Großer Stromausfall in Berlin: Wer sind die linksextremen Täter? (Videos)

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Die linksextreme „Vulkangruppe“, die bereits für mehr als zehn Anschläge auf die Stromversorgung bekannt ist, hat nach eigenen Angaben auch den sechs Tage andauernden Blackout im Berliner Südwesten verursacht. Was ist das für eine Organisation?

In einem Selbstbezichtigungsschreiben hat sich die „Vulkangruppe“ zum Brandanschlag auf eine Kabelbrücke bekannt, die wahrscheinlich noch bis Donnerstag zu Stromausfällen im Berliner Südwesten führt. Der Brief, der zunächst beim Berliner Staatsschutz eingegangen war, haben die Täter inzwischen auf einer Internetseite veröffentlicht.

Darin heißt es konkret über den Anschlag: „Die Kabelbrücke, die nicht öffentlich verzeichnet ist und vom Kraftwerk Lichterfelde über den Teltowkanal geführt wird, haben wir zur Seite der Grünanlagen hin in Brand gesetzt. Wir haben die angeschmorten Kabelstränge mit herumliegenden Stahlstangen zusätzlich kurzgeschlossen.“

Durch den Blackout sind rund 45.000 Haushalte, Krankenhäuser, Pflegeheime und 2.200 Betriebe im Bezirk Steglitz-Zehlendorf seit Sonnabend ohne Strom, Heizung, Internet und Telefon. Die Temperaturen in der Hauptstadt waren in der Nacht auf bis zu minus sechs Grad gefallen.

Die Stadt richtet Notunterkünfte für die Betroffenen ein und fordert sie auf, vorübergehend zu Verwandten und Bekannten zu ziehen, die nicht von dem Blackout betroffen sind. (Wirtschaftswüste Deutschland: Energieintensive Unternehmen müssen 10 Jahre auf Strom warten)

„Unser Mitleid hält sich in Grenzen“

Die Täter schreiben, daß sie nicht davon ausgingen, „100.000 Haushalte vom Netz abgetrennt (zu) haben, sondern daß wir diese nur vom Netz des Gaskraftwerks abgetrennt haben“.

Dies hat sich nun als unwahr herausgestellt. Über die Menschen, die nun tagelang bei vorausgesagtem Dauerfrost im Kalten sitzen werden, heißt es:

„Bei den weniger wohlhabenden Menschen in dem Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen.“

Die Echtheit des Bekennerschreibens, in dem die Täter auch Bezug auf frühere Anschläge nehmen hat die Berliner Polizei am Nachmittag bestätigt.

Der ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg hatte bereits zuvor erklärt, in Sicherheitskreisen werde die „Vulkangruppe“ als Urheber für plausibel gehalten. Das Vorgehen decke sich mit früheren Anschlägen auf Stromanlagen, sagte Götschenberg dem RBB.

Linksextreme sorgten kürzlich bereits für Blackout

Zuletzt hatte die Gruppe im September 2025 im Berliner Südosten für einen ebenfalls tagelangen Stromausfall gesorgt. Seinerzeit, vor vier Monaten, hatten die Täter einen Brand an zwei Hochspannungsmasten im Bereich Johannisthal/Königsheideweg gelegt.

In der Folge fiel bei 50.000 Endabnehmern der Strom aus, darunter auch bei 3.000 Gewerbebetriebe und mehreren Pflegeeinrichtungen. Der Anschlag richtete sich angeblich gegen den Technologiepark Adlershof, weil dort auch Rüstungsforschung betrieben werde.

Nach dem Anschlag war Berlin relativ schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen. Daß der Terror von Linksextremisten kam, spielte in der öffentlichen Diskussion so gut wie keine Rolle. Kein Täter wurde gefaßt.

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Im März 2024 war die „Vulkangruppe“ ähnlich vorgegangen und hatte einen Hochspannungsmast in Grünheide, östlich von Berlin, in Brand gesetzt.

Das Ziel war die Gigafabrik des E-Auto-Herstellers Tesla, wo tagelang nicht mehr gearbeitet werden konnte. Auch hier waren tausende private Haushalte in der Hauptstadt und dem Umland betroffen.

„Vulkangruppe“ gründete sich 2011

Das Bundesamt für Verfassungsschutz ordnete der „Vulkangruppe“ bereits von 2011 bis 2023 zehn Anschläge zu – die meisten davon in Berlin und Brandenburg.

Darunter waren neben einer weiteren Attacke auf Tesla im Jahr 2021 auch Brandstiftungen auf die Stromversorgung von Bahntrassen und Funksendemasten. Die Gruppe hat sich demnach 2011 gegründet.

Der Berliner Verfassungsschutz ging 2019 von einer gefestigten Struktur der Terrorgruppe aus. Aufgrund der Bekennerschreiben gehe man zumindest zum Teil von einem identischen Autorenkreis aus. Vermutlich sind daher auch die Anschläge häufig von denselben Tätern begangen worden.

Der Inlandsgeheimdienst schrieb in seinem Bericht zu den Sabotageakten: „Auf diese Weise soll die Funktionsweise des ‚kapitalistischen Alltags‘ durchbrochen und Menschen zum Innehalten genötigt werden.“

Allerdings ist den Ermittlern bisher kaum etwas, das über die Bekennerschreiben hinaus geht, über die linksextreme Gruppe bekannt. Auch nach 15 Jahren krimineller Aktionen konnten sie keinen Täter festnehmen.

Der Name variiert je nach Anschlag

Laut dem Extremismusexperten der Konrad-Adenauer-Stiftung, Felix Neumann, sabotiere die Organisation mit Absicht auch zehntausende Privathaushalte.

„Die Gruppe möchte verdeutlichen, wie fragil die Kommunikation und das öffentliche Leben ist“, sagte er im Frühjahr 2024 nach dem zweiten Anschlag auf Tesla.

Auffällig ist, daß die „Vulkangruppe“ ihren Namen in den Bekennerschreiben je nach Anschlag variiert. So nannte sie sich unter anderem „Vulkangruppe gegen den Fortschritt der Zerstörung“, „Vulkangruppe Shut Down The Power“ oder „Vulkangruppe Tesla abschalten!“

Ob das darauf schließen läßt, daß es unter dem Dach der Linkterroristen mehrere verschiedene Gruppen gibt, wissen die Ermittler nicht. Möglich ist auch, daß er Name anlaßbezogen geändert wird.

Beim aktuellen Anschlag auf die Kabelbrücke im Berliner Südwesten haben die Urheber den Zusatz „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ gewählt.

Fazit:

Hier ist die ungeschönte Lage: In Berlin ist ein Blackout Realität, kein Fernseh-Drehbuch. Rund 45.000 Haushalte und etwa 90.000 Menschen sind seit Samstag ohne Strom, Telefon, Heizung, teilweise ohne Fernwärme – mitten im Winter mit Frostgrade unter Null.

Die Bilder aus Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde lesen sich nicht nach „kleiner Panne“, sondern nach einem gesellschaftlichen Versagen ersten Ranges.

Offizielle Berichte machen klar, dass es sich nicht um einen technischen Fehler handelt, sondern um einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über den Teltow-Kanal, der massive Teile des Stromnetzes lahmgelegt hat. Polizei und Stromnetz Berlin gehen davon aus, dass Sabotage im Spiel ist – der Ausfall könnte erst am 8. Januar komplett behoben werden.

Und jetzt kommt der bittere Teil: Ein radikales Umfeld hat sich offen zu der Tat bekannt und spricht unverhohlen davon, der „Saft müsse abgedreht werden“.

Die Täter rechtfertigen die Zerstörung von kritischer Infrastruktur als „gemeinwohlorientiert“ – und lassen dabei völlig außer Acht, dass Kritische Infrastruktur nicht virtuell ist, sondern Menschen trifft: Alte, Kranke, Eltern mit Kindern, die jetzt frieren, ihre medizinischen Geräte zum Teil nicht nutzen können und auf Notunterkünfte angewiesen sind.

Was wir hier sehen, ist mehr als eine Straftat. Es ist eine ideologisch motivierte Attacke auf das Fundament unseres Alltags und unserer Sicherheit. Wenn linksextreme Gruppen ernsthaft glauben, sie könnten mit Brandanschlägen politische Botschaften durchsetzen, ohne die reale Bevölkerung zu traumatisieren, dann haben sie jede sachliche Grundlage verloren. Die Strategie ist nihilistisch: Diejenigen, die in ihrem Sicherheitsdenken ohnehin schon angegriffen sind, zahlen den Preis.

Und die politische Reaktion? Kai Wegner spricht von Schutz kritischer Infrastruktur und sondiert Hilfe durch die Bundeswehr. Das ist bitter nötig. So wie die Lage jetzt ist, zeigt sie offenkundig, wie verwundbar unser Land geworden ist – nicht nur gegen technische Störungen, sondern gegen gezielte politische Destabilisierung.

Es muss endlich Schluss sein mit der naiven Haltung, extremistische Gewalttaten beschränkten sich nur auf verbale Empörung und hashtags.

Fazit: Dieser Blackout ist ein Weckruf. Nicht nur für Berlin, sondern für ganz Deutschland. Wenn wir nicht ernsthaft und konsequent kritischste Infrastruktur schützen, anstatt Beschwichtigungen zu produzieren, dann sind solche Blackouts bald keine Ausnahme mehr, sondern die neue Normalität.

Die Gesellschaft muss klipp und klar definieren, was zivile Existenz bedeutet – und was unannehmbar ist. Herausreden reicht nicht mehr.

https://x.com/i/status/2007832520881016975

Video:

Quellen: PublicDomain/JungeFreiheit am 04.01.2026

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