Die große Heuchelei der Energiewende – bis zum Blackout

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Das europäische Stromnetz wird immer instabiler und verletzlicher. Zum einen, weil die Stromnetze wegen der katastrophalen Wirkung bei ihrer Ausschaltung erstklassige Objekte für Cyberattacken abgeben. Und zum anderen, weil der – wünschenswerte und wichtige – Ausbau der alternativen Stromerzeugung aus Wind und Sonnenenergie vor allem in Mitteleuropa ideologie- und nicht technikgetrieben vor sich geht. Und deshalb die Stromnetze in gefährliche Schieflagen bringt.

Ersteres, die Cybergefahr, wird eher im Konfliktfall relevant. Zweiteres, die unintelligent praktizierte Energiewende, ist aber ein sehr ernstes Problem, das gerade über uns hereinbricht – und von der Politik mit dummen, populistisch formulierten Zielen noch befeuert wird.

Als besonders gefährdet gilt da ausgerechnet das Land mit der derzeit größten Ausfallssicherheit: Deutschland. Dort wird in großem Stil die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenkraft ausgebaut. Und gleichzeitig das für diese Energiearten notwendige Back-up zurückgefahren: Die Deutschen wollen binnen weniger Jahre alle Kohle- und Kernkraftwerke schließen.

Das geht so lange gut, solange man den unregelmäßig anfallenden „Flackerstrom“ aus Sonne und Wind mit Kohle- und Atomstromimporten aus Polen, Frankreich und Tschechien stabilisieren kann. Aber auf Dauer kann das eben keiner garantieren.

Und damit sind wir jetzt bei der großen Heuchelei der Energiewende: Die benötigt – mangels ausreichender Speichermöglichkeiten für den Ökostrom – erstens den Ausbau leistungsfähiger Leitungsnetze. Und zweitens das Vorhalten konventioneller Grundlastkapazitäten. In Österreich sind das Gaskraftwerke, woanders eben Kernkraft-, Kohle- oder (wie in Skandinavien) Wasserkraftanlagen.

Beides ist unpopulär: Der Leitungsbau stößt auf endlose Verzögerungen durch Einsprüche, und konventionelle Kraftwerke sind ganz pfui. Die Politik springt da noch mit populistisch formulierten Schwachsinnszielen wie „100 Prozent Ökostrom bis 2035“ auf – von denen jeder, der sich ein bisschen mit der Materie befasst, weiß, dass sie zumindest bis zur Entwicklung entsprechender Möglichkeiten für die großflächige Speicherung von Wind- und Sonnenstrom technisch gesehen Unsinn sind. Außer natürlich die entsprechenden Minister und Ministerinnen.

Wir steuern also aus politisch-ideologischen Gründen in ein völlig unnötiges Blackout-Gefahrenszenario hinein. Eines, das sich vermeiden ließe, wenn man den – wie gesagt notwendigen und sinnvollen – Ausbau der Ökoenergie mit den ebenso notwendigen Maßnahmen in ausreichendem Maß beim Leitungsbau und bei den Back-up-Kapazitäten abfederte.

Aber dafür müssten ideologisch motivierte Träumer in der öffentlichen Diskussion realistisch kalkulierenden Technikern Platz machen. Sonst wird es früher oder später wohl auch hierzulande passieren, dass uns das Licht ausgeht (EEG Fake-Power gefährdet Stromnetz: Stürme kosten Stromkunden Hunderte Millionen).

Es gibt sie wirklich: Die Mega-EEG-Batteriesimulation

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen betreibt eine Internetseite , auf der man sich über die Stromerzeugung und den Stromverbrauch in Deutschland informieren kann (Ohne Stromimport könnten in Deutschland die Lichter ausgehen – Bundesamt plant deshalb Notfallkochbuch!? (Video)).

Nachfolgend wird eine solche Graphik für den Zeitraum 10. bis 20. März 2020 dargestellt:

Wenn man in der obigen Abbildung die rote Verbrauchslinie mit der Summe der Stromerzeugung vergleicht, dann ist die Übereinstimmung zwischen beiden sehr gering. Das wiederum drückt sich in einem erratischen Verlauf beim Strom-Import- und -Export für Deutschland aus, der auf SMARD ebenfalls abgerufen werden kann:

 

Im Zeitraum vom 10. bis 20. März 2020 ergeben sich danach die nachfolgend dargestellten Extreme im kommerziellen Strom-Außenhandel.

Das Maximum im deutschen Erzeugungsüberschuss fällt auf den 15. März 2020 mit einem Stromexport von knapp 15 Gigawattstunden (GWh) um 8.00 Uhr:

Und am 14. März 2020 mussten um 4.00 Uhr morgens knapp 9 GWh Strom importiert werden:

Es darf nicht zu viel und nicht zu wenig Erzeugungsleistung im Netz vorhanden sein, um die Netzfrequenz bei 50 Hertz stabil halten zu können. Stromerzeugung und -verbrauch müssen sich also jederzeit die Waage halten, um einen Blackout zu vermeiden (Stromnetz: Düsteres Szenario – droht Deutschland am 15. Januar 2020 eine Versorgungs-Katastrophe?).

Das Problem bei Just-in-Time Produkten wie elektrischem Strom ist nun, dass sowohl die Käufer als auch die Verkäufer diesen zwingenden zeitlichen Zusammenhang kennen, wenn man kaufen oder verkaufen muss. Man zahlt deshalb bei jedem unnötigen Handel drauf, egal, ob man gezwungen ist, dringend erforderlichen zusätzlichen Strom zu kaufen oder zufällig erzeugten „unverbrauchbaren“ Strom zu verkaufen.

Unsere Nachbarländer simulieren also eine riesige kostenpflichtige Mega-EEG-Batterie, an die wir unseren Strom billig verkaufen oder für dessen Abnahme sogar noch zuzahlen, und von der wir dann umgekehrt Strom teuer zukaufen können, wenn Wind und Sonne plötzlich schlappmachen.

Das ist kein wirklich nachhaltiges und zukunftweisendes Geschäftsmodell für die sichere und kostengünstige Stromversorgung einer Industrienation…



Literatur:

Welt am Limit: Elf Episoden, um sie um den Schlaf zu bringen

Freie Energie – Die Revolution des 21. Jahrhunderts

Das Freie-Energie-Handbuch: Eine Sammlung von Patenten und Informationen (Edition Neue Energien)

Quellen: PublicDomain/eike-klima-energie.eu/diepresse.com am 25.03.2020

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