Sollte die Anklage gegen den Gründer des Corona-Untersuchungsausschusses zusammenfallen und es zu einem Freispruch kommen, haben die Ankläger zumindest ein Ziel erreicht, nämlich seine Vernichtung seiner beruflichen Existenz.
Michael Ballweg und Reiner Fuellmich haben sich für die Freiheit und die Rechte der Bürger eingesetzt und werden nun hart dafür bestraft. Das zeigt, dass es bei Corona in Wahrheit nicht um den Schutz der Bevölkerung vor einem vermeintlich gefährlichen Virus ging, sondern um die Implementierung einer Autokratie; sonst wäre die Regierung nicht so massiv gegen Kritiker vorgegangen.
Der Corona-Untersuchungsausschuss wurde Mitte 2020 von Reiner Fuellmich, Viviane Fischer, Antonia Fischer und Justus Hoffmann als Online-Video-Podcast gegründet, um die während der Coronakrise entstandenen rechtlichen Fragen mit wissenschaftlichen Experten in Live-Sitzungen zu erörtern.
Ziel des Ausschusses war, alternative Meinungen zur offiziellen Corona-Politik´, die von vielen Menschen als problematisch empfunden wurde, in den öffentlichen Diskurs einzubringen.
Die Mitstreiter sollten den Grundsätzen wissenschaftlicher Evidenz verpflichtet sein und ohne persönliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Interessenkonflikte eine sachliche Diskussion führen.
Da der Corona-Untersuchungsausschuss in der Öffentlichkeit und in politischen Kreisen auf teils breite Ablehnung stieß, befürchtete Fuellmich Kontensperrungen. Aus diesem Grund kaufte der Göttinger Anwalt Gold im Wert von rund 1,1 Million Euro.
Um auf Nummer sicher zu gehen, ließ sich Fuellmich außerdem nach Absprache mit Viviane Fischer zwei Darlehn über 200.000 und 500.000 Euro für ein Jahr auf sein Privatkonto überweisen.
Von Untreue kann also keine Rede sein. Die Transkationen dienten lediglich der Sicherheit, um mögliche Kontensperrungen, die gegen Systemkritiker heute leider keine Seltenheit mehr sind, vorzubeugen.
Vor wenigen Tagen gab es erneut Anlass zu Sorge. Kurz vor seinem 67. Geburtstag veröffentlichte Reiner Fuellmich über die Internet-Plattform Bittel TV eine Sprachnachricht, in der er unter anderem über seinen Prozess berichtet hat und über die Fortschritte der Corona-Aufarbeitung, die ihn auf einen positiven Ausgang des Prozesses hoffen lassen. Fuellmich sagte:
„Diese Entwicklung spiegelt sich in meinem Strafverfahren wider. Hier ist auf der einen Seite das offizielle Narrativ zusammengebrochen, denn die Beweisaufnahme hat ergeben, was schon der Inhalt der – wenngleich unvollständigen – Ermittlungsakte nahelegt.
Das mir vorgeworfene Darlehn nahm ich allein geschäftsführungsbefugter Geschäftsführer des Corona-Ausschusses auf, um einen Teil der Spendengelder vor einem unmittelbar drohenden willkürlichen Zugriff ausgerechnet derjenigen staatlichen Behörden zu schützen, die uns als willfährige Marionetten in die Pandemie getrieben hatten.
Und ich war von Anfang an bereit und auch in der Lage, dieses Darlehen zurückzuzahlen. Bei den Behauptungen in der Strafanzeige, die von der Staatsanwaltschaft trotz massiver Hinweise darauf, dass sie erfunden waren, ungeprüft übernommen wurden, handelt es sich um frei erfundene Lügengeschichte.
Die auf der Grundlage dieser Strafanzeige beruhende Anklage ist in sich zusammengebrochen. Die Oberstaatsanwältin, welche den Fall zuvor, und zwar weniger als ein halbes Jahr zuvor, begutachtet hatte und alle Fakten gesehen hatte, die auch jetzt relevant sind, hatte sich zu recht geweigert, strafrechtliche Ermittlungen auch nur einzuleiten, weil nämlich, so hat sie ja festgestellt, keine strafbaren Handlungen erkennbar waren.“

Das Recht auf einen Verteidiger verweigert
Das Audio wurde am 29. April 2024 aufgenommen und einen Tag später um 20.00 Uhr auf der Internet-Plattform Bittel TV – einfach anders gesendet. Wenige Tage später wurde der Göttinger Anwalt in einen anderen Trakt der JVA Rossdorf in eine Einzelzelle gesperrt.
Das teilte Fuellmichs Verteidigerin Katja Wörmer in einem Interview StreamPunks mit. Wörmer zeigte sich empört und sagte:
„Es ist etwas Unglaubliches passiert, man glaubt kaum, dass das in Deutschland möglich ist. Ja, ich bin bisher von einem Rechtsstaat ausgegangen, möglicherweise haben wir den auch teilweise noch, aber was sich leider in diesem Mandat ereignet, muss doch mehr zu Kritik und Zweifeln Anlass geben.“
Weiter teilte die Verteidigerin mit, dass die Zelle ihres Mandanten durchsucht und geräumt wurde und er zunächst ohne weitere Begründung in eine Einzelzelle in der Auffangstation gebracht wurde. Wörmer:
„Man hat alles durchsucht, man hat nach einem Handy oder einem Aufnahmegerät bei ihm durchgesucht, und er wurde isoliert. Er wurde das ganze Wochenende isoliert. Man hat ihm nicht erlaubt, mit seinen Anwälten zu sprechen, mit mir oder meinem Kollegen Miseré.
Also das ist für mich, Entschuldigung, das ist für mich wirklich das Schockierendes. In Deutschland hat man immer in jeder Situation, auch bei der polizeilichen Festnahme oder bei der Durchsuchung der eigenen vier Wände die Möglichkeit und das Recht, mit einem Anwalt zu sprechen.“

Laut Aussage der Verteidigerin, wurde Fuellmich lediglich gesagt, dass eine Anzeige gegen ihn vorliege, dass er unerlaubte Sprachnachrichten oder Tonbandaufnahmen nach draußen außerhalb der JVA geschmuggelt habe. Genau das aber war, so Katha Wörmer, nicht der Fall. Sie sagt:
„Es ist vom Landgericht…, wir haben die ausdrückliche Genehmigung, dass Dr. Reiner Fuellmich Sprachnachrichten aufnehmen darf. Wir haben sogar für Audio- und Videorekorder eine offizielle Erlaubnis seitens der zuständigen Wirtschaftsstrafkammer, seitens des Vorsitzenden Schimpler hier schon seit Ende letzten Jahres vorliegen, als wir das beantragt haben.“
Fuellmichs Verteidiger wollen nun klären, wie es zu diesem Zwischenfall kam, vor allem aber, warum Fuellmich der Kontakt zu seinen Anwälten verwehrt wurde, was eine ehebliche psychische Belastung für den Beschuldigten war. Wörmer:
„Wir werden das morgen im Gerichtsermin natürlich ansprechen und auch dem Gericht mitteilen, wie es sein kann, dass die JVA sich da auch überhaupt nicht an das Gericht wendet und sich rückversichert, ob es dann eine Erlaubnis gab.
Die Polizei, die hier auch vor Ort war – es war wohl tatsächlich auch Polizei vor Ort, die dem nachgegangen ist – auch die hat den Mandanten nicht belehrt oder ihm nicht die Möglichkeit gegeben, mit seiner Anwältin oder seinem Anwalt zu sprechen.“


Wie es im Prozess um Reiner Fuellmich weitergeht, werden die nächsten Wochen zeigen. Wir werden Sie natürlich über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.
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Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 14.05.2024
