„Im Prinzip kennen Sie die Geschichte. Irgendwann gab es einen Ersten Weltkrieg und später einen Zweiten. Warum ein neues Buch darüber? Und weshalb ist es denn letzten Endes gleich eine Serie geworden?
Es gibt sie, die vielen Wahrheiten, die vielen Quellen, die vielen Details. Gewöhnlich entscheiden sich Historiker dafür, die Fragmente zu liefern, die ihre These „belegen“. Doch wo bleibt der Rest? Andere Wahrheiten landen in anderen Büchern und dort war auf einmal alles ganz anders.
Warum sollen die unterschiedlichen Wahrheiten jedoch nicht einmal in einem und demselben Buch gesammelt werden? Und zeitlich geordnet? Sie werden staunen, wenn sich auf diese Weise neue Antworten finden und wenn sich auf einmal Rätsel auflösen, die erst entstanden waren, weil Historiker ungeeignet erscheinende Details nicht erwähnten.“
Reinhard Leube zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er eine Vielzahl von Quellen für seine Forschungen herangezogen hat, vor allem die, die erst seit kurzem zugänglich sind. Leube hat seine Forschung ergebnisoffen betrieben. Auch das unterscheidet ihn von den meisten arrivierten Historikern. Er stellt unvoreingenommen Quelle neben Quelle und siehe da, es ergibt sich ein Gesamtbild.
Ach, so war das! – Jetzt wird manches klar!
Das in Buchform gepresste Ergebnis ist dann keineswegs trockener Stoff. Leube versteht es, den Leser in einer Art mitzunehmen, als ob man die Zeit direkt miterleben würde. So ist seine Beschreibung der Geschichte keineswegs langweilig, obwohl man zu wissen glaubt, was damals abgelaufen ist und das Endergebnis sowieso kennt. Es ist geradezu anders herum (2. Weltkrieg: Der grösste Raub in der Weltgeschichte – Entführung der deutschen Geisteselite, Patente beschlagnahmt, Erfindungen gestohlen).



Mir selbst ist es beim Lesen oft in den Kopf gesprungen: Ach, so war das! Das wusste ich auch noch nicht. Jetzt wird manches klar! Und zwar so klar, dass dieses neue Verständnis manche Dinge offenbart, die die Gegenwart betreffen. Insbesondere in Zeiten von Corona ist es enorm wichtig zu sehen, wie sehr die Gegenwart dem ähnelt, was nicht nur am deutschen Volk vor 80 Jahren verbrochen worden ist.
Wir wissen, dass die Jahre 1940/41 der Anfang vom Ende eines souveränen Deutschlands waren. Wir sollen glauben, dass allein die Deutschen Böses geplant und ausgeführt haben. Wir wissen, dass Churchill 1955 den Karlspreis von Aachen erhalten hat. Glauben Sie aber, dass er den verdient hat? Wenn Sie Reinhard Leube gelesen haben, werden Sie zumindest Zweifel daran haben.
Reinhard Leube hat mit dem jüngsten Band „Katz-und-Maus-Spiele“ sein bisheriges Meisterwerk abgeliefert. Dieses Buch beantwortet bestens belegt die allermeisten offenen Fragen. Es ist so umfassend in der Information, dass ich hier nicht auf Einzelaspekte eingehen will. Ich stelle einfach einige der Fragen in den Raum, die Sie vielleicht interessieren und bei denen Sie das Gefühl haben, bislang nicht ausreichend informiert zu sein.
Jede Menge Fragen, für die das Buch Antworten bietet
Wann haben England und die USA begonnen, Deutschland und die Sowjetunion gegeneinander aufzurüsten? Warum haben sich Stalin und Trotzki überworfen und welche Auswirkungen hatte das auf die Nachkriegszeit? Ist es wahr, dass die Briten Stalin fortlaufend gedrängt haben, einen Krieg gegen das Deutsche Reich zu führen? Ging es 1941 wirklich nur um Tage, wer später als Aggressor dastehen würde?
War Auschwitz von Anfang an als Vernichtungslager für Juden geplant oder war es ursprünglich ein Arbeitslager für Polen? Wie hat der Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Stalin auf den Rest der Welt gewirkt? Was hat Japan dazu getan und wie ist es zu Pearl Harbour gekommen? Wann war Roosevelt über den geplanten Angriff informiert und wie hat er reagiert?

Wie viele Versuche in den höheren Rängen von Politik und Militär gab es innerhalb Deutschlands, Hitler abzusetzen, bevor er das größte Unheil anrichten konnte und warum haben das die Briten jedes Mal hintertrieben? Diese und eine Menge mehr Fragen werden in diesem Werk schlüssig beantwortet.
Damit Sie einen Eindruck bekommen, dass das Werk von Reinhard Leube kein dröges Geschichtsbuch ist, zitiere ich einen Absatz aus dem ersten Kapitel mit der Überschrift „Hitlers Reden vom Frieden sind Geschichte“: „Ein Mann steht in der Zigarettenschlange und brummelt: „Alles wegen dem Einen!“ Er steht vor dem Gemüseladen an und muffelt ärgerlich: „Ja, ja, alles wegen dem Einen!“
Später trifft man ihn vor dem Schokoladenladen wartend, wieder stichelnd: „Alles wegen…“ Da wird er verhaftet und man bringt ihn zur Polizeiwache. Der Wachtmeister fährt ihn an: „Das ist ja unerhört, wie Sie da miesmachen! Wen meinen Sie denn mit »dem Einen«?“ Mit undurchdringlicher Miene antwortet der Mann: „Nun, selbstverständlich Churchill.“
Enttäuscht, aber ebenso erleichtert sagt der Wachtmeister: „Ach so – Churchill. Na, dann können Sie gehen.“ Der Mann geht, dreht sich an der Tür aber nochmals um und fragt diesen Polizisten: „Nun sagen Sie mal, Herr Wachtmeister, an wen hatten Sie eigentlich gedacht???“ (Made by Wall Street: Das Geld, das Hitler ermöglichte)


Katz-und-Maus-Spiele
Der Geschichte fünfter Teil, Europa in den Jahren 1940 und 1941, „Katz-und-Maus-Spiele“ ist ab sofort erhältlich im Buchhandel oder schneller und besser zu bestellen direkt beim Verlag hier.
Um Ihr Interesse zu beflügeln, stelle ich das Inhaltsverzeichnis vor: