🪫 ⚡ Wer rettet wen, wenn der Strom knapp wird – und wer zahlt dafür?

Stell dir vor, es ist Winterabend, Flaute über ganz Europa, kein Sonnenstrahl weit und breit – und Deutschland ruft seine Nachbarn an.

Klingt nach Teamwork, oder? Aber wer glaubt, dass gegenseitige Hilfe beim Strom nichts kostet, dem empfehlen wir dringend eine Nachschulungsrunde in Sachen Energiepolitik. Von Energieversorgung Deutschland aktuell

Deutschland ist im europäischen Stromhandel alles andere als autark. Mal liefern wir, mal beziehen wir – je nachdem, was Wind, Sonne und Konventionelles gerade hergeben. Klingt nach einem cleveren System, und ja, in guten Zeiten funktioniert das sogar.

Aber: Wenn Flaute und Dunkelflaute gleichzeitig über weite Teile Europas ziehen, sind plötzlich alle Nachbarn im selben Boot – und keiner will der Ruderknecht sein. Frankreich kämpft mit seinen AKWs, Skandinavien schaut auf seine Speicherseen, und Deutschland? Schaut auf seine Kupferplatte und hofft.

Das eigentliche Problem: Je mehr wir auf Importe in Spitzenlastzeiten angewiesen sind, desto mehr zahlen wir – zu genau den Momenten, in denen Strom an der Börse richtig teuer wird. Nicht im Sommer. Nicht um Mitternacht. Sondern genau dann, wenn du deine Heizung brauchst.

Der Knackpunkt: Solidarität im Stromnetz hat immer einen Preis – und der landet meistens nicht auf der Rechnung der Netzbetreiber.

🔎 These (Vermutung): Vieles spricht dafür, dass die schöne Erzählung vom ‚europäischen Energiebinnenmarkt als Sicherheitsnetz‘ vor allem dann gut klingt, wenn die Märkte entspannt sind – und dass in echten Krisenmomenten jedes Land zuerst an sich denkt, während am Ende wie immer der Endverbraucher die Zeche zahlt.

𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱 𝘀𝗰𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝘁 𝗮𝗯 — 𝗱𝗲𝗿 𝗥𝗲𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗪𝗲𝗹𝘁 𝘀𝗰𝗵𝗮𝗹𝘁𝗲𝘁 𝗔𝗡. 𝗪𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗵𝗶𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗯𝗲𝘀𝗰𝗵𝗲𝘂𝗲𝗿𝘁?

Stell dir vor: Während du dir überlegst, ob du im Winter die Heizung aufdrehst, bauen Frankreich, Polen, die Niederlande, Südkorea und sogar die USA gerade neue Atomkraftwerke. Gleichzeitig. Als wäre Deutschland das einzige Land, das den Absprung aus der Realität geschafft hat.

Frankreich produziert seit Jahrzehnten rund 70 % seines Stroms mit Kernkraft — günstig, verlässlich, CO₂-arm. Die Briten bauen Hinkley Point C. Polen plant seinen ersten Reaktor. Die Niederlande wollen zwei neue Blöcke. Selbst Japan, das nach Fukushima fast alles abgeschaltet hatte, fährt Reaktor um Reaktor wieder hoch.

Und Deutschland? Hat als einziges großes Industrieland mitten in einer Energiekrise seine letzten drei Kernkraftwerke vom Netz genommen — und kauft seitdem munter Strom aus französischen und tschechischen Atommeilern. Ja, genau: Wir importieren Atomstrom, lehnen ihn aber ideologisch ab. Das ist ungefähr so konsequent wie Veganer sein und heimlich Döner essen.

Die sogenannte nukleare Renaissance ist kein Zukunftsszenario mehr — sie läuft. Ohne uns. Während wir Milliarden in Gaskraftwerke als ‚Backup‘ für Windstille pumpen, investiert der Rest der Welt in Grundlast, die immer läuft.

𝗦𝘁𝗿𝗼𝗺 𝗮𝘂𝘀 𝗪𝗶𝗻𝗱 𝘂𝗻𝗱 𝗦𝗼𝗻𝗻𝗲 – 𝘂𝗻𝗱 𝘁𝗿𝗼𝘁𝘇𝗱𝗲𝗺 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵 𝘄𝗲𝗴𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗺𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻. 𝗪𝗶𝗲 𝗹𝗮𝗻𝗴𝗲 𝘀𝗰𝗵𝗮𝘂𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝘇𝘂?

Mal ehrlich gefragt: Wie fühlt es sich an zu wissen, dass sauberer Strom zwangsweise abgeregelt wird – während du monatlich für deine Kilowattstunden blutend zur Kasse gebeten wirst? Um 16:00 Uhr lieferten Wind onshore allein 3,54 GW, Offshore nochmal 0,86 GW, Solar obendrauf 2,05 GW – und das Netz zuckt trotzdem mit den Schultern. ⚡

Zum Stundenstand 14.08.2026 um 16:00 Uhr sah die Lage so aus: Photovoltaik speiste 2,05 GW ein (rund 3,9 % der Gesamtlast von 52,8 GW), Windkraft onshore kam auf 3,54 GW, offshore nochmal 0,86 GW. Macht zusammen über 6,4 GW grüne Einspeisung in diesem einzelnen Moment.

Klingt toll? Ist es auch – bis das Netz voll ist oder die Leitungen nicht mitspielen. Dann kommt die Abregelung: Turbinen werden zwangsweise runtergefahren, Solaranlagen gedrosselt. Grünstrom, der fertig produziert wäre, verschwindet einfach in der Tonne. 🗑️

Und das Beste daran? Die Betreiber bekommen für den NICHT gelieferten Strom trotzdem eine Entschädigung – sogenannte Redispatch-Kosten, die sich munter auf der Netzentgelt-Rechnung wiederfinden. Also: Du zahlst für Strom, der nie ankam. Willkommen im deutschen Energiesystem. 🎉

𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳 𝗿𝗲𝘁𝘁𝗲𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗪𝗲𝗹𝘁 — 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗿 𝘇𝗮𝗵𝗹𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗳𝗮𝗰𝗵 𝗠𝗶𝗹𝗹𝗶𝗮𝗿𝗱𝗲𝗻 𝗳ü𝗿 𝗴𝗿ü𝗻𝗲𝗻 𝗠𝗮𝗿𝗸𝗲𝘁𝗶𝗻𝗴𝘀𝗰𝗵𝗮𝘂𝗺?

Du hörst es überall: Wasserstoff ist DIE Lösung. Die Energiewende, die Industrie, der Verkehr — alles soll damit laufen. Klingt toll. Aber mal ehrlich: Wer hat dir erklärt, dass man für einen einzigen Liter Wasserstoff erst mehrere Liter Strom verbraucht — und der muss auch irgendwo herkommen? 🤔

Lass uns kurz nüchtern werden, ja?

Wasserstoff ist kein Energieträger wie Öl oder Gas — er ist ein Speicher. Und ein ziemlich ineffizienter noch dazu. Strom rein, Wasserstoff erzeugen (Verlust), transportieren (Verlust), wieder in Strom oder Wärme umwandeln (Verlust). Am Ende hast du aus 100% Strom vielleicht 25–30% nutzbare Energie. Ein Elektromotor dagegen kommt auf über 80%.

Wo H2 wirklich Sinn ergibt? Dort, wo Strom schlicht nicht hinkommt: Hochtemperatur-Industrieprozesse, Stahlerzeugung, schwere Langstrecken-Schifffahrt. Das sind echte Nischen — wichtige, ja. Aber eben Nischen.

Was stattdessen passiert: Milliarden an Fördergeldern fließen, Konzerne bauen Wasserstoff-Projekte, die in Pressemitteilungen glänzen, und irgendwo im Kleingedruckten steht: ‚voraussichtlich wirtschaftlich ab 2040.‘ 🎉

🔎 These (Vermutung): Vieles spricht dafür, dass Wasserstoff für manche Konzerne und Lobbygruppen vor allem eines ist: ein Werkzeug, um fossile Geschäftsmodelle unter grünem Deckmantel noch ein paar Jahrzehnte länger zu verlängern — während der Steuerzahler die Milliarden-Entwicklungskosten trägt und die Gewinne privatisiert werden.

Quellen: PublicDomain/Energieversorgung Deutschland aktuell am 13.09.2026

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One thought on “🪫 ⚡ Wer rettet wen, wenn der Strom knapp wird – und wer zahlt dafür?

  1. cbc.ca/news/politics/ukraine-canada-drones-defence-russia-9.7339040
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    blick.ch/politik/scharfe-kritik-an-amherd-kampfjet-fixpreis-war-gar-nie-fix
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    infosperber.ch/gesellschaft/warum-muss-sich-das-maedchen-verhuellen-und-der-bub-nicht/
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    weltwoche.de/daily/merz-verliert-rueckhalt-im-eigenen-lager-58-prozent-der-unionswaehler-halten-ihn-nicht-mehr-fuer-den-richtigen-kanzler/
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    epochtimes.de/wirtschaft/nivea-chef-wollen-nicht-die-naechste-autoindustrie-werden
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    report24.news/ukraine-kritiker-der-zwangsrekrutierung-und-des-nazismus-zu-drastischen-strafen-verurteilt/

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