
Stand 11.09.2026 Ölpreis 105,39$ +18%
Hallo zusammen,
während Politik und Leitmedien das Ausmaß der globalen Brandherde verharmlosen, vollzieht sich im Nahen Osten gerade eine geopolitische Kettenreaktion, die unsere Wirtschaft mit voller Wucht treffen wird. Von Marcel Baldauf
Binnen weniger Tage wurden die zentralen Lebensadern des weltweiten Energie- und Warenhandels gekappt oder unter direkte Kontrolle Teherans und seiner Verbündeten gebracht.
Der Angriff auf die saudi-arabische Ost-West-Pipeline:
* Aktuelle Satellitendaten (u.a. NASA FIRMS) und Open-Source-Berichte belegen extreme Hitzeanomalien und riesige Rauchwolken südöstlich von Medina.
Die strategische Ost-West-Pipeline brennt an bis zu sechs Stellen gleichzeitig nach mutmaßlichen Drohnen- und Raketenangriffen der jemenitischen Houthi-Rebellen. (⛽ 🇩🇪 Tankpreis-Alarm: Sprit auf Rekordhoch)

* Das ist kein gewöhnlicher Leitungsstrang:
Die sogenannte „Petroline“ ist eine gigantische Hochdruck-Doppelpipeline mit Rohrdurchmessern von 48 bzw. 56 Zoll (bis zu 1,40 Meter massivem Stahl), die sich über 1.200 Kilometer quer über die Arabische Halbinsel zieht. Sie verbindet die riesigen Ölfelder im Osten mit dem Verladehafen Yanbu am Roten Meer.
* Was jetzt ausfällt:
Mit einer Auslegungskapazität von rund 5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag war diese Pipeline die einzige funktionierende Bypass-Route, um die ohnehin krisenbedingt blockierte Straße von Hormus zu umgehen.
Bricht dieser Transfer weg, verliert der Weltmarkt schlagartig Millionen Barrel gesicherte tägliche Exportkapazität.
Houthi-Offensive:
Kontrolle über das Bab al-Mandab:
* Nahezu zeitgleich haben die vom Iran ausgerüsteten Houthi-Milizen die strategische Hafenstadt Mokka an der Südwestküste des Jemen eingenommen. Die von Saudi-Arabien gestützten Regierungstruppen mussten sich fluchtartig nach Süden zurückziehen.
* Mit Mokka kontrollieren die Houthis nun direkt das Nadelöhr Bab al-Mandab – das Tor zum Roten Meer und zum Suezkanal.

* Damit ist der strategische Zangengriff perfekt:
Beide zentralen Engpässe des Handels zwischen Europa und Asien – die Straße von Hormus und das Bab al-Mandab – stehen nun de facto unter der Kontrolle Teherans und seiner Verbündeten.
Was passiert, wenn die Route dicht ist?
Die harten Fakten:
* Durch das Bab al-Mandab fließen üblicherweise 10 bis 12 % des gesamten Weltseeverkehrs (rund 25.000 Frachter und Tanker pro Jahr).
* Täglich passieren ca. 9 Millionen Barrel Öl und Ölprodukte sowie rund 8 % des globalen Flüssigerdgases (LNG) diese Meerenge, darunter elementare Mengen an katarischem Gas für Europa.
* Der fatale Ausweichweg:
Ist die Durchfahrt gesperrt oder unversicherbar, müssen Schiffe um das afrikanische Kap der Guten Hoffnung ausweichen. Das bedeutet 8 bis 15 zusätzliche Tage auf See, tausende zusätzliche Seemeilen, explodierende Charter- und Versicherungstarife sowie das Abreißen ganzer Just-in-Time-Lieferketten in unserer Industrie.

* Diesel-Schock an den Zapfsäulen:
Der europäische Dieselmarkt ist ohnehin extrem ausgedünnt. Fehlen nun die fertigen Raffinerie-Produkte aus den Golfstaaten, trifft uns der Mangel ungeschützt.
Preise von 2,50 Euro bis 3,00 Euro pro Liter Diesel an den heimischen Tankstellen sind in diesem Szenario keine Panikmache, sondern unausweichliche Marktlogik – mit verheerenden Folgen für Transport, Logistik und Landwirtschaft.
Fazit:
Die westliche Außenpolitik hat sich durch eigene Eskalation und Fehleinschätzungen im Nahen Osten selbst manövrierunfähig gemacht.
Während man die Brücken zu verlässlichen, günstigen Rohstoffquellen in Europa mutwillig eingerissen hat, gerät nun die letzte verbliebene Versorgungsroute am Golf in Brand.

Wenn Pipelines zerstört und Meerengen dichtgemacht werden, bricht das Fundament unserer exportorientierten Wirtschaft zusammen.
Wer jetzt noch glaubt, dass uns der Staat vor den ökonomischen Verwerfungen dieses Herbstes schützen kann, verschließt die Augen vor der Realität.

Mein persönlicher Appell:
An die Politik:
Wir fordern ein sofortiges Moratorium auf alle Energie- und Transportsteuern. Senkt die Belastungen jetzt! Wir stehen vor einer logistischen und wirtschaftlichen Katastrophe.
Wenn die Transportkosten unbezahlbar werden, steigen die Preise für alle Güter des täglichen Bedarfs – von Lebensmitteln bis zu Baumaterialien. Eure Untätigkeit ruiniert dieses Land.
An euch, die Bürger:
Wer noch Heizöl benötigt oder Kraftstoffvorräte aufbauen will, sollte dies unverzüglich tun. Wartet nicht auf eine Entspannung, die nicht kommen wird. Die Preise werden definitiv weiter steigen.
Bereitet euch vor:
Erste Berichte (Quelle: ntv) bestätigen, dass große Industrieunternehmen sich bereits konkret auf eine Gasmangellage vorbereiten.
Das ist kein Spaß und keine Panikmache mehr. Wir steuern auf einen extrem schweren Winter zu.
Sichert euch ab und rechnet fest mit Ausfällen bei Gas und Strom.
Quellen: PublicDomain/Marcel Baldauf am 11.09.2026
