Zwei Objekte aus der Oortschen Wolke bewegen sich ins Sonnensystem

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Wahrscheinlich zwei einander umkreisende Objekte aus dem Rande des Sonnensystems befinden sich derzeit auf Kurs in Richtung Sonne. Astronomen der Yale University gehen davon aus, dass es sich um ein doppeltes, sogenanntes transneptunisches Objekt handelt, das in Wirklichkeit jedoch direkt aus der Oortschen Wolke – und damit aus dem ange-nommenen Trümmer- und Objektgürtel am Rande des Sonnensystems – stammt.

Im Gegensatz zu Kometen, deren Ursprung ebenfalls in dieser rund 100.000 Astrono-mischen Einheiten (AE = Abstand Erde-Sonne) von der Sonne entfernten Region ver-mutet wird, scheint die Oberfläche von „2010 WG9“ jedoch seit der Entstehung des Sonnensystems gänzlich unverändert.

Während die Oortsche Wolke mit einer Entfernung von bis zu 2 Lichtjahren für eine direkte effektive Erkundung zu weit entfernt ist, bietet sich Astronomen und Planeten-forschern mit „2010 WG9“ erstmals die Gelegenheit, ein solches Objekt aus näherer Entfernung zu untersuchen. Zudem wird das Objekt der Sonne auch zukünftig nicht nahe genug kommen, als dass seine eisige Oberfläche von diesem hitzigen Rendezvous ver-ändert werden würde. Bei „2010 WG9“ handelt es sich – so hoffen die Wissenschaftler – also um ein bzw. zwei nahezu unveränderte sogenannte Planetesimale, also Planeten-vorläufer, aus der Zeit der Entstehung unseres Sonnensystems.

Seit zwei Jahren beobachten nun Astronomen um Dr. David Rabinowitz von der Yale University das rund 100 Meter durchmessende Objekt durch verschiedene Filter, sind sich bislang jedoch noch nicht genau sicher, was die Beobachtungen genau über die Oberflächenbeschaffenheit, Struktur und Zusammensetzung von „2010 WG9“ aussagen können.

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Allerdings streichen die Forscher in einer aktuell und vorab auf „arxiv.org“ veröffent-lichten Studie heraus, dass das Objekt eine ungewöhnlich langsame Rotationsrate aufweise. Während sich die meisten bekannten transneptunischen Objekte innerhalb weniger Stunden einmal um die eigene Achse drehen, benötigt „2010 WG9“ dafür ganze 11 Tage. Für die Astronomen ist die beste Erklärung für diese langsame Rotation die, dass es sich um ein binäres System – also um zwei durch die eigenen Gezeitenkräfte aneinander gebundene Objekte – handelt.

Um weitere Informationen und Daten zu „2010 WG9“ zu erlangen, planen die Forscher derzeit weitere Beobachtungen mit größeren Teleskopen und hoffen auch, hierfür das Weltraumteleskop Hubble nutzen zu können.

– Die vollständige Studie finden Sie HIER

Quellen: arxiv.org/grenzwissenschaft-aktuell.de vom 29.05.2013

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