
Im Herbst des Jahres 1950 ließ Bundeskanzler Konrad Adenauer das erste geheime Konzept für die zukünftige Bundeswehr ausarbeiten. Das Ergebnis, bekannt unter dem Namen „Himmeroder Memorandum“, gilt als die Geburtsurkunde der Bundeswehr. Von Hans-Jürgen Geese
1950 waren bis zu 74 % der Westdeutschen gegen eine Wiederbewaffnung. Die Zeit damals kann man also auch als die Geburtsstunde der deutschen Demokratie bezeichnen: Die Regierung scherte und schert sich einen Schmutz um den Willen des Volkes. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Mit wahrer Demokratie hatte und hat diese sogenannte Demokratie so gut wie nichts gemein.
Es gilt der alte Lehrsatz der Lateiner: „Mundus vult decipi, ergo decipiatur.“ Auf deutsch: „Die Welt will betrogen werden, also soll sie auch betrogen werden.“ Wer traut sich schon, der oftmals unangenehmen Wahrheit in die Augen zu schauen? Wobei die Medien eifrige Helfershelfer bei diesem Betrugsspiel sind.
Der deutsche Schriftsteller Bertolt Brecht war sich all dieser Erkenntnisse über die menschliche Natur bewusst. Seine bescheidene Hoffnung lag daher in der Mobilisierung einer Elite, der Elite der deutschen Künstler und Schriftsteller. An die richtete er am 26. September 1951 einen mahnenden, offenen Brief.
Berühmt geworden sind die Schlusssätze aus diesem Brief: „Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“
Die Analogie ist nur schwer zu verleugnen: Deutschland, wie einst Karthago, wird einen dritten Krieg nicht überleben.
Trotzdem ist 75 Jahre später die Bundesregierung wieder drauf und dran, das Schicksal Deutschlands in einem Krieg zu riskieren, den diese Bundesregierung unmöglich gewinnen kann. Aber darum geht es nicht. Das Land soll untergehen.
Es scheint keine Prozentzahlen zu geben, aber angeblich spricht sich eine große Mehrheit der Deutschen gegen militärische Aktionen aus. Ungesagt bleibt in den Umfragen, dass es sich beim Gegner eigentlich nur um Russland handeln kann.
Es gilt der alte Lehrsatz der Lateiner: „Mundes vult decipi, ergo decipiatur.“

Die Nachfolger von Karthago
Karthago wurde im Jahre 146 vor Christus von den Römern zerstört. Seitdem hat es viele einst glorreiche Supermächte gegeben, die sich schließlich von der Geschichte verabschiedeten. Nicht zuletzt natürlich das römische Imperium selbst.
Das britische Weltreich war einst so groß, dass dort die Sonne niemals unterging, weil das britische Weltreich Gebiete auf der ganzen Welt umfasste.
Aber fahren Sie heute mal hinüber nach Großbritannien und schauen Sie sich an, was von dem einstigen Weltreich übrig geblieben ist: Ein Armenhaus.
Muss es wirklich immer ein Weltreich auf Erden geben? Was meinen Sie? Nach den Briten versuchten sich die Amerikaner an der Herausforderung, es besser als die Briten zu machen und es vielleicht zumindest auf tausend Jahre zu schaffen.
Aber vom Ende des Zweiten Weltkrieges, 1945, bis zum Ende des amerikanischen Weltreiches heute sind es nicht einmal hundert Jahre. Kein Wunder, dass der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ein gewisser Donald Trump, den augenscheinlichen Niedergang nicht wahrhaben will und sich daher gerade-zu wild sträubt, die Realität anzuerkennen.
Aber ob der Donald will oder nicht, bei 40 Billionen Dollar Schulden und einer Armee, die gerade von einem Entwicklungsland geschlagen wurde, muss man wirklich mächtige Lügen aufbieten, um, wenn schon nicht den Iran, dann zumindest die Wahrheit zu besiegen.

Der Niedergang Amerikas
Es war schon immer eine maßlose Übertreibung, zu behaupten, dass die U.S.A. den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Die Russen trugen bei weitem die Hauptlast des Krieges und ihnen gebührt der Hauptanteil an dem Sieg.
Die Russen hatten im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg eine lange Phase des Friedens, wenn wir die Niederschlagungen der Volksaufstände in der DDR, in Ungarn und in der Tschechoslowakei nicht als Kriege bezeichnen. Erst 1979 führte die Sowjetunion einen großangelegten Angriffskrieg in Afghanistan.
Die Amerikaner hingegen kamen von 1945 bis heute kaum zur Ruhe: Am 25. Juni 1950 begann der Koreakrieg, dann Kriege in Vietnam und in anderen Staaten in Südostasien, die Irakkriege, der Jugoslawienkrieg, Krieg in Afghanistan und so weiter und so weiter. Aber gewonnen haben die Amerikaner nicht einen einzigen dieser Kriege. Das sollte nicht nur den Amerikanern schwer zu denken geben, sondern auch den Verbündeten der Amerikaner. Vor allem den Deutschen.
Insbesondere aber gilt diese wichtige Aussage für die NATO, denn die U.S.A. tragen etwa 62 % der Verteidigungsausgaben der NATO-Mitgliedsstaaten. Frage daher: Wer will schon einen notorischen Verlierer als Verbündeten?
Die Niederlage der U.S.A. gegen den Iran
Dieser Krieg ist noch nicht zu Ende. Die Vorgehensweise der Amerikaner blieb bisher unverändert: Bomben, bomben und bomben. Und dann: Lügen, lügen, lügen. Irgendwann, so glauben sie, werden die Iraner sich schon ergeben. Die Hoffnung ist also der Vater dieser dümmlichen Strategie, wenn man sie überhaupt als Strategie bezeichnen kann, die zwei schwere Fehler aufweist:
Erstens muss man davon ausgehen, dass der Iran sich niemals ergeben wird, weil die Iraner schon vor Beginn der Kriegshandlungen die Konsequenzen der amerikanischen Kriegsführung vorhergesehen, akzeptiert und sich darauf eingestellt haben. Die Iraner werden eher sterben als sich zu ergeben.
Zweitens müssten die Amerikaner inzwischen erkannt haben, dass diese neue Art von asymmetrischer Kriegsführung der Iraner ihrer altbackenen Strategie überlegen ist. Abgesehen von dem Einsatz von Atombomben können die Amerikaner eigentlich nichts weiter tun als sich geschlagen zu geben und aus der gesamten Region abzuziehen.
Aber ein Donald Trump verliert nun mal nicht gern, und darum spielt er erst einmal auf Zeit, in der Hoffnung, dass doch noch ein Wunder eintreten werde. Nein, von Strategie kann man wahrlich nicht reden.
Dazu kommt noch, dass den Amerikanern schlicht und einfach die Munition ausgeht. Wohingegen die Iraner, entsprechend ihrer Annahme von einem langfristigen Krieg, sich mit Raketen und Drohnen ausreichend versorgt haben.
Aus allen Teilen der Welt mussten die Amerikaner von ihren Militärbasen und von Verbündeten Munition vor allem nach Israel schaffen, um einigermaßen durchhalten zu können. Viel ist nicht mehr übrig geblieben von all den Vorräten.

Die Verbindung zwischen Irankrieg und Ukrainekrieg
Sie kennen die Drohgebärden der NATO Granden gegenüber Russland. Vor allem die Heeresführer in Großbritannien, in Frankreich und in der Bundesrepublik haben sich lautstark als Kriegsgegner angekündigt. Sie flehen Russland geradezu an, doch bitte noch ein paar Jahre zu warten, dann kann es richtig losgehen.
Infolgedessen sind die Auftragsbücher der Firmen in der Kriegsindustrie zum Zerbersten gefüllt. Allein, sollte die Bundesregierung zum Beispiel noch weitere F-35A oder F-35B Tarnkappenjets bei Lockheed Martin bestellen, dann wird das kurzfristig und mittelfristig nichts werden. Die sind ausgebucht. Von den bereits in Auftrag gegebenen 35 Flugzeugen werden die ersten nicht vor Ende 2027 geliefert werden können. Eher später, denn die Amerikaner selbst brauchen ebenfalls Nachschub. Und jeder ist sich bekanntlich selbst der Nächste.
Man muss also nüchtern feststellen: Die NATO Länder haben einfach nicht die erforderlichen Kapazitäten, um kurz- und mittelfristig eine ernst zu nehmende Streitmacht gegen Russland aufzubauen. Die Militärindustrie ist in privaten Händen und richtet sich daher vor allem nach Profitanforderungen aus. Das bedeutet in Praxis: Überteuertes Gerat, das technisch weitgehend überholt ist.
Und sollte die Bundesregierung vornehmlich auf die einheimische Industrie setzen, dann bleibt zu fragen, wie das denn bei weit klaffenden Lücken in der Energieversorgung und bei fehlenden Produktionskapazitäten bewerkstelligt werden soll? Und woher sollen denn all die seltenen Erden herkommen, ohne die es keine Superwaffen geben kann?
Nein, eine Armee kann man nicht aus dem Boden stampfen
Mindestens zehn Jahre würde es brauchen, um eine wirklich schlagkräftige Armee aufzubauen. Dazu braucht es neben dem Gerät und der Munition natürlich vor allem auch Soldaten in ausreichender Zahl und Qualifikation.
Ob die vorhanden sind bleibt zu bezweifeln. Der moderne junge Mensch im Westen ist für Krieg eher ungeeignet, es sei denn, er tobt sich vor dem Bildschirm in einer digitalen, martialischen Welt aus.
In den U.S.A. scheiden ca. 77 % der Jugendlichen aufgrund von Übergewicht, Drogenkonsum, Vorstrafen oder gesundheitlichen Mängeln als Kandidaten für die Armee aus. In Europa wird das nicht so dramatisch sein. Aber selbst bei finanziellen Anreizen (in den U.S.A. bei Vertragsunterzeichnung sofort 50.000 Dollar auf die Kralle) wird es schwierig sein, eine hoch motivierte Armee aufzubieten.
Und dann noch eines: Die russischen Soldaten haben über vier Jahre Kriegserfahrung in der stärksten Armee auf Erden, die sie im Kampf gegen die zweitstärkste Armee auf Erden gewonnen haben.
Was meinen Sie, wie ein Kampf, Mann gegen Mann, von russischem Soldat gegen Soldat der NATO ausgehen wird? Die grünen Jungs und Mädel der NATO werden sang- und klanglos untergehen. Eine Frage von Wochen.

Wir fassen zusammen
Der wichtigste Partner in der NATO, die Vereinigten Staaten von Amerika, verfügt momentan nicht über das für einen langfristigen Konflikt notwendige Kriegsgerät. Das gleiche gilt selbstverständlich für alle anderen NATO Mitglieder.
Trotzdem ist man bei der NATO und bei der Bundesregierung guter Dinge und man versucht unvermindert, die Russen so zu provozieren, dass die sich zu einem Angriff auf eines der NATO Länder hinreißen lassen werden.
Das ist bisher nicht gelungen. Aber weder die Führung der Ukraine noch die Führung der NATO wird davon ablassen und daher weiterhin eskalieren. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Russen das einfach nicht mehr zulassen können, weil der angerichtete Schaden der NATO in Russland zu groß ist.
Bei aller von Vladimir Putin bisher aufgebrachten Geduld muss man davon ausgehen, dass selbst ihm der Geduldsfaden eines Tages reißen und er zu Aktionen im Westen gezwungen werden wird. Darauf hofft die NATO sogar.
Was wird die NATO bei einem Angriff durch Russland tun?
Momentan ist die NATO, selbst inklusive der U.S. Streitkräfte, nicht mehr als ein gefährlicher Papiertiger, der auf einen konventionellen Krieg ausgerichtet ist.
Nimmt man die amerikanischen Streitkräfte heraus aus der Gleichung, dann ist die NATO nicht mehr als ein erbarmungswürdiger Papiertiger.
Die Russen wissen all das. Sie haben viel aus dem Konflikt gegen die Ukraine gelernt. Sie haben auch viel aus dem Konflikt zwischen dem Iran, den sie unterstützen, und den U.S.A./Israel gelernt.
Sollte die NATO die Eskalation gegen Russland überreizen, dann werden die Russen wahrscheinlich folgende Vorgehensweise ausführen:
Vladimir Putin wird die Amerikaner informieren, dass die Russen verschiedene Fabriken für militärisches Gerät in Europa vernichten werden. Die Amerikaner werden das geschehen lassen. Die werden nicht bereit sein, für Europa zu sterben. Die Amerikaner haben nichts als Verachtung für Europa übrig. Warum? Na?
Dann werden die Russen die jeweiligen europäischen Regierungen ebenfalls über ihr geplantes Vorgehen informieren. Die Fabriken haben also die Gelegenheit, ihr Personal in Sicherheit zu bringen. Zu verteidigen gibt es da nichts.
Dann wird es in einer Anzahl von NATO Ländern russische Raketen regnen. Die Produktionsanlagen werden zerstört sein. Sollten die feschen Regierungen die Nachricht nicht verstanden haben, dann werden die Russen diese Übungen immer und immer wieder erneut durchführen.

Man kann doch wohl davon ausgehen, dass die Russen nicht so dämlich sind, den Deutschen zu erlauben, eine ernsthafte Armee aufzubauen, die ihr Land bedrohen könnte. Es ist eben viel, viel einfacher, dem vorzubeugen, als die Konsequenzen zu ertragen. Sie erinnern sich: „Vorbeugen ist besser als bohren.“ Fragen Sie Ihren Zahnarzt.
Das ist eine simple Kette von Logik. Allerdings müssen Sie heute davon ausgehen, dass Sie mit Logik und gesundem Menschenverstand beim Analysieren von Politikern nicht weit kommen. Deren Vorgehensweise ist ein irrationales Verhalten, das auf die Vernichtung des Westens ausgerichtet ist. Ja, auf Vernichtung!
Das passende Wort für solch ein Verhalten: Selbstmord.
Um diesen Selbstmord durchzuführen wurden Merkel, der Scholz und der Herr Merz zum Kanzler auserkoren. Nicht gewählt. Auserkoren. Und so sehr sich auch die lieben Bundesbürger bemühen, das alles zu durchschauen, sie werden nicht darauf kommen, dass das alles auf Selbstmord hinauslaufen soll. Auf Selbstmord.
Und das ist wirklich so geplant? Ja, das ist so geplant. Machen Sie die Augen auf. Erinnern Sie sich?„Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“ Wer das so will? Sie würden mir nicht glauben dürfen.
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Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Ist es nicht beeindruckend, wie Hans-Jürgen Geese vom anderen Ende der Welt die Lage auch in Deutschland treffend analysiert? Da können wir Ihnen nur empfehlen, das Werk desselben Autors zu genießen. Mit dem Titel „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ spannt Geese den Bogen von Neuseeland zu Deutschland. Seine messerscharfen Analysen zeigen auf, wie die Bürger weltweit von den immer gleichen Akteuren mit den immer gleichen Methoden unterdrückt und ausgebeutet, ja zu Sklaven gemacht werden. Täuschen Sie sich nicht. Was Geese in Neuseeland wie unter dem Brennglas aufzeigt, findet auch in Deutschland statt. Es ist nur nicht so leicht zu erkennen. „Ausverkauf vom Traum Neuseeland“ ist erhältlich im Buchhandel oder bestellen Sie Ihr Exemplar direkt beim Verlag hier.
Hier können Sie eine Rezension zu diesem Werk ansehen:
https://www.anderweltonline.com/kultur/kultur-2020/ausverkauf-vom-traum-neuseeland-wie-ein-bluehendes-land-verramscht-wurde/
Quellen: PublicDomain/anderweltonline.com am 04.08.2026
