
Das Vertrauen der Deutschen in Medien und der Glaube an Meinungsfreitheit schwinden. Das zeigen aktuelle Daten des Instituts für Medienwirkungsforschung „Media Tenor“ zum Jahreswechsel. Die gefühlte Meinungsfreiheit hat den tiefsten Stand seit den 1950-er Jahren. 57 Prozent der Deutschen trauen sich nicht mehr öffentlich ihre Meinung zu sagen. Warum ist die Wahrheit unerwünscht? Von Frank Schwede
BR-Journalistin Julia Ruhs bekommt den Frust der Zuschauer hautnah zu spüren. In ihrer Focus-Kolumne schreibt Ruhs, dass sie mit ihrer Arbeit als Journalistin einen wichtigen Beitrag für die Demokratie leiste. Das sehen nicht alle so: Für viele Zuschauer ist sie Teil einer regierungsnahen, volkserzieherischen, tendenziösen Sendeanstalt. Ruhs schreibt:
„Ich war für den Bayerischen Rundfunk unterwegs auf einem Dreh in einer kleinen Gemeinde nahe des Starnberger Sees. Mit meiner Kamerafrau stehe ich vor einer Garage, das BR-Mikro in der Hand. Ein Mann, vielleicht Ende 30, steht mir gegenüber.
Ich hatte ihn gerade gefragt, wie er Windräder findet. Mehr Windkraft in Bayern, darum soll es im Fernsehbeitrag nämlich gehen. Er mustert mich: „Sie sind bestimmt ´ne Grüne“, sagt er plötzlich. Ich verdutzt, zögere kurz. „Nein!“, reagiere ich abwehrend.
Was wohl eher ertappt als glaubhaft wirkt. Seinen misstrauischen Blick verliert er jedenfalls nicht. Er empfindet die Berichterstattung in den Medien, gerade beim uns Öffentlich-Rechtlichen, als oft verzerrt. Wir würden Dinge auslassen, sagt er. Nur das erzählen, was in unsere Linie passt…“
Offen seine Meinung zur Windkraft sagen, wollte der Mann, ein Immobilienmakler, nicht. Es könnte geschäftsschädigend sein, wenn Leute ihn im Fernsehen sehen und nicht gut finden, was er sagt. Dann sei man gleich suspekt und irgendwie rechts, erklärt er.
Die gefühlte Meinungsfreiheit hat den tiefsten Stand seit den 1950er Jahren. 57 Prozent der Deutschen trauen sich nicht mehr öffentlich ihre Meinung zu sagen. Das zeigen aktuelle Daten des Instituts für Medienwirkungsforschung „Media Tenor“ zum Jahreswechsel. (Die Kontrolle der Wahrnehmung und des Verhaltens der Menschen durch die Medien begann vor einem Jahrhundert)
1990 waren die Deutschen in Ost und West zu 84 Prozent noch der Auffassung: „Ja, ich kann meine Meinung frei äußern.“ Lediglich 16 Prozent waren überzeugt, dass es besser ist, vorsichtig zu sein.
Auffällig ist nach Meinung von Meinungsforschern, dass Vertreter des linken Parteienspektrums, vor allem die Grünen, überhaupt kein Problem damit haben, ihre Meinung zu äußern – schließlich werden ihre Ansichten in den Leitmedien, allen voran im öffentlich-rechtlichen Staatsfunk, besonders prominent vertreten.
Wenn die Wahrheit zur Hassrede wird
Schon im vergangen Jahr zeigte sich deutlich, dass die Deutschen in ihren großen Leitmedien kaum noch Meinungsvielfalt, wie sie noch vor mehr als 30 Jahren üblich war, vorfinden.
Aber viel schlimmer wiegt die Tatsache, dass Menschen heute auf Kosten ihrer „falschen“, „unerwünschten“ Meinung ihren Job oder Aufträge verlieren, von Freunden und Bekannten gemieden werden, oder im schlimmsten Fall sogar noch eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen müssen, weil sie etwas gepostet haben, was das linke Spektrum gemeinhin als „Hassrede“ sieht. .
Vor mehr als zwanzig Jahren galt es noch als positives Zeichen, wenn Bürger Berichte kritisch hinterfragt und sich dazu in Kommentaren äußert haben – doch Kritik scheint zunehmend unerwünscht zu sein, je dilettantischer die Politik agiert und sich im ideologischen Diskurs verrennt. Das zeigt klar, dass der gesunde Menschenverstand als Korrektiv verlorengegangen ist.
Von „Grünfunk“ sprechen die schärfsten Kritiker des öffentlich-rechtlichen Staatsfunks und verweisen auf eine Mischung aus offensichtlicher und subtiler Meinungslenkung, die darauf abzielt, zu verwirren und ein bestimmtes Weltbild in den Köpfen der Bürger zu etablieren.
Die Rede ist von angewandter Massenpsychologie, die nach Meinung von Kritikern vor allem die Öffentlich-Rechtlichen betreiben, die so subtil ist, dass nicht einmal 40 Prozent der Bürger merken, dass sie manipuliert werden.
Selbst negative politische Botschaften werden manipulativ so gedreht, dass sie vom Zuschauer positiv wahrgenommen werden, indem bestimmte Ereignisse gezielt geframet und das politische Image linker Parteien zurechtgebogen werden, anstatt echte Fakten zu bieten.
Bereits in den 1920er Jahren interessierte sich Edward Bernay, ein Neffe von Siegmund Freud, für die Massenpsychologie und die damit verbundenen Potentiale.
Mittlerweile aber scheint sich das Blatt zugunsten der Wahrheit zu wenden. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey unter 5000 Befragten vom 12. bis 20. Oktober 2025 zeigt, dass eine klare Mehrheit der Bürger die politische Berichterstattung von ARD, ZDF und Deutschlandfunk nicht mehr für ausgewogen hält.
Mehr als 55 Prozent der Befragten bewerteten die Sender als politisch einseitig. Vor allem in den östlichen Bundesländern ist das Vertrauen in den Staatsfunk vollends im Keller.
Tiefe Vertrauenskrise
Die Zahlen offenbaren eine tiefe Vertrauenskrise –doch Sorgen müssen sich die Medienschaffenden der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht machen. Eine Insolvenz ist faktisch ausgeschlossen. Es gibt ja die rechtlich verankerte Einnahmegarantie. Der Umsatz steigt zuverlässig, dank der Zwangsgebühr, die alle Bürger und Unternehmen entrichten müssen.
Was aber die Staatsfunker vergessen, ist, dass die Beitragszahlungen gebunden sind an inhaltliche und journalistische Vorgaben – und die lauten: Vielfalt, Integration, Konvergenz und Vorbild.
Vor allem an der Vielfalt hapert es, wenn bevorzugt immer linke Parteien, insbesondere die Grünen, die große Bühne bereitet bekommen, wo sie ihre Projekte, Argumente und gesellschaftlichen Sichtweisen präsentieren können, was immer mehr Bürger als ein System der Bevormundung sehen.
Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist sich laut „Media Tenor“ einig, dass sie frei entscheiden, fair behandelt und selbständig ihr eigenes Leben führen wollen. Doch das scheint zumindest momentan nicht einfach zu sein – immerhin ist noch ein erheblich großer Teil in der Filterblase aus Propaganda und Desinformation gefangen zu sein.
Das heißt, dieser Teil der Bevölkerung will die Wahrheit nicht sehen und reagiert panisch und psychotisch auf jeder Form der Veränderung, was sogar Verhaltensforschern auffällt.
Auch die Philosophin und Sozialwissenschaftlerin Ariadne von Schirach ist davon überzeugt, dass wir in einer psychotischen Gesellschaft angekommen sind. Sie vergleicht die Merkmale einer Psychose, von der nur Einzelne betroffen sind, mit dem gegenwärtigen Gesellschaftsbild.
Dabei ist ihr aufgefallen, dass vor allem das Ich- und das Wir-Gefühl gestört ist, also der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält. Weder das Zusammenleben von Jung und Alt noch das vom Arm und Reich funktioniere nach Worten von Schirach bei uns. Sie sagt:
„Wir sind vor lauter Ökonomisierung, Leistungsdenken, Konkurrenz und Gewinnmaximierung so sehr von der Wahrheit des Lebens weggerückt, dass wir tatsächlich verrückt sind.“
Diesem Teufelskreis zu entrinnen, ist nicht einfach. Es erfordert viel Mut, Offenheit zur Wahrheit – vor allem aber Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Erst wenn der Mensch anfängt, sich über seine wahre Natur der Umstände klar zu werden, wird er erkennen, dass es Zeit ist, der stetig steigenden Welle des absoluten Wahnsinns gegenzusteuern und das Kontrollsystem, das ihn umgibt, zu Fall zu bringen.
Die Wahrheit sollte hierbei immer das erste Mittel der Wahl sein. Bereits Johann Wolfang von Goethe wusste, dass man die Wahrheit ständig wiederholen muss, dass sie verinnerlicht wird.
Das System, indem sich die Menschheit derzeit befindet, ist voll von Verschwörungstheorien – besser gesagt Verschwörungen, die in den Massenmedien breite Unterstützung finden.
Das heißt, die Menschheit lebt in einer Welt, die aus lauter Lügen und Feinbildern besteht, um gezielt eine falsche Weltanschauung zu projizieren. Der ehemalige Direktor der US Bundespolizei FBI J. Edgar Hoover, sagte einmal:
„Der Einzelne steht wie gelähmt vor einer Verschwörungstheorie, die so monströs ist, dass er sie einfach nicht fassen kann.“
Die Wahrheit ist, dass wir es mit einem kaum vorstellbaren Netzwerk aus Oligarchen, Nichtregierungsorganisationen und Investmentgesellschaften zu tun haben, die ein Interesse haben, dass die Menschen nicht in ihre Mitte finden, um die Wahrheit hinter den Lügen erkennen.
Dieses Netzwerk bedroht die Freiheit aller und führt nicht nur geopolitische Kriege, wie beispielsweise in der Ukraine, sondern auch Krieg gegen die Weltbevölkerung durch manipulative Propaganda, was eine tiefe Spaltung der Gesellschaft zur Folge hat.
Immer mehr Menschen reagieren darauf mit Wut und Aggression. Nicht nur im täglichen Umgang auf der Straße, sondern auch in den Netzmedien. Die Kommunikationstrainerin und YouTuberin Susanne Lohrey stellt in einem Kommentar fest:
„Mir kommt es so vor, als ob man das, was respektvoll und konstruktiv agiert, so provozieren will, dass die, die friedlich sind, mit aller Gewalt zum Ausrasten gebracht werden sollen. Liebe scheint inzwischen für manch einen unerträglich geworden zu sein.“
Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und im aktuellen Kampf „gegen rechts“ ist eben jedes Mittel erlaubt, was zu Zwietracht, Spaltung und Hass führt – und die gleichgeschalteten Öffentlich-Rechtlichen werden die Mächtigen mit all ihren propagandistischen Kräften weiter unterstützen, um von der Wahrheit abzulenken.
Augstein wirft Böhmermann „verheerende Wirkung auf das demokratische Klima“ vor
„Die Behandlung der AfD durch den deutschen Journalismus halte ich für eine echte Vollkatastrophe“, warnt Jakob Augstein. Besonders hart geht er mit dem ZDF-Showmaster Jan Böhmermann ins Gericht.
Immer mehr prominente Fernseh-Persönlichkeiten und Journalisten melden sich zu Wort, um den Umgang der Medien mit der AfD anzuprangern. Nun auch Jakob Augstein.
Auch wenn der Journalist Jakob Augstein kein Freund der AfD ist, hält er den Umgang mit der Partei durch die Mainstream-Medien für falsch: „Die Behandlung der AfD durch den deutschen Journalismus halte ich für eine echte Vollkatastrophe“ [siehe Bericht „Welt“].
Ein Fehler der Medien sei, die AfD nicht ernst zu nehmen
Es sei falsch, die Partei nicht ernst zu nehmen oder ihre Wähler als Nazis hinzustellen: „Das sind alles eure Mitmenschen. Wenn du einen Klempner bestellst, dann kommt der AfD-Typ zu dir nach Hause.“[…] „Willst du vorher sagen, wenn du AfD-Wähler bist, dann kannst du nicht mein Klo reparieren? Bist du bescheuert, oder was?“ [siehe Bericht „BILD“].
Jan Böhmermann hat eine „verheerende Wirkung auf das demokratische Klima in diesem Land“
In dieser Hinsicht seien besonders der SPIEGEL und Jan Böhmermann zu weit gegangen, findet Augstein. Der ZDF-Propagandist Jan Böhmermann habe eine „verheerende Wirkung auf das demokratische Klima in diesem Land“.
Dieses „woke Denken, dieses Ausschließer-Denken, das Rechthaber-Denken, dieses Eliten-Denken“ beeinflusse viele Menschen negativ. „Das halte ich für eine echte Katastrophe, weil es die Gesellschaft spaltet und weil es den Weg verbaut, um noch zu gemeinsamen Gesprächen und Lösungen zu kommen,“ meint Augstein.
Augstein ist nicht allein mit seiner Kritik
Immer mehr Prominente haben sich in der letzten Zeit zu Wort gemeldet und den Umgang mit der AfD kritisiert, sei es der Ex-ZDF-Moderator Peter Hahne oder der Musik-Produzent Dieter Bohlen.
Es wird zur Kenntnis genommen, dass ein Viertel bis ein Drittel der Bürger der AfD zuneigen und ein großer Teil der Bevölkerung mit der aktuellen Regierungspolitik und der Darstellung selbiger in den Mainstream-Medien nicht einverstanden ist.
Doch ARD und ZDF, Böhmermann oder der SPIEGEL machen weiter wie bisher. Sie scheinen sich in ihrer Ideologie verbarrikadiert zu haben.
Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 23.12.2025













