
Im April 2020 wurde eine Empfehlung für die kombinierte Anwendung von Opioiden und Benzodiazepinen bei bestimmten COVID-19-Patienten ausgesprochen – nur wenige Tage, nachdem die Regierung vor der potenziell tödlichen Atemdepression durch diese Kombination gewarnt hatte.
Die britische Regierung hat im April 2020 eine riskante Medikamentenkombination von Opioiden und Benzodiazepinen für bestimmte COVID-19-Patienten empfohlen.
Darüber berichtet der Medizinkommentator und ehemalige Krankenpflegeausbilder John Campbell in einem YouTube-Video. The Defender machte auf das Video aufmerksam.
Schon seit Jahren hat Campbell den weitverbreiteten Einsatz von Midazolam, Morphin und anderen Palliativmedikamenten zur Behandlung von COVID-19-Patienten kritisiert.
Dabei hinterfragte er, warum so viele Patienten – obwohl sie nicht unheilbar krank waren – Medikamente erhielten, die üblicherweise mit der Sterbebegleitung in Verbindung gebracht werden.
In seinem neuesten Video gab er jedoch zu, ein wichtiges und sehr brisantes Puzzleteil übersehen zu haben: Zwar wusste er bereits, dass die britische Regierung 2020 eine Empfehlung für die kombinierte Anwendung von Opioiden und Benzodiazepinen bei bestimmten COVID-19-Patienten ausgesprochen hat, die mit Atemdepression in Verbindung gebracht werden, aber ihm war nicht bekannt, dass sie kurz zuvor in einem Bericht genau vor diesem potenziell tödlichen Medikamenten-Cocktail gewarnt hatte. (💉 😷 SHEDDING – Die verblüffende Wahrheit über die Übertragung des CoViD-Impfstoffs und der neuen mRNA-Impfungen auf Nicht-Geimpfte )

Campbell, der eigenen Angaben zufolge von einem ehemaligen Mitglied des britischen Parlaments auf das Problem aufmerksam gemacht wurde, bezeichnet diese offensichtliche Kehrtwende als «nationalen Skandal, der ignoriert wird».
Warnung der Regierung: Medikamente nur kombinieren, wenn es keine Alternative gibt
Am 18. März 2020 veröffentlichte die britische Arzneimittelbehörde MHRA (Medicines and Healthcare products Regulatory Agency) eine Aktualisierung zur Arzneimittelsicherheit.
Darin wurde gewarnt, dass Benzodiazepine und Opioide die Atmung beeinträchtigen könnten und dass die Kombination dieser Medikamente das Risiko dafür erhöhe.
Die Leitlinie riet medizinischem Fachpersonal, die Medikamente nur dann gemeinsam zu verschreiben, «wenn es keine Alternative gibt». Zudem wurde angeraten, die Patienten engmaschig zu überwachen, da die Kombination zu einer «potenziell tödlichen Atemdepression» führen könne.
Diese Warnung der MHRA berief sich auch auf eine europäische Arzneimittelüberprüfung aus dem Jahr 2018. Darin wurde auf eine Sicherheitsmaßnahme der FDA aus dem Jahr 2016 verwiesen, die stärkere Warnhinweise vorschrieb, weil die Kombination von Opioiden und Benzodiazepinen zu Atemdepression, Koma und Tod führen könne.

COVID-Leitlinie änderte sich 16 Tage später
Wie Campbell berichtet, hat das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) am 3. April, also nur 16 Tage nach der Warnung der MHRA, seine COVID-19-Schnellleitlinie NG163 veröffentlicht.
Brisant: Diese empfahl Ärzten, bei COVID-19-Patienten im Endstadium, mit mäßiger bis schwerer Atemnot und starkem Leidensdruck, «eine Kombination aus Opioid und Benzodiazepin in Betracht zu ziehen». Sie führte außerdem aus, dass «Sedierung und Opioidgabe nicht aus Angst vor Atemdepression unterlassen werden sollten».
Die Leitlinie erwähnte zwar auch, dass Opioide und Benzodiazepine zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung in Großbritannien nicht zur Behandlung von COVID-19 zugelassen waren, doch für Campbell ist sie eine klare Aufforderung an die Ärzte, sich davon nicht abschrecken zu lassen – und beide Medikamente zusammen zu verabreichen.
In seinem Video betont Campbell, dass Opioide und Benzodiazepine Menschen, die eindeutig im Sterben liegen, wie beispielsweise Patienten mit unheilbarem Krebs, enorme Linderung verschaffen können. Aber falsch angewendet, könnten sie tödlich sein.
Ihn beunruhigt, dass die COVID-19-Leitlinie offenbar davon ausging, dass sich viele Patienten bereits im Sterbeprozess befanden, und dass sich diese Leitlinie zur Anwendung der Medikamentenkombination viel weiter verbreitete als die Sicherheitswarnung der Regierung, die nur zwei Wochen zuvor herausgegeben worden war.
Campbell merkt an, dass die Gesundheitsleitlinie bis März 2021 – also fast ein Jahr lang – gültig war. Deshalb fragt er sich, wie viele Patienten die Medikamentenkombination erhalten haben könnten. Er betont:
«Menschen wurden quasi in die Palliativversorgung aufgenommen, manchmal schon kurz nach der COVID-Diagnose, obwohl sie gute Genesungschancen gehabt hätten (…) Wie viele Zehntausende könnten dadurch gestorben sein?»

«Dunkles Kapitel der englischen Medizingeschichte»
Campbell weist auch darauf hin, dass in der Fachzeitschrift British Medical Journal (BMJ) am 20. April 2020, nur wenige Wochen nach Veröffentlichung der NG163-Leitlinie, eine Analyse erschien, in der davor gewarnt wurde, dass die Leitlinie die Unterscheidung zwischen Patienten im Sterbeprozess und COVID-19-Patienten mit Genesungspotenzial zu verwischen schien.
Die Autoren merkten an, dass Opioid-Benzodiazepin-Kombinationen in der spezialisierten Palliativmedizin für Patienten im Sterbeprozess angemessen sein könnten. Sie warnten jedoch davor, dass viele COVID-19-Patienten nicht unheilbar krank seien und genesen würden. Der Einsatz dieser Medikamente bei Patienten, die sich nicht eindeutig im Sterbeprozess befänden, berge daher ohne fachärztliche Aufsicht das Risiko «unbeabsichtigter schwerwiegender Schäden». Die Autoren schrieben:
«Es ist besorgniserregend, dass (…) es keine Gegenposition dazu gibt, dass die meisten Patienten ohne die oben genannten Vorerkrankungen letztendlich genesen werden.»
Zudem kamen sie zu dem Schluss, dass Teile der Leitlinie NG163 «überarbeitet werden sollten, um zu verhindern, dass dieses Leid unbeabsichtigt noch verstärkt wird».

Campbell fordert deshalb eine umfassende Untersuchung des Widerspruchs zwischen der Arzneimittelwarnung der Regierung vom 18. März und der COVID-19-Leitlinie vom 3. April 2020. Es sollte geklärt werden, warum dieses «dunkle Kapitel der englischen Medizingeschichte» völlig ignoriert wurde.
Alle Fakten lägen vor und es stellten sich die Fragen: «War es Inkompetenz? War es berufliche Fahrlässigkeit oder etwas anderes?»
Quellen: PublicDomain/transition-news.org am 05.08.2026
