Das große Buch der Selbstversorgung

Erneuerbare Energien nutzen, Obst und Gemüse anbauen, Nutztiere halten, Einlegen, Einkochen und Räuchern, Naturheilmittel und mehr.

Nachhaltig leben leicht gemacht! Jeder, der Wert auf seine Umwelt legt, profitiert von diesem fundierten Selbstversorger-Buch mit seinen detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und über 800 frischen Abbildungen.

Es ist ein Ratgeber, der die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit mit all ihren Facetten umfassend beleuchtet – und zwar ganz individuell auf die persönlichen Lebensbedingungen angepasst. Die hochspannende Theorie wird verständlich erklärt und die Praxis leicht nachvollziehbar beschrieben. Inklusive Jahresplan für den Selbstversorger-Garten!

Egal, ob in der Stadtwohnung, im Vorort-Haus oder auf einem ländlichen Hof – jeder kann hiermit zum Selbstversorger werden (Selbstversorgt! Gemüse, Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten (Videos)).

Alle Aspekte für ein umweltbewussteres, gesünderes Leben werden im Selbstversorger-Buch äußerst gründlich dargestellt: Welche erneuerbaren Energien können genutzt werden und wie werden Tiere am besten gehalten? Wie gelingt das Energiesparen zu Hause, der eigene Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern, die Herstellung von Naturheilmitteln und das Haltbarmachen von Produkten?

Die Autoren des umfangreichen Ratgebers sind ein Vater-Sohn-Duo, das sich einem nachhaltigen Leben verschrieben hat. Weil Dick Strawbridge in seiner Zeit als Ingenieur bei der Armee von der Nähe zur Natur träumte, verwandelte er seine New House Farm in Cornwall in einen Selbstversorgerhof.

Mit der Idee begeisterte er nicht nur Sohn James, der sich ebenfalls für Umweltprojekte einsetzt und Seminare hält, sondern zahlreiche Fernsehzuschauer der BBC-Doku-Serie It’s not easy being green – und jetzt auch die Leser dieses fachkundigen Selbstversorger-Buchs.

Zusammenfassung

Wer den Traum von einem guten Leben träumt, auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt, der braucht nicht zu warten, bis er zufällig mal einen Hof erbt. Denn in jeder Lebenssituation ist es möglich, ein Stückchen unabhängiger zu werden.

Tomaten ziehen auf der Fensterbank, Pilze anbauen in einem alten Taschenbuch, einen Solardörrschrank oder eine Vergärungsanlage bauen, Hühner halten, Beete und Kräuterspiralen anlegen, Imkern, eine Kochkiste bauen, Käse herstellen, Räuchern in einer selbstgebauten Räuchertonne, Brennnesselbier brauen oder eine Calendula-Handwaschpaste für stark beanspruchte Selbstversorgerhände mischen – all diese Möglichkeiten und noch etliche mehr stellen Dick und James Strawbridge in der gerade erschienenen überarbeiteten Neuauflage ihres Selbstversorger-Ratgebers vor: 256 Seiten prall gefüllt mit Ideen, Informationen und Tipps und mehr als 800 Farbfotos und Illustrationen.

Für die Nachbarn die Hölle, für die Autoren ein Spaß

Bevor die Strawbridges vor mehr als zehn Jahren in Cornwall die Newhouse Farm kauften, lebte die Familie erst auf einem Mietgrundstück, dann in einer eigenen Doppelhaushälfte. Schon dort probierte das experimentierfreudige Vater-Sohn-Duo die unterschiedlichsten Varianten der Selbstversorgung aus.

„Als Nachbarn waren wir vermutlich die Hölle“, geben die Autoren auf den ersten Seiten des Buches zu. Am Ende des Buches übrigens danken sie den Frauen in ihrem Leben dafür, dass diese ihnen „erlaubten, kleine Jungs zu sein“. Dieser kindliche Spaß am Ausprobieren und Selbermachen ist dem Buch deutlich anzumerken.

Von Technik in Haus und Garten über Obst, Gemüse und Nutztiere hin zur Lebensmittelverarbeitung

Der Ratgeber teilt sich im Groben in drei Teile. Am Anfang steht das Haus im Mittelpunkt. Es geht um Energiesparpotenziale, alternative Hausvarianten wie Erdhäuser und Strohballenhäuser und um Energiegewinnung beispielsweise durch Photovoltaikanlagen oder Wasserräder. Außerdem beschäftigen sich die Autoren mit der Abfallwirtschaft. Im zweiten Teil stehen Grund und Boden im Fokus der Betrachtung.

Verschiedene Anbaumethoden wie die Permakultur werden genauso vorgestellt wie Tipps zur Bodenverbesserung, hydroponische Systeme, Wärmesenke oder Wurmkomposter. Dann geht es weiter mit den Pflanzen (Natürlich gärtnern mit der »Wundererde« Terra Preta).

Es gibt unter anderem Anbautipps zu Obst, Gemüse und Kräutern, Infos zu Wildpflanzen, Schnitt und Veredelung von Bäumen und zum Einlagern der Ernte. Auch die Nutztierhaltung (inklusive Schlachtanleitungen) wird thematisiert. Im dritten großen Kapitel dreht sich alles um traditionelles Wissen.

Wie werden Butter, Joghurt und Käse hergestellt? Was ist beim Brotbacken zu beachten? Wie funktionieren Einmachen, Trocknen, Räuchern, Pökeln, Brauen und Keltern? Und wie lassen sich Tinkturen, Tees, Kosmetik und ökologische Putz- und Waschmittel herstellen? (Alte Gemüse neu entdeckt: Die besten Sorten anbauen und genießen)

Detaillierte Anleitungen, klare Sprache und viele Ideen

Dick und James Strawbridge präsentieren eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten, sich schrittweise in die Selbstversorgung hereinzufuchsen. Mehr geht kaum. Technik findet hier genauso einen Platz wie Zucchinianbau oder das Lufttrocknen von Schinken.

Unzählige Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sehr klare und detaillierte Zeichnungen und Fotostrecken sowie eine gut verständliche Ausdrucksweise machen es dem Leser leicht, den Erläuterungen der Autoren zu folgen. Zusätzlich sorgt die bunte Mischung von Fotos, Zeichnungen, Texten, farblich abgesetzten Kästchen und Tabellen für viel Abwechslung beim Marsch durch die Möglichkeiten.

Schade ist aber, dass die Autoren sich eingangs nicht ausführlicher vorstellen. Es gibt zwar viele Fotos der beiden: von Vater Dick mit seinem Extrem-Schnauzer und Sohn James, dem Naturburschen mit einer offensichtlichen Vorliebe für Muscle-Shirts.

Außerdem erfährt der Leser auch, dass die Familie in Cornwall einen Hof gekauft hat, dass Vater und Sohn auch fürs Fernsehen arbeiten und dass der luftgetrocknete Schinken ihnen mit einer Chilinote am besten schmeckt. Aber trotzdem wirkt das Ganze ein bisschen unentschlossen in der Frage, wie persönlich dieses Buch denn nun sein soll (Gärtnern ohne Garten im Trend von “Urban Gardening”).

Fazit

Ein Buch für alle, die sich einen Überblick darüber verschaffen wollen, was in Sachen Selbstversorgung alles machbar ist. Hofbesitzer sind hier genauso angesprochen wie Fensterbankgärtner.

Jeder Leser wird in diesem facettenreichen, anregenden und toll gemachten Ratgeber das Richtige für seine spezielle Lebens- und Lustlage finden.

Literatur:

Frisches Gartengemüse auch im Winter: Anbau und Ernte 40 ausgewählter Kulturen

Selbstversorgt – Das Startprogramm für Einsteiger (GU Garten Extra)

Meine kleine Farm: Anleitung für Selbstversorger

Quellen: PublicDomain/gruene-toene.de/Dorling Kindersley Deutschland GmbH am 26.06.2018

Weitere Artikel:

Selbstversorgt! Gemüse, Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten (Videos)

Gärtnern ohne Garten im Trend von “Urban Gardening”

Alte Gemüse neu entdeckt: Die besten Sorten anbauen und genießen

Alte Saat: Darum müssen wir sie bewahren (Videos)

Natürlich gärtnern mit der »Wundererde« Terra Preta

Saatgut wie in alten Zeiten: Mit dieser Liste schlagt ihr Monsanto und Co. ein Schnippchen

Altes Saatgut erhalten: Vielfalt statt Einfalt!

Selbstversorgung: Terra Preta – die schwarze Revolution aus dem Regenwald

Pflanzen selbst vermehren, alte Sorten pflegen und sich dadurch von der Saatgutindustrie unabhängig machen

About aikos2309

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*