
Bei starken Unwettern in Frankreich und Italien sind mindestens drei Menschen getötet worden, Tausende mussten evakuiert werden. In der französischen Gemeinde Roquebrune-sur-Argens an der Côte d’Azur wurden Einwohner per Hubschrauber von ihren Hausdächern gerettet. 60 Kilometer südwestlich davon ertrank ein Mann in seinem Keller.
(Foto: Überflutungsgebiet bei Toulon)
Ein Anwohner ist fassungslos: „So etwas habe ich noch nie gesehen. Meine Nachbarn waren auf dem Dach, ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich wusste nicht, ob ich auch aufs Dach klettern sollte oder nicht. Es war wie eine Sintflut. Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, ich zittere vor Angst.“
In Südfrankreich mussten mehr als 1500 Bewohner ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Am stärksten von dem Unwetter betroffen sei das Département Var gewesen, erklären Behördenvertreter.
Dort hatten 670 Haushalte auch am Montagmittag noch keinen Strom. Rund 600 Menschen wurden zeitweise in Notunterkünfte untergebracht.
Der französische Regierungschef Jean-Marc Ayrault überflog die überfluteten Regionen im Hubschrauber. Den Opfern der Naturkatastrophe sicherte er Hilfe für den Wieder-aufbau zu.
Auch in Norditalien lösten Unwetter mit starken Regenfällen Erdrutsche und Über-schwemmungen aus.
In der italienischen Küstenregion Ligurien mussten hunderte Einwohner ihre Häuser verlassen. Italienischen Medienberichten zufolge wurde in der Nähe von Genua ein 66-jähriger Arzt auf dem Weg zu seinem Patienten von einem Fluss mitgerissen, Rettungskräfte konnten nur noch seine Leiche bergen. In Modena suchen Polizei und Feuerwehr nach einem Mann, der mit seinem Schlauchboot gekentert war, als er gestrandeten Anwohnern helfen wollte.
Der seit vergangener Woche anhaltende heftige Regen löste hunderte Erdrutsche und Schlammlawinen aus. Am Freitag war wegen der Überschwemmungen ein Intercity-Zug auf dem Weg nach Frankreich entgleist, dabei wurden zwei Menschen verletzt. Ein Erdrutsch hatte dazu geführt, dass zwischen den Städten Savona und Imperia Teile einer Felswand auf die Bahnstrecke stürzten.
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Quellen: Reuters/dw.de/euronews.de vom 21.01.2014
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