Gesundheit: So erkennen Sie, ob Sie zu wenig Wasser trinken

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Trinken Sie ausreichend Wasser? Oft vergisst man es und trinkt stattdessen Kaffee, Säfte, Milchgetränke oder Softdrinks, die aber nicht dieselbe Wirkung haben wie Wasser. Wassermangel ist die Folge und kann eine wichtige Mitursache vieler chronischer Erkrankungen sein. An den folgenden Anzeichen erkennen Sie, ob Sie zu wenig Wasser trinken.

Die Symptome für Wassermangel: Wie Sie erkennen, ob Sie genügend Wasser trinken

Wassermangel ist ungesund und kann zahlreiche Symptome verursachen. Meist denkt man bei diesen Symptomen und Anzeichen nicht im Ansatz an einen Wassermangel, sondern doktert mit allerlei Hilfsmitteln daran herum, im schlimmsten Fall mit Medikamenten. Dabei könnte die „Therapie“ oft ganz einfach sein: Regelmässig ein Glas Wasser trinken!

Da die meisten Ärzte eher nicht nach Ihrem Wasserkonsum fragen werden (wenn Sie nicht gerade eine Nierenproblematik haben), wäre es hilfreich, wenn Sie selbst erkennen könnten, ob Sie genügend Wasser trinken und ob Ihre Beschwerden möglicherweise auf einem Wassermangel beruhen.

Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!

Der iranische Arzt Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj (1931 – 2004) schrieb Anfang der 1990er Jahre das Buch „Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!“ Darin berichtet er von seinen Erlebnissen während seines dreijährigen Aufenthalts als politischer Gefangenener im Teheraner Evin Prison.

Als im Laufe der Jahre immer wieder Mitgefangene erkrankten (insbesondere an Magenschmerzen) und er ihnen mangels Medikamenten nur Wasser zu trinken geben konnte, entdeckte er die enorme Heilkraft von Wasser. Zwei Gläser Wasser genügten – und die Schmerzen der Gefangenen waren nach wenigen Minuten weg.

Die weitere Therapie lautete sodann, alle drei Stunden zwei Gläser Wasser zu trinken, was dazu führte, dass die Schmerzen nicht wieder zurückkehrten. Batmangelidj führte nach seiner Entlassung seine Forschungen zum Thema Wasser weiter und erlebte immer wieder, dass Wasser viele der heute so weit verbreiteten Krankheiten bessern oder sogar heilen konnte.

Trinken Sie ein Glas Wasser – dann zeigt sich, ob Sie noch krank sind

Professor Dr. Karl J. Probst – naturheilkundlicher Arzt, Referent und Buchautor – bestätigte die Aussagen von Batmangelidj bei einem Vortrag in Stuttgart im Jahr 2002, als er von der Gewohnheit mancher israelischer Ärzte erzählte, die ihren Patienten im Wartezimmer erst einmal ein grosses Glas Wasser zu trinken geben und eine halbe Stunde abwarten. Bei vielen Patienten würden sich schon allein dadurch die Beschwerden so massiv bessern, dass sie die Praxis wieder verlassen könnten, ohne den Arzt überhaupt gesehen zu haben.

Natürlich gibt es auch andere Ursachen für Unwohlsein und Krankheiten. Dennoch weisen die Erlebnisse der genannten Ärzte und auch vieler Patienten darauf hin, dass Wassermangel weiter verbreitet sein könnte, als man ahnt.

Probieren Sie es am besten selbst einmal aus! Sollten Sie bereits an einer chronischen Erkrankung leiden oder auch plötzlich akute Beschwerden entwickeln wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Erkältungssymptome, Blähungen, Magenschmerzen, Sodbrennen oder was auch immer, dann trinken Sie verstärkt Wasser!

Kaffee, Schorle und Bier können Wasser nicht ersetzen

Dieser Tipp gilt natürlich insbesondere für Menschen, die bisher wenig Wasser getrunken haben – und stattdessen lieber Softdrinks, Schorle, Säfte, Kaffee, Milchgetränke oder sogar alkoholische Getränke konsumierten. Ja, aufgrund dieser Getränkevorlieben gibt es sehr viele Menschen, die niemals Wasser trinken.

Der Mensch besteht jedoch zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser und nicht aus Kaffee, Cola oder Buttermilch und auch nicht aus Bier. Nun gibt es zwar immer wieder Studien, die zeigen, dass Kaffee durchaus auch als Flüssigkeitslieferant dienen kann und nur bei hohen Trinkmengen (mehr als 1,2 Liter) dehydriert (dem Körper Wasser entzieht) (1, 2). Dennoch gibt es deutliche Unterschiede zwischen Wasser und Kaffee (oder anderen Getränken).

Machen Sie Ihre eigene Studie: Welches Getränk kann heilen?

Machen Sie dazu einfach Ihre eigene Studie: Trinken Sie immer, wenn Sie an Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Sodbrennen, aufkommenden Erkältungen oder anderen der nachfolgend aufgeführten Beschwerden leiden, zwei grosse Tassen Kaffee, zwei grosse Gläser Bier, zwei grosse Gläser Trinkjoghurt mit Erdbeergeschmack oder aber zwei grosse Gläser Wasser – und beobachten Sie, wie es Ihnen geht, sowohl kurzfristig als auch langfristig!

Die Beobachtung der langfristigen Wirkung ist besonders bei Kaffee wichtig, da dieser mit Koffein eine psychoaktive Substanz enthält, also eine Droge, die selbstverständlich sofortige Wirkung zeigt (Wohlgefühl hervorruft, wach macht, konzentriert macht, abführt etc.), ohne jedoch dabei das wirkliche Bedürfnis des Körpers zu berücksichtigen.

Denn Koffein wirkt nicht, weil der Körper gerade an einem Koffeinmangel leidet (ausser bei koffeinentzugsbedingten Kopfschmerzen, was jedoch Zeichen einer bereits vorliegenden Sucht ist), sondern weil es aufputscht und den Körper in Stress versetzt. Im November 2017 ergab eine Studie, dass Koffein sogar auf Zellebene Stress verursacht, nämlich den Oxidativen-Stress-Pegel erhöht. Oxidativer Stress aber gilt als eine wichtige Ursache sämtlicher chronischer Erkrankungen.

Diese Beschwerden können auf Wassermangel hindeuten

Im Grunde kann Wassermangel bei allen Beschwerden ursächlich beteiligt sein und diese verschlimmern oder eine Genesung erschweren. Von einem Wassermangel oder einer Dehydrierung spricht man übrigens, wenn bereits 1 bis 3 Prozent des Körpergewichts in Form von Wasser verloren gegangen sind und nicht mehr nachgefüllt werden.

Nachfolgend stellen wir daher nur eine Auswahl an Symptomen und Krankheiten vor, die auf einen Wassermangel hindeuten könnten und erklären, warum Wasser jeweils lindernd wirken kann:

Trinken Sie bei Mundgeruch mehr Wasser!

Wasser ist für die Speichelproduktion erforderlich – und ausreichend Speichel ist nötig, um Mundgeruch zu verhindern. Wer regelmässig Wasser trinkt, spült damit ausserdem immer wieder die Mundhöhle und sorgt dort für ein gesundes Milieu. Schädliche Bakterien können sich nicht mehr so leicht ansiedeln, Zähne und Zahnfleisch bleiben gesund.

Fehlt Wasser, dann nehmen schädliche Bakterien überhand, vermehren sich in den Zahnfleischtaschen, führen zu entzündlichen Prozessen und bilden einen Belag auf der Zunge. Schnell entwickelt sich Mundgeruch. Selbst die beste Zahnhygiene kann hier nichts mehr ausrichten, wenn nicht endlich erkannt wird, dass der Körper an Wassermangel leidet und einfach nur mehr Wasser benötigt.

Die erste Massnahme bei Mundgeruch heisst daher: Mehr Wasser trinken! Erst wenn dieser Schritt nach einigen Tagen keine Besserung bringt, kann man sich auf die Suche nach weiteren möglichen Ursachen begeben. Natürlich wäre es ideal, wenn Sie nicht nur Ihre Trinkgewohnheiten änderten, sondern auch Ihre Ernährung umstellen. Denn eine ungünstige Ernährung ist ebenfalls sehr oft Auslöser von Mundgeruch.

Bei chronischer Müdigkeit und Konzentrationsschwäche mehr Wasser trinken

Blut besteht zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser. Wie also soll Ihr Blut fliessen, wenn Sie nicht genügend trinken? Bei Wassermangel geht daher das Blutvolumen im Körper zurück. Ihr Blut schrumpft also praktisch und wird dickflüssig (3). Ein dickes Blut aber bedeutet, dass Ihr Herz mehr pumpen muss, den Blutdruck also erhöht, um das zähe Blut in gewohnter Geschwindigkeit durch den Kreislauf zu schicken und nach wie vor alle Organe mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Gelingt dies nicht, leiden die Organe an Sauerstoffmangel. Besonders zügig spürt man den Sauerstoffmangel des Gehirns und der Muskeln. Man wird müde, ist nicht mehr konzentrationsfähig und hat auch keine Motivation mehr, sich zu bewegen (5, 7 – 13). Wenn Sie also ständig müde sind oder an Konzentrationsschwäche leiden, überprüfen Sie Ihre Trinkgewohnheiten und trinken Sie u. U. mehr Wasser.

Testen Sie auch einmal, statt des obligatorischen Kaffees zum Aufputschen einfach einmal ein Glas Wasser zu trinken und zu schauen, ob dieses nicht ebenfalls schon helfen kann – ganz ohne Koffein.

Bluthochdruck kann ein Zeichen für Wassermangel sein

Schon im vorigen Abschnitt wird erklärt, wie Wassermangel den Blutdruck erhöhen kann. Eine höhere Viskosität des Blutes erhöht natürlich nicht nur den Blutdruck, sondern erhöht in Folge ausserdem das Risiko für Gefäss- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Thrombosen oder Embolien.

Wenn Sie also an hohem Blutdruck leiden oder anderen Herz-Kreislauf-Beschwerden, auch an Krampfadern oder einem hohen Cholesterinspiegel, dann trinken Sie mehr Wasser! Denn Wassermangel ist eine wichtige Mitursache all dieser Beschwerden.

Denken Sie daran, bei fortgeschrittenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorab Ihren Arzt zu fragen, wie viel Wasser Sie täglich trinken dürfen. Beginnen Sie unter Umständen erst langsam mit der Erhöhung Ihres Wasserkonsums, damit sich Ihr Kreislauf, Ihr Herz und Ihre Nieren erst wieder daran gewöhnen können.

Bei Kopfschmerzen und Migräne hilft häufig Wasser trinken

Schon ein geringfügiger Wasserverlust von 1 bis 3 Prozent des Körpergewichts kann etliche Funktionen des Gehirns beeinträchtigen und Kopfschmerzen sowie Migräneattacken begünstigen oder sogar auslösen (14, 15).

Ja, Kopfschmerzen gilt sogar als eines der häufigsten Symptome für eine Dehydrierung, wie eine Studie aus dem Jahr 2018 ergab (14). Darin entwickelten 40 Prozent der fast 400 Teilnehmer Kopfschmerzen, wenn sie zu wenig Wasser tranken.

Bei Sportlern beobachtete man in einer entsprechenden Untersuchung, dass schon ein Flüssigkeitsverlust von 1,4 Prozent nach dem Training sowohl die Stimmung als auch die Konzentrationsfähigkeit in den Keller fallen liess und zudem die Häufigkeit von Kopfschmerzen erhöhte (6).

Gleichzeitig liegen bereits Studien vor, die zeigen, dass sich Kopfschmerzen und Migräne mit Hilfe von Wasser bessern lassen, beispielsweise eine Studie von 2012, für die 102 männliche Migräne-Patienten täglich 1,5 Liter Wasser zu sich nahmen und daraufhin 47 Prozent signifikante Verbesserungen ihrer Migräne erlebten. In der Kontrollgruppe (die nicht so viel Wasser trank) berichteten nur 25 Prozent der Patienten von einer Verbesserung (16).

Wenn Sie Kopfschmerzen haben, trinken Sie daher zunächst einmal (bevor Sie zur Kopfschmerztablette greifen) zwei grosse Gläser Wasser und im Abstand von zwei bis drei Stunden weitere zwei grosse Gläser. Bei Migräne gehen Sie genauso vor.

Wenn Sie generell zu Kopfschmerzen oder Migräne neigen, gewöhnen Sie sich die unten aufgeführten Regeln zum richtigen Wassertrinken an. Sie werden bald die ersten Effekte bemerken!

Trinken Sie bei geschwächtem Immunsystem und erhöhter Infektanfälligkeit mehr Wasser

Wasser dient im Körper als wichtiges Transportmittel. Es versorgt in Form von Blut nicht nur jede Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es dient auch der Entgiftung und Ausleitung über die Lymphflüssigkeit. Nur mit ausreichend Wasser im Körper können Giftstoffe, Stoffwechselabfallprodukte, entlarvte Krebszellen, schädliche Bakterien oder auch überflüssige Mineralien und Vitamine schnell ausgeleitet werden.

Gelingt dies mangels Wasser nur noch beschwerlich oder unvollständig, kommt es zu einer deutlichen Schwächung und Überlastung des gesamten Körpersystems, da nun ein Teil der schädlichen Stoffe im Körper verbleibt. Die körpereigenen Entgiftungskapazitäten sind schneller erschöpft, das Immunsystem arbeitet nicht mehr mit voller Kraft und der Mensch wird anfällig für allerlei Krankheiten – sowohl für akute Infekte wie auch langfristig für chronische Beschwerden.

Wenn Sie also mit einfachen Mitteln Ihr Immunsystem entlasten, Ihre körpereigene Entgiftung fördern und/oder eine erhöhte Infektanfälligkeit bekämpfen möchten, dann trinken Sie mehr Wasser!

Bei chronischer Verstopfung unbedingt mehr Wasser trinken

Eine gute Versorgung mit Wasser fördert sehr gut die Darmtätigkeit und damit die Verdauung. Wenn Sie aber vergessen, genügend Wasser zu trinken, stellt sich rasch eine Verstopfung ein, da Ihr Körper bei Wassermangel so viel Wasser wie möglich aus dem Stuhl zieht, um sich so im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten zu können. Der Stuhl trocknet ein und wird hart, was eine Ausscheidung deutlich erschwert (17, 18).

Bevor Sie bei Verstopfung also zu einem Abführmittel greifen, erhöhen Sie zunächst Ihre tägliche Wassertrinkmenge. Oft genügt schon allein diese Massnahme, um die Darmperistaltik anzuregen, Ballaststoffe aufquellen zu lassen, das Volumen des Stuhls zu erhöhen und so zu einem leichten Stuhlgang zu führen.

Besonders magnesium- und auch natriumreiche Mineralwässer können bei hartnäckiger Verstopfung Erleichterung bringen (19, 20).

Auch bei Blähungen hilft es häufig bereits, ab sofort Wasser zu trinken und andere Getränke (wie Kaffee, Säfte, Softdrinks etc.) zu streichen.

Ein schlechtes Hautbild kann auf Wassermangel hindeuten

Jede Zelle ist mit Wasser gefüllt – und schrumpft immer weiter, wenn zu wenig Wasser getrunken wird. Besonders gut erkennt man das an den Hautzellen. Denn die Haut wird schneller trocken und faltig, wenn zu wenig Wasser getrunken wird. Es bilden sich feine Linien und die Haut verliert ihre Elastizität. Erinnert man sich dann an die täglichen sechs Gläser Wasser, blüht die Haut nicht selten wieder auf. Die Hautzellen füllen sich mit Flüssigkeit und die Haut wirkt jünger und glatter.

Aus den Hautzellen können jetzt viel besser Gifte und Stoffwechselschlacken ausgeleitet werden, was sodann auch zu einer Verbesserung von Hautproblemen führt, wie Unreinheiten oder sogar Akne.

Da Hautprobleme oft auch auf eine ungesunde Darmsituation mit gestörter Darmflora hinweisen und regelmässiges Wassertrinken sich so positiv auf die Verdauung und Darmgesundheit auswirkt, kann Wasser auch über den Umweg Darm das Hautbild sehr gut beeinflussen.

Bei Heisshunger auf Süsses erst einmal Wasser trinken

Wenn Sie zu wenig Wasser trinken, kann es zu Heisshunger auf Süsses und andere kohlenhydratreiche Lebensmittel kommen. Denn Wassermangel führt dazu, dass es dem Körper schwer fällt, seine Kohlenhydratvorräte (Glykogen) wieder in Glucose zurück zu verwandeln. Die Wahrscheinlichkeit für Unterzuckerphasen steigt – und es können sich die üblichen Heisshungerattacken bemerkbar machen.

Trinken Sie daher bei Lust auf Schokoriegel, Donuts, Kekse, Bonbons etc. erst einmal ein Glas Wasser. Dann warten Sie 10 Minuten und überlegen in dieser Zeit, ob es nicht sinnvoller sein könnte, jetzt die nächste gesunde Mahlzeit zu planen, statt der Gier auf einen ungesunden Snack nachzugeben – eine Massnahme, die selbstverständlich auch sehr gut zur Gewichtskontrolle beiträgt.

Bei Übergewicht künftig regelmässig Wasser trinken

Das regelmässige Wassertrinken hilft eindeutig beim Abnehmen – und zwar aus ganz verschiedenen Gründen. Einige haben wir oben schon aufgeführt, etwas die Förderung der Verdauung und die Eindämmung von Heisshungerattacken.

Wenn Sie mehrmals täglich ein Glas Wasser trinken, dann fördert dies ausserdem Ihr Sättigungsgefühl und kurbelt den Stoffwechsel an. In einer Studie von 2013 beispielsweise tranken 50 übergewichtige junge Frauen täglich zusätzlich dreimal täglich jeweils 500 ml Wasser – und zwar immer vor den Mahlzeiten, 8 Wochen lang. Die Massnahme führte zu einer signifikanten Gewichtsabnahme und auch zu einer Reduzierung des Körperfettanteils (21).

Der Zeitpunkt für das Trinken von Wasser zum Zweck der Gewichtsabnahme ist offenbar sehr wichtig. Denn Untersuchungen zeigten, dass das Wassertrinken besonders dann effektiv ist, wenn man es eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten praktiziert (22, 23).

In einer Studie von 2010 tranken die Abnehmwilligen genau wie in obiger Studie vor den Mahlzeiten jeweils einen halben Liter Wasser. Sie verloren im Laufe von 12 Wochen 44 Prozent mehr Gewicht als die Kontrollgruppe, die vor den Mahlzeiten kein Wasser tranken (24).

Häufige Harnwegsinfekte sowie Blasen- und Nierensteine können Anzeichen für Wassermangel sein

Wenn Sie dehydriert sind, also zu wenig Wasser trinken, dann halten Ihre Nieren so viel Wasser zurück wie möglich, um wenigstens ihre eigenen Funktionen aufrechtzuerhalten. Ist nicht einmal mehr dazu genügend Wasser da, können sich viel leichter Nierensteine entwickeln.

Auch die Blase kann nicht mehr richtig gespült werden, wenn zu wenig Wasser getrunken wird. Bakterien können sich ansiedeln und Harnwegsinfekte können sich entwickeln. Genauso können Blasensteine entstehen.

Wenn Sie wenig Wasser trinken, dann nimmt Ihr Urin eine dunkle Farbe und auch einen strengen Geruch an. Sobald Sie wieder regelmässig Wasser trinken, wird der Urin nahezu geruch- und farblos und Ihr Risiko auf Nieren- und Blasensteine sowie auf Harnwegsinfekte sinkt gegen annähernd Null!

Hinweis: Wenn Sie Vitamin-B-Präparate einnehmen, bleibt der Urin leuchtend gelb. (Natürlich gibt es auch Lebensmittel oder Medikamente, die das Erscheinungsbild des Urins verändern können, z. B. Rote Beeten (rötlicher Urin) oder das Schmerzmittel Indometacin (grüner Urin)).

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Vermeiden Sie Wassermangel auf Autofahrten

Wer eine längere Autofahrt vor sich hat, neigt dazu, wenig zu trinken, um die nicht immer angenehmen Toiletten an Raststätten zu vermeiden. Nun weiss man aber, dass nicht nur Müdigkeit und das Auslassen von Pausen die Gefahr für Unfälle erhöht, sondern auch Wassermangel. In einer Studie aus dem Jahr 2015 zeigte sich, dass Dehydrierung bei längeren Autofahrten zu Fahr- und Konzentrationsfehlern führte und damit das Risiko für Unfälle erhöhte (4).

Trinken Sie also auch während einer Autofahrt regelmässig ausreichend Wasser, da andernfalls ein (vermeidbarer) Unfall Ihre Gesundheit (und die anderer Verkehrsteilnehmer) gefährden könnte.

Die Regeln für richtiges Wassertrinken

Was versteht man nun unter richtigem Wassertrinken? Wie viel sollte man täglich trinken, um gut mit Wasser versorgt zu sein? Meist liest man, man solle unbedingt xy Liter Wasser täglich trinken. Doch sind pauschale Literangaben eher nicht hilfreich, da jeder Mensch in unterschiedlichen Situationen einen anderen Wasser- und Trinkbedarf hat.

Der individuelle Wasserbedarf hängt u. a. von den folgenden Faktoren ab:

  • Vom Wassergehalt Ihrer Ernährung (Wer reichlich Salate, Gemüse und Früchte isst, benötigt weniger Wasser)
  • Vom Salz- und Würzegehalt Ihrer Ernährung (Salz und Würzmittel erhöhen den Wasserbedarf)
  • Vom Zuckergehalt Ihrer Ernährung (Zucker macht durstig)
  • Von der Temperatur (Schwitzen erhöht den Wasserbedarf)
  • Von Ihrer Aktivität (Ruhe, Sport, Arbeit etc.)
  • Von Ihrem Gesundheitszustand (je schlechter es Ihnen geht, umso höher ist häufig der Wasserbedarf)

Zur groben Orientierung könnten die folgenden Empfehlungen dienen:

  • Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Wasser am Tag bzw. 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht und erhöhen Sie diese Menge bei Hitze, Sport, wasserarmer oder stark gewürzter Kost und auch bei Krankheit.
  • Trinken Sie bei Gelüsten auf Genussmittel (Zucker, Alkohol, Koffein) oder Zigaretten zuerst ein Glas Wasser, dann warten Sie 10 Minuten ab. Meist verschwindet dann die Lust auf das jeweilige Genussmittel.
  • Beginnen Sie den Tag nicht mit Kaffee, sondern einem Glas Wasser (200 bis 250 ml Wasser).
  • Immer wenn Sie Lust auf ein beliebiges anderes Getränk haben, trinken Sie ein Glas Wasser. Wenn Sie bei dem Gedanken Panik bekommen, ab sofort bis an Ihr Lebensende statt Kaffee oder Bier nur noch Wasser trinken zu müssen, dann testen Sie diese Idee einmal kurweise für z. B. 10 Tage und beobachten, wie es Ihnen damit geht.
  • Wenn Sie Kaffee, Alkohol, Softdrinks oder Säfte trinken, trinken Sie anschliessend (oder zu einem anderen Zeitpunkt des Tages) immer auch dieselbe Menge an Wasser, um das schädliche Potential dieser Getränke zu kompensieren.
  • Trinken Sie Ihre veranschlagte Tagesration Wasser nicht auf einmal, trinken Sie also beispielsweise nicht 2 Liter Wasser am Morgen, um dann nicht mehr ans Wassertrinken denken zu müssen. Trinken Sie stattdessen Ihre Tagesration gleichmässig auf mehrere Portionen über den Tag verteilt, z. B. alle drei Stunden ein 250-ml-Glas. Notfalls richten Sie sich eine Erinnerung am Computer oder Smartphone ein.
  • Schütten Sie auch die Menge von 250 ml nicht einfach in sich hinein. Trinken Sie möglichst langsam.
  • Erhöhen Sie die Menge gesunder wasserreicher Lebensmittel, essen Sie also mehr Gemüse, Salate und Früchte.
  • Würzen und salzen Sie nicht mehr so viel!
  • Reduzieren Sie Süssmittel!
  • Trinken Sie gutes Wasser, etwa hochwertiges Quellwasser oder auch Leitungswasser, wenn Sie in einer Region mit gutem Leitungswasser leben oder gefiltertes Leitungswasser.
  • Ihr Trinkwasser kann durchaus Kohlensäure enthalten, wie wir in unserem Artikel über die Vor- und Nachteile von Kohlensäure beschrieben haben.
  • Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Körper! Spüren Sie selbst, wann und wie viel Wasser Sie benötigen. Bleiben Sie bei speziellen Gelüsten kritisch und überlegen Sie, ob es Ihr Körper ist, der gerade einen Espresso, einen Glühwein oder ein Glas Saft braucht oder ob es nicht viel mehr eine Gewohnheit ist oder die Gier Ihres Belohnungszentrums im Gehirn nach Stimulation.
  • Erinnern Sie sich selbst immer wieder daran, etwas Wasser zu trinken!

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Muss man dauerhaft viel Wasser trinken?

Die obigen Tipps bedeuten nicht, dass man sich zum Wasser trinken zwingen soll oder zeitlebens alle drei Stunden ein Glas Wasser trinken muss. Es geht vielmehr um eine achtsame Versorgung des Körpers mit der individuell erforderlichen Wassermenge.

Wenn Sie erst einmal entgiftet sind, wenn sich Ihre Beschwerden gebessert und Sie Ihr Wunschgewicht erreicht haben und wenn Sie überdies Ihre Ernährung optimiert haben (wasserreicher, salzärmer, vitalstoffreicher), dann benötigen Sie auch nicht mehr so viel Wasser und müssen nicht mehr akribisch darauf achten, regelmässig zu trinken.

Auch werden Sie nach einigen Wochen oder Monaten mit den obigen Tipps langsam wieder automatisch die richtige Wassermenge zu sich nehmen, da Sie verstärkt auf die Signale Ihres Körpers achten und diese auch richtig als Durst auf Wasser deuten (und nicht etwa als Hunger oder als Durst auf alkoholische Getränke, Softdrinks o. ä.).

Unsere Tipps sollen Ihnen also helfen, den Übergang zu einem gesunden Miteinander mit Ihrem Körper problemlos zu bewerkstelligen.

Eine Wasser-Überdosis ist sehr unwahrscheinlich

Oft wird im Zusammenhang mit Wasser vor einer Wasservergiftung gewarnt, die schliesslich tödlich verlaufen soll. Meist werden dann die wenigen weltweit existierenden Fallberichte angeführt, die den Tod von Personen nach dem Konsum absolut riesiger Wassermengen beschreiben. Der Tod durch zu viel Wasser ist also extrem selten und wird niemanden betreffen, der sich an den oben empfohlenen Tipps orientiert.

Berichtet wird von Wettopfern, von psychiatrisch Kranken, von Sportlern (die in kurzer Zeit zu viel Wasser trinken, ohne an eine gleichzeitige Zufuhr von Mineralien zu denken) oder von Fällen der Kindesmisshandlung (wenn Kinder gezwungen werden, grosse Wassermengen zu trinken).

Um sich (oder andere) mit Wasser zu vergiften, muss man mehr trinken, als die Nieren verarbeiten und ausleiten können. Dabei spielt nicht nur die Wassermenge eine Rolle, sondern auch der Zeitraum, in dessen Verlauf das Wasser getrunken wird.

Koreanische Forscher schrieben im Jahr 2013 in einem ausführlichen Fallbericht zu diesem Thema im Fachjournal Annals of Pediatric Endocrinology & Metabolism, dass die Nieren pro Tag um die 24 Liter ausleiten können, aber pro Stunde nicht mehr als etwa 0,8 bis 1 Liter (25).

Es ist also möglich, unbeschadet 10 Liter Wasser im Laufe eines Tages zu trinken, während es in der Tat gefährlich werden kann, 3 bis 4 Liter Wasser innerhalb z. B. einer halben Stunde zu trinken.

Dann nämlich verdünnt das Wasser den Mineralstoffspiegel im Körper, insbesondere den Natriumspiegel so stark, dass es zu einer Hyponatriämie kommt (Natriummangel bei weniger als 135 mEq/l Natrium im Blut). Jetzt kann es zu einem tödlichen Anschwellen des Gehirns kommen oder aber auch zu einer eingeschränkten Kontraktionsfähigkeit der Muskeln. Da das Herz ebenfalls ein Muskel ist, kann es zu einem Stillstand desselben kommen.

Fallberichte liegen z. B. von Soldaten vor, die Symptome einer Hyponatriämie zeigten, weil sie mindestens 1,9 Liter Wasser pro Stunde tranken (26), von einer 9,6-Jährigen, die von ihrem Stiefvater gezwungen wurde, innerhalb von 1 bis 2 Stunden 3,6 Liter Wasser zu trinken (25) und von tödlichen Verläufen beim Trinken von 10 bis 20 Litern Wasser innerhalb weniger Stunden (27).

Sie sehen, dass es sich hierbei um unnatürlich hohe Wassermengen handelt, die kaum jemand zu sich nehmen wird, so lange er nicht dazu gezwungen wird und im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist.

Verweise als PDF.

Literatur:

Krebserreger entdeckt!: Die verblüffenden Erkenntnisse einer russischen Forscherin

Cannabis gegen Krebs: Der Stand der Wissenschaft und praktische Folgerungen für die Therapie

Krebs und Homöopathie: Natürliche Hilfe bei den häufigsten Nebenwirkungen von Chemo-, Strahlentherapie und Operation

Reinigung der inneren Organe: Entschlacken und entgiften Sie Ihren Körper

Quellen: PublicDomain/zentrum-der-gesundheit.de am 26.09.2020

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One thought on “Gesundheit: So erkennen Sie, ob Sie zu wenig Wasser trinken

  1. Es ist nicht ein menschlicher Organismus wie der andere. – Ich kenne zwei Menschen, die kommen mit einem halben bis 3/4 l Wasser am Tag aus. – Vielleicht trinken sie noch die eine oder andere Tasse Kaffee oder Tee, aber sie liegen weit unter der empfohlenen täglichen Trinkmenge. – Dennoch sind sie gesund und vital. – Beide sind in ihrem Sternzeichen und Aszendenten Luftzeichen und es ist mir schon öfters im Freundeskreis aufgefallen, dass die meisten Luftzeichen sehr wenig Wasser benötigen – im Gegensatz zu den Wasserzeichen z. B., die meistens viel Wasser und auch Tee trinken über den Tag.

    Es gibt da wie beim Essen auch keine einheitliche Regel für alle Menschen. – Jeder Mensch sollte da auf den eigenen Organismus hören.

    Alte Menschen verlieren oft das Durstgefühl – in diesem Fall ist die Regel “Ein Glas Wasser pro Stunde oder eineinhalb Stunde” (je nachdem wie lange sie wach sind) sinnvoll. Das Glas kann dann in einem oder jeweils in Schlucken nach und nach getrunken werden – dann kommen sie auf die erforderliche Flüssigkeitsmenge. – Doch auch diese Regel sollte als +/- verstanden werden, denn auch im Alter braucht der eine Mensch mehr, der andere weniger Flüssigkeit.

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