Indisches Militär beobachtet und erforscht UFOs im Grenzland zu Pakistan und Tibet

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Indische Medien berichten derzeit über vermehrte UFO-Sichtungen durch Einheiten der indischen Armee und der indisch-tibetischen Grenzpolizei (Indo-Tibetan Border Police Force, ITBP). Die ebenfalls von den lokalen Anwohnern beobachteten Lichtphänomene wurden demnach bereits mit unterschiedlichen Instrumenten studiert, bislang jedoch ohne, dass ihre Natur und Herkunft erklärt werden konnte.

Wie die Tageszeitung „India Today“ und zahlreiche andere Medien berichten, konzentrieren sich die Ereignisse seit August 2012 in der Region Ladakh im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir. Bis Mitte Oktober soll es hier bereits zu hunderten Sichtungen leuchtender Objekte sowohl bei Tag als auch bei Nacht gekommen sein.

Die Zeitung beruft sich auf Sichtungsberichte der Soldaten, wie sie an das Hauptquartier in Delhi geschickt wurden und deren Kopien auch dem Premierminister Indiens vorliegen.

Die mehrheitlich als „gelbliche Sphären“ beschriebenen Phänomene erscheinen demnach meist am Horizont über chinesischem Gebiet, ziehen langsam über den Himmel und verweilen hier jedoch zwischen drei und fünf Stunden. Laut den Militärs, die Fotos der Erscheinungen – wie sie von der ITBP aufgenommen wurden (siehe oberes Foto) – studiert haben, handele es sich jedoch weder um tief fliegende Satelliten noch um chinesische Drohnen, die den Militärs aufgrund von 136 entsprechender Sichtungen zwischen Januar und August in der stark militarisierten Zone zwischen Pakistan, China und Indien bestens bekannt sind.

Im September, so der Zeitungsbericht weiter, bemühte sich das Militär, die Er-scheinungen mittels Radar und Spektrumanalysatoren zu identifizieren. Erfolglos. Sowohl Radar als auch der Spektrumanalysator erbrachten keine Daten, obwohl das „Objekt“ visuell beobachtet wurde. Aus diesem Grund gehen die Militärs davon aus, dass es zumindest nicht metallischer Natur sei.

Auch Aufklärungsflüge in Richtung der schwebenden Objekte erbrachten bislang keine Information über die Natur dieser Erscheinungen, nachdem beispielsweise eine der Drohnen, nachdem sie ihre maximale Flughöhe erreicht hatte, das Phänomen aus der Sicht verlor.

Ebenfalls im September habe sich auch ein Team von Astronomen des Indian Astronomical Observatory in Hanle den Phänomenen angenommen und die Leuchterscheinungen drei Tage lag untersucht. Zwar sei es zu einigen signifikanten Sichtungen gekommen, doch sei es nicht möglich gewesen, die Position der „Lichter“ eindeutig zu bestimmen.

Allerdings, so unterstreichen die Astronomen, handele es sich nicht um astronomische Himmelsobjekte wie Meteoriten oder Planeten. Vor dem Umkehrschluss, dass es sich also um Objekte außerirdischer Herkunft handele, warnen die Astronomen jedoch: „Für diese Einschätzung gibt es ebenfalls keinerlei Hinweise.“

Bislang sei keiner der Experten der National Technical Research Organisation (NTRO) und der geheimdienstlichen Defence Research Development Organisation (DRDO) in der Lage gewesen, die Objekte zu identifizieren, was weniger zu Ängsten jedoch zu Un-stimmigkeiten bei den Offiziellen führte:

„Wenn unsere vereinten wissenschaftlichen Bemühungen keine Erklärungen für die Phänomene finden können, dann stimmt da irgendwas nicht“, erklärte ein Armeesprecher gegenüber Medienvertretern in Delhi. Geheimdienstler vermuten indes, dass es sich um ein psychologisches Experiment oder neue, hochentwickelte Drohnen der Chinesen handelt könnte. „Wir können diese Sichtungen nicht einfach ignorieren und müssen uns bemühen herauszufinden, welche möglicherweise entwickelte Technologie dahinter-steckt“, kommentierte der Stabschef der ehemalige indischen Luftwaffe (IAF), Air Chief Marshal P.V. Naik

Schon 2010 habe die Armee Sichtungen ähnlicher Objekte zwar untersucht, diese jedoch später lediglich als chinesische Himmelslaternen (kleine von einem Brandsatz bzw. Kerze befeuerte Papier-Heißluftballons) oder als Halluzinationen der Zeugen bezeichnet.

(Foto der Kulkarni-Expedition eines, so die Schlussfolgerung der Untersuchung, nicht natürlichen Objekts im Smaudra Tapu Valley 2004)

Zu den bislang ebenso bizarrsten wie bis heute noch ungeklärten Fällen indischer UFO-Sichtungen gehört weiterhin die Beobachtung durch eine Forschergruppe in der Region Lahaul-Spiti in Himachal Pradesh im Jahre 2004. Damals, so berichtet „India Today“ waren Geologen und Glaziologen unter der Führung von Dr. Anil Kulkarni von der indischen Raumfahrtbehörde ISRO auf Expedition ins Smaudra Tapu Valley als sie ein etwa 1,2 Meter großes roboterartiges Objekt in nur 50 Metern Entfernung entdeckten und fotografieren konnten.

Wenig später habe sich das Objekt in die Luft erhoben und sei davongeflogen. Insgesamt dauerte diese Nahebegegnung etwa 40 Minuten. Neben den ISRO-Wissenschaftlern wurde das merkwürdige Objekt von weiteren 8 Personen gesichtet. Nach der Sichtung befragte Kulkarni die Zeugen unabhängig voneinander und verschickte Berichte sowohl an die ISRO als auch an die PMO und die indische Armee und Geheimdienste.

In seinem Bericht kommt der Wissenschaftler zu dem Schluss, dass seine Gruppe kein natürliches Phänomen beobachtet habe. Dennoch wurde der Fall zumindest von offizieller Seite nicht weiter verfolgt.

Quellen: indiatoday.intoday.in/grenzwissenschaft-aktuell.de vom 07.11.2012

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