“Zwischen den Jahren“: Die Rauhnächte Zeit der inneren Einkehr, Besinnung und Rückschau

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Am 22. Dezember 2019 um 5:19 Uhr endete das Sonnenjahr und das sprichwörtliche Licht beginnt seinen alljährlichen Siegeszug gegen die Dunkelheit. Die Sonnenwenden im Winter und Sommer sowie die Tag- und Nachtgleichen im Frühjahr und Herbst waren bei praktisch allen alten Völkern kalendarische Ankerpunkte. Unsere Vorväter feierten die Wintersonnenwende mit dem Julfest, der geweihten Nacht, und den Rauhnächten.

Hintergrund für diese besinnliche Zeit war die Angleichung der Sonnen- und Mondkalender. Ein Mon(d)at, von Neumond zu Neumond, dauert 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten – oder rund 29 ½ Tage.

Diese Mondphasen waren für jeden gut beobachtbar und dienten als Grundlage für Aussaat oder auch Heil- und Fastenzeiten. In 354 Tagen finden somit genau 12 Neumonde statt, wohingegen das Sonnenjahr 365 (genauer: 365 ¼) aufweist. Die Differenz sind 12 Nächte und 11 Tage, die bekannte Zeit “zwischen den Jahren“, die Rauhnächte.

Die auf die längste Nacht des Jahres folgende Nacht wurde als Beginn einer inneren Einkehr begangen. Diese Einkehr dauerte 12 Nächte und 11 Tage; eine Zeit der Besinnung, der Orakel und Rituale:

“Für die Germanen hatten die 12 Rauhnächte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die Träume in diesen Nächten Aufschluß darüber geben, was passieren wird. Es wurden in diesen Nächten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten.

Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten. Es heißt, daß in den Rauhenächten die Seelen der Verstorbenen als wilde Horde, angeführt von Wodan (bzw. nordger. Odin), durch die Luft brausen. Mit dem zu Jul entzündeten Räucherwerk wollte man die verstorbenen Seelen vom Heim fernhalten. Es wird allgemein angenommen, daß vom Rauch dieses Räucherwerkes und des Runen raunens der Name Rauhenächte abgeleitet wurde.“

Im Zuge der Christianisierung wurden diese alten Bräuche von der katholischen Kirche adaptiert. Der Weihenachtstag am 25. Dezember wurde als Geburtstag von Jesus Christus festgelegt und der Tag nach den darauf folgenden 12 Nächten, der 6. Januar, der Tag der “Heiligen drei Könige“, markiert das Ende der Feierlichkeiten. So begehen die Christen bis heute ein uraltes heidnisches Fest, wenngleich sie sich der Ursprünge überwiegend gar nicht bewusst sind.

  

Möge die Zeit zwischen den Jahren der inneren Einkehr, Besinnung und Rückschau dienlich sein. Mit der heute aufgehenden Sonne beginnt ein neuer Jahreskreis und das Licht siegt einmal mehr über die Dunkelheit (Das Weihnachtswunder von 1914 (Videos)).



Literatur:

Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit

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Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?

Geboren in die Lüge: Unternehmen Weltverschwörung

Quellen: PublicDomain/n8waechterblog.wordpress.com am 23.12.2019

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2 comments on ““Zwischen den Jahren“: Die Rauhnächte Zeit der inneren Einkehr, Besinnung und Rückschau

  1. Gorsleben:
    Die Deutschen sind dadurch, dass man ihnen schon frühe den geistigen Boden unter den Füßen wegzog, zu ängstlichen Menschen geworden. Sie fürchten jeden Augenblick durch die wenigen Planken, die den Unterbau noch halten, durchzufallen. Sie sollten sich einmal ruhig fallen lassen. Der Abgrund empfängt sie weich auf dem Grunde ihrer eigenen Seele und es führt ein, wenn auch schmaler, Ausgang auf die blühenden und glücklichen Gefilde ihrer eigenen Geistigkeit.
    Bei germanischer Geschichte herrscht in unserem „Heiligen Römischen Reich“ Funkstille.

  2. Interessant auch, dass die Christianisierung der Germanen vom 4. bis 12. Jahrhundert stattgefunden haben soll, genau in der Zeit des erfundenen Mittelalters.

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