
Die US „groomt“ Europa für den Krieg gegen Russland: Der Ex-Geheimdienstoffizier des US-Marine-Corps Brian Berletic enthüllt die perfide Strategie des „Extending Russia“ – Frieden war nie geplant.
Ähnlich wird er Krieg in Westasien gegen den Iran kein Ende haben, denn Südostasien inklusive China soll von billiger Energie aus der Golfregion dauerhaft abgeschnitten werden.
Die Strategie ist kein Geheimnis mehr, wenn man nur bereit ist, die richtigen Papiere zu lesen und den Worten der Machteliten zu misstrauen.
In einem aufschlussreichen Gespräch des norwegische Politikwissenschaftlers Professor Glenn Diesen mit dem ehemaligen US-Marine und Analysten Brian Berletic wird ein Bild gezeichnet, das den offiziellen Narrativen der Systemmedien in jeder Hinsicht widerspricht.
Der Ukraine-Krieg war für Washington von Anfang an nie als endgültiger Sieg gegen Russland gedacht – sondern als eines von vielen Instrumenten, um Russland zu „verlängern“ (Rand Corporation: „Extending Russia – Competing from Advantageous Ground“ (2019).
Die USA ziehen sich schrittweise zurück und überlassen Europa die Drecksarbeit. Gleichzeitig bereiten sie denselben Energie-Krieg gegen Asien vor, den sie bereits gegen Europa geführt haben.
Es geht um eine perfide „strategische Sequenzierung“ – ein stufenweises Vorgehen Washingtons, um Rivalen nacheinander auszuschalten, während man die eigene „Drecksarbeit“ zunehmend an Verbündete auslagert.

Berletic bezieht sich auf die Rede des US-Unterstaatssekretärs für Verteidigungspolitik Elbridge Colby und auf die Ankündigung von Verteidigungsminister Pete Hegseth zu Beginn der zweiten Trump-Regierung: Europa soll die Last des Ukraine-Kriegs vollständig übernehmen, damit die USA sich auf den Nahen Osten (Iran) und letztlich auf China konzentrieren können.
Genau das geschieht gerade. Europa erhöht massiv seine Rüstungsausgaben, verdoppelt die Unterstützung für Kiew und rüstet sich selbst zum nächsten Stellvertreter auf. Die Rhetorik aus Moskau wird entsprechend besorgniserregend schärfer.
Die Auslagerung des Krieges: Europa als neuer Stellvertreter
Berletic macht deutlich, dass die aktuelle geopolitische Entwicklung kein Zufall ist, sondern das Ergebnis jahrelanger Planung. Das Ziel: Die USA ziehen sich in der direkten Konfrontation schrittweise zurück – nicht um Frieden zu schließen, sondern um den Krieg an die Europäer zu übergeben.
Die Rhetorik der „Lastenteilung“ ist in Wahrheit eine Einladung an Europa, sich als „neue Ukrainer“ selbst zu opfern. Während die USA im Hintergrund die Fäden ziehen – durch Geheimdienstoperationen, logistische Unterstützung und die Kontrolle der Sicherheitsarchitektur –, werden europäische Staaten in eine direkte, indirekte Konfliktzone mit Russland getrieben.

Die schleichende Eskalation, von Waffenlieferungen bis hin zum Einsatz von Drohnen aus NATO-Gebiet, folgt einem klaren Muster: Den „Salami-Taktik“-Ansatz, um die Bevölkerung schrittweise an die Unausweichlichkeit des Krieges zu gewöhnen.
Energie als politische Waffe: Die Zerstörung von Nord Stream war erst der Anfang
Ein zentraler Punkt der Analyse ist die systematische Entkoppelung Europas von russischer Energie. Was lange als „Verschwörungstheorie“ abgetan wurde, erweist sich bei Berletic als präzise implementierte Strategie.
Durch die Zerstörung von Nord Stream und den erzwungenen Umstieg auf teures US-LNG (Flüssigerdgas) wurde Europa in eine totale Abhängigkeit von Washington getrieben.
Dies dient nicht nur der Schwächung Russlands, sondern der vollständigen Unterordnung Europas unter amerikanische Interessen.
Dass dies die Deindustrialisierung des Kontinents zur Folge hat, wird von den politisch „gefangenen“ Eliten in Brüssel billigend in Kauf genommen. Ihr Loyalitätsverhältnis gilt nicht mehr den eigenen Bürgern, sondern den transatlantischen Machtstrukturen.


Die Zwangsjacke der EU als anti-nationaler Superstaat
Besonders perfide ist die Rolle der europäischen Eliten. Berletic spricht von „Elite Capture“: Die EU dient als bürokratische Zwangsjacke, die nationale Souveränität erstickt. Referenden, die nicht passen, werden so lange wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis kommt.
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Kritische Stimmen werden mundtot gemacht. Die europäischen Regierungen handeln nicht im Interesse ihrer Völker, sondern als Vasallen Washingtons. Norwegen ist das beste Beispiel: Vor vier Jahren noch strikt gegen Waffenlieferungen an Kriegsgebiete – heute titeln die Zeitungen „Norwegische Drohnen töten Russen“.
Berletic warnt: Die USA haben keinerlei Interesse an echtem Frieden mit Russland oder Iran. Jede Verhandlung ist nur Verzögerungstaktik oder Vorbereitung der nächsten Eskalationsstufe. Europa wird zum Kanonenfutter gemacht, während die USA die Fäden ziehen – aus sicherer Distanz.
Die Bürger Europas sollten endlich begreifen: Dieser Krieg dient weder der „Verteidigung der Demokratie“ noch europäischen Interessen. Er dient der Aufrechterhaltung der US-Hegemonie – auf Kosten von Wohlstand, Souveränität und letztlich Frieden. Die EU ist dabei kein Schutzschild, sondern der Vollstrecker.


Auf dem Weg zur totalen Destabilisierung: Asien im Visier
Der Plan endet jedoch nicht in Europa. Dieselbe Strategie läuft jetzt gegen Asien. Durch den Krieg gegen Iran wird die Energieversorgung aus dem Nahen Osten gestört.
Länder wie Japan, Südkorea, Vietnam und die Philippinen werden gezwungen, teures US-LNG zu kaufen – genau wie Europa zuvor. Berletic nennt es „das, was die USA mit Europa gemacht haben, machen sie jetzt mit Asien“.
Berletic warnt davor, dass Washington genau das gleiche Modell nun in Asien anwendet. Durch die gezielte Destabilisierung des Nahen Ostens und die Blockade der Energieversorgung aus der Region werden auch asiatische Staaten – von Japan über Südkorea bis hin zu Vietnam – in eine Abhängigkeit von US-Energie gezwungen.
Das Kalkül dahinter ist zynisch: Wer seine Energie aus den USA beziehen muss, ist strategisch an Washington gekettet und wird zum „Rammbock“ gegen China.
Die USA schaffen sich weltweit ein Netz aus abhängigen „Vassallenstaaten“, die notfalls in den wirtschaftlichen und militärischen Untergang geführt werden, um die unipolare Hegemonie der USA zu verteidigen.
Das Ziel ist klar: China und den Rest Asiens von günstiger Energie aus dem Nahen Osten abschneiden und in Abhängigkeit von US-Energie bringen.

Das Ende der Diplomatie
Die wichtige Erkenntnis aus dem Gespräch: Diplomatie ist in der Welt der US-Monopolstrukturen zu einer reinen Verzögerungstaktik verkommen.
Ob Minsker Abkommen, Istanbul-Gespräche oder Verhandlungen mit dem Iran – alles dient nur dazu, Zeit für die nächste Eskalationsstufe zu gewinnen. Die Machteliten in Washington wollen keine Koexistenz, sie wollen Dominanz.
Wie Berletic treffend analysiert, ist das US-Imperium heute wie ein Virus, das seinen eigenen Wirt auffrisst. Multipolarität ist daher keine bloße politische Option, sondern die einzige Überlebensstrategie für eine Welt, die sich aus der Umklammerung einer globalen Dominanz lösen will.

Die Frage bleibt, ob der Widerstand gegen diese technokratische und militärische Aggression noch rechtzeitig organisiert werden kann, bevor die „Salami-Taktik“ die totale Katastrophe einleitet.
Quellen: PublicDomain/tkp.at am 30.04.2026
