René Descartes: Ich denke, also bin ich (Hörbuch)

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Der französische Philosoph und Mathematiker René Descartes (1596 – 1650) gilt als Begründer der neuzeitlichen Philosophie.

Sinneseindrücke könnten täuschen. Auch auf das Denken sei nicht immer Verlass – ebenso wenig wie auf die Überlegungen früherer Denker. Als kleinsten gemeinsamen Nenner ließ er lediglich die Tatsache gelten, dass er zweifle – damit rückschließen könne, dass er denke und existiere. Mit seinem berühmtem Ausspruch „Cogito ergo sum“ wurde er zu einem der wichtigsten Wegbereiter der Aufklärungsphilosophie.

Descartes lebte im Verborgenen, sein Aufenthaltsort war teilweise nicht bekannt. Als er sein Werk in Bruchteilen und unter einem Pseudonym veröffentlichte, waren seine Gedanken derart brisant, dass sie ihm eine Anklage wegen Atheismus und Gottes-lästerung einbrachten. Descartes wollte die Welt auf rein naturwissenschaftliche Weise erklären.

In seinen Abhandlungen über die Methode (Discours de la méthode) entwickelte Descartes vier Verfahrenregeln, um zu wahrem Wissen zu gelangen:

1. Nichts für wahr halten, was nicht so klar und deutlich erkannt worden ist, dass es nicht in Zweifel gezogen werden kann.

2. Schwierige Probleme in Teilschritten erledigen

3. Vom Einfachen zum Schwierigen fortschreiten

4. Stets prüfen, ob in der Untersuchung Vollständigkeit erreicht sei

Descartes in Stichpunkten

Geboren am 31. März 1596 in La Haye, Frankreich – Ab 1618 Soldat, er zog durch Holland, Deutschland, Österreich und Ungarn – 1629 bis 1649 Aufenthalt an verschiedenen Orten in Holland – 1649 auf Einladung von Königin Christine von Schweden Umzug nach Stockholm – gestorben am 11. Februar 1650 in Stockholm.

Werke:

Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences (Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung) – Meditationes de prima philosophia (Meditationen über die Grundlagen der Philosophie) – Principia philosophiae (Die Prinzipien der Philosophie)

René Descartes berühmter Satz stellt einen Zusammenhang zwischen

denken (lat. „cogitare“ = „denken“, „bedenken“, „überlegen“, „erwägen“, „beabsichtigen“, „sinnen auf“; frz. „penser“ = „denken“, „meinen“, „der Meinung sein“, „gedenken“) und

sein (lat. „esse“ = „existieren“, „vorhanden sein“, „sein“; frz. „être“ = „dasein“, „sein“ (passivisch: „werden“) her und zwar bezogen auf ein

ich (frz. „je“).

Zum ersten Mal formulierte Descartes den Satz, „ich denke, also bin ich“, wohl 1637 auf französisch, der 1644 zur lateinischen Übersetzung in „cogito, ergo sum“ führte:

„Alsbald aber fiel mir auf, daß, während ich auf diese Weise zu denken versuchte, alles sei falsch, doch notwendig ich, der es dachte, etwas sei. Und indem ich erkannte, daß diese Wahrheit: ‚ich denke, also bin ich‘ so fest und sicher ist, daß die ausgefallensten Unter-stellungen der Skeptiker sie nicht zu erschüttern vermöchten, so entschied ich, daß ich sie ohne Bedenken als ersten Grundsatz der Philosophie, die ich suchte, ansetzen könne.

Sodann untersuchte ich aufmerksam, was ich denn bin, und beobachtete, daß ich mir ein-bilden könnte, ich hätte keinen Körper und es gäbe keine Welt noch einen Ort, an dem ich mich befinde, daß ich mir aber darum nicht einbilden könnte, daß ich selbst nicht wäre; ganz im Gegenteil sah ich, daß gerade aus meinem Bewußtsein, an der Wahrheit der anderen Dinge zu zweifeln, ganz augenscheinlich und gewiß folgte, daß ich bin…“

Ausführlicher argumentierte Descartes 1641 in seinen „Meditationen über die Grund-lagen der Philosophie“:

„Alles nämlich, was ich bisher am ehesten für wahr gehalten habe, verdanke ich den Sinnen oder der Vermittlung der Sinne. Nun aber bin ich dahintergekommen, daß diese uns bisweilen täuschen, und es ist ein Gebot der Klugheit, denen niemals ganz zu trauen, die uns auch nur einmal getäuscht haben. […]

Denke ich einmal aufmerksamer [über ‚Erlebnisse‘ im Traum] nach, so sehe ich ganz klar, daß Wachsein und Träumen niemals durch sichere Kennzeichen unterschieden werden können… […]

Auf diese Gründe habe ich schlechterdings keine Antwort, und so sehe ich mich endlich gezwungen, zuzugestehen, daß an allem, was ich früher für wahr hielt, zu zweifeln möglich ist – nicht aus Unbesonnenheit oder Leichtsinn, sondern aus triftigen und wohlerwogenen Gründen – und daß ich folglich auch all meinen früheren Überzeugungen ebenso wie den offenbar falschen, meine Zustimmung fortan sorgfältig versagen muß, wenn ich etwas Gewisses entdecken will.

Ich setze also voraus, daß alles, was ich sehe, falsch ist, ich glaube, daß nichts jemals existiert hat, was das trügerische Gedächtnis mir darstellt: ich habe überhaupt keine Sinne; Körper, Gestalt, Ausdehnung, Bewegung und Ort sind nichts als Chimären. Was also bleibt Wahres übrig? Vielleicht nur dies eine, daß nichts gewiß ist.

Aber woher weiß ich denn, daß es nichts anderes als alles bereits Aufgezählte gibt, an dem zu zweifeln auch nicht der geringste Anlaß vorliegt? Gibt es etwa einen Gott, oder wie ich den sonst nennen mag, der mir diese Vorstellungen einflößt? – Weshalb aber sollte ich das annehmen, da ich doch am Ende selbst ihr Urheber sein könnte? Also wäre doch wenigstens ich irgend etwas? Aber – ich habe bereits geleugnet, daß ich irgendeinen Sinn, irgendeinen Körper habe. Doch hier stutze ich: was soll daraus folgen? Bin ich etwa so an den Körper und die Sinne gefesselt, daß ich ohne sie nicht sein kann?

Indessen, ich habe mir eingeredet, daß es schlechterdings nichts in der Welt gibt: keinen Himmel, keine Erde, keine denkenden Wesen, keine Körper, also doch auch wohl mich selbst nicht? Keineswegs; sicherlich war ich, wenn ich mir etwas eingeredet habe. – Aber es gibt einen, ich weiß nicht welchen, allmächtigen und höchst verschlagenen Betrüger, der mich geflissentlich stets täuscht.

Nun, wenn er mich täuscht, so ist es also unzweifelhaft, daß ich bin. Er täusche mich, soviel er kann, niemals wird er doch fertigbringen, daß ich nichts bin, solange ich denke, daß ich etwas sei. Und so komme ich, nachdem ich nun alles mehr als genug hin und her erwogen habe, schließlich zu der Feststellung, daß dieser Satz ‚Ich bin, ich existiere‘, sooft ich ihn ausspreche oder in Gedanken fasse, notwendig wahr ist.

Denken? Hier liegt es: Das Denken ist’s, es allein kann von mir nicht getrennt werden. Ich bin, ich existiere, das ist gewiß. Wie lange aber? Nun, solange ich denke. Denn vielleicht könnte es sogar geschehen, daß ich, wenn ich ganz aufhörte zu denken, alsbald auch aufhörte zu sein. Für jetzt lasse ich aber nichts zu, als was notwendig wahr ist! Ich bin also genau nur ein denkendes Wesen, d. h. Geist, Seele, Verstand, Vernunft – lauter Ausdrücke, deren Bedeutung mir früher unbekannt war. Ich bin aber ein wahres und wahrhaft existierendes Ding, doch was für ein Ding? Nun, ich sagte es bereits – ein denkendes.

Was aber bin ich demnach? Ein denkendes Wesen! Was heißt das? Nun, – ein Wesen, das zweifelt, einsieht, bejaht, verneint, will, nicht will und das sich auch etwas bildlich vorstellt und empfindet.“

Auf das wesentlichste der Argumentation beschränkte sich Descartes 1644 im ersten Teil seiner „Prinzipien der Philosophie“, in dem er „Über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ sagt, daß

„um die Wahrheit zu finden, … einmal im Leben an allem, soweit es möglich ist, gezweifelt werden [muß].

Das Zweifelhafte … sogar für falsch gehalten werden [muß].

Einstweilen … dieser Zweifel [aber] nicht auf das praktische Leben übertragen werden [darf].

[Klar gestellt wird,] weshalb wir an den sinnlich wahrnehmbaren Dingen zweifeln können.

[Und] weshalb wir sogar die Beweise der Mathematiker bezweifeln können.

[Und weil wir die Willensfreiheit besitzen,] dem Zweifelhaften die Zustimmung zu versagen und so Irrtümer zu vermeiden.

Es … von uns nicht bezweifelt werden [kann], daß wir existieren, während wir zweifeln; und [daß] das … das Erste [ist], das wir durch regelgeleitetes Philosophieren erkennen[:]“
„Wenn wir auf diese Weise alles zurückweisen, das wir auf irgendeine Weise bezweifeln können und sogar als falsch unterstellen, dann fällt es uns zwar leicht, zu unterstellen, daß es keinen Gott gebe, keinen Himmel, keine Körper, und daß zudem wir selbst weder Hände noch Füße und zuletzt überhaupt keinen Körper besitzen, aber daß wir, die wir derartige Gedanken verfolgen, nichts sind, läßt sich nicht ebenso leicht unterstellen.

Denn offenbar ist es widersprüchlich, anzunehmen, daß dasjenige, das denkt, in eben derselben Zeit, in der es denkt, nicht existieren sollte. Und deshalb ist die Erkenntnis, ich denke, daher bin ich, die überhaupt erste und sicherste, auf die jeder regelgeleitet Philosophierende stößt.“

Einer aus dem Haufen
Cogito, ergo sum. Ich denke, und mithin so bin ich,
Ist das eine nur wahr, ist es das andere gewiss.
Ich
Denk ich, so bin ich! Wohl! Doch wer wird immer auch denken?
Oft schon war ich, und hab wirklich an gar nichts gedacht!

Friedrich Schiller

Video-Lesung

Quellen: PRAVDA-TV/FocusOnline/luk-korbmacher.de/René Descartes vom 15.06.2013

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