Operation Bollwerk Bärlin: So sollen Merz und Klingbeil im Ernstfall evakuiert werden und Deutschland soll kriegstüchtig werden

Seit 11. Mai und noch bis zum 5. Juni läuft in der Bundeshauptstadt das Manöver „Operation Bollwerk Bärlin 2026“, eine groß angelegte Übung des Wachbataillons der Bundeswehr.

An der Übung nehmen rund 1000 Soldaten teil. Zur Aufgabe gehört auch, Mitglieder der Bundesregierung über Wasserstraßen zu evakuieren, wenn die Verkehrsinfrastruktur zusammengebrochen ist. Sind das die ersten Vorbereitungen auf den Dritten Weltkrieg? Von Frank Schwede

Berlin im Ausnahmezustand. Das könnte man meinen, wenn man sich dieser Tage in der Bundeshauptstadt aufhält. Schwere Hubschrauber donnern über Waldgebiete, LKW-Konvois rollen über die Straßen im Westen und Südwesten der Stadt, Schlauchboote fahren mit Höchstgeschwindigkeit über die Havel.

Die Szenarien gehören zum Manöver „Operation Bollwerk Bärlin 2026“ des Wachbataillons der Bundeswehr mit mehr als 1000 Soldaten. Zur Aufgabe des Wachbataillons gehört neben dem sonst üblichen Empfang von Staatsgästen und der Ausrichtung des Großen Zapfenstreichs, wichtige Infrastruktur verteidigen, Schutzbefohlene evakuieren und die Regierungsfähigkeit sicherstellen.

Die Szenarien des Manövers reichen vom Häuserkampf bis zum Transport mit Schnellboot und Hubschrauber quer durch die Bundeshauptstadt. Der Leiter des Wachbataillons, Oberstleutnant Maik Teichgräber, beschreibt die Übung als einen Belastungstest für die Flexibilität seiner Truppe.

Beim Orts- und Häuserkampf wird nicht nur der infanteristische Ausbildungsstand der Soldaten auf die Probe gestellt, denn die Bundeshauptstadt stellt mit ihrer anspruchsvollen Infrastruktur das gesamte Bataillon auf die Probe.

Das heißt, bei der einwöchigen Übung geht es im Wesentlichen um das Freikämpfen von Verkehrswegen, die Evakuierung eigener Kräfte, das Festsetzen von Saboteuren und den Kampf bei eingeschränkter Sicht und selbstverständlich auch die Evakuierung von Mitgliedern des Bundestags.

Deshalb erprobt das Wachbataillon nicht nur die Sicherung der Infrastruktur und die Nutzung des öffentlichen Straßennetzes mit geschützten Fahrzeugen, sondern auch die Evakuierung auf Wasserstraßen und durch die Luft.

Am Rande eines Trainings in der U-Bahnstation Jungfernheide im November 2025 sagte Teichgräber gegenüber Pressevertretern:

„Wir müssen letztlich vom scharfen Ende denken. es geht darum, einsatzbereit zu sein für das, was im schlimmsten Fall passieren könnte.“

Natürlich bleibt so ein Manöver nicht ohne Folgen für die Zivilbevölkerung: Umleitungen, Militärfahrzeuge so weit das Auge reicht und Hubschrauber im Tiefflug, dass man die Hand nach ihnen ausstrecken kann – vom Lärm ganz zu schweigen.

Zu Land, zu Wasser und in der Luft

Gefahr muss aber niemand befürchten, heißt es in einem offiziellen Statement der Bundeswehr auf der Bundeswehr-Website.  Der Fokus der diesjährigen Großübung ist auf Schutz und Verteidigung im Urbanen Raum unter Realbedingungen gelegt, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Anders als sonst werden neben dem Straßennetz der Bundeshauptstadt auch Wasser- und Luftwege für Evakuierungsmaßnahmen getestet. Das Training spiegelt aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen wider, bei denen urbane Verteidigung und flexible Einsatzkonzepte immer wichtiger werden.

Laut neusten Medienberichten gibt es offenbar aktuell ein gestiegenes Interesse an solchen Übungen, weil sowohl die Bundeshauptstadt als auch internationale Städte verstärkt im Fokus sicherheitspolitischer Strategien stehen.

 

Als Beispiel werden Risiken hybrider Bedrohungen, schnelle Truppenverlegungen und die Kooperation mit zivilen Organisationen genannt. Laut Berichten der FAZ und taz werden auch die Belastungen für die Zivilgesellschaft und die Infrastruktur in die Übung einbezogen.

Die erste Übung dieser Art fand bereits im vergangenen Jahr statt, weshalb das Bataillon nicht ganz unvorbereitet in das Manöver gezogen ist. Auch das Wachbataillon hat, wie die gesamte Bundeswehr, den Auftrag, einsatzbereit zu werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius nennt das Kriegstauglichkeit. Teichgräber betont vor den Pressevertretern:

„Wir üben jetzt hier tatsächlich das scharfe Ende, den Spannungs- und Verteidigungsfall, weil das in meiner Bewertung letztlich für den Verband auch die höchste Eskalationsstufe ist.“

Den Schusswechsel im U-Bahnschacht am 19. November 2025, bei dem Saboteure als feindliche Kräfte den Verkehr unterbrechen, bezeichnet Teichgräber als ein sehr „sehr realistisches“ Szenario.

Der Grund ist, abhängig von der Verkehrslage und der Gesamtsituation ist die U-Bahn nach Worten von Teichgräber auch für die Streitkräfte ein  durchaus „probates und zweckmäßiges Mittel“.

Infanteristische Kämpfe in einer Großstadt wie Berlin sind nach Meinung von Teichgräber mit besonderen Herausforderungen verbunden. Immerhin sorgen die engen Straßen und hohen Gebäude für eine schlechte Sicht- und Funkverbindung. Da kommt man schon mal schnell an die Leistungsgrenze.

Das Wachbataillon wurde 1957 aufgestellt. Es setzt sich aus vier Heereskompanien, einer Luftwaffe- und einer Marinekompanie sowie Versorgungs- und Unterstützungskräften und Reservekompanien zusammen. Das Wachbataillon ist der älteste militärische Verband der Bundesrepublik und dient gleichzeitig als „Aushängeschild einer wehrhaften Demokratie“.

Boris Pistorius: „Es ist Strategie. Es sind Vorboten!“

Interessant ist, das Verteidigungsminister Boris Pistorius nur Stunden vor Beginn des Großmanövers auf der Berliner Sicherheitskonferenz vor Sabotageversuchen und hybriden Angriffen Russlands warnte.

Der Minister nannte in seiner Rede geschädigte Unterseekabel, Luftraumverletzungen und Drohnenüberflüge. Wörtlich sagte Pistorius: „Wir können hier nicht mehr von Zufällen sprechen. Es ist Strategie. Es sind Vorboten.“

Es wird aktuell sehr viel dafür getan, ein Horrorszenario heraufzubeschwören, für das es keinen Anlass gibt.  Es ist wohl mehr der Westen, die NATO, die eine direkte Konfrontation mit Russland sucht. Nicht umgekehrt.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat mehrfach betont, dass er keinen Krieg mit dem Westen will, dass er und sein Land niemanden bedrohen. Warum also der Konfrontationskurs des Westens?

Der deutsche NATO-General Ingo Gerhartz schloss sich der Rede von Pistorius an und sagte:

Deutschland als Ganzes hat noch nicht die strategische Reife erreicht, die in unserer Zeit erforderlich ist. Wenn Deutschland eine entwickelter Sicherheitsakteur sein will, muss das ganze Land verstehen, dass Investitionen in Fähigkeiten allein nicht ausreichend sind.“

Für Auf1-Nachrichtenleiter Martin Müller-Mertens ist das Großmanöver ein deutliches Alarmsignal, dass es offenbar um mehr geht als die Evakuierung der Bundesregierung über Wasserstraßen, wenn die gesamte Verkehrsinfrastruktur zusammengebrochen ist.

Vor einem Jahr übte die Bundeswehr im U-Bahnschacht an der Station Jungfernheide.  Trainiert wurden unter anderem der Kampf bei schlechter Sicht sowie die Bergung von Verletzten.

An der Übung beteiligt waren auch Scharfschützen. Es wurde ein Feuergefecht simuliert und die Festnahme eines Saboteurs – die Angst vor Krisen und Kriegen ist in der Bundeshauptstadt groß.

Und so kommt es nicht von ungefähr, dass Berlin das einzige Land ist, das Krankenhäuser auf den Verteidigungsfall vorbereitet. Laut Senatsverwaltung wurden zwölf Kliniken ausgewählt, gemeinsam mit der Bundeswehr einen Rahmenplan auszuarbeiten, der im Krisen- und Verneinungsfall eine stabile medizinische Gesundheitsversorgung in Berlin sicherstellt.

 

In dem Plan sind die Aufgaben der Berliner Kliniken und der Behörden für den Ernstfall beschrieben. Dabei geht es unter anderem um Verhaltensmaßnahmen in Krisenlagen, die im Rahmen von Krankenhaus- und Katastrophenschutz trainiert werden sollen.

Es geht auch um Fragen der Patientensteuerung, der Katastrophenmedizin, der Sicherstellung der Versorgung von Sanitätsmaterial und Arzneimittel. Der Geheimplan soll alle zwei Jahre aktualisiert werden.

Das zeigt, Berlin bereitet sich offenbar auf einen großen Krieg mit Russland vor. Ähnliche Vorbereitungen werden auch in anderen europäischen Ländern getroffen, unter anderem in Frankreich.

Auf was müssen die Menschen in den kommenden Jahren, vielleicht sogar in den komme den Monaten vorbereitet sein? Eine wirklich geradezu beängstigende Frage, auf die kein Politiker eine klare Antwort gibt.

Das gerade jetzt die Rettung der Bundesregierung aus einer Stadt, deren komplette Infrastruktur zerstört ist, geprobt wird, zeigt, was die Bundesregierung seit Längerem hinter verschlossenen Türen plant: Einen großen Krieg, auch wenn das öffentlich (noch) nicht so aussprechen wird.

Ein Krieg in seiner ursprünglichen Form, Mann gegen Mann, der erfordert, dass Herren wie Merz, Klingbeil und Kieswetter in Sicherheit gebracht werden müssen. Raus aus einer Stadt, in der das Volk verrecken kann.

Hier der Beitrag auf AUF1 TV zu der Operation.

Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 28.05.2026

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2 comments on “Operation Bollwerk Bärlin: So sollen Merz und Klingbeil im Ernstfall evakuiert werden und Deutschland soll kriegstüchtig werden

  1. Hallo,

    wie ist das eigentlich, Kriegswaffen haben eine Reichweiten Beschränkung von 500 km. Dürfen die Kriegsentscheidenden Personen unserer Regierung dann auch nur 500 km weit fliehen? Wollen diese weiter als 500 km fliehen, benötigen alle Amtsträger andere Systeme. Richtig?

  2. Die Politverbrecher sind nicht mal in der Lage einen mit Wasser gefüllten Panzergraben zu bauen, wenn die Russen kommen, um den Reichstag zu besetzen. Uwe Steimle hat schon für jeden russischen Soldaten eine Flasche Reichstagsbrand bestellt, um sie ihnen dann am Tag des Sieges zu überreichen, oder?

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