Die stärkste Sonneneruption seit 2017 (Video)

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Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren flackert die Sonne wirklich auf. Am 29. Mai entdeckten erdumlaufende Satelliten eine Sonneneruption der M1-Klasse (0724 UT), gefolgt von einer zweiten Fackel der C9-Klasse (1046 UT).

Beide stammten von einem wahrscheinlichen Sonnenfleck, der sich direkt hinter dem nordöstlichen Rand der Sonne versteckte. Dieses Bild vom Solar Dynamics Observatory der NASA zeigt Material, das von einer der Explosionen aufgeworfen wurde:

Dies ist die stärkste Sonneneruptionen seit dem 20. Oktober 2017 – das letzte Mal, dass die Sonne einen Ausbruch der M-Klasse verursachte. Tatsächlich könnten sie sogar noch stärker sein, als sie scheint. Die Explosionen wurden teilweise vom Rand der Sonne verdunkelt, wodurch ihre scheinbare Intensität verringert wurde.

Bisher hat die Eruption die Erde nicht sehr beeinflusst. Der darunter liegende Sonnenfleck zeigt von unserem Planeten weg. Das könnte sich jedoch bald ändern. Die Sonnenrotation bringt den Fleck innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden über de Rand. Zukünftige Fackeln könnten geoeffektiv sein.

Technisch gesehen wissen wir nicht sicher, ob die aktive Region ein Sonnenfleck ist. Die darunter liegenden dunklen Kerne wurden noch nicht gesichtet.

Die Fragestellt sich jetzt: Was ist das? Frühe Ansichten der entstehenden aktiven Region legen nahe, dass es sich um einen relativ kleinen Sonnenfleck handelt, der von einem riesigen Magnetfeld umgeben ist. Die magnetische Polarität der Region kennzeichnet sie als Mitglied des neuen Sonnenzyklus 25.

Der Sonnenfleck könnte bereits zerfallen. In diesem Fall lassen die Fackeln nach, sobald sich die Region der Erde zuwendet, und die Stille des Sonnenminimums wird wieder aufgenommen. Es ist jedoch zu früh, um dies sicher zu sagen. Seien Sie gespannt auf Updates, wenn die Region in den kommenden Stunden vollständiger wird (‘Was zur Hölle ist das?’ Wie Wissenschaftler ominösen “Todesstern” in der Nähe der Sonne entdeckten (Video)).

Übersicht der letzten Fackeln, mittlerweile scheint sich der schwache Sonnensturm gelegt zu haben

Die Sonne im April 2020 und die Frage nach dem Ende des aktuellen Zyklus

Unser Stern war ruhig, wie nicht anders zu erwarten im Minimum zwischen den Zyklen 24 und dem folgenden Nummer 25. Die festgestellte SSN (für SunSpotNumber) betrug 5,4, damit immerhin etwas aktiver als der Vormonat mit SSN=1,5. An insgesamt 9 der 30 Tage gab es (sehr winzige) Flecken, die übrige Zeit zierte die Aufschrift „Spotless“ die veröffentlichten Bilder der Sonne.

 

Die aufsummierten Tage ohne einen Sonnenfleck:

Die Summe aktuellen der fleckenlosen Tage (grün) im Vergleich zu recht schwachen Zyklen ( blau) und zu stärkeren Zyklen (rot). Der Graph bewegt sich momentan außerhalb der Standardabweichung (hellblau gepunktet) auch der wenig aktiven Perioden. Quelle.

Es ist also schon etwas Ungewöhnliches an der Tiefe des gegenwärtigen Minimums. Der Solare Zyklus (SC für Solar Cycle) im Überblick:

Der SC24 (rot) im Vergleich zu einem mittleren Zyklus (blau) als Mittelwert der Monate der bisher systematisch beobachteten Zyklen und zum über weite Zeiträume recht ähnlichen SC5 (schwarz)

Die absteigende Phase des Zyklus  (etwa ab Zyklusmonat 70, das war September 2014) ist schon recht außergewöhnlich gering aktiv, das wird deutlich bei dem Vergleich der Zyklen untereinander:

Die Fleckenaktivität der Zyklen im Vergleich untereinander. Die Zahlen entstehen durch die monatliche Aufsummierung der Differenzen zwischen den jeweils beobachteten SSN-Zahlen und dem Mittelwert (blau in Abb.2).

Der SC5 war insgesamt deutlich weniger aktiv als der aktuelle und trotzdem wurde mehr Aktivität im abfallenden Teil des Zyklus beobachtet. Nach „hinten raus“ sehen wir schon bemerkenswert  geringe Aktivität des SC24. Erhebt sich die Frage: Wann geht es los mit der Aktivität des Folgezyklus?

In Abb.1 sieht man am mittleren Zyklus (blau), dass es schon wenige Monate nach seinem Start eine deutliche Aktivitätssteigerung gibt, nach nur 3 Jahren ist ein sehr hohes Niveau erreicht und nach einer Plateauphase beginnt der abfallende Teil, der dann um die 6-7 Jahre dauert. Die Frage nach dem Ende des Zyklus ist also implizit die Frage: Wann gibt es wieder mehr Aktivität auf der Sonne? (Es gibt eine zweite Sonne in unserem System und die NASA hält dieses Wissen geheim (Video))

 

Wir hatten hier vor über einem Jahr gemutmaßt: August 2020 mit einer Streuung, die schon den März einschloss. Wann genau ist der Zyklus zu Ende? Das ist schwierig „Echtzeit“ zu sagen, man wartet bis die geglättete Kurve deutlich ansteigt und legt im Nachhinein das Ende/den Start des alten/neuen Zyklus fest.

Eine aktuelle Arbeit sieht ein Event , der einen „plötzlichen Tod“ jedes Zyklus postuliert: Ein „Terminationsereignis“ ist ein solarer „Tsunami“, eine Welle im Plasma über der Oberfläche der Sonne, der innerhalb nur einer Umdrehungsperiode der Sonne am Äquator (27 Tage) den laufenden Zyklus beendet. Wer sich für Details interessiert, dem sei diese Pressemitteilung empfohlen. Die Autoren folgern aus ihren Beobachtungen:

„The cyclic and somewhat predictable behavior of the magnetic-activity bands (McIntosh and Leamon, 2017) points to a terminator occurring in late 2019 or early 2020 when the activity bands of Solar Cycle 24 reach the Equator and eventually terminate. This event should permit the growth of activity in what will become Solar Cycle 25 …”

In einer etwas neueren Arbeit werden sie genauer: Sie legen den Beginn des SC25 auf Mai 2020 mit einer Unsicherheit März…August. Wenn es so eintrifft, dann sind wir schon oder sehr bald im SC25!  Das kann durchaus so sein, denn das ganz langsame Wachstum zu Beginn (etwa 6-8 Monate) des neuen Zyklus unterscheidet sich von der auslaufenden Aktivität des alten nicht wirklich, vgl. Abb.1. Auf die Bestätigung oder die Zurückweisung der Hypothese müssen wir wohl noch einige Monate warten. Nicht so lange…das hat diese falsifizierbare Hypothese manch anderer voraus.

Überhaupt sind die Zyklizität und die Amplitude der Aktivitätsänderung nicht nur unserer Sonne sondern aller sonnenähnlichen Sterne ein Gegenstand der aktiven Forschung. Wir wissen darüber nicht so viel bisher. Eine sehr frische Arbeit veröffentlicht jetzt vergleichende Beobachtungen.

Der Radiofluss der Sonne im Vergleich zu einem anderen sonnenähnlichen Stern. Die solare Variation ist nur ein Bruchteil dessen, was bei diesem Stern auftritt. Quelle: Fig. 2 aus Reinhold et al (2020)

Auch im Maximum nach 2013 erreicht die Sonne nicht entfernt die Aktivität des Vergleichssterns. Die Autoren um Timo Reinhold vom MPI für Sonnensystemforschung in Göttingen bieten zwei Erklärungen dafür an:

1. Die Sonne ist anders als andere ihr ähnliche Sterne. Das wäre beruhigend

2. Die Sonne und ihr ähnliche Sterne durchlaufen Phasen mit niedriger und viel höherer Aktivität. Die Sonne ist nur gegenwärtig so ruhig.

Die Autoren lassen beides zu.  Die zweite Möglichkeit ist eher wenig beruhigend, denn die Sonne könnte (auch recht schnell) das Regime wechseln und viel, viel aktiver werden. Das wäre allerdings keine gute Nachricht, denn es wäre für unsere Zivilisation schon ein riesen Problem, auf einmal mit viel mehr „Weltraumwetter“ und solaren Ausbrüchen klar kommen zu müssen.

Die Vorzüge eines vergleichsweise „ruhigen“ Sterns machte wohl die Evolution bis heute möglich. Hoffen wir also auf Hypothese 1 der Arbeit.

Literatur:

Die geheime Raumfahrt

UFOs: Sichtungen seit 1945 (Typenkompass)

DAS OMNIVERSUM: Transdimensionale Intelligenz, hyperdimensionale Zivilisationen und die geheime Marskolonie

Verschlusssache UFOs

Video:

Quellen: PublicDomain/solarham.net/spaceweather.com/kaltesonne.de am 30.05.2020

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2 comments on “Die stärkste Sonneneruption seit 2017 (Video)

  1. Glaubt ihr die Bilder der Aufnahmen der Sonne sind echt? werden die Bilder nicht von der Nasa über ihre angeblich so tolle Teleskope bereitgestellt?

    wie kann man überprüfen ob die geteilten Bilder echt sind und ob die Teleskope funktionieren?

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