Plutos Bruder: Zwergplanet „Makemake“ besitzt keine Atmosphäre (Videos)

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Kalt, klein und hüllenlos – das sind die wichtigsten Eigenschaften des Zwergplaneten Makemake. Einem Astronomenteam um Jose Luis Ortiz ist es erstmals gelungen, einige Merkmale der kleinen Welt am Rande unseres Planetensystems genauer zu bestimmen.

Demnach ist Makemake heller als Pluto, hat eine leicht abgeflachte Form und keine globale Atmosphäre. Womöglich könnten aber einige Bereiche der Oberfläche Gase ausdünsten und so lokal eine dünne Atmosphäre erzeugen, spekulieren die Forscher.

Makemake ist einer von fünf offiziell anerkannten Zwergplaneten des Sonnensystems. Neben Ceres im Asteroidengürtel gehören auch noch der Ex-Planet Pluto und die Objekte Haumea und Eris zu dieser Kategorie. Sie befinden sich wie Makemake im sogenannten Kuiper-Gürtel – einem Ring aus Millionen von eisigen Objekten jenseits des Planeten Neptun. Die kleinsten davon sind schlafende Kometen, die größten gehen als kleine Welten durch, wie Pluto mit seinen 2.300 Kilometern Durchmesser.

Zwergplanet Ceres:

Zwergplanet Haumea:

Bislang war über Makemake, der 2005 kurz nach Ostern entdeckt wurde und daher den Namen einer Gottheit von den Osterinseln erhielt, kaum etwas bekannt. Ortiz und seine Kollegen konnten jetzt aber mit fünf Teleskopen in Südamerika eine sogenannte Okkultation beobachten.

Dabei schob sich der Zwergplanet für wenige Minuten vor einen Stern der Milchstraße. Bei solchen Ereignissen können viele Eigenschaften ferner Objekte recht genau ermittelt werden, zum Beispiel der Radius, die Temperatur und die Anwesenheit einer Atmosphäre.

Den Messungen zufolge ist Makemake keine perfekte Kugel, sondern am Äquator etwas dicker. Dort liegt der Durchmesser bei 1.500 Kilometern, an den Polen dagegen nur bei 1.430 Kilometern. Die Temperatur auf der Oberfläche liegt im Schnitt 30 Grad über dem absoluten Temperaturnullpunkt, stellenweise ist es mit 50 Kelvin aber auch etwas wärmer.

Die wärmeren Gebiete sind wahrscheinlich auch dunkler als der Rest des Zwergplaneten, wie die Forscher aus der gemessenen Albedo schließen. Makemake ist demnach etwa so hell wie schmutziger Schnee – heller als Pluto, aber deutlich dunkler als die strahlend weiße Eris. Die Dichte von 1,7 Gramm pro Kubikzentimeter deutet darauf hin, dass Makemake ein Gemisch aus Eis und Gestein ist.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge ist die chemische Zusammensetzung der Oberflächen von Pluto, Eris und Makemake ähnlich. Sie bestehen vor allem aus Stickstoff-Eis und Methaneis. Die drastischen Unterschiede in der Helligkeit von Pluto und Eris führten die Planetenforscher bislang darauf zurück, dass Pluto eine Atmosphäre besitzt, Eris aber nicht. Eris ist so weit von der Sonne entfernt, dass die Atmosphäre offenbar auf der Oberfläche kondensiert ist und eine blütenweiße Eisschicht bildet.

Pluto dagegen passierte 1989 den sonnennächsten Punkt seiner Bahn und ist derzeit von einer dünnen Stickstoffatmosphäre umgeben. Auf der Oberfläche befindet sich daher vermutlich kein reines Eis. Durch das Ausgasen der Atmosphäre kommen Verunreinig-ungen in Form rötlicher organischer Stoffe zum Vorschein, die durch Reaktionen von Methan und Stickstoff mit UV-Licht entstanden sind.

Die Daten der Okkultation zeigen nun, dass Makemake anders als vermutet wohl ebenfalls nicht von einer Gashülle umgeben ist. „Als Makemake sich vor den Stern schob und sein Licht blockierte, verschwand der Stern nicht allmählich, sondern sehr abrupt”, sagt Ortiz. „Das bedeutet, dass der kleine Zwergplanet keine nennenswerte Atmosphäre besitzt.” Die Forscher können sich aber vorstellen, dass zumindest einige Bereiche des Zwergplaneten warm genug sind, damit die Eisschicht lokal verdampft. Das würde erklären, warum seine Helligkeit zwischen der von Eris und Pluto liegt.

Quellen: PRAVDA-TV/NASA/Nature/wehewenn2/KurdstanPlanetarium/NewsyScience/ wissenschaft.de vom 24.11.2012

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