Im Jahr 2000 wurde sie zum Ritter und zwölf Jahre später zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt.
Lagarde sagte noch im Jahr 2010: „Wir mussten die Verträge brechen, um den Euro zu retten.“
Mein Verständnis von Demokratie ist das allerdings nicht.
Denn Verträge sind Verträge.
Der Bock wird zum Gärtner gemacht
Wie viele Kritiker und Experten bin auch in davon überzeugt, dass Lagarde die für die Sparer so unselige und uferlose Gelddruckerei ihres Vorgängers fortsetzen wird. Koste es, was es wolle!
Außerdem wird sie die Negativzinspolitik weiter vorantreiben. Und – das wird zumeist in der Diskussion unter den Teppich gekehrt – die Anleihekaufprogramme der EZB in Deutschland wohl wieder aufnehmen.
Das alles natürlich zu Lasten des kleinen Mannes auf der Straße (Goldkaufregulierung, Rezession und der große Finanzcrash).




Nichts Neues von Lagarde?
Sie wissen selbst: Infolge der exzessiven Geldpolitik der Zentralbanken garantieren diese für Liquidität in einer wahrlich hoch verschuldeten Welt. Schulden wiederum bedeuten immer weniger Wachstum.
Und Lagarde? Sie hat diese geldpolitische Lockerung und auch die Anleihekäufe stets unterstützt. Von daher kann man von ihr also nichts Neues erwarten, außer, dass sie Deutschland ebenfalls dazu drängen wird.
Gibt es mit Lagarde eine neue Eskalation im EU-Finanzsystem?
Die Französin Lagarde wird auch das Drängen des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron nach „mehr Europa“ unterstützen. Das ist für mich so sicher wie das Amen in der Kirche.
Klar, dass dieser seine Landsmännin als potentielle Draghi-Nachfolgerin über den Klee hinweg lobt: „Christine Lagarde hat alle Fähigkeiten, um die EZB zu leiten“, verkündete er vor Kurzem nicht ohne Stolz. Und nicht ohne Eigennutz.
Analysten befürchten derweil, dass dadurch eine weitere Eskalation der Interventionen der EZB im EU-Finanzsystem droht.
Oder anders ausgedrückt: Eine verstärkte Enteignung der europäischen Sparer!
Die Zinslosigkeit wurde gemacht
Sehen Sie: Die reale Zinslosigkeit ist nicht einfach so vom Himmel gefallen. Sie wurde natürlich gemacht. Und zwar durch globale Zentralbanken, vor allem der EZB.
Der Preis für das Kapital wird aufgrund dieser Zinslosigkeit oder sogar aufgrund von Minuszinsen ad absurdum geführt. So einfach ist das.
So soll es in absehbarer Zeit gar keine realen Zinsen im Euroraum mehr geben. Dafür vielleicht sogar noch negativere Nominalzinsen.
Das alles ist natürlich – salopp gesagt – ein Schlag ins Gesicht der Sparer. In Europa. In Deutschland.
Sie werden auch weiterhin die Verlierer sein!
So spricht momentan alles für eine Ausweitung der bisherigen Zentralbank-Politik, nämlich die Kreditschöpfung aus dem Nichts!
Sie glauben es nicht? Nun, zumindest die Europäische Zentralbank signalisierte bereits über neue Ankaufprogramme für verschiedene Anleihen nachzudenken.
Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, welchen Sinn das ergibt? Die Antwort darauf ist ganz einfach: Hochverschuldete Staaten profitieren natürlich von den Mini- oder Minuszinsen, weil sie dadurch als Schuldner ihre Zinslast besser bedienen können (Crashgefahr: Heimliche Krisensitzungen wie bei den Pleiten von LTCM und Lehman Brothers).




Schrumpfendes Wirtschaftswachstum in Europa
Ich sage Ihnen: Schon in der Vergangenheit hat dieses EZB-Konzept nicht wirklich überzeugt, weil das Wirtschaftswachstum weiterhin sehr bescheiden bleibt. Damit gemeint ist die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Dabei ist bescheiden noch positiv ausgedrückt. Denn eigentlich hat die EZB-Politik (und natürlich die Krise 2008/2009) dazu geführt, dass das Wachstum stark reduziert wurde.
Belastung steigt und steigt – Sie zahlen…
Die Strafzinsen in Deutschland werden langsam auch die Vermögen und Kleinvermögen von Privathaushalten angreifen und aufzehren. Dies räumen unverhohlen auch die Banken inzwischen ein. Dies ist eine schon nicht mehr zu verheimlichende totale Enteignung, von der wir an dieser Stelle auch bereits gesprochen haben.
Bis dato wurden die Konten von Privatanlegern, die bis zu 100.000 Euro sparten, nicht belangt. Inzwischen hat das Internet-Vergleichsportal „Verivox“ hier ein Institut, die Volksbank Magdeburg, ermittelt, das auch Strafzinsen auf kleinere Vermögen erhebt. So müssen seit dem 4. November Guthaben von mehr als 25.000 Euro auf Girokonten mit 0,5 % „Verwahrungsentgelt“ leben.
Wurden bis vor kurzem die Zinsen auf Erspartes auf nahezu null gesetzt, hat die Commerzbank jetzt angekündigt, Minuszinsen für Sparer einzuführen. Wer sein Geld also auf Commerzbank-Konten herumliegen lässt, muss demnächst Strafzinsen dafür bezahlen. Bankkunden sollen für ihr Ersparten bezahlen, dank Mario Draghi, den Bundeskanzlerin Merkel jüngst bei seiner Verabschiedung für sein Engagement und seinen Einsatz lobte.
Der Finanzchef der Commerzbank, Stephan Engels, sagte: „Wir haben zahlreiche Privatkunden angesprochen. Wir beginnen jetzt, Maßnahmen umzusetzen. Das Potenzial ist sehr groß.“ Bislang habe die Commerzbank keinem Kunden Strafzinsen in Rechnung gestellt. Doch jetzt fange man mit Kunden mit hohen Einlagen an. Ab welcher Einlagenhöhe die Strafzinsen gelten sollen, ließ Engels bislang offen. „Einfache Sparer“ würden aber verschont (Repocalypse – die Finanzkrise ist zurück).



Engels sagte, die Commerzbank versuche Kunden, die „deutlich mehr als eine Million Euro“ auf dem Bankkonto haben, von alternativen Anlagemöglichkeiten zu überzeugen: „Bei privaten Kunden kehren wir die Treppe von oben, wir sind da im Moment noch weit weg von einer Annäherung an die Grenze von 100.000 Euro. Wir wollen die Kunden nicht vertreiben, sondern wir wollen ein Problem, das wir alleine nicht mehr tragen können, vernünftig managen“, so Engels.
Bei Firmenkunden erhebt die Commerzbank ab einer bestimmten Einlagenhöhe schon seit längerem Strafzinsen und passt diese nun an den weiter von Draghi gesenkten Leitzins an. „Wir prüfen auch die Freibeträge“, sagte Engels. Die Commerzbank will mit Preiserhöhungen und Optimierungen des Produktangebots erreichen, dass die Einlagen nicht weiter steigen.
Ende September hatte die Commerzbank angekündigt, 2.300 Stellen zu streichen. Zudem wird jede fünfte Filiale geschlossen. Seit 2014 müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie Gelder bei der Europäischen Zentralbank parken.
Verlierer sind die Sparer, weil deren Vermögen permanent entwertet wird.
Also Sie!
Literatur:
Die Unersättlichen: Ein Goldman-Sachs-Banker rechnet ab
Wehrt Euch, Bürger!: Wie die Europäische Zentralbank unser Geld zerstört
Der Weg ins Verderben: Wie die Eliten die nächste Krise vorbereiten und wie Sie sich davor schützen können
Die Nullzinsfalle: Wie die Wirtschaft zombifiziert und die Gesellschaft gespalten wird
Quellen: PublicDomain/guidograndt.de/watergate.tv am 17.11.2019
