Im Mittelpunkt steht die Weltkarte des französischen Kartografen Oronce Finé aus dem Jahr 1531. Sie zeigt nach Hancocks Darstellung die Antarktis mit einer Küstenlinie, die erst Jahrhunderte später wissenschaftlich kartiert worden sein soll.
Besonders bemerkenswert sei, dass Finé selbst angab, seine Arbeit auf ältere Karten und Quellen gestützt zu haben, die lange Zeit verborgen geblieben seien.
Hancock verbindet diese Karte mit einer grundsätzlicheren Überlegung. Moderne Menschen existieren nach heutigen Erkenntnissen seit mindestens 315.000 Jahren, wie Fossilienfunde in Marokko nahelegen. Dennoch erscheinen die ersten bekannten Hochkulturen und Städte erst vor rund 6.000 Jahren.
Für Hancock ist diese mehr als 300.000 Jahre umfassende Lücke erklärungsbedürftig. Der Mensch besaß über diesen gesamten Zeitraum dieselbe grundlegende Anatomie, dieselben geistigen Fähigkeiten, Sprache und abstraktes Denkvermögen. Warum entwickelte sich komplexe Zivilisation nach herkömmlicher Darstellung erst so spät?
Seine Antwort lautet: Die Menschheit leidet an einem kollektiven Gedächtnisverlust. Nach seiner Hypothese existierte eine frühere, hochentwickelte Zivilisation, deren Spuren durch eine Reihe katastrophaler Ereignisse vor etwa 12.800 Jahren weitgehend ausgelöscht wurden.
Ein zentrales Element seiner Theorie ist die Antarktis selbst. Hancock argumentiert, dass vor rund 20.000 Jahren große Teile ihrer Küsten eisfrei und damit zugänglich gewesen seien. Eine seefahrende Kultur hätte den Kontinent damals erkunden und kartieren können.
Nach einer globalen Katastrophe sei dieses Wissen verloren gegangen. Die Menschen verschwanden – doch einzelne Karten oder Abschriften könnten in Archiven überlebt und während der Renaissance wiederentdeckt worden sein.
Aus Hancocks Sicht könnte dies erklären, weshalb ein Kartograf des 16. Jahrhunderts auf Informationen zurückgreifen konnte, die seiner Zeit weit voraus gewesen zu sein scheinen.
Für Hancock steht die Karte von Oronce Finé nicht allein. Er sieht sie als Teil eines größeren Musters, zu dem auch Göbekli Tepe in der heutigen Türkei mit seinem Alter von rund 11.600 Jahren, die seiner Ansicht nach in der Großen Pyramide von Gizeh verschlüsselten astronomischen Kenntnisse sowie die weltweit verbreiteten Überlieferungen einer gewaltigen Sintflut gehören.
In ihrer Gesamtheit deuten diese Hinweise nach Hancocks Interpretation auf dasselbe Szenario: Vor den bekannten Hochkulturen könnte bereits eine ältere Zivilisation existiert haben, deren Wissen nur in Fragmenten die Jahrtausende überdauerte.
Ob diese Hypothese zutrifft, bleibt unter Historikern und Archäologen höchst umstritten. Für Graham Hancock jedoch fügt sich die Karte von Oronce Finé in ein Gesamtbild ein, das eine unbequeme Möglichkeit offen lässt:
Vielleicht beginnt die Geschichte der menschlichen Zivilisation nicht dort, wo unsere Lehrbücher sie heute ansetzen – sondern sehr viel früher.
(Buzz Aldrin)
Dies ist eines der berühmtesten Zitate in der Internetgemeinde, wenn es um die Antarktis geht. Der US-amerikanische Astronaut Buzz Aldrin soll das am 6. Dezember 2016 auf seinem Twitter-Account publiziert haben. Nach einer kurzen und gründlichen Recherche stellt man fest, dass es diesen Tweet nie gab, sondern das Bild mit der schneebedeckten Pyramide und seinem Tweet nichts weiter als eine Photoshop-Fälschung auf der Internetseite „BeforeItsNews.com“ war. Ja, es ist richtig, dass der damalige US-Außenminister John Kerry am 12. November 2016 im Crary Science Center, McMurdo-Station, in der Antarktis zu Besuch war, um sich am Südpol ein Bild über die Klimaerwärmung zu machen.

Es ist auch wahr, dass Buzz Aldrin am 1. Dezember 2016 mit einer Touristengruppe den Südpol besuchte – ein Ereignis, das aufgrund seiner anschließenden medizinischen Evakuierung nach Neuseeland am nächsten Morgen für Schlagzeilen sorgte. Alles andere ist entweder eine bewusste Lüge oder eine dämliche Fake-News-Geschichte, um Clicks zu generieren.
Ich finde die Theorie, dass es in der Antarktis mehr gibt, als uns offiziell erzählt wird, richtig klasse. Mich fasziniert der Film Das Ding aus einer anderen Welt von John Carpenter aus dem Jahre 1982 ungemein, er hat bis heute nichts von seiner Spannung und Genialität verloren, trotz allen heute produzierten CGI-Popcorn-Krawallfilmen.
Genau dieses Mysterium des in der Ferne liegenden Kontinents lässt sich in den heutigen Internettheorien von geheimen Experimenten, antiken Ruinen, einem Weltraumprogramm und einer Zivilisation hinter einer Eiswand wiederfinden.
Auf den kommenden Seiten werde ich mich den einzelnen Theorien nähern und versuchen, Stück für Stück die Nebelwand, die den Südpol umgibt, zu beleuchten und sie zu durchschneiden, damit wir uns dem Kern der Antarktis-Legenden und der Eiswand allmählich nähern.
Viele Geschichten werden über die Antarktis erzählt, die zu den geheimnisvollsten Ländern der Erde gehört. Der Kontinent am Südpol ist zu 98 Prozent von Eis bedeckt. Es gab zahlreiche Expeditionen in der Vergangenheit – Operation Highjump war die mit Abstand größte. Mehr als dreißig Nationen forschen an diesem geheimnisvollen Ort. Immer wieder tauchen Berichte über seltsame Lichter und Artefakte am Südpol auf, doch bisher scheint niemand zu wissen, was dort wirklich geschieht.
Schulwissenschaftler behaupten, dass die Eiskappen der Antarktis Millionen von Jahre alt sind. Antike Seekarten wie die Piri-Reis-Karte beweisen etwas anderes, und neueste Untersuchungen zeigen, dass die letzte eisfreie Periode vor rund sechstausend Jahren war. Der Beginn dürfte wohl so elf- bis fünfzehntausend Jahre zurückliegen.

Interessant ist diese Frage: Wer hat die alten Seekarten kartiert? Immerhin gab es zu jener Zeit weder Flugzeuge noch Satelliten. Noch interessanter ist aber die Frage, warum das Königin-Maud-Land vor tausenden von Jahren noch nicht von Eis bedeckt war. Was ist der Grund dafür? War es ein plötzlicher Klimawandel, der noch schneller vonstattenging als der jetzige und der die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt hat?
Die wohl wahrscheinlichste Erklärung ist, dass sich der Kontinent zu jener Zeit noch nicht an seiner jetzigen Position befand, dass er rund dreitausend Kilometer weiter nördlich lag und erst durch einen Kataklysmus oder Polsprung verschoben wurde.
Das könnte das Aus einer möglicherweise dort lebenden prähistorischen Zivilisation zur Folge gehabt haben, deren Überreste noch heute unter einer meterdicken Eisschicht schlummern und durch das Abschmelzen des Eises nun sukzessive freigelegt werden.
Dass der Kontinent tatsächlich einmal subtropische Bedingungen hatte, bestätigte Dr. Vanessa Bowman vom britischen Polarforschungsprogramm „British Antarctic Survey“ der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“. Wörtlich sagte sie:
„Vor hundert Millionen Jahren wurde die Antarktis von üppigen Regenwäldern bedeckt, ähnlich denen, wie es sie heute in Neuseeland gibt.“
Nachdem 1831 der arktische Magnetpol lokalisiert wurde, brach James Clark Ross (1800-1862) mit seinen Schiffen HMS Erebus und HMS Terror im Jahr 1839 zum antarktischen Magnetpol auf. Ross konnte zwar dessen ungefähre Position bestimmen, ihn aber dennoch nicht erreichen. Doch er kartierte das Rossmeer, das später auch nach ihm benannt wurde.
Die eigentliche Eroberung der Antarktis erfolgte erst im Jahr 1895 mit dem 6. Internationalen Geographischen Kongress, der in Londons Imperial Institute abgehalten wurde, wo Wissenschaftler aus der ganzen Welt dazu aufgefordert wurden, Expeditionen zum letzten unbekannten Flecken der Erde zu planen.

Die erste Antarktisexpedition durch den britischen Marineoffizier Robert Falcon Scott (1868-1912) im Jahr 1901 näherte sich dem Südpol bis auf 850 Kilometer. In den Jahren darauf folgten weitere, unter anderem 1907 die Nimrod-Expedition von dem britischen Polarforscher Ernest Shackleton, der 180 Kilometer vor dem Ziel ebenfalls zur Umkehr gezwungen war.
Schließlich erreichte am 14. Dezember 1911 der norwegische Seemann Roald Amundsen (1872-1928) als Erster den Südpol, einen Monat bevor Robert Falcon Scott und seine Begleiter, die zuerst in der Antarktis angekommen waren, am Pol eintrafen.
Wochen später verschwand Lawrence Oates (1880-1912), ein Mitglied in Scotts Team, im ewigen Eis. Man sah ihn nie wieder. In Scotts Bericht steht, dass sein Verschwinden kein normales Verschwinden war, sondern dass Außerirdische daran beteiligt waren. Nähere Angaben machte Scott nicht.
Scott und seine Mannschaft gerieten auf dem Rückweg in einen Schneesturm, ihnen ging die Nahrung aus, und sie waren kurz davor zu erfrieren. Dann geschah ein Wunder: Vor ihrem Zelt fanden sie eines Morgens Fleischkonserven und gefrorene Aprikosen vor. Von wem kamen die Nahrungsmittel? Trotzdem hat keiner der Teilnehmer die Expedition überlebt. Scott und seine Begleiter starben an den Folgen der außergewöhnlichen Kälte.
1936 veröffentlichte ein gewisser H. P. Lovecraft (1890-1937) in der Zeitschrift „Astounding Stories“ einen interessanten Artikel unter der Überschrift „Berge des Wahnsinns“ (Originaltitel „At the Mountains of Madness“). Die Geschichte handelt von einer Expedition in die Antarktis. Die Forscher entdecken eine uralte Stadt, die von einer außerirdischen Rasse erbaut wurde und nun von albtraumhaften Kreaturen bewohnt wird.
Die Expeditionsteilnehmer werden von den Wesen angegriffen und müssen um ihr Überleben kämpfen. Dabei enthüllen sie nach und nach die schreckliche Wahrheit über die Vergangenheit der Stadt und die Existenz einer uralten kosmischen Bedrohung – das könnte auch in einem YouTube-Video im Jahr 2024 als reale Begebenheit erzählt werden.

Rund fünfundzwanzig Jahre später, im Jahr 1958, gab es eine weitere Expedition, die ebenfalls tief ins Landesinnere führte, diesmal unter der Leitung der sowjetischen Polarstation Mirny.
Nur drei der insgesamt acht Teilnehmer kehrten zurück. Die anderen wurden laut offiziellem Bericht Opfer strenger Fröste, Stürme und defekter Geländewagen. Später enthüllte der sowjetische Polarforscher Yuri Korshunov (1933-2002), was sich während der Expedition tatsächlich ereignet haben soll.
Korshunov war einer der Überlebenden. Einem Reporter berichtete der Forscher, dass seine Gruppe plötzlich von scheibenförmigen Objekten angegriffen wurde, die ihnen die Kameraausrüstung mit einer Strahlenwaffe zerstörten, als sie versucht hatten, die Objekte zu fotografieren. Teilnehmer, die versucht hatten, sich mit einem Jagdgewehr zu verteidigen, wurden ebenfalls angegriffen und getötet.
Gehören die Angreifer möglicherweise zu einer Zivilisation, die noch heute in einer unterirdischen Basis auf dem Kontinent lebt? Korshunovs Bericht hat sehr viel Ähnlichkeit mit den Schilderungen aus Konteradmiral Richard Byrds (1888-1957) geheimen Tagebuch, der ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Operation Highjump leitete.
Diese Operation wurde schnell und geheim durchgeführt. Es gab keine Informationen an die Presse. Admiral Ramsey sagte später, dass er nur mit Angehörigen der Regierungsbehörde über den Einsatz sprechen durfte.
In rund 220 Flugstunden wurden schätzungsweise 70.000 Fotos aufgenommen. Obwohl die Operation auf einen längeren Zeitraum angelegt war, wurde sie relativ schnell nach nur wenigen Wochen abgebrochen.
Daraufhin wurde Byrd nach Washington zitiert und von den Geheimdiensten befragt. Anschließend traf er sich noch mit Verteidigungsminister James Forrestal, dem er berichtete, dass sein Team am Südpol von seltsamen fliegenden Objekten angegriffen wurde, die aus UFO-Basen kamen, in denen die Nazis ihre Geheimwaffen bauten.

Im „El Mercurio“, der größten Tageszeitung Südamerikas, wurde Byrd von dem Reporter Lee van Atta zitiert mit den Worten:
„Ich möchte niemanden erschrecken, aber die bittere Realität ist, dass im Falle eines erneuten Krieges die Vereinigten Staaten durch fliegende Objekte angegriffen werden, welche mit unglaublicher Geschwindigkeit von Pol zu Pol fliegen können.“
In seinem geheimen Tagebuch berichtete der Admiral auch von einer Zivilisation, die im Innern der Erde lebt und sich Byrd als Arianer vorgestellt haben. Der Admiral wurde, wie er in seinem Tagebuch schreibt, als Botschafter des Friedens auserwählt. Weiter schreibt Byrd:
„Backbord sind Berghänge mit großen Bäumen bewaldet. Unsere komplette Navigation ist ausgefallen. Der Kreiselkompass pendelt ununterbrochen hin und her. Ich gehe jetzt auf 1.550 Fuß herunter. Ich ziehe das Flugzeug scharf nach links. Nun kann ich das Tal unter uns besser sehen.
Ja, es ist grün. Es ist mit Bäumen und Moosen/Flechten bedeckt. Es herrschen hier andere Lichtverhältnisse. Ich kann die Sonne nicht mehr sehen. (…) Alle Instrumente fallen aus. Das ganze Flugzeug kommt ins taumeln. Mein Gott! Backbord und Steuerbord tauchen auf beiden Seiten eigenartige Flugobjekte auf. Sie sind sehr schnell und kommen längs. Sie sind so nah, dass ich deutlich ihre Kennzeichen sehen kann. Ein interessantes Symbol, von dem ich nicht sprechen will.“
Wussten die USA, dass sich am Südpol Nazis versteckt halten? Was wirklich während der Operation geschah, könnte schlimmstenfalls für immer ein Geheimnis bleiben. Tatsache ist, dass es noch immer eine Menge offener Fragen, widersprüchliche Aussagen und offenbar auch eine große Zahl gefälschter Beweise gibt, um falsche Spuren zu legen.
Es ist gut möglich, dass in Byrds Aussage der Ursprung des Flugscheibenmythos zu finden ist, obwohl die Autoren Colin Summerhayes und Peter Beeching vom Scott Polar Research Institut der University of Cambridge in einer im Jahr 2007 veröffentlichten Studie behauptet haben, dass das Zitat fehlerhaft vom Spanischen ins Englische übersetzt wurde.
Laut der Autoren sprach Byrd nicht von Nazi-UFOs, sondern von einer möglichen Invasion feindlicher Flugzeuge aus Richtung der Polarregion, womit Byrd offensichtlich die Sowjets meinte.
Auffällig ist, dass sich die Angaben über die Operation in den Berichten widersprechen, wie das häufig der Fall ist, vor allem in Bezug auf grenzwissenschaftliche Themen. …
Mehr über seltsame Karten und Ereignisse lesen Sie im Buch „Antarktis: Hinter der Eiswand„.
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