9,5 Milliarden US-Dollar für die nächste Pandemieplanung: Neue Dokumente werfen Fragen zur globalen Gesundheitsarchitektur auf

Mächtige internationale Institutionen, die pandemiefähige Influenza-Forschung finanzieren, bauen nun gleichzeitig das globale Reaktionssystem auf, das zur Bewältigung dieser Bedrohungen vorgesehen ist. Von Jon Fleetwood

Ein beispielloses Maß an internationaler Finanzierung und Koordination ist derzeit im Gange, um das globale Pandemiereaktionssystem auszubauen.

Mindestens 9,5 Milliarden Dollar wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltbank und einer von Bill Gates gegründeten Impfstoffkoalition zugesagt, um weltweite Überwachungsnetzwerke, Labore und Impfstoffe zu finanzieren, die mit künftigen Pandemiedeklarationen verknüpft sind.

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) — 2017 von der Bill & Melinda Gates Foundation, dem Weltwirtschaftsforum und nationalen Regierungen gegründet — gab vergangene Woche bekannt, dass sie nun zusätzliche 2,5 Milliarden Dollar anstrebt, um ihre Programme zur Finanzierung von Pandemie-Impfstoffen auszubauen.

Gleichzeitig bestätigte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Samstag, dass die WHO und die Weltbank über ihren Pandemic Fund bereits nahezu 7 Milliarden Dollar bereitgestellt haben.

„Gemeinsam mit der Weltbank haben wir den Pandemic Fund eingerichtet, der Investitionen in Höhe von fast 7 Milliarden US-Dollar … in 75 Ländern angestoßen hat“, sagte Tedros am 13. Februar.

Der schiere Umfang der Finanzierung und die Anzahl der beteiligten Länder zeigen, dass das globale Pandemiereaktionssystem im Voraus aufgebaut wird, wobei bereits Milliarden zugesagt und internationale Koordinationsmechanismen in Gang gesetzt wurden. (Die WHO hat soeben 38 geheime Impfstoff-Tracking-Codes weltweit aktiviert)

Wann wird ein pandemiebedingter Interessenkonflikt zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit?

Es ist bemerkenswert, wie die WHO finanziell von Pandemien profitiert.

Die Organisation erhielt im Zweijahreszeitraum 2020–2021 insgesamt etwa 7,9 Milliarden Dollar an Mitteln und übertraf damit ihr genehmigtes Budget von 5,84 Milliarden Dollar um 36 %, was auf massive COVID-19-Notfallbeiträge zurückzuführen war.

Davon entfielen rund 3 Milliarden Dollar speziell auf COVID-19-Operationen, was einen beispiellosen Anstieg im Vergleich zu den Vor-Pandemie-Niveaus darstellt.

Einer der größten Geldgeber der WHO ist Bill Gates, der kürzlich — über CEPI — 54,3 Millionen Dollar investierte, um Modernas neuen mRNA-basierten Pandemie-H5-Vogelgrippe-Impfstoffkandidaten mRNA-1018 zu unterstützen.

Die WHO hat kürzlich erklärt: „Es wird in Zukunft Influenza-Pandemien geben.“

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Gates unterstützt finanziell auch Biolabore, die Berichten zufolge Gain-of-Function-Experimente an Vogelgrippe-Erregern durchführen.

Die Gates-Stiftung und das US-Gesundheitsministerium (HHS) finanzieren zudem Experimente, bei denen amerikanische Erwachsene im NIH Clinical Center in Bethesda, Maryland, absichtlich mit einem im Labor gezüchteten Pandemie-Influenza-Virus infiziert werden sollen.

Der Kongress, das Weiße Haus, das Energieministerium, das FBI, die CIA und der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) haben bestätigt, dass die COVID-19-Pandemie wahrscheinlich das Ergebnis einer im Labor manipulierten Pathogen-Veränderung war.

Die beispiellose Finanzierung, die Laborentwicklung pandemiefähiger Influenzaviren und die gleichzeitige Ausweitung globaler Überwachungs-, Impfstoff- und Notfallreaktionssysteme zeigen, dass dasselbe mächtige internationale Netzwerk nun sowohl pandemiebedrohliche Erreger in Laboren erzeugt als auch den globalen Apparat aufbaut, der reagieren soll, wenn diese Erreger auftreten.

Pandemieplanung und der geheime Kanal: Neue Dokumente werfen Fragen zur globalen Gesundheitsarchitektur auf

Am 20. März 2015 erhielt Jeffrey Epstein einen Entwurf der Tagesordnung für ein Treffen mit dem Titel „Preparing for Pandemics“. Geplant war eine hochrangige Zusammenkunft mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

Zwei Wochen später hielt Bill Gates seinen inzwischen berühmten TED-Talk mit dem Titel „The Next Outbreak? We’re Not Ready.“

Doch die internen Planungsdokumente zu dem Genfer Treffen liefen zuvor über Jeffrey Epstein.

Ein UN-naher Thinktank, eine Nacht-E-Mail und ein geschwärzter Empfänger

Die E-Mail mit dem Entwurf stammte vom International Peace Institute (IPI), einem UN-nahen Thinktank unter der Leitung von Terje Rød-Larsen, der Epstein selbst als seinen „besten Freund“ bezeichnete.

IPI-Mitarbeiter Walter Kemp schrieb an Rød-Larsen:

„Lass uns die nächsten Schritte besprechen, zum Beispiel wie wir WHO und IKRK offiziell einbinden können (d. h. Co-Branding).“
„Ich hoffe, wir kriegen das hin!“

Das entsprechende Dokument ist unter der Kennung EFTA00861674 in den veröffentlichten Epstein-Akten verzeichnet.

Um 2:33 Uhr morgens leitete Rød-Larsen die E-Mail an Epstein weiter. Zehn Stunden später leitete Epstein sie an einen geschwärzten Empfänger weiter.

Er war nicht nur Empfänger sensibler Planungsdokumente – er fungierte als Weiterleitungsstelle an bislang unbekannte Dritte.

Die angehängte Datei trug den Titel: „18032015_Geneva_meeting_on_pandemics_Agenda.docx“.

Das Genfer Treffen – und die Verbindung zur Gates Foundation

Das Treffen fand am 12. September 2015 im Palais des Nations in Genf statt, dem europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen.

Zu den Eröffnungsrednern gehörten der Präsident des IPI, der Generaldirektor der WHO und der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

Auf der Website des IPI heißt es, die Veranstaltung „baut auf der Arbeit des IPI zu Frieden und Gesundheit auf, insbesondere auf der Zusammenarbeit mit der Bill and Melinda Gates Foundation.“

Damit wird eine institutionelle Verbindung zwischen IPI, WHO, Rotem Kreuz und der Gates Foundation explizit dokumentiert.

Ein fünfjähriger Geheimdienstkanal

Insgesamt 16 Dokumente aus den Epstein-Akten zeichnen ein wiederkehrendes Muster nach: Rød-Larsen leitete über mindestens fünf Jahre hinweg vertrauliche Polio-bezogene Informationen der Gates Foundation an Epsteins privates Gmail-Konto weiter.

Diese Dokumente waren keine gewöhnlichen Gesundheitsberichte. Sie enthielten politische und sicherheitsrelevante Geheimdienstinformationen:

– Verhandlungspläne mit den Taliban
– Einschätzungen des pakistanischen Militärs
– Analysen zu Auswirkungen von Drohnenangriffen
– Briefing-Notizen für Treffen mit Bill Gates

Ein Dokument, gekennzeichnet als „Streng vertraulich“ (EFTA02717812), wurde trotz entsprechender Einstufung weitergeleitet.

Ein weiterer Bericht über den ersten Selbstmordanschlag im Zusammenhang mit Polio – mit vier Toten – trug die Betreffzeile:

„Dringend, Vertraulich, bitte an Bill Gates weiterleiten.“

Statt direkt an Gates ging das Dokument an Jeffrey Epstein (EFTA00864113).

Material, das für Bill Gates bestimmt war, wurde über einen verurteilten Sexualstraftäter übermittelt.

Epsteins Anspruch auf Kontrolle

Epstein war dabei keineswegs passiv. Als Rød-Larsen die Zuschusskorrespondenz zwischen IPI und der Gates Foundation weiterleitete, antwortete Epstein:

„Schicke nichts mehr, absolut nichts! ohne dass ich es vorher sehe, nicht danach.“

Das Dokument EFTA00972411 legt nahe, dass Epstein redaktionelle Kontrolle über die Kommunikation zwischen IPI und der Gates Foundation einforderte.

Finanzströme und Ermittlungen

Auch die finanziellen Verbindungen werfen Fragen auf:

– 2,5 Millionen Dollar Zuschuss von der Gates Foundation an das IPI (Oktober 2013)
– 130.000 Dollar Privatdarlehen von Epstein an Rød-Larsen (2013)
– 250.000 Dollar Zahlung von Epstein an Rød-Larsen (2015)
– 10 Millionen Dollar aus Epsteins Testament an die Kinder von Rød-Larsen

Die norwegische Polizei ermittelt inzwischen gegen Rød-Larsen wegen des Verdachts auf „schwere Korruption“.

Von Polio zur Pandemiearchitektur

Die Pandemie-Planungs-E-Mail datiert vom 19.–20. März 2015.

Am 21. März – einen Tag später – leitete Rød-Larsen erneut ein vertrauliches Polio-Briefing an Epstein weiter. Das Dokument begann mit den Worten:

„BMGF [Bill and Melinda Gates Foundation] hat Informationen angefordert, hiermit.“

Innerhalb von 72 Stunden erhielt Epstein sowohl Planungsdokumente zur globalen Pandemiearchitektur als auch von der Gates Foundation angeforderte Geheimdienstinformationen (EFTA00670728).

Bereits im September 2014 hatte Rød-Larsen Epstein ein Konzeptpapier für ein „Nexus Centre for peace and health“ – aktualisiert im Kontext von Ebola – weitergeleitet (EFTA02683658).

Dieses Konzeptpapier gilt als Blaupause.

Das Treffen im März 2015 in Genf war die Umsetzung.

Die WHO-Veranstaltung im September 2015 war der offizielle Start.

Epstein war in jeder Phase eingebunden.

Von 2015 bis 2025 – institutionelle Kontinuität

Die Arbeit des IPI zur Pandemievorsorge setzte sich über COVID-19 hinaus fort. Das IPI unterstützte Verhandlungen zum WHO-Pandemieabkommen, das im Mai 2025 verabschiedet wurde.

Der institutionelle Rahmen, der 2015 geplant wurde – mit Dokumenten, die über Epstein liefen – prägte somit die globale Pandemie-Governance der folgenden Jahre.

Noch im Januar 2018 vermittelte Epstein Kontakte zwischen Rød-Larsen und Gates’ Umfeld in Davos:

„Terje Larsen fragte, ob Bill morgen in Davos ein paar Minuten erübrigen könnte. Erinnerung: arbeitete für ihn an Polio.“

Das Dokument EFTA02534783 belegt: Fünf Jahre nach Beginn des dokumentierten Kanals war Epstein weiterhin aktiv – und nutzte Polio als Referenz und Zugangspunkt.

Die offene Kernfrage

Öffentlich wird häufig gefragt: „Wusste Bill Gates von Epstein?“

Die Dokumente legen jedoch eine andere, strukturell tiefere Frage nahe:

Wie wurde ein verurteilter Sexualstraftäter zum nicht offengelegten Gatekeeper für vertrauliche Gesundheits- und Sicherheitsinformationen, für Pandemie-Planung und institutionelle Architektur unter Beteiligung der WHO, des Roten Kreuzes und der größten privaten Stiftung der Welt?

Und wer untersucht diese Frage umfassend?

Quellen: PublicDomain/jonfleetwood.substack.com/threadreaderapp.com am 18.02.2026

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