
Pommes können aus Kartoffeln und Frittieröl zubereitet werden. Beim Fast-Food-Riesen McDonald’s ist das anders. Dort braucht es noch zehn weitere Zutaten. Auch wenn sie nicht immer gesund sind.
Eigentlich kann man Pommes frites ganz leicht selber machen: Man braucht dafür nur frische Kartoffeln, Öl zum Frittieren und Salz. Wer die Kartoffelstifte nicht im Fett ausbacken möchte, kann dies auch im Backofen tun.
Dazu muss der Ofen nur auf 200 Grad Celsius vorgeheizt werden, die Kartoffelstifte mit Olivenöl und Salz eingerieben werden, etwa 40 Minuten warten und fertig sind die köstlichen Kartoffel-Pommes.
Aber McDonald’s wäre nicht McDonald’s, wenn seine Rezeptur für Pommes nicht vollgestopft wäre mit weiteren Zutaten – ein neues Video aus der McDonald’s-Imagereihe in den USA „Our food. Your question“ zeigt die Herstellung der beliebten Fritten.
Was schon einmal beruhigend ist: Es werden echte Kartoffeln verwendet, und diese sollen nicht gentechnisch verändert sein, wie es im Video erklärt wird. Das ist wohl die einzig positive Nachricht.
Denn zur Herstellung der Pommes werden eine Reihe von Zusatzstoffen verwendet – unter anderem Tertiär-Butylhydrochinon (TBHQ).
Es ist als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und wird als Antioxidationsmittel für verschiedene Fette verwendet – in diesem Fall für hydriertes Sojabohnenöl, das in den USA auch verstärkt zur Herstellung von Biodiesel verwendet wird.
TBHQ ist auf den ersten Blick zwar unbedenklich, trotzdem sollte er nicht in hohen Dosen konsumiert werden. (Gesundheit: Ketchup, Mayonaise und andere Grundnahrungsmittel sind mit giftigen PFAS-Chemikalien belastet)

Silicium, Phosphor und Rindfleischaroma
Eine weitere Zutat ist ein Silicium mit dem Namen Polydimethylsiloxan (PDMS), das aus Sicherheitsgründen eingesetzt wird. PDMS beugt dem Schäumen von kochendem Öl vor. Auch dieser Zusatzstoff gilt in geringen Mengen als unbedenklich.
Eine Maximal-Dosis darf aber auch hier nicht überschritten werden. PDMS wird übrigens auch für Arzneimittel und zur Gleitbeschichtung bei Kondomen verwendet.
Dextrose ist auch in den Fritten enthalten, ein natürlicher Zucker, der die goldfrittierte Farbe der Pommes beibehalten soll. Dinatriumhydrogenphosphat sorgt dafür, dass die Pommes nicht grau werden – in hohen Dosen könnte Phosphor aber Hyperaktivität, allergische Reaktionen und Osteoporose auslösen. Als Zusatzstoff ist er dennoch erlaubt.
Was natürliches Rindfleischaroma (aus hydrolysiertem Weizen und hydrolysierter Milch) in den Pommes frites zu suchen hat, ist ganz einfach: Früher wurden die Pommes in Rindertalg statt in Pflanzenöl frittiert – um den Geschmack beizubehalten, glich man gewissermaßen mit zugesetztem Rindfleischaroma aus.
Veganer können demnach bei McDonald’s nicht einmal mehr Pommes essen – zumindest in den USA.
Die Kartoffelstifte werden in der Produktionsfabrik bereits einmal vorfrittiert, danach schockgefrostet und in die McDonald’s-Filialen geliefert. Dort werden sie für den Kundengenuss noch einmal frittiert.

Eine Portion große Pommes deckt mit 510 kcal fast ein Viertel des Tagesbedarfs. Ob die Kampagne des Fast-Food-Riesens wirklich sein Image aufpoliert, bleibt bei näherem Hinsehen eher fraglich. Was es immerhin bringt: Transparenz.
Anmerkung: Die Zutatenliste bezieht sich auf die Zusammensetzung der Pommes frites in den USA. Wie auch das untenstehende Video.
In deutschen Fritten von McDonald’s befindet sich jedoch auch Dinatriumdiphosphat, das in hohen Dosen zu Krankheiten führen könnte.
Eigentlich benötigt man für die Erstellung von Pommes lediglich Kartoffeln und Pflanzenöl. Wie bereits berichtet, benötigt der Fastfood-Gigant wesentlich mehr Zutaten, um den Fritten ihren typischen Geschmack zu verleihen.
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Das spiegelt sich auch in der Zubereitung wieder. Zunächst werden die Kartoffelstifte einmal in der Produktionsfabrik vorfrittiert, dann schockgefrostet und in die Filialen geliefert. Dort werden sie erneut frittiert, wenn der Kunde das Produkt bestellt.
Eine große Pommes hat 510 Kilokalorien. Das entspricht fast einem Viertel des Tagesbedarfs. Wenn man bedenkt, dass sich die wenigsten Besucher von Fastfood-Restaurants auf eine Portion Pommes beschränken, wird schnell klar, warum der regelmäßige Verzehr von Fastfood zu einer erheblichen Gewichtszunahme führen kann.


Fast Food das nicht schimmelt
Die New Yorker Künstlerin Sally Davies erstand im April diesen Jahres in einer McDonald’s-Filiale einen Hamburger und eine Portion Pommes Frites, lagerte beide Mahlzeiten auf ihrem Fensterbrett und hielt über sechs Monate hinweg fotografisch deren Nichtzerfall fest. Mit dieser Idee war sie übrigens längst nicht die Erste.
Neben vielen Berichten von mehr oder weniger beabsichtigten privaten Versuchsreihen zur Kompostierbarkeit von Hamburgern, erschien bereits im Jahre 2007 auf You Tube das Video von Len Foley über den „Bionic Burger„, das inzwischen weit über 2 Millionen Mal angeschaut wurde.
20jährige Hamburger-Mumien
Dieses Video zeigt einen Mann, der im Jahre 1989 zwei Hamburger kaufte, einen davon ass und den anderen in seine Jackentasche schob. Nach einem Jahr, als er die betreffende Jacke mal wieder aus dem Kleiderschrank zog, entdeckte er den Hamburger – er war annähernd unverändert. Dieses Erlebnis hatte ihn so beeindruckt, dass er diesbezüglich weitere „Forschungen“ unternahm.
Inzwischen hat er in seinem Keller ein ganzes Museum mit BigMacs und Hamburgern, die sich einfach nicht zersetzen wollen. Der älteste ist jener von 1989, der sich – angeblich – bis zum heutigen Tage einwandfrei hält.

113 verschiedene Chemikalienrückstände in Fast-Food-Hamburgern
Normalerweise beginnen Lebensmittel – je nach ihrer Zusammensetzung, ihrem Feuchtigkeitsgehalt und abhängig vom sie umgebenden Milieu – früher oder später zu schimmeln. Warum aber sind Fast-Food-Burger und Pommes Frites für Schimmelpilze so unattraktiv?
Die meisten denken sich jetzt, dass McDonald’s sicher so viele Chemikalien in Burger und Pommes Frites mischen wird, dass sich Schimmelpilze dort einfach nicht wohl fühlen. Nun, McDonald’s müsste eigentlich gar keine Chemikalien in seine Burger mischen, sie sind dort bereits von ganz allein vorhanden. Naja, vielleicht nicht von ganz allein.
Laut einer Studie der FDA(Total Diet Study) befinden sich in Fast-Food-Hamburgern durchschnittlich 38 verschiedene Pestizidrückstände. Die FDA ist jene Behörde, die in den USA stets darum bemüht ist, den Verkauf von hilfreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Heilkräutern massiv einzuschränken, aber nicht leise daran denkt, den Einsatz von jenen Pestiziden zu regulieren, die nachweislich Umwelt und Gesundheit schädigen und dennoch in Lebensmitteln zu finden sind, geschweige denn die Leute über die Bedenklichkeit von Fast Food aufzuklären.



Warum schimmeln Fleisch und Pommes nicht?
Beginnen wir mit dem Fleisch im Burger. Es zersetze sich – auch wenn keine Konservierungsstoffe zugefügt werden – nach Meinung amerikanischer Gesundheitsexperten aus einem guten Grunde nicht.
Es sei so stark gesalzen, dass man es als Dauerfleisch bezeichnen könnte, ähnlich wie diese ewig haltbaren (ungeräucherten) Dauerwürste, die in manchen Metzgereien (vor allem im Süden Europas) jahrelang ungekühlt von der Decke hängen.
Zwar sind sie irgendwann von einer zentimeterdicken Staubschicht bedeckt, aber schimmeln? Schimmeln tun sie nie. Mit Salz erreicht man gleich zwei „wunderbare“ Dinge. Haltbarkeit und Durst.
Der Burger kann also gut und gerne einige Jährchen ungekühlt gelagert werden und wenn man ihn dann schliesslich isst (oder natürlich auch, wenn man ihn sofort isst), wird man so durstig, dass man mindestens drei Colas braucht, um die Durststrecke zu überwinden.
Ähnlich dürfte es sich mit den Pommes verhalten.
Wer Fast Food nicht gewöhnt ist, wirft McDonald’s Pommes in den Müll – im Glauben, man habe sie versehentlich versalzen.


Warum sollten wir Hamburger und Pommes essen wollen?
Warum sollten wir überhaupt Hamburger, Pommes oder sonst ein industriell verarbeitetes Fertigprodukt essen? Ob es nun innerhalb eines adäquaten Zeitraumes zu schimmeln beginnt oder nicht. Ob es nun von McDonald’s stammt oder aus dem Supermarkt. Essen wir Hamburger, weil wir – um gesund zu bleiben – eine lange Liste mit Backhilfsmitteln benötigen? Weil wir dringend eine Überdosis Kochsalz brauchen?
Weil wir andernfalls verhungern würden? Fast-Food-Produkte sind Magenfüller – und auch dieser Bezeichnung werden sie nur kurzzeitig gerecht, wie Fast-Food-Kunden berichten.
Fast Food enthält vieles, das wir kein bisschen brauchen und das langfristig den Organismus belastet, dafür kaum etwas, das uns wirklich nützen würde. Vitalstoffe, Spurenelemente, Mineralien, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und lebendige Enzyme sind in Fast Food absolute Mangelware. Warum – in aller Welt – interessieren wir uns für McDonald’s und die Produkte der Lebensmittelindustrie?
Was kümmert uns ein nicht schimmelnder Hamburger oder Pommes? Niemand zwingt uns, das Zeug zu essen.
Warum also essen wir nicht einfach echte, natürliche und frische Lebensmittel? Lebensmittel, die nicht nur satt und zufrieden machen, sondern gleichzeitig Körper und Geist mit allem versorgen, was gebraucht wird und was gesund und glücklich macht?
Wer sich und seinem Körper etwas gutes tun möchte, der kocht selbst mit gesunden Lebensmitteln
Quellen: PublicDomain/Stern am 04.10.2023
