Eine Botschaft in die Vergangenheit soll Menschheit warnen

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terra-mystica.jimdofree.com berichtet: Was wäre, wenn es tatsächlich möglich wäre, eine Botschaft in die Vergangenheit zu senden und die Menschheit vor bevorstehenden Katastrophen zu warnen? Ein 67-jähriger US-Amerikaner will dies bewerkstelligen.

In den letzten rund 100 Jahren sind so einige ziemlich schreckliche Dinge geschehen, von Naturkatastrophen und Pandemien bis hin zu Kriegen und Völkermorde – es gibt also viele Tragödien, die wir in unserer Vergangenheit nicht verhindern konnten.

Wie Mic.com berichtet, ist Joe Davis fest entschlossen, all das zu ändern und hat in den vergangenen zehn Jahren viel versucht, das zu erreichen, was viele für unmöglich halten würden: Eine einfache Botschaft zurück ins Jahr 1935 zu senden, um uns vor all den Kriegen, Völkermorden und anderen Katastrophen zu warnen, damit wir eine Chance bekommen, sie zu verhindern.

Dabei ist es kein einfaches Unterfangen, wenn man bedenkt, dass Davis kein ausgebildeter Wissenschaftler ist. Er erwarb 1973 einen akademischen Abschluss in kreativen Künsten am inzwischen aufgelösten Mount Angel College in Oregon und zog dann zurück nach Mississippi, wo er aufgewachsen war.

Dort verdiente er sich als einfacher Arbeiter seinen Lebensunterhalt, meist mit Maschinen, was ihm zusätzlich zu seinen künstlerischen Fähigkeiten befähigt haben soll, seine eigene Prothese zu entwerfen, nachdem er ein Bein verloren hatte.

In den letzten Jahrzehnten kämpfte er sich als Künstler über die Runden, was ihm aber nicht immer gelang, sodass er öfters mal seine Wohnung räumen musste und tage- oder wochenlang bei Freunden auf der Couch oder in seinem Lastwagen schlafen musste.

Doch Davis’ mangelnde Referenzen und sein finanzieller Misserfolg spiegeln nicht seine tatsächlichen intellektuellen Fähigkeiten wider. Denn als Student erhielt er von den Bell Laboratories in den frühen 70er-Jahren die Erlaubnis, ihre Laseranlagen zum Schnitzen von Acryl, Glas und Kunststoff einzusetzen und seine eigenen entwickelten Techniken in einer akademischen Zeitschrift zu veröffentlichen.

Dies ist schon beachtenswert, da Bell Laboratories immerhin zahlreiche wichtige Durchbrüche in der Telekommunikationstechnik, Mathematik, Physik, Materialforschung und Informatik erzielt hat (Zeitreisen entschlüsselt: Forscher entwickeln erste Zeitmaschine).

Und während seiner Zeit als Maschinenarbeiter entwarf Davis Pläne für eine Elektronenkanone, die theoretisch künstliche Nordlichter hätte erzeugen können. Die NASA war sehr daran interessiert und wollte sie eigentlich in einer ihrer Raumfähren einbauen, um das Experiment namens »Ruby Falls« durchzuführen, allerdings kam das Projekt trotz der Vereinbarung aufgrund eines Haushaltsdefizits der NASA nie zustande (Einstein`s Irrtum: Schluss mit der Relativitätstheorie – jetzt! (Videos))

In 1982 stellte er seinen Ruby-Falls-Plan sowie mehrere andere Ideen dem Leiter des Center for Advanced Visual Studies am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) vor, was ihm einen Posten als Forschungsmitarbeiter in der Abteilung für Biologie am MIT sowie als Wissenschaftler/Künstler am Laboratorium der George Church an der Harvard Medical School einbrachte und er in der Folge an wichtige Entwicklungen mitwirkte (siehe hier).

Seitdem ist er eng mit dem MIT verbunden. Es kann also festgehalten werden, dass Davis durchaus über einiges wissenschaftliches Wissen verfügt und er keineswegs lediglich einer dieser phantasiegetriebenen Spinner ist.

Entsprechend hat er sich überlegt, seine Botschaft mit der Bezeichnung »Swansong« als einfache Morsezeichen zu senden, die etwa eine Stunde dauert. Um sie in der Zeit zurückzuschicken, will Davis sie in Richtung Cygnus X-1 schicken – ein 6.000 Lichtjahre entferntes Schwarzes Loch.

Die Idee dahinter ist, dass das Signal, sobald es auf den Ereignishorizont des Schwarzen Lochs trifft, in der Raumzeit gekrümmt wird und zur Erde zurückreflektiert wird, wo es – hoffentlich in der richtigen Zeit – empfangen wird.

Wenn die Idee verrückt klingt, dann wahrscheinlich deshalb, weil sie es mit ziemlicher Sicherheit auch ist, denn es gibt keinen Beweis dafür, dass es möglich ist, auf diese Weise (oder überhaupt) etwas in der Zeit zurückzuschicken.

Es ist auch unklar, für wie realistisch Davis selbst seine Idee hält, er jedenfalls glaubt hartnäckig daran, dass die Botschaft eines Tages gesendet wird. Er weist aber auch gleichzeitig auf das Problem hin, dass selbst dann, wenn der Plan funktioniert und jemand im Jahr 1935 das Signal tatsächlich empfangen sollte, man vielleicht nicht glaubt, dass die Botschaft echt sei und sie aus der Zukunft kommt.

Letztlich handelt es sich um ein interessantes Gedankenspiel, das aber in der Praxis sehr wahrscheinlich nicht funktionieren wird (Russische Wissenschaftler erschaffen die erste “Zeitmaschine” und drehen die Zeit zurück – Experten sind empört).

© Fernando Calvo für terra-mystica.jimdofree.com am 01.08.2020

Literatur:

Viele Welten: Hugh Everett III – ein Familiendrama zwischen kaltem Krieg und Quantenphysik

Der Denver-Plan: Vertragmit der Zeit

Nationale Sicherheit – Die Verschwörung: Streng geheime Projekte in Technologie und Raumfahrt

Die Nutzbarmachung der Nullpunktenergie

 

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One thought on “Eine Botschaft in die Vergangenheit soll Menschheit warnen

  1. Falsches Datum. Würde Davis etwas mehr nachdenken wüßte er, das sich mit dem Beginn des ersten Weltkrieges die zuvor “normale” Welt nachhaltig bis heute komplett ins Schlechte gewandelt hat. Seit 1914 ist nichts mehr so wie es war. Der Antichrist begann sein Imperium zwischen den Nationen zu errichten und heute, 106 Jahre später hat er sein Ziel fast erreicht. Also, Mr. Davis – das richtige Datum lautet ~1912

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