🇩🇪 🗳️ Die Wahl-Sensation ist da: AfD mit weit mehr als 40 Prozent – für die CDU deutet sich ein Desaster an (Videos)

44,5 Prozent: Historischer AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt – „Grüne“ im Landtag – Absolute Mehrheit fraglich.

„Wir haben Geschichte geschrieben!“ Mit diesen Worten reagierte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf den historischen Erdrutschsieg seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, der nach der ersten ARD-Hochrechnung um 18.30 Uhr alle Prognosen der Demoskopen übertraf!

Noch offen war zu diesem hochdynamischen Zeitpunkt, ob das sensationelle, die letzten Umfragen noch toppende AfD Sachsen-Anhalt-Ergebnis am Ende für eine absolute Mehrheit und damit eine AfD-Alleinregierung reicht.

Denn: Die „Grünen“ ziehen nach einer massiven Zweitstimmenkampagne des politisch-medialen Komplexes unerwartet stark in den Landtag ein. Vieles hing am frühen Abend davon ab, ob das BSW ebenfalls die Fünf-Prozent-Hürde nimmt und ob die AfD bis zum Endergebnis noch weiter zulegen würde.

Laut der ersten ARD-Hochrechnung, die weitgehend mit den Zahlen des ZDF übereinstimmt, zeichnete sich am frühen Abend folgendes Ergebnis ab:

– Die AfD (44,5 Prozent) wird mit deutlichem Abstand stärkste Kraft. Gegenüber der Landtagswahl 2021 gewinnt sie 23,7 Prozentpunkte hinzu. (🇩🇪 🤡 Merz macht die AfD für einen Niedergang verantwortlich, den er selbst produziert (Video))

– Die noch regierende CDU (18,5 Prozent) muss massive Verluste (-18,6) hinnehmen.

– Die Linke kommt auf 9,4 Prozent (-1,6).

– Die „Grüne“ können mit 8,9 Prozent sogar drei Punkte zulegen.

– Die SPD behauptet sich mit 8,2 Prozent unerwartet stabil.
– Das BSW (5,0 Prozent) stand auf der Kippe.

Sollten sich diese Werte im Laufe des Abends verfestigen, könnte das BSW knapp in den Landtag einziehen. Dann würde sich nach der ARD-Prognose im Magdeburger Landtag folgende vorläufige Sitzverteilung ergeben:

– AfD: 39 Sitze
– CDU: 16 Sitze
– Die Linke: 8 Sitze
– „Grüne“: 8 Sitze
– SPD: 7 Sitze
– BSW: 5 Sitze.

Die absolute Mehrheit liegt bei 42 Sitzen. Ohne das BSW könnte die AfD laut ersten Analysen diese Mehrheit im Laufe des
Abends aber noch aus eigener Kraft schaffen.

 

Wie BSW-Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali der Nachrichtenagentur dpa sagte, will das BSW weder AfD-Kandidat Ulrich Siegmund noch CDU-Kandidat Sven Schulze zu einer Mehrheit als Ministerpräsident verhelfen.

„Wir werden genau das tun nach der Wahl, was wir vor der Wahl angekündigt haben. Wir werden weder Herrn Schulze noch Herrn Siegmund wählen“, sagte sie auf der Wahlparty ihrer Partei in Magdeburg.

Das BSW biete angesichts der Polarisierung im Land einen „dritten Weg“ an. „Wir müssen raus aus diesen Schützengräben, raus aus diesen Grabenkämpfen, und deswegen sagen wir, es ist Zeit für ein neues Modell, einen Ministerpräsidenten oder eine Ministerpräsidentin, die anerkannt ist überparteilich und die mit wechselnden Mehrheiten unter Einbindung des ganzen Parlaments regiert“, sagte Mohamed Ali. Damit könne Politik in der Sache gemacht werden, „was dann auch perspektivisch Gräben wieder schließen kann“.

Ulrich Siegmund stellte angesichts der ersten Zahlen aber klar, dass es mit ihm keine „Verbiegerei“ geben werde. Er strecke allen demokratischen Kräften die Hand aus, die „eine bessere Politik und wirkliche Veränderungen für unser Land wollen“.

 

Der große Wahlverlierer, Noch-Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), gratulierte dem Wahlsieger AfD mit den Worten: „Das ist kein schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt, das ist Demokratie!“

Denn außer der AfD gab es an diesem Abend noch einen großen Wahlsieger: Die Wahlbeteiligung erreichte mit etwa 76 Prozent einen historischen Rekord!

Wahlbeteiligung mehr als doppelt so hoch wie vor fünf Jahren!

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine historisch hohe Wahlbeteiligung ab: Mehr als die Hälfte der rund 1,7 Millionen Wahlberechtigten gab bis 14 Uhr ihre Stimme ab.

Die Wahlbeteiligung stieg damit bereits zu diesem Zeitpunkt auf 54,4 Prozent. Zum exakt gleichen Zeitpunkt bei der Landtagswahl 2021 hatte sie bei gerade einmal 27,1 Prozent gelegen. Auch bei früheren Wahlen fiel die Wahlbeteiligung deutlich niedriger aus -2016 war es bei diesem Zwischenstand rund 35 Prozent.

Klingbeil stellt Reformkurs der Bundesregierung infrage

SPD-Chef Lars Klingbeil sieht im Wahlergebnis auch ein Signal an die Bundesregierung. Viele Menschen seien mit dem Reformkurs unzufrieden, sagte er im ZDF. Das Ergebnis sei ein Grund, über die Politik der Bundesregierung nachzudenken. „Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun.“ Konkrete Kurskorrekturen nannte Klingbeil nicht.

Der SPD-Politiker bezeichnete das Ergebnis als „Zäsur“. Mit Blick auf das starke Abschneiden der AfD sprach er von vielen Menschen, die nun Angst hätten und sich Sorgen machten. Die SPD werde „alles dafür tun“, dass die Menschen in Deutschland sicher leben könnten und das Land weltoffen bleibe.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD bei der Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt schloss Klingbeil aus. „Wir setzen uns mit der AfD nicht an einen Tisch“, sagte er. Stattdessen wolle die SPD mit den demokratischen Kräften eine Mehrheit bilden. Nun sei auch die Union gefordert, einen Weg zur Regierungsbildung aufzuzeigen.

Hallervorden gibt Merz Mitschuld an CDU-Debakel

Schauspieler Dieter „Didi“ Hallervorden, der die CDU im Wahlkampf unterstützt hatte, gibt Bundeskanzler Friedrich Merz eine Mitschuld am schlechten Abschneiden der Partei in Sachsen-Anhalt.

Merz habe „viel Schuld daran, dass man der CDU bundesweit sowieso nichts mehr zutraut“, sagte Hallervorden in der ARD. Das habe sich auch auf die CDU in Sachsen-Anhalt ausgewirkt und für eine „schlechte Begleitmusik“ gesorgt.

Er sei „sehr traurig“ über das Ergebnis, sagte Hallervorden. Zugleich betonte er:

„Ich bin auch Demokrat und habe das Wahlergebnis zu akzeptieren.“

Während das BSW noch um den Einzug in den Landtag bangen muss, hat sich deren Spitzenkandidatin Claudia Wittig bereit erklärt, in einzelnen Punkten mit der AfD zusammenzuarbeiten.

Sie nannte etwa die Energiepolitik. „Ich denke, wir bleiben bei unserer Entscheidung, die wir vor der Wahl angekündigt haben, immer einzeln zu entscheiden“, sagte Wittig in einer ARD-Gesprächsrunde in Anwesenheit von Alice Weidel.

Die AfD-Chefin sagte daraufhin: „So geht vernünftige Politik und so verhalten sich Demokraten. Es muss nämlich in der Sache stimmen, und keine Brandmauern hochziehen.“

Sollte die AfD nicht an der Regierung beteiligt werden, sei das „völlig undemokratisch“, sie nicht in irgendeiner Form an der Regierung zu beteiligen, sagte Wittig.

Die AfD gewinnt in nahezu allen Altersgruppen. Würden ausschließlich die Wähler zwischen 35 und 59 Jahren wählen, hätte sie mit 53 Prozent sogar eine komfortable absolute Mehrheit erreicht, wie aus den Zahlen von „Infratest dimap“ hervorgeht. Nur in der Ü70-Altersgruppe liegt die CDU mit der AfD gleichauf: Beide kommen hier auf 31 Prozent der Stimmen.

Und was ist mit den jüngeren Wählern? Auch bei den 18- bis 24jährigen liegt die AfD mit 42 Prozent vorne. Auf Platz zwei jedoch kommt nicht die CDU, sondern die Linkspartei mit 18 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Grünen mit 14 Prozent.

Bei den 25- bis 34jährigen kommen wiederum die Grünen auf Platz zwei mit 16 Prozent, während die Linken 14 Prozent erreichen. Auch hier führt die AfD mit 44 Prozent.

Auch bei den Erstwählern ist die AfD mit 41 Prozent laut der ARD klar stärkste Kraft. Die CDU dagegen kommt auf gerade einmal fünf Prozent – und schneidet damit schlechter ab als das BSW (sechs Prozent). Auf Platz zwei liegt die Linkspartei mit 17 Prozent, danach kommen die Grünen mit 13 Prozent.

Quellen: PublicDomain/Deutschland Kurier/JungeFreiheit am 06.09.2026

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2 comments on “🇩🇪 🗳️ Die Wahl-Sensation ist da: AfD mit weit mehr als 40 Prozent – für die CDU deutet sich ein Desaster an (Videos)”

  1. 18,5 + 9,4 + 8,9 + 8,2 = 45

    Es bleibt alles wie gehabt.

    BSW ist isoliert,
    BSW ist das Ventil damit die AfD nicht über 50 % kommt

    Das Volk wählt, kann aber nicht verstehen.

  2. Wenn die AFD in Sachsen Anhalt seriöse Politik machen will, müssen von der CDU Fraktion 6 bis 8 Mitglieder aus der CDU austreten. Wie das BSW in Thüringen, müssen die Ex CDUler eine eigene Partei gründen und dann mit der AFD eine Koalition bilden. Die hätte in der Bevölkerung einen riesigen Rückhalt. Die Linken wären alle voll draußen vor. Besser geht es nicht. Das BSW ist noch nerviger als die Linkspartei. Sollte die AFD mit dem BSW zusammengehen um was gegen die Ukraine Hilfe zu unternehmen, könnte für die AFD ein Parteiverbot wegen Hochverrat o.ä möglich werden. Mit einer neuen kleinen Mini CDU würde die AFD sich in sicheres Fahrwasser begeben und die CDU hätte durch die kalte Küche ein wenig Einfluss auf die AFD.

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