Ein Theoretiker beschrieb diesen leisen Prozess als Zeitliniendrift. CERN hat also die Welt nicht zerstört, sondern nur verändert, so, dass wir es kaum bemerkt haben – aber dennoch genug, dass unsere Erinnerungen an früher nicht immer mit der Realität übereinstimmen.
Der Clou ist, CERN plant für die Zukunft noch leistungsstärkere Experimente. Das heißt, wer glaubt, dass 2012 etwas Seltsames passiert sei, der sollte sich spätestens jetzt anschnallen. Was da wohl in Zukunft noch auf uns zukommt?
Die meisten Physiker behaupten zwar, dass wir definitiv nicht in Gefahr seien und dass ein Mikro-Schwarzes-Loch sich sowieso sofort auflösen würde. Andererseits aber scheint es so, dass 2012 tatsächlich ein Wendepunkt in der Weltgeschichte war, dass sich die Realität und das Leben vieler Menschen mit einem Schlag verändert hat.
Viele haben sicherlich schon einmal von dem Begriff Quantenverschränkung gehört. Dabei geht es darum, dass es möglich ist, dass sich zwei Teilchen über weite Entfernungen miteinander verbinden können, wodurch sich Veränderungen ineinander widerspiegeln.
Einstein bezeichnete diesen Vorgang als „gruselige Aktion aus der Ferne“. Stellen wir uns einmal vor, dass dieses Prinzip mit unseren Erinnerungen und der Realität passiert ist.
Könnte es sein, dass wir nicht nur zufällige Störungen in der Wahrnehmung erleben, sondern auch Quantenübergänge von alternativen Versionen von uns selbst?
Die Theorie ist: Das Universum hat sich nicht einfach zurückgesetzt, als wir in ein Schwarzes Loch eingetreten sind, sondern es ist zerbrochen. Was wir jetzt erleben, ist keine klare kontinuierliche Zeitlinie, sondern ein Flickenteppich aus nahezu identischen Realitäten, an denen sich von Zeit zu Zeit die Nähte in Form unserer wahren Vergangenheit zeigen, die wir als Mandela-Effekt bezeichnen.
Einige Physiker behaupten, dass die Realität nur dann greift, wenn sie von uns beobachtet wird. Bis zu diesem Punkt existiert laut ihrer Vorstellung alles in Überlagerung, in mehreren Zuständen gleichzeitig.
Möglicherweise stammen unsere Erinnerungen von Versionen von Ereignissen, die wir nur fast aber nicht ganz gedacht und ausgewählt haben – und vielleicht erinnern wir uns häufig nur an die falschen.
Noch beängstigender ist aber die Vorstellung, dass kein vollständiger Neustart erfolgt ist, sondern möglicherweise nur eine Simulation mit überlappenden Erinnerungsfetzen.
Wer schon einmal das Gefühl hatte, in einer Welt aufgewacht zu sein, in der die Dinge fast richtig, aber eben nicht ganz richtig sind, wird irgendwann zwangsläufig auf den Gedanken kommen, dass die Realität verändert wurde.
Diese Art Gedanke stammt nicht etwa aus der Neuzeit, obwohl man meinen könnte, dass die Idee, dass unser Universum eines Tages zerbricht, eine moderne Theorie sei. Aber das ist sie nicht. Ganz im Gegenteil..

Wussten alte Kulturen mehr als wir heute?
Schon alte Kulturen sagten bereits vor Jahrhunderten, vielleicht sogar schon vor Jahrtausenden voraus, dass die Realität nur in unserer Vorstellung existiert. Nehmen wir den nordischen Mythos von Ragnarök als Beispiel.
Die Götter kämpfen, die Welt brennt und alles stirbt in Feuer und Asche und am Ende entsteht eine neue Welt. Der Zyklus beginnt von neuem. Oder das hinduistische Konzept der Yugas, kosmische Zeitperioden, die in einer Endlosschleife auf- und absteigen.
Aktuell befinden wir uns im KaliYuga, ein dunkles Zeitalter der Verwirrung, des Verfalls und der falschen Wahrnehmung. Sogar gnostische Schriften beschreiben unsere Welt als ein falsches Konstrukt, eine korrupte Version der Realität, die einst von fehlerhaften Wesen erschaffen wurde.
Ein System, das deshalb erschaffen wurde, um die Menschheit zu täuschen. Über Jahrhunderte hinweg spiegeln die Geschichten dieses Thema wider, dass die Welt, in der wir leben, nicht die erste, die reale und die einzige ist.
Tatsache ist: wenn ein Zyklus endet, verschwindet die Welt nicht vor unseren Augen. Sie verschiebt sich nur. Die alten Mythen sagten nicht die Zerstörung der Erde voraus, sie warnten uns vor etwas Subtilerem, ein stiller Zusammenbruch, ein kosmischer Neustart, der als Kontinuität getarnt war.
Und jetzt, in einer Zeit der digitalen Überlagerung, Simulationstheorien und Spekulationen über Schwarze Löcher, treten die alten Ängste wieder zum Vorschein. Wussten alte Kulturen mehr als wir heute?
Befinden wir uns tatsächlich in einer Simulation oder etwas viel Schlimmeren? Wenn das, was wir erleben, nicht die Realität ist, was ist es dann? Wenn wir die Möglichkeit akzeptieren, dass die Erde entweder 2012 oder zu einem anderen Zeitpunkt von einem Schwarzen Loch verschluckt wurde, sehen viele Theoretiker im wahrsten Sinne des Wortes schwarz für die Zukunft.
Was ist passiert? Wir sind nicht gestorben, wir können der falschen, neuen Realität nicht entkommen und schauen uns die letzte Szene der alten Realität in eine Art Dauerschleife an.
Manche Theoretiker behaupten, dass sei eine Simulation. Aus technischer Sicht betrachtet ist es so, als würde man seinen PC ein Jahrzehnt lang im Standby-Modus belassen. Nur die Hintergrundprozesse laufen weiter – auch wenn niemand zuschaut.
Der schwedische Philosoph Nick Bostrom machte die Idee populär, dass fortgeschrittene Zivilisationen dazu in der Lage wären, ganze Universen zu simulieren. Der US amerikanische Informatiker Lex Friedman spricht von Simulationen innerhalb von Simulationen.

Was aber ist, wenn wir uns nicht in einer Simulation befinden, sondern eine Zeitlupenwiedergabe der letzten Momente der Erde zu Gesicht bekommen, die durch ein Schwarzes Lochs entstanden ist, in das wir gefallen sind?
Wir würden in dem verblassenden Licht einer Welt leben, die längst nicht mehr existiert. Wenn sich die Realität falsch anfühlt, sind wir möglicherweise nicht paranoid, sondern nur aufmerksam – vielleicht zu aufmerksam..
Über eine Tatsache sollte sich jeder im Klaren sein, ganz egal, ob wir in ein Schwarzes Loch gefallen sind, oder in einer schlechten Simulation leben: Beide Theorien laden dazu ein, genauer im Leben hinzuschauen.
Was am Ende wirklich zählt, ist, was jeder mit seinem Gefühlen und seinem Bewusstsein tut – weil, die Realität ist da; ob echt oder falsch, egal, was wir tun!
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Quellen: PublicDomain/
