Erster Weltkrieg – Ende mit Fake-News

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Am 7. November 1918 ging ein Gespenst um in Amerika, und es war – Karl Marx möge es verzeihen – nicht mal der Kommunismus. Es war eine Fake News.

An jenem Morgen kam im Hauptquartier der Nachrichtenagentur UPI in New York eine Meldung über den Ticker: Deutschland hat kapituliert, so hieß es. Das Kaiserreich und die gegnerischen Alliierten hätten einen Waffenstillstand geschlossen.

Die Agentur holte die fettesten Lettern hervor, die ihr zur Verfügung standen, und verbreitete die Sensationsmeldung: „DER KRIEG IST AUS“. Der Dow-Jones-Newsticker der Wall Street übernahm die Nachricht, die sich schon bald wie ein Lauffeuer im kriegsmüden Amerika ausbreitete.

Überall kam Big Business zum Erliegen. New Yorks Bürgermeister John Hylan rief den Tag spontan zum nationalen Feiertag aus. Berufstätige gingen von der Mittagspause nach Hause.

Auf dem Times Square trat Enrico Caruso auf den Balkon seines Hotelzimmers und sang die amerikanische Nationalhymne. Schiffe im Hafen ließen Signalhörner ertönen, im New Yorker Stadtverkehr veranstalteten Autos ein Hupkonzert. Zeitungsjungen riefen „Deutschland kapituliert“, und ihre Extrablätter wurden ihnen aus den Händen gerissen.

Landesweit kam es zu spontanen Freudenbekundungen, obwohl öffentliche Aufmärsche wegen der grassierenden Spanischen Grippe eigentlich verboten waren. Philadelphias Bürgermeister ließ die Freiheitsglocke ertönen.

In Wisconsin verteilte ein Ladenbesitzer Gratis-Limonade, während vor seinem Geschäft auf der Straße eine Strohpuppe von Kaiser Wilhelm II. verbrannt wurde. In Washington zogen die feiernden Massen zum Weißen Haus, und Präsident Woodrow Wilson, der gerade beim Lunch saß, trat auf den Balkon und winkte den Menschen mit seiner Serviette zu. Neun Flugzeuge vollführten Loopings über dem Weißen Haus, und die Kanonen von Fort Myers feuerten Salutschüsse über den Potomac.

Es kam auch zu Gewaltausbrüchen. In Pennsylvania wurde ein Veteran aus dem Spanisch-Amerikanischen Krieg gelyncht, weil man ihn fälschlicherweise der Kollaboration mit dem Kaiserreich verdächtigte.

Man warf Feuerwerkskörper in ein Stahlrohr, und die bei der Explosion herumfliegenden Stahltrümmer töteten vier Teenager.(2. Weltkrieg: Die Wahrheit über die Planung der Massenvertreibungen der Deutschen)

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Doch langsam sickerte die Wahrheit durch. Außenminister Robert Lansing verkündete, die Meldungen über das Kriegsende seien falsch. Doch die Leute wollten es nicht hören. Entfesselte Menschenmengen auf dem Times Square rissen die Extrablätter mit Lansings Dementi in kleine Fetzen.

Am 8. November erwachte Amerika mit einem großen Kater. Neueste Berichte aus Europa meldeten, dass in den Schützengräben Frankreichs weitere Amerikaner gefallen seien. Captain Harry Truman, der spätere US-Präsident, bezeichnete die Leute, die die Falschmeldung über das Kriegsende verbreitet hatten, als „Verbrecher“. Schuld an dem ganzen Schlamassel war – ein Missverständnis.

US-Offiziere an der französischen Front hatten eine für den 7. November vorübergehend ausgerufene lokale Waffenruhe falsch interpretiert. Es sollte nur einer deutschen Delegation ermöglicht werden, die Frontlinie sicher zu überqueren, um sich zu Verhandlungen mit den Alliierten zu treffen.(2. Weltkrieg: 1940/41 – Stalin oder Hitler: Wer plante den Angriff zuerst?)

Die falsch verstandene Meldung über das Kriegsende erreichte Admiral Wilson im Hafen von Brest, der sie seinerseits an UPI-Chef Roy Howard weiterleitete, der persönlich als Kriegskorrespondent in Europa weilte. Der wollte sich absichern und fragte bei dem Admiral nach: „Ist das offiziell?“, und der Admiral antwortete: „Absolut, direkt vom Hauptquartier.“

Er gab Howard einen Freibrief, die „Story seines Lebens“ zu drucken. Howard kabelte den Text direkt ins New Yorker Hauptquartier, wo die Sache ihren Lauf nahm. Präsident Wilson übernahm persönlich die Verantwortung für die Fake News und entlastete damit auch Howard.

Die Konkurrenzagentur Associated Press dagegen forderte, Howard vor ein Kriegsgericht zu stellen für seine Rolle bei dem „eklatantesten und schuldhaftesten Akt der öffentlichen Täuschung in der Geschichte der Presse.“

New Yorker Bürger schlugen vor, die Rechnung für die Reinigung der Stadt nach den vorzeitigen Freudenfeiern in Höhe von 85.000 Dollar an UPI zu schicken.(Tabu-Fakten 2. Weltkrieg: Phosphorbomben, Höllenglut und Feuerstürme gegen Zivilisten in Hamburg!)

Am 11. November kam wieder eine Meldung über das Ende des Krieges nach Amerika – und diesmal stimmte sie. Die Leute organisierten erneut Freudenfeiern, die aber diesmal ruhiger und gesitteter abliefen. Man hatte sich schon vier Tage vorher ausreichend ausgetobt.

Übrigens – der erste Weltkrieg endete nicht mit einer Kapitulation des deutschen Kaiserreiches, sondern lediglich mit einem Waffenstillstand.

Keine Seite sah sich mehr in der Lage, die Kampfhandlungen noch fortzusetzen.

Literatur:

Saturn Hitler: Banken, Astrologie, Kabbala und die Bilderwelt des Dritten Reichs

Wall Street and the Bolshevik Revolution: The Remarkable True Story of the American Capitalists Who Financed the Russian Communists

Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung

The Wall Street Trilogy

Quellen: PublicDomain/matrix3000.de am 28.10.2021

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17 comments on “Erster Weltkrieg – Ende mit Fake-News

  1. Pingback: Prima guerra mondiale: finisci con le fake news ⋆ Green Pass News
  2. …zu aller Zeit gibt es Antigravitation. Also Leute…lasst euch nicht verarschen…Ein Gedankengang…Jede! Strasse könnte eine schöne Wiese mit Bäumen und Sträuchern sein….Also nochmal…Finde den Fehler.

  3. Und dann bekam Deutschland mit dem Betrug von Versailles genau das Gegenteil des von Wilson versprochenen 14-Punkte Friedensplans.

    Dieser historische Wortbruch war dann die Basis für alles weitere.

    Er war auch die Basis des deutschen „Volk ohne Raum“ Problems.

    Da nicht nur die wirtschaftlich wichtigen Kolonien sondern prozentual auch doppelt so viel (bestes) Ackerland vom Reich abgetrennt wurde wie Bürger.
    So daß sich Deutschland nicht mehr selber ernähren konnte.

    Und auf Exporte angewiesen war um sich genügend Lebensmittel kaufen zu können.
    (Die dann später durch die US-Zionisten blockiert wurden, siehe zB in der Rede von Benjamin Freedman vonn 1961)

    „Mein Kampf“ von 1925 war schlicht eine Reaktion auf den BvV.
    Hitler suchte nach einer Antwort auf die Frage wie Deutschland schlicht überleben kann.

    Interessant wäre auch die Rolle der antideutschen anglo-amerikanischen zionistischen Lügenhetzpresse ohne die es wohl weder der WK1 noch den WK2 hätte geben können.

    Man kann ja mal einen Blick in „1914: die Erfindung des häßlichen Deutschen“ tun.

    Das meiste war natürlich mal wieder Projektion.
    ZB Kindern die Hände abgehackt haben ja nicht die Deutschen sondern die Belgier in ihrer Kolonie Kongo.
    Stichwort „Kongogräuel“.
    🙁

    Und natürlich waren es auch nur die Deutschen gewesen die sich, zumindest bis’33, siehe dazu auch das NS-DAP Parteiprogramm, an den BvV gehalten haben.

    Deutschland sollte entwaffnet werden und die anderen abrüsten.

    Real wurde Deutschland entwaffnet und alle anderen rüsteten auf.

    1. @rap
      „Er war auch die Basis des deutschen „Volk ohne Raum“ Problems.“

      …was dann AH als Vorwand nahm den deutschen Lebensraum mit einem Feldzug nach Osten zu erweitern um dem „Volk ohne Raum“ neuen Lebensraum zu verschaffen, in dem man die dort Lebenden zu Untermenschen deklariert und auslöscht, ja ?

      @rap
      „Man kann ja mal einen Blick in „1914: die Erfindung des häßlichen Deutschen“ tun.
      Das meiste war natürlich mal wieder Projektion.“

      Nun – bei einem Blick in die Vergangenheit und auf das Kriegsende 45 mit all seinen schrecklichen Entdeckungen ist wohl klar das der „häßliche Deutsche“ kein Erfindung war im Bezug auf die Nazis.
      Man sollte nicht versuchen AHs Taten, bzw. die der Nationalsozialisten durch die Geschenisse des WK1 zu relativieren.

      1. Wie ich schon schrieb.

        „Mein Kampf“ war von 1925.
        Und nicht 1939 etc.

        Da damals in 12 Jahren mehr passiert ist als sonst in Jahrhunderten ist auch immer das Datum wichtig.

        Und um zB einen Vernichtungskrieg gegen die russische Bevölkerung ging es in mK nie.

      2. Wenn man wissen will warum Hitler Stalin angriff kann man ja mal die Bücher von Viktor Suworow lesen.

        Oder auch, gemäß Kant, mal seinen eigenen Verstand bemühen.

        Wie konnte es sein daß die D in den ersten Wochen des Rußlandfeldzugs so viel mehr, und das in direkter Grenznähe, zB sowjetisches Material zerstörten oder erbeuteten als sie selber hatten?

        Und warum hatten sie trotz dieser Übermacht überhaupt erstmal Erfolg?

        Gibt eigentlich nur eine einzige Antwort auf beide Fragen.

        Zumindest rational betrachtet.

        Übrigens hatte damals zB das british empire grob 1/4 der gesamten Menschheit kontrolliert.
        Etc.

        Und das ganz ohne Not oder die um Erlaubnis zu bitten.
        ?

      3. Man kann es natürlich auch so machen wie unsere aktuellen „Historiker“.

        Deren wissenschaftliche Hauptwerkzeuge sind schlicht linke Projektion, messen mit unterschiedlichem Maß, selektive Wahrnehmung und stille Post.

      4. Immerhin haben wir in D aktuell noch genau diese eine Freiheit: nichts wirklich wissen zu müssen.

        Wer will kann das natürlich gerne und voll ausnutzen.

        Gemäß: Unwissenheit ist Stärke.

  4. Hitchcocks Filme a la Hollywood lieferten den Leuten im Ami-Land die Steilvorlage der „angeblichen Beweise “ dafuer, wie grausam doch die Deutschen wären. Er war mit seinen Filmen dafuer auch maßgeblich daran beteiligt, wie die Welt, die Deutschen sehen sollten, um die Kriegshetze weiter voranzutreiben. Alles im Namen der Propaganda.

  5. Es ist wohl kein Problem eine deutsche Armee zu zerschlagen die gegen eine Übermacht kämpfen musste, daher gibt es keinen Grund zu feiern, die USA England Frankreich bleiben Schurkenstaaten

  6. Warum zeigt der Mensch in seiner gesamten Geschichte mit erhobenem Zeigefinger, zu jeder Zeit auf andere Menschen und erklärt die Anderen müssten getötet werden ?
    Warum kann der Mensch diese Matrix nicht erkennen?
    Weil der Mensch nur aus Emotionen und Hormonen besteht, ist es dem Menschen nicht möglich diese Matrix zu sehen.
    Wer schon bei einer Ohrfeige Emotionen hat, kann diese Matrtix nicht sehen.
    Nicht die Waffen sind es die Töten, es sind die Emotionen die Töten.

  7. Wer bei einem Sieg Emotionen (Freude Siegestaumel) hat, dem braucht man nur Waffen hinlegen, er wird sie benutzen und wird auch töten.
    Wer bei einer Niederlage Emotionen hat, dem braucht man nur Waffen hinlegen, er wird sie benutzen und auch er wird töten.

    1. Wohl wahr.

      Dennoch gibt es eine grenze, sonst wuerden viel Mehr morde, gewalttaten,Vergewaltigungen etc. Auch in bekannten-, Freundeskreis oder Familie geschehen.

      Das zauberwort wisst wohl impulskontrolle.

      Man kann vieles denken und empfinden bzw. Fühlen, aber die meisten haben eine grenze zwischen dem was sie denken und fuehlen und was sie tun.

      Darin liegt wohl schon eine gewisse seelenreife, das man dies erkennt bzw. Unbewusst so lebt.

      Daran kann man schon erkennen ob man sich eher Leben lässt Oder selbst teils schon freier Lebt, auch wenn ein jeder immer noch Mehr oder weniger in Der matrix lst.

      Bewusstsein bzw. Sich selbst und sein eigenes inneres zu erkennen ist immer ein Prozess und geht meist nicht ueber Nacht.

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