„You can call it whatever you want, but it’s going to be a toll to cross the Strait of Hormuz.“
Man könne es nennen, wie man wolle – für die Durchfahrt durch Hormus werde eine Gebühr fällig.
Escobar zieht daraus eine weitreichende Schlussfolgerung: Die diplomatische Schiene zwischen Washington und Teheran sei vorerst praktisch tot.
Sein Gesprächspartner widerspricht nur teilweise. Pakistan spreche weiterhin mit den beteiligten Seiten und versuche gemeinsam mit anderen Akteuren, einen Ausweg zu finden. Doch das amerikanische Gegenangebot sei vollständig abgelehnt worden.
Gleichzeitig beschreibt das Gespräch Iran als militärisch auf eine weitere Eskalation vorbereitet.
Nach Angaben aus iranischen Kreisen verfüge Teheran über militärische Fähigkeiten, die bislang noch nicht eingesetzt oder öffentlich gezeigt worden seien. Sollte erneut eine militärische Aktion von Israel ausgehen, werde die Antwort nach dieser Darstellung erheblich härter ausfallen als bisher.
Iran und Jemen werden als ein Konflikt betrachtet
Escobar betrachtet die Auseinandersetzung um Iran nicht isoliert vom Krieg im Jemen.
Für ihn bilden beide Fronten ein zusammenhängendes geopolitisches Paket. Eine diplomatische Entwicklung auf der einen Seite habe unmittelbare Auswirkungen auf die andere.


Pakistan und China versuchen nach Darstellung des Gesprächs intensiv, eine weitere Eskalation zu verhindern. Pakistan unterhalte außergewöhnlich enge Beziehungen zu Iran, während China wiederum eng mit Pakistan verbunden sei. Der chinesische Außenminister Wang Yi stehe regelmäßig mit Ishaq Dar in Kontakt; Dar wiederum spreche teilweise mehrmals täglich mit Araghchi. Ziel sei weiterhin, einen diplomatischen Ausweg zu finden.
Parallel dazu verschärft sich jedoch der Krieg zwischen Saudi-Arabien und Ansarallah im Jemen. Pakistan hat nach den Angaben im Gespräch Truppen in die südlichen Regionen Saudi-Arabiens nahe der jemenitischen Grenze verlegt. Diese sollen ausschließlich defensiv eingesetzt werden und nur reagieren, falls sie unmittelbar angegriffen werden.
Hormus wird zum Währungshebel
Die beiden iranischen Entscheidungen verändern nach Darstellung des Gesprächs die bisherige Ausgangslage erheblich. Teheran weist das amerikanische Gegenangebot zurück und hält an seinen Bedingungen fest. Gleichzeitig will Iran seine Kontrolle über Hormus mit der eigenen Währung verbinden.
Damit würde aus der Transitgebühr ein zusätzlicher wirtschaftlicher Hebel:
Wer durch Hormus will, soll bezahlen. Wer bezahlen will, soll Rial kaufen. Und die Abwicklung soll nicht mehr über das westliche, sondern über das chinesische Finanzsystem laufen.


Iran International berichtet:
Der Iran hat gestern nur eine einzige Ankündigung gemacht. Sie lautete schlicht:
Wir werden die Reichweite unserer Raketen erhöhen.
Es dauerte nicht einmal 24 Stunden nach dieser Ankündigung, bis der US-Sender CNN und die britische BBC Eilmeldungen verbreiteten:
USA ziehen nach neuer Bedrohung alle Bomber der Air Force von britischem Stützpunkt ab.
Ja, Sie haben richtig gelesen. Die USA haben sämtliche Flugzeuge von ihrem Stützpunkt in England abgezogen. Man muss sich nur vor Augen führen, wie groß die Angst der Amerikaner vor den Raketen und Drohnen des Iran ist. Der kroatische geopolitische Analyst Alex Krainer sagte heute:
Dennoch droht Trump dem Iran morgens wie abends mit Vernichtung, während der Iran diese Drohungen nicht einmal ernst nimmt.
Mag der Iran die Drohungen der USA auch nicht sonderlich ernst nehmen – die USA haben die Drohung des Iran definitiv ernst genommen und innerhalb von 12 Stunden alle Flugzeuge von dem englischen Stützpunkt abgezogen. Warum haben sie das getan?
Der iranische geopolitische Analyst Nima Alkhorshid erklärte:
Weil wir in der Realität sehen, dass der Iran alle amerikanischen Stützpunkte in seinem Umfeld zerstört hat oder gerade zerstört.
Der amerikanische Militäranalyst Colonel Anthony sagte heute in der Sendung von Mario Nawfal:
Amerika droht nur, während der Iran Taten folgen lässt.

Der iranische Außenminister bekräftigte gestern erneut:
Amerika kann dieses Problem nicht mit militärischer Gewalt lösen.
Ich vermute jedoch, dass es nicht nur um die Reichweite der Raketen geht. Auch iranische Geheimdienstagenten sind in England sehr aktiv, und ich glaube, dass Amerika auch davor Angst bekommen hat.
Das ist die Realität. Je eher der bürgerliche Trump und das imperialistische Amerika dies begreifen, desto besser ist es für die Welt.
Sollte eine neue Kriegsrunde beginnen, wird sonst jedes Land der Welt darunter leiden. Die arabischen Scheichs wird es am schlimmsten treffen. Doch letztendlich kann Amerika nicht gewinnen.
Denken Sie nur einen Moment darüber nach: Warum ist Amerika in Vietnam einmarschiert? Um die dortige Kommunistische Partei zu zerschlagen. Amerika hat diesen Krieg verloren. Welche Partei ist also heute in Vietnam an der Macht?
Die Kommunistische Partei!
Amerika ging nach Afghanistan, um die Taliban zu vertreiben. Nach zwei Jahrzehnten kehrte Amerika heim. Wer regiert nun Afghanistan?
Ebenjene Taliban!
Auch im Iran wird Amerika nichts ausrichten können. Letztendlich wird die derzeitige Regierung nur noch stärker werden. Doch die Amerikaner lernen einfach nicht dazu. Ich glaube jedoch, dass der Iran ihnen diesmal eine Lektion erteilen wird. Der amerikanische Professor Robert Pape sagt es immer wieder:

Eine „Oktober-Überraschung“ steht bevor.
Das bedeutet, dass der Iran diesen Oktober für eine Überraschung sorgen wird. Ich kann nicht sagen, ob der Iran tatsächlich noch in diesem Monat eine Überraschung bereiten wird oder nicht. Eines lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen: Wenn schon eine einzige Drohung des Iran ausreicht, um Amerika dazu zu bewegen, all seine Flugzeuge aus dem tausende Meilen entfernten England abzuziehen – wie will Amerika dann die Sicherheit seiner arabischen Verbündeten in Westasien gewährleisten?
Diese Länder liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Iran! Selbst wenn die arabischen Scheichs – diese Sklaven des imperialistischen Amerikas – es wollten, könnten sie sich nicht mehr auf Amerika verlassen.
Amerika hat schon Mühe genug, seine eigenen Flugzeuge in England in Sicherheit zu bringen. Und ausgerechnet sie sollen für die Sicherheit von Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und den VAE sorgen! Mit anderen Worten: Amerikas Hegemonie (Vorherrschaft) in Westasien steht hier und jetzt vor dem Ende.
Quellen: PublicDomain/uncutnews.ch am 07.10.2026
