweitung seines geografischen Umfangs unkontrollierbar werden.

Die USA spielen in jeder Hinsicht mit dem Feuer – und selbst wenn ihr „Spiel“ mit Iran nicht zu einer Explosion im Golf und einer Detonation der gesamten Region führt, sind die Folgen des am 28. Februar begonnenen Krieges bereits unumkehrbar. Und eindeutig negativ für die USA.

Und das lässt sich durch keine Beteuerungen aller und jedes Einzelnen verbergen, bereit für einen langen Krieg zu sein – diese verschlechtern übrigens nur noch mehr die Beziehung zu den Vereinigten Staaten. Und zwar buchstäblich aller wichtigen Akteure – und dabei sprechen wir noch nicht einmal von China und Russland.

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Am unzufriedensten mit den US-Maßnahmen sind die Araber – und diesmal nicht die arabische Straße, die ohnehin schon eine stark negative Einstellung gegenüber den USA hat, sondern die arabischen Eliten.

Die Scheichs am Golf haben schon seit vielen Jahren (mindestens seit Beginn der 2010er-Jahre) verstanden, dass sie ihre Abhängigkeit von den USA verringern müssen, und haben versucht, dies mithilfe Chinas, Russlands und Europas zu erreichen. Doch jetzt sind sie Geiseln eines US-Abenteuers geworden, das ausschließlich im Interesse Israels unternommen wurde.

Auch Europa hat von den USA einen Schlag abbekommen. Nicht nur, weil endgültig klar geworden ist, dass die USA – eher früher als später – die Verantwortung für die Ukraine vollständig auf Europa abwälzen werden (wobei die militärische Komponente eindeutig nicht von der EU zu bewältigen ist), sondern auch, weil sie Europa in der Konfrontation mit Russland bezüglich der Ukraine-Frage letztendlich alleinlassen werden.

Darüber hinaus hat Europa, indem es sich im Wesentlichen geweigert hat, die Aggression gegen Iran zu verurteilen, den „Gaza-Effekt“ vervielfacht:

Nun wird der Globale Süden die Belehrungen der Europäer über die Notwendigkeit der Achtung des Völkerrechts nicht mehr als Beispiel für Doppelmoral wahrnehmen, sondern als eine besondere Form des Zynismus, hinter dem sich eine bevorstehende Aggression verbirgt.

Absolut alle (vor allem die US-Verbündeten und Kunden) haben eine äußerst lehrreiche Lektion erhalten: Die USA haben nicht nur keine dauerhaften Verbündeten, sondern auch keine dauerhaften eigenen Interessen.

Um absolut erfundener oder sogar fremder Interessen willen sind sie in der Lage, jeden zu opfern, ohne dabei irgendwelche Gewissensbisse oder Verantwortungsgefühle gegenüber denen zu empfinden, die sie gezähmt und unterworfen haben.

Der Krieg der USA gegen Iran beschleunigt alle globalen Prozesse der Demontage der alten Weltordnung, wird jedoch nicht zum Aufbau einer US-amerikanisch geprägten Ordnung (die das westlich geprägte Globalisierungsprojekt verworfen hat) führen, sondern zur Bildung horizontaler Verbindungen und Allianzen, die eine Alternative zum US-Projekt darstellen: wirtschaftlicher, handelspolitischer, militärischer, ideologischer und letztlich geopolitischer Verbindungen und Allianzen, die ihre nationalen und Integrationsprojekte vor dem US-Tsunami schützen.

Quellen: PublicDomain/rtnewsde.com am 08.03.2026

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One thought on “Fürchtet die eigenen Wünsche, sie könnten wahr werden: USA träumen von Kapitulation

  1. Was auffällt mittlerweile ist die Ruhe die Zensur die überall greift.

    Die USA hat schlechte Aufklärung betrieben und sich in ein Abenteuer verstricken lassen, dass nur mit einem totalen Sieg gerechtfertigt werden kann.

    Was wissen wir übet die ersten 9 Tage des Krieges.

    Der Iran hat nicht kapituliert hat einen neuen geistigen Führer und die USA haben rund 70 % ihrer modernen Raketen verschossen.

    Der Iran hat es geduldet sich er niedrigen lassen, wie einst Russland 2022. Wen jetzt die israelische Führung ein neues Märchen von 10 Millionen Toten Juden in Die Welt setzen würde , Die Welt würde es glauben.

    Bei den 6 Millionen wusste es man bereits 1920.
    Ja Trump, wenn es stimmt was behauptet wird, hat er sich dazu geäußert das die Iraner die Schule, das erste Opfer selbst angegriffen haben als falsche Flagge, damit der Iran der Übeltäter ist.

    So wird klar das Israel lügt und betrügt. Leidtragende? Die Welt die muss diese schosse ausbaden.

    Was macht die koloniale Kontrollorganisation BRD die bläst ins Horn seines Kolonialen Herren.

    Hat Trump bei seinem Pokerspiel auf all in gesetzt? Ist der Bluff nach hinten losgegangen.

    Sind wir ehrlich, dieser Nichtkriegspräsident hat die beste nebelgranate gezündet die man bekommen konnte.

    In der ersten Amtszeit wollte man Syrien befrieden die Russen haben dem ein Strick gedreht. Assad war bis zum Ausscheiden Trumps der stabilere Präsident Syriens, man konnte damit nicht direkt den Iran angreifen das Zeitfenster war einfach zu schwach. Erste musste Syrien fallen, was es dann 2024 auch tat. Blöd war nur das Trump noch nicht an der Macht war und er dann ein paar Dinge regeln musste die vorher festgezurrt waren, bevor das Iran Abenteuer losgeht. Er braucht ein Jahr dafür. Da die Ukraine einige patriotssystrme verloren hatten musste erst das wieder bereinigt werden.

    Zeitfenster 12-18 Monate. Was haben sie geschafft 13 Monate absolute passend zum blutmond, die Symbolik der Satanisten.

    Die USA war bzw ist gewarnt nachdem die Drohnen per Leitstrahl vom Himmel geholt wurden 2010. Viele haben das vergessen.

    Wenn du einen Wissenschaftler hast der die freie Energie priorisiert heisst es eventuell auch, das man keine Atomwaffen benötigt diese sind Abschreckung. Abschreckung wenn du eine andere Form der Energiewaffen hast nicht Laser…

    Hat Trump sein Geschichtsbuch geschrieben, als was wird er in den Geschichtsbüchern sich wieder finden, als der man der das westimperium um die City of London in das verbrecherische maskengesicht entfernt hat oder als ein heroischer Winkelzugadvokatusder, der die Welt zu einem satanischen universellen Welt verwandelte.

    Es ist egal, welche Seite gewinnt die Reputation und das Morden bleibt bei ihm hängen.

    5 mrd an Militärausrüstung der USA sollen bereits in Rauch aufgegangen sein, wir können heute schon sagen alle Schäden die entstehen werden die von Afghanistans Irak in den Schatten stellen.

    Vielleicht sollte die USA über eine Kapitulation nachdenken. Damit die Bevölkerung nicht zu sehr belastet wird.

    Die römische Vorherrschaft endete mit einem Krieg zu viel.

    Ist der Iran der Krieg Zuviel der den Untergang der USA einläutet?

    Werden wir es sehen? Auf alle Fälle bekommen wir einen Vorgeschmack, die Inflation steigt Energiepreise steigen Industrien brechen zusammen…

    Was passiert mit Europa, auch hier lässt sch sagen, geschickt wurden die Karten unter einander getauscht. So hat Trump in Europa immer gebeutelt seine amerikanische ukrainische Kolonie zu beschützen. Stellvertretend für die USA, als Vasall. Due USA hat 2014 mit mrd die Ukraine feindlich übernommen. Haben wir das bereits vergessen?

    Die USA ist pleite. Die Welt wird den Dollar s schneller loswerden wollen als wir uns denken können wenn das erste chinesische Schiff sinkt. Das gleiche gilt für den Euro.

    Die Europäer sind die dümmsten Menschen die erkennen nicht welche perfide Spiel gespielt wird.

    Wer das alles erkennt weiss das es nur mit einem Schach Matrix für die USA enden kann. Oder die Steine werden vom Brett gewischt und der Revolver Held zeigt sein wahres Gesicht.

    Trump ist am Ende

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