„Der Herr der Ringe“ entschlüsselt: „Weltkriege und globale Finanz-Eliten“

Der Herr der Ringe“ von John R. R. Tolkien zählt zu den Klassikern der Weltliteratur und hat das Fantasy-Genre geprägt. „Doch viele wissen nicht: Das Werk bezieht sich auch auf weltpolitische Ereignisse“, sagt Autor Ludwig Gartz im Sputnik-Interview. „So steht die Schlacht von Helms Klamm für den Zweiten Weltkrieg.“

„Ich gehe davon aus, dass Tolkien früher in seinem Leben Dinge gesehen hat, die er dann in dieser Form symbolisch verarbeitet und wiedergegeben hat“, sagte Ludwig Gartz, Schriftsteller aus Hessen und Analytiker des Werkes „Der Herr der Ringe“, im Sputnik-Interview.

„Es ist in ‚Herr Der Ringe‘ deutlich zu sehen, dass Bewusstseinsprozesse verschlüsselt sind, die sehr genau zu verschiedenen historischen Ereignissen und deren Chronologie, also zur zeitlichen Abfolge, passen.“ So lautet die Analyse des hessischen Autors, der sich in jahrelanger Recherche-Arbeit dem umfangreichen Werk gewidmet hatte.

Tolkien, der Erschaffer des Roman-Epos, hatte für die britische Armee am Ersten Weltkrieg teilgenommen und auch die blutige „Schlacht an der Somme“ miterleben müssen. Diese Erfahrung bewegte den englischen Schriftsteller tief und wurde zu einem Grundthema seines Lebens und seiner Literatur (Neue Weltordnung: Zentralbanker lässt Finanz-Reset durchblicken!).

„Kampf des Balrog gegen Gandalf“: Beginn des Ersten Weltkriegs

Ein Schlüsselereignis im Roman ist für Gartz die Stelle, „als die Ringgemeinschaft durch Moria geht. Dann kommt der Zeitpunkt, wo Gandalf von einem Balrog (ein Dämon, Anm. d. Red.) in die Tiefe gestürzt wird. Das ist eine der markantesten Szenen.

Der Zauberer Gandalf steht für das menschliche – auch spirituelle – Unterscheidungsvermögen, in unserem Leben unterscheiden zu können zwischen wichtigen und unwichtigen, also vergänglichen Dingen.“

Der Angriff des Balrog auf den weißen Magier markiert laut Autor Gartz den Beginn des Ersten Weltkriegs.

„Balrog ist ein altes Symbol für Wut und Hass, und seine Feuerpeitsche ist dieses nicht zu bremsende Feuer, wenn man in Wut gerät“, erläuterte der Schriftsteller. Die Szene sei historisch und chronologisch klar zu verorten. „Es ist klar, dass das 1914 ist: Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der Krieg hatte sich angedeutet. Die ganze Atmosphäre in und außerhalb Moria war zuvor sehr feindselig.“

Das repräsentiere die Feindseligkeit und das Misstrauen der europäischen Staaten untereinander in den Jahren kurz vor dem Weltkrieg. „Mit dem Sturz setzte im kollektiven Bewusstsein diese Unterscheidungsfähigkeit aus. Die war dann auch ein paar Jahrzehnte danach einfach weg. Menschen haben sich kollektiv in die Kriegshysterie begeben.“

Russische Oktoberrevolution von 1917: „Das Elben-Reich“

„Später, als Gandalf verschwunden ist und die Ringgemeinschaft ohne ihn weitergeht, kommen sie nach Lórien“, so Gartz. Das Elben-Reich Lórien symbolisiere im Roman-Klassiker das „reine Bewusstsein und steht für den tiefsten, inneren Frieden. Tolkien hat hier eine Zukunftsschau verschlüsselt. Und zwar: Das Ereignis im November 1917, die Zeit der Bolschewisten in Russland.“

Spätestens seit Ende des Ersten Weltkriegs und der kommunistischen Revolution in Russland habe „die Gedankenkontrolle durch die Hochfinanz“ zugenommen. Die Finanz-Elite werde durch das Auge von Sauron, das ständig nach Frodo jagt, dargestellt.

„Saruman repräsentiert Faschismus und Nationalsozialismus“

Der Schwarz-Magier Saruman steht laut Gartz für faschistische Strömungen. „Der im 19. Jahrhundert aufkommende Nationalismus, der dann bis zum Faschismus ging, wird von der Figur Saruman symbolisiert. Die Schlacht von Helms Klamm stellt die starke Bedrängnis der Menschen im Zweiten Weltkrieg dar.“

Das Ende dieser Schlacht symbolisiere den Bruch der „Macht Sarumans. Das heißt: Nach 1945 hatte der Faschismus keine Möglichkeiten mehr, in freien Wahlen Mehrheiten zu bekommen. Weil die Menschen das einfach durchschaut haben. Saruman ist danach in dem Roman auch nie wieder an die Macht gekommen.“ Genau wie es seitdem realhistorisch auch keinen Faschismus Hitler’scher Prägung mehr gegeben habe.

Sauron: „Symbol für globale Finanz-Eliten“

„Sauron hat Saruman für seine Zwecke nur benutzt. Und Sauron existiert auf der Zeitlinie heute noch. Er steht symbolisch für die globalen Eliten, die das Geld haben und das Geld kontrollieren. So ist es bis heute noch. In dem Bemühen, das Denken der Menschheit zu kontrollieren und nach ihren Wünschen steuern zu können.“

Sogar die Anschläge vom 11. September 2001 lassen sich dem Experten zufolge im Roman finden. „Das ist der Moment, wo Sam und Frodo auf der Reise nach Mordor die Passhöhe Cirith Ungol erreichen. In dem Moment wird Frodo angefallen von Kankra (Riesen-Spinne, Anm. d. Red.).

Er wird gestochen und wird gelähmt. Bei Frodo muss man wissen: Er steht für den gesunden Menschenverstand. Frodo ist der Ringträger. Also er muss die Lösung für das Problem mit seinem Menschenverstand finden. Der Moment des Zustechens steht für 9/11.“

„Frodo im Krieg gegen den Terror“

Der Autor interpretiert die Geschehnisse folgendermaßen. „Die Prozesse, die Tolkien darstellt, sind immer kollektiv. Da Frodo durch den Stich eine Weile gelähmt ist, war das die Zeit nach dem 11. September. Als das Denken der Menschen ein paar Jahre lang wie gelähmt war.

Der Aufenthalt von Frodo und Sam in Minas Morgul, das war der Krieg gegen den Terror, der danach einsetzte und der die Absicht hatte, das Denken komplett zu kontrollieren, um die Menschheit beherrschen zu können.“ („Alles ist schiefgelaufen“ – George Soros sagt globale Finanzkrise voraus)

Dass die beiden Hobbits aus Minas Morgul entkommen, symbolisiere den Zeitpunkt, ab dem es „eine kritische Masse gab von Menschen, die nicht mehr das glauben, was die Massenmedien verbreiten.

Diesen kritischen Punkt haben wir schon überschritten. Das war in meiner Wahrnehmung 2016. Jetzt sind wir als Menschen auf unserem spirituellen Weg bereits in Mordor. Sprich: Auf der Zielgeraden.“

Es komme zwar noch eine „große Krise“ – etwa in Form einer globalen Finanzkrise – auf die Menschheit zu. Aber danach komme eine „Zeit des Friedens“ (Finanzmärkte: Es braut sich was zusammen).

Die aktuellen weltpolitischen Umwälzungen und Veränderungen seien in Tolkiens Zukunftsschau erahnt und würden die kommende Friedensperiode bereits andeuten.

Ludwig Gartz: „Die Ringvernichtung: Tolkiens Lösungen für die Menschheit“, Eigenverlag, 230 Seiten, 1. Auflage November 2017. Das Buch des Autors ist im Handel erhältlich. Gartz arbeitet auch als Schriftsteller und Übersetzer.

„Der Herr der Ringe“ ist ein 1954/1955 veröffentlichter Roman von John Ronald Reuel Tolkien. Er gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Romanen des 20. Jahrhunderts und gilt als Klassiker der Fantasy-Literatur. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1969/1970. Weltweit wurde der Roman etwa 150 Millionen Mal verkauft.

Literatur:

Beuteland

Die Angst der Eliten: Wer fürchtet die Demokratie?

Bankster: Wohin Milch und Honig fließen

Die Banker Satans: Aktualisiert Erweitert Unzensiert

Quellen: PublicDomain/de.sputniknews.com am 08.07.2018

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