Grippewelle in USA: Boston & New York rufen Notstand aus – Schweinegrippe aus China auf Vormarsch nach Russland – Warnung vor Infektionen mit Norovirus in Europa

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Trotz oder wegen des milden Winters? Die USA – und hier vor allem die Metropolen an der Ostküste – werden von einer schweren Grippewelle heimgesucht. Aus Angst vor der Schweinegrippe H1N1, haben die Behörden im Fernen Osten Russlands Sicherheitsvor-kehrungen an den Grenzübergangspunkten zum Nachbarland verschärft. Experten warnen vor einer neuen Norovirus-Variante, betroffen sind bislang vor allem Groß-britannien, die Niederlande, die USA, Japan, Frankreich, Australien und Neuseeland

Die Schlangen vor den vor allem in Drogerie- und Supermärkten zu findenden Tresen für flu shots, für die schnelle Grippeimpfung während des Einkaufs, werden immer länger. Und in der U-Bahn sind es nicht mehr nur Mitreisende chinesischer Herkunft, die einen Atemschutz tragen und jeden hüstelnden Passagier böse anblicken. Die USA befinden sich im Griff einer Grippewelle, die jetzt dazu geführt hat, dass der Bürgermeister von Boston, Thomas Menino, für die Neuengland-Metropole den Notstand erklärt hat.

Zehn Mal mehr Patienten

Das grösste Spital der Stadt hat inzwischen einige Bereiche für Besucher gesperrt, um zu verhindern, dass von aussen Viren hereingetragen werden. Die Stadt hat in dieser Saison bereits 700 Grippefälle registriert, das Zehnfache der letztjährigen Patientenzahl – die Dunkelziffer dürfte beträchtlich höher liegen, geht doch nicht jeder Patient zum Arzt bzw. kann sich diesen möglicherweise nicht leisten. Im gesamten Gliedstaat Massachusetts sollen bis jetzt 18 Personen an der Grippe gestorben sein.

Bis jetzt hat die Grippe 41 amerikanische Gliedstaaten erreicht; die von den Centers of Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta wöchentlich veröffentlichte Grippe-Karte ist mehrheitlich hellbraun («weit verbreitet»), nur einige Staaten im Westen wie Arizona, Kalifornien und Oregon sind noch relativ wenig betroffen. In einigen grossen Städten wie New York will man noch keinen Notstand ausrufen, weil man befürchtet, dass dann zu viele nur leicht kranke Mitbürger in die Notfallabteilungen strömen.

Nicht nur Influenzaviren

Wissenschafter vermuten, dass die Impfungen gegen die diesjährigen Grippeviren nicht optimal wirken, sehen in dem shot indes nach wie vor die beste Verteidigung gegen die Influenza. Auch wird vermutet, dass die gegenwärtigen Erkrankungen nicht nur von den typischen Virenstämmen wie H1N1, Influenza B und H3N2 ausgelöst werden, sondern auch durch das sogenannte Respiratorische-Synzytial-Virus (RSV), das eine Grippe vortäuschen kann.

Gebeutelt sind die Amerikaner derzeit aber nicht nur durch die Grippe, die schlechten Nachrichten für die nationale Gesundheit scheinen sich geradezu zu überschlagen. So erlebt das Land laut den CDC zurzeit den grössten Ausbruch des Keuchhustens seit 60 Jahren mit bisher über 42 000 Erkrankungen. Und aus Kanada könnte neues Ungemach über die Grenze kommen: Ein Norovirus, das man bisher mit den Magen-Darm-Verstimmungen auf Kreuzfahrten verbindet, hat bereits den Gliedstaat Maine erreicht. Und dann gibt es bei den Nachbarn auch noch eine neue Erregervariante der Geschlechts-krankheit Gonorrhöe, die gegen die Behandlung mit Antibiotika resistent ist.

Nachtrag:

New York erklärt Grippe-Notstand

Die Grippewelle in den USA hat praktisch alle Gliedstaaten erfasst. In New York herrscht Notstand.

Wegen einer ungewöhnlich heftigen Grippewelle hat der Gouverneur des amerikanischen Gliedstaats, Andrew Cuomo, den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Er hob am Samstag für die nächsten 30 Tage die Altersbeschränkung für Impfungen in den Apotheken auf.

Apotheker dürften damit ab sofort auch Babys und Kinder impfen und nicht nur Erwachsene. Gleichzeitig starteten die Behörden über Facebook, Twitter und den klassischen Medien eine massive Aufklärungs- und Werbekampagne zugunsten von Grippeimpfungen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sind allein in New York über 19 000 Personen an der Grippe erkrankt, mehr als vier Mal so viele wie im Jahr davor. Landesweit wurden knapp 29 000 Fälle registriert, mindestens 20 Kinder starben.

Die Epidemie sei früher ausgebrochen und nehme einen heftigeren Verlauf als in den vergangenen Jahren, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Inzwischen hat sie sich praktisch auf alle Bundesstaaten ausgebreitet.

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Schweinegrippe aus China auf Vormarsch nach Russland

Aus Angst vor der Schweinegrippe H1N1, an der in China bereits zwei Menschen ge-storben sind, haben die Behörden im Fernen Osten Russlands Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzübergangspunkten zum Nachbarland verschärft.

Über gewöhnliche Pass- und Zollkontrollen hinaus wird bei einreisenden Touristen jetzt auch die Körpertemperatur gemessen – mit Infrarotthermometern, wie das russische Internetportal mail.ru am Samstag berichtete. Beim Verdacht auf Fieber wird die Temperatur mit herkömmlichem Thermometer nachgeprüft. Allein in den ersten zehn Januar-Tagen mussten sich rund 15 000 einreisende Touristen untersuchen lassen. Bislang wurde das Virus nicht nachgewiesen.

Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko empfiehlt Einwohnern der Region Primorje, das benachbarte China in den nächsten Wochen lieber nicht zu besuchen. Mit zunehmender Zahl der Grippe-Kranken rechnet der Experte noch im Januar, nachdem Kinder aus den Schulferien zurückgekehrt sind. Von einer Epidemie sei aber noch keine Rede, sagte Onischtschenko.

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Warnung vor schweren Infektionen mit Norovirus

Experten warnen vor einer neuen Norovirus-Variante, die zu schweren Infektionen mit dem Brechdurchfall-Erreger führen kann. Betroffen sind bislang vor allem Groß-britannien, die Niederlande, die USA, Japan, Frankreich, Australien und Neuseeland, heißt es beim CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Auf Europa kommt möglicherweise noch in diesem Winter eine Welle schwerer Norovirus-Infektionen zu. Davor warnt das „NoroNet“, ein globaler Zusammenschluss von Infektionsexperten, wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtete. Die Experten stützen sich demnach auf Daten aus Großbritannien, den Niederlanden und Japan.

Grund sei das Auftauchen einer neuen Variante des Brechdurchfall-Erregers, genannt „Sydney 2012“. Die Zusammensetzung des Virus lasse befürchten, dass gegen diesen Erreger viel weniger Menschen immun seien als gegen bisherige Norovirus-Typen, schreiben die Experten in einer Warnmeldung. Für Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin im vergangenen Jahr rund 100 000 Norovirusinfektionen registriert, bei steigender Tendenz. „Sydney 2012“ sei vereinzelt auch schon hierzulande aufgetreten, hieß es.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in großen Hotels und auf Kreuz-fahrtschiffen

Die neue Norovirus-Variante sei vor allem in Großbritannien, den Niederlanden, den USA, in Japan, Frankreich, Australien und Neuseeland auf dem Vormarsch, heißt es beim CRM Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Seit Ende 2012 nehme in diesen Ländern die Anzahl von Norovirus-Infektionen zu. Reisenden wird empfohlen, Hygienemaß-nahmen wie Händewaschen und Flächendesinfektion zu beachten. Ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe bei einer engen Konzentration vieler Menschen – etwa in großen Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen.

Noroviren sind weltweit eine der Hauptursachen für akute Magen-Darm-Infekte. Die Erkrankung geht mit Durchfall, Übelkeit und Erbrechen einher und klingt meist nach wenigen Tagen von selbst ab. Die Erreger sind hochansteckend und werden übertragen durch direkten Kontakt, durch Tröpfchen in der Luft oder kontaminierte Oberflächen.

Quellen: PRAVDA-TV/nzz.ch/AFP/derwesten.de/Boston Globe/Ria Novosti vom 13.01.2013

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7 comments on “Grippewelle in USA: Boston & New York rufen Notstand aus – Schweinegrippe aus China auf Vormarsch nach Russland – Warnung vor Infektionen mit Norovirus in Europa

  1. Eigentlichist der Artikel für mich eher unter der Abteilung Homur und nicht Gesundheit zu finden !
    Ganze 700 Infizierte in einer Stadt mit Millionen Einwohnern…………………………………LOL
    Weiss jetzt aber, das die Amis Ihren geliebten Flu-Shot by Shopping kaufen können.
    War ja ne wichtige Information………

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