
Jan van Helsing: Michael, im Herbst 2025 wurde Dein wirklich brisantes Buch „IQ 100 – Die Auslese hat begonnen“ fertiggestellt, das eingeschlagen ist wie eine Bombe. Darin ging es unter anderem um den Militärmann, der am Bau der militärischen Geheimbasen (DUMBs) beteiligt ist, und der über die Gründe für den Umbau der Gesellschaft und die Reduktion der Bevölkerung sprach und dabei erklärte, dass dieser Umbauprozess gleichzeitig auf vielen verschiedenen Ebenen abläuft.
Das war im November. In der letzten Dezemberwoche riefst Du mich an und sagtest, dass es auf den Finanzmärkten mehr oder weniger still und heimlich zu weitreichenden Veränderungen kommt, die unser Leben sehr schnell komplett umkrempeln werden – und das nicht zum Guten.
Du meintest, das Finanzsystem der USA stehe kurz vor dem Kollaps und die USA bräuchten dringend eine große False-Flag-Aktion oder einen neuen Krieg, um davon abzulenken und Zeit zu gewinnen. Und tatsächlich griffen die USA genau eine Woche später Venezuela an und einen Monat danach den Iran.
All das geschieht zu einer Zeit, in der im Hintergrund gewaltige Veränderungen stattfinden, die jeden von uns betreffen werden und über die öffentlich kaum gesprochen wird. Kannst du das bitte kurz umreißen?
Michael Morris: Unser Geld, die gesamte Wirtschaft sowie alle Abläufe und Strukturen werden derzeit vollständig umgestaltet. Die globalen Machtverhältnisse verschieben sich grundlegend. Jede Woche verlieren im Westen zehntausende Menschen ihren Job und damit ihre Lebensgrundlage.
Die meisten Regierungen sind nicht in der Lage, diese Herausforderungen zu bewältigen, weil sie noch nicht einmal verstehen, was eigentlich gerade passiert. Wir erleben derzeit die radikalsten und schnellsten Veränderungen, die die Menschheit je erlebt hat. Wir steuern auf eine Hyperinflation zu, die genutzt werden wird, um ein völlig neues Währungssystem zu etablieren, bei dem der Westen – insbesondere Europa – vermutlich zu den Verlierern gehören wird. Dieser Umbau geschieht mit enormer Geschwindigkeit.
Das, was du in deinem neuen Buch „Schattengeld – Die verborgenen Strukturen hinter der neuen Geldordnung: Wie digitale Währungen (CBDCs), Tokenisierung und KI-Agenten unsere Welt verändern“ beschreibst, war in seinen Konsequenzen selbst für mich überraschend, weil es so radikal ist und viel schneller passiert, als wir immer vermutet hatten. Für die meisten Menschen ist das jedoch noch nicht greifbar, weil es von Medien und Politik weitgehend totgeschwiegen wird. Kannst du bitte kurz erklären, worum es derzeit wirklich geht?
Die Weltwirtschaft basierte in den letzten 113 Jahren auf dem FED-Dollar-System, von dem die Amerikaner massiv profitierten – und noch mehr natürlich das Bankenkartell dahinter, also die Besitzer der FED und ihre Handlanger. Der Reichtum der USA beruhte darauf, dass im internationalen Handel überwiegend in US-Dollar abgerechnet wurde.
Dadurch waren viele andere Nationen wirtschaftlich abhängig von den USA, und indirekt hat ein großer Teil der Weltbevölkerung für den Wohlstand Amerikas gearbeitet. Doch dieses System geht nun zu Ende, weil der Dollar zunehmend an Vertrauen und Wert verliert und die Welt nach echtem, werthaltigem Geld sucht.
Das ist kein Zukunftsszenario – das passiert jetzt! In diesem Moment werden im Hintergrund die globalen Finanzstrukturen neu geordnet, und kein Stein bleibt auf dem anderen.
Ein Beispiel dafür ist die Straße von Hormus: Dort lassen die Iraner derzeit hauptsächlich chinesische und indische Schiffe passieren, die das transportierte Öl und Gas anschließend nicht mehr in Dollar, sondern in Yuan oder Kryptowährungen handeln. Die USA haben ihre Vor- machtstellung weitgehend verloren, die Dollar-Dominanz geht zu Ende. (Zusammenbruch der alten Weltordnung: Warum 2026 alles verändert)

Das wird weitreichende Folgen haben, auch für Europa, dessen Finanzsystem stark am Dollar hängt. Die Preissteigerungen, die man jetzt bereits an Tankstellen und in Supermärkten sieht, sind vermutlich erst der Anfang. Die BRICS-Staaten haben in den letzten drei bis vier Jahren das globale Finanz- und Währungssystem massiv verändert. Ihr neues digitales Geld, ihre CBDCs, ist bereits vorbereitet und soll in den kommenden Monaten zum Einsatz kommen. Diese neuen Währungen sollen zu einem erheblichen Teil mit Gold gedeckt sein. Das wäre ein grundlegender Wandel im internationalen Währungssystem.
Wie dieses neue System im Detail funktionieren soll, beschreibe ich in „Schattengeld“. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass die westlichen Staaten mit ihren geplanten digitalen Währungen noch nicht so weit sind. Beim Konflikt im Golf geht es der Trump-Regierung aus dieser Sicht darum, Chaos zu erzeugen, um vom eigenen wirtschaftlichen Niedergang abzulenken und die BRICS-Staaten nach Möglichkeit zu spalten. Gleichzeitig versuchen sie, möglichst viele Rohstoffe zu sichern und ihre geopolitischen Gegner einzuschüchtern, um beim sogenannten „Great Reset“ in den kommenden Jahren eine bessere Ausgangsposition zu haben.
Was hat Israel deiner Meinung nach mit all dem zu tun? Warum haben sich die Amerikaner von Israel in diesen Krieg hineinziehen lassen? Weil Israel die USA mit seinen Geheimdiensten kontrolliert?
Israel verfolgt in erster Linie seine eigenen geopolitischen Interessen. Dort gibt es Kräfte, die von einem Großisrael träumen und sich vor allem vom Erzfeind Iran bedroht sehen. Nachdem sie sich zuletzt den Gazastreifen gesichert hatten und nun auch den Libanon kontrollieren wollen, war es für sie entscheidend, den Iran maximal zu schwächen, damit er nicht eingreifen kann.
Dafür haben sie Donald Trump benutzt und ihn – auf welche Weise auch immer – dazu gebracht, die US-Armee gegen den Iran einzusetzen. Das stürzt die Welt zwar ins Chaos, aber einige wichtige Akteure ziehen daraus große Vorteile. Donald Trump selbst gehört offenbar ebenfalls dazu, was ich in meinem Buch genauer erkläre.
Diese militärischen Konflikte sind jedoch nicht das Entscheidende. Um zu verstehen, worum es wirklich geht, muss man immer auf das Geld schauen. Nehmen wir als Beispiel Gaza. Daran kann man gut erkennen, wie sich die Welt gerade dramatisch verändert: Dieses kleine Gebiet am Mittelmeer, etwa so groß wie die Stadt Köln, wird komplett umgestaltet.
Der neue Chef von Gaza ist Donald Trump, der dort künftig auf Lebenszeit mit seinem „Friedensrat“ regieren soll. Er plant dort, eine Art neues Monte Carlo zu errichten. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Die zuletzt von Israel vertriebenen zwei Millionen Palästinenser, die im Gazastreifen Eigentum besaßen, erhielten von Trump einen „Token“, der ihnen ein Besitzrecht bestätigen soll und sie gleichzeitig dazu zwingt, sich eine eWallet und eine eID zuzulegen.
Dieser Token hat derzeit einen Gegenwert von etwa 5.000 US-Dollar. Sie können ihn entweder im Ausland eintauschen oder zehn Jahre warten, bis der Umbau Gazas durch die USA und Israel abgeschlossen ist. Dann hätten sie dem offiziellen Konzept zufolge Anspruch auf Wohnraum in der neu gebauten „Smart City“ am Mittelmeer.
Abgesehen davon, dass es den Dollar in zehn Jahren möglicherweise nicht mehr in seiner heutigen Form geben wird, sollte anhand dieses Beispiels jedem klar werden, dass es höchste Zeit ist, zu verstehen, was „Coins“ und „Token“ sind, was „Tokenisierung“ bedeutet und wie all das konkret mit eWallet und eID zusammenhängt. Der „Great Reset“ findet längst statt. Diejenigen, die das Spiel früh durchschauen, haben die Chance, enorm davon zu profitieren.
1
2
Genau jetzt entscheidet sich, wer beim Start des neuen Systems die vorderen Positionen einnehmen wird. Darum geht es im Kern – bei allem, was derzeit auf der Welt passiert. Und genau das erkläre ich in meinem Buch „Schattengeld“ möglichst verständlich, weil ich hoffe, damit einigen Menschen und Familien zu helfen, durch diese Zeit zu kommen.
Du hast in deinem neuen Buch auch die Sperrung der Straße von Hormus vorausgesagt und im Detail aufgezeigt, welche Konsequenzen das haben wird. Noch sind diese Folgen ja halbwegs überschaubar, aber du gehst davon aus, dass die Auswirkungen auf uns alle in den kommenden Monaten gewaltig werden, richtig? Hast du dazu konkrete Vorstellungen?
Es war von vornherein klar, dass das schwerwiegende Konsequenzen haben wird. Selbst wenn dieser Krieg morgen vorbei wäre – was unwahrscheinlich ist –, würden wir nie wieder zur alten Normalität zurückkehren können. Öl- und Gasanlagen wurden zerstört, und ihre Reparatur wird Jahre dauern. Bis dahin wird ohnehin vieles komplett umgestaltet sein. Aluminiumschmelzen wurden geschlossen, überall fehlt es bereits an Energie und Materialien.
In Asien wird Energie bereits rationiert, in Australien sind viele Supermarktregale leer. In Europa und den USA wird das noch einige Wochen dauern, aber es wird ebenfalls passieren. All das hängt mit dem Umbau hin zu einem neuen monetären System zusammen. Bis Ende des Jahres könnten die Spritpreise um 50 bis 100 Prozent steigen, die Gaspreise sogar um bis zu 300 Prozent, was viele Menschen direkt bei ihren Heizkosten spüren werden.
Dadurch wird alles teurer, die Inflation wird stark anziehen und uns in Richtung Hyperinflation treiben – genau so, wie es geplant war. Dies wäre jedoch die erste Hyperinflation in der Geschichte, die nicht lokal begrenzt, sondern global ist. Das wiederum wäre der Moment, in dem die BRICS-Staaten ihre goldgedeckten digitalen Zentralbankwährungen vollständig einführen würden, was die USA und Europa weiter wirtschaftlich schwächen könnte.

Die USA versuchen mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Stablecoins gegenzuhalten, während Europa bisher eher abwartet. Das größte Problem neben weiter steigenden Energiekosten ist weltweit der Materialmangel, der bereits jetzt deutlich sichtbar wird. Weil die globalen Lieferketten teilweise stillstehen, fehlt es zunehmend an Waren und Rohstoffen. Diese Verknappung wird nicht nur die Preise weiter steigen lassen, sondern auch genutzt werden, um sogenannte „Smart Contracts“ zur Verteilung von Waren voranzutreiben. Da dieses neue monetäre, wirtschaftliche und logistische System bereits in den kommenden Monaten unser aller Leben betreffen wird, habe ich versucht, es möglichst verständlich zu erklären.
Ich kann nur dringend dazu raten, sich jetzt damit zu beschäftigen. Egal, von welcher Seite man es betrachtet – es läuft immer auf dasselbe hinaus: Die Welt wird derzeit in rasantem Tempo umgebaut, und wer das ignoriert, könnte große Probleme bekommen. Viele Warnsignale stehen bereits auf Rot. Der Bereich der Schattenbanken, das private Kreditsystem und die globale Schuldenblase stehen unter enormem Druck. Das ist vergleichbar mit der Immobilienkrise 2008 – nur um ein Vielfaches größer. Staaten könnten schon bald Schwierigkeiten haben, neue Schulden aufzunehmen, und im schlimmsten Fall zahlungsunfähig werden. Dann geraten Renten und Sozialleistungen in Gefahr. Die sozialen Spannungen würden massiv steigen.
Wenn man sich anschaut, wie hoch das Gewaltpotenzial bereits heute ist, obwohl die meisten Menschen noch ausreichend zu essen haben, kann man erahnen, was passieren könnte, wenn sich die Lage weiter verschlechtert. Damit schließt sich auch der Kreis zu deinem Anfang und meinem Interview im Buch „IQ 100“ über die Bevölkerungsreduktion. Im Herbst 2025 hatten wir bereits einige Hinweise darauf. Jetzt glauben wir genauer zu erkennen, wie sich die Entwicklungen fortsetzen könnten – und wer dabei zu den Gewinnern und Verlierern gehören könnte.
Du sagtest vorhin, einige Beteiligte hätten von diesem Chaos große Vorteile. Wen genau meinst du damit?
Die Liste ist lang, aber nehmen wir exemplarisch die Händler, die ihre voll beladenen Öltanker derzeit auf offener See liegen lassen, weil sie davon ausgehen, dass die Rohstoffe in einigen Wochen noch deutlich wertvoller sein werden. Diese sogenannte „schwimmende Lagerung“ führt zu einer künstlichen Verknappung, die letztlich jeder Autofahrer beim Tanken teuer bezahlt. Oder nehmen wir linke europäische Regierungen, die jetzt jubeln, weil sie die Chance sehen, ihre „alternativen Energieformen“ und ihre Elektroautos besser durchzusetzen. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.
Du gehst in deinem neuen Buch auch sehr detailliert auf die Bedeutung von Gold und Silber im neuen Geldsystem ein. Nachdem beide im Jahr 2025 derart im Preis gestiegen sind, waren viele Menschen wegen der Kursverluste der letzten Wochen sehr verunsichert. Glaubst du, dass das jetzt das Ende des Anstiegs war? Und sollte man jetzt kaufen oder verkaufen? Wie siehst du das?
Ich gebe keine konkreten Empfehlungen, ich kann nur meine Sichtweise darlegen. Die Preissprünge im letzten Jahr waren die größten, die wir in der Geschichte je gesehen haben. Das resultiert vor allem daraus, dass es noch nie in der Menschheitsgeschichte so hohe Schuldenberge gegeben hat. Diese Schulden wachsen täglich weiter, bis irgendwann niemand den Staaten mehr Geld leiht. Meiner Meinung nach könnte das in den nächsten ein bis zwei Jahren passieren.
Gold hatte über Jahrtausende hinweg im Grunde eine relativ stabile Kaufkraft, bis es im Jahr 1944 in ein festes Wechselkurssystem mit dem US-Dollar gezwungen wurde. Als dieses System nicht mehr funktionierte, wurde der Goldpreis 1971 wieder freigegeben, allerdings versuchte man in den folgenden Jahrzehnten, ihn über Goldleihe und Terminmärkte künstlich niedrig zu halten. Das hatte den Zweck, den Wertverlust des Dollars zu verschleiern, da Edelmetalle und auch Erdöl offiziell in Dollar gehandelt werden.
Doch dieses System funktioniert seit einiger Zeit immer schlechter, weil viele Länder den Dollar im Handel umgehen wollen. Der Goldpreis steigt daher vor allem, weil der Dollar an Wert verliert. Die Kaufkraft von Gold bleibt langfristig relativ stabil, außer in Phasen starker Inflation, in denen sie kurzfristig deutlich steigt. Bei Silber ist die Entwicklung noch extremer, weil der Markt kleiner ist und Silber zusätzlich ein wichtiger Industriemetallrohstoff ist – etwa für Solaranlagen, Elektrofahrzeuge, Rechenzentren, Elektronik, Robotik und medizinische Anwendungen.
Der Bedarf an Silber steigt seit Jahren, während das Angebot nur begrenzt wächst. Das ist ein struktureller Grund für steigende Preise.

Du glaubst also, dass die Preise von Gold und Silber weiter steigen werden? Weißt du, wann und in welchem Ausmaß?
Mit jedem Tag, den der Konflikt mit dem Iran andauert und damit die Sperrung der Straße von Hormus anhält, beschleunigt sich die globale Inflation – und damit tendenziell auch die Preise von Gold und Silber. Die Kursverluste der letzten Wochen waren vermutlich erzwungene Verkaufswellen, weil durch die stark gestiegenen Energiekosten weltweit Liquidität in Dollar benötigt wurde. Also haben einige große Marktteilnehmer kurzfristig Gold verkauft, um an Dollar zu kommen. Aber das ist nur eine kurzfristige Maßnahme und löst die grundlegenden Probleme nicht. Allein die Türkei hat im März große Mengen Gold verkauft, um ihre Inflation und Währung zu stabilisieren.
Solche Verkäufe können die Preise kurzfristig drücken, aber diese Phase wird vermutlich nicht ewig anhalten. Wenn die Nachfrage wieder stärker steigt als das Angebot, werden die Preise wieder anziehen. Meiner Einschätzung nach könnte das früher oder später wieder deutlich nach oben gehen, wobei Silber – wie ich schon seit Jahren sage – aufgrund der industriellen Nachfrage langfristig ein höheres Aufwärtspotenzial haben könnte als Gold.
Macht es deiner Meinung nach also noch Sinn, Gold zu kaufen, obwohl die Unze bereits bei über 3.800 Euro steht?
Die durchschnittliche Prognose seriöser Analysten – selbst von denen, die Edelmetalle bis vor Kurzem noch kritisch gesehen haben – liegt aktuell bei etwa 6.000 US-Dollar für Gold bis zum Ende des Jahres. Was das genau in Euro sein wird, kann niemand sicher sagen, aber vielleicht etwa 5.500 Euro. Wir sprechen also von einem möglichen Zuwachs von rund 40 Prozent in den kommenden neun Monaten. Sollte es dann im kommenden Jahr tatsächlich zu einer Hyperinflation kommen, könnten ganz andere Preise entstehen – vielleicht 10.000 Dollar oder langfristig sogar deutlich mehr.
Bei Silber gehen einige Experten von Preisen zwischen 150 und 300 Dollar bis Ende dieses Jahres aus. Wenn wir aktuell etwa bei rund 70 Dollar beziehungsweise etwa 60 Euro liegen, wäre das ein möglicher Zugewinn von 100 bis 300 Prozent in den kommenden neun Monaten.
Ob das ein gutes Investment ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich möchte jedoch nochmals betonen, dass sich derzeit alles sehr schnell verändert und man sich meiner Meinung nach nicht darauf verlassen sollte, dass der Staat im Ernstfall helfen kann – weder organisatorisch noch finanziell. Es geht jetzt vor allem darum, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich selbst abzusichern.
Du sprichst von Hyperinflation und von Engpässen bei vielen Konsumgütern. Das sind sehr deutliche Aussagen. Gibt es deiner Meinung nach auch Möglichkeiten, von diesen Entwicklungen zu profitieren? Gibt es Branchen, die weniger stark betroffen sein werden? Und was kann man sonst noch zur Vorsorge tun, außer Gold und Silber zu kaufen?

Jede Krise und jeder Krieg kennt Gewinner. Oft sind das die ohnehin Wohlhabenden, weil sie das Spiel mit Inflation, Sachwerten und Investitionen besser verstehen und entsprechend abgesichert sind. Es gibt aber auch immer einige Menschen mit wenig Geld, die die Zeichen der Zeit früh erkennen und die entstehenden Chancen nutzen. Deshalb erkläre ich in meinem neuen Buch möglichst verständlich, welche Kryptowährungen meiner Meinung nach im neuen Geldsystem eine wichtige Rolle spielen könnten und daher möglicherweise interessante Investitionen sind, die man auch mit kleineren Beträgen tätigen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass man das neue System und seine Regeln versteht.
Mehr als die Hälfte aller Haushalte in Europa hat keine ausreichenden finanziellen Reserven, um starke Preissteigerungen über längere Zeit auszugleichen. In diesem Zusammenhang gilt für mich weiterhin vieles von dem, was ich bereits in meinem Buch „Blackout – der LastMinute Vorsorge-Guide“ geschrieben habe. Es könnte auch in Europa zu sogenannten Brown- outs, also zeitweisen Stromabschaltungen, kommen, möglicherweise auch zu Einschränkungen wie Fahrverboten oder anderen staatlichen Maßnahmen.
Darauf sollte man meiner Meinung nach vorbereitet sein. Es gibt jedoch immer Branchen, die selbst in Krisenzeiten wachsen. Derzeit sind das in vielen westlichen Ländern vor allem der Gesundheitssektor, die Pflege sowie alles, was mit Bestattungen zu tun hat. In den USA entfiel Anfang 2026 ein Großteil der neu geschaffenen Arbeitsplätze auf den Gesundheits- und Pflegebereich. Auch in Deutschland wächst die Bestattungsbranche seit Jahren stark, und es werden dort zunehmend Fachkräfte gesucht.
Menschen, die ihren Job in klassischen Büroberufen verlieren, könnten in solchen Bereichen künftig eher Arbeit finden. Nicht nur das neue Geldsystem, sondern auch die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und die sogenannte Tokenisierung verändern derzeit viele Bereiche unseres Lebens grundlegend.
Es ist daher wichtig, ruhig zu bleiben, klar zu denken und keine Angst vor diesen Veränderungen zu haben. Jeder Mensch hat andere Fähigkeiten, Talente und Aufgaben im Leben. Wenn man erkennt, wohin sich die Welt entwickelt, kann man sich darauf einstellen und seinen eigenen Platz in einer veränderten Gesellschaft finden.

Wer offen und positiv mit Veränderungen umgeht, wird oft neue Wege und Möglichkeiten entdecken. Die kommenden Monate und Jahre werden für viele Menschen herausfordernd sein. Es wird sich zeigen, wer sich anpassen kann und wer nicht. Ich wünsche allen Menschen von Herzen alles Gute für die Zukunft. Was passieren wird, können wir nicht vollständig kontrollieren – aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen.
Vielen Dank für Deine Einschätzung der Lage, Michael. Wir haben uns vorbereitet, und das seit Jahren. Doch wenn ich die Masse der Bürger anschaue, dann graut mir vor dem, was ins Haus steht…
Quellen: PublicDomaindieunbestechlichen.com am 02.04.2026
