Griechenland fürchtet Gewalt-Eskalation: Höchste Alarmstufe am Nationalfeiertag

Zu den Feierlichkeiten am griechischen Nationalfeiertag wurden alle griechischen Sicherheitsbehörden in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Jeglicher Urlaub von Polizisten wurde gestrichen. Die Behörden fürchten Gewaltausbrüche gegenüber den Politikern.

Der Sonntag ist ein besonderer Tag für Griechenland. Er markiert den Beginn der griechischen Revolution, die das Land in seine Unabhängigkeit führte. Im Vorhinein gab es bereits eine Parade von Schulkindern und am Sonntag ist beispielsweise in Athen die große Militärparade geplant. Eigens dafür wurde vor dem griechischen Parlament eine Tribüne aufgebaut, von der aus Staatspräsident Karolos Papoulias und andere Würdenträger die Militärparade beobachten können.

Angesichts der andauernden Proteste, die teilweise immense Schäden durch Brandstiftung verursacht hatten, fürchtet man gerade an diesem Tag Ausschreitungen. Tausende Polizisten werden am Sonntag in Athen und anderen Großstädten eingesetzt, um Politiker und andere öffentliche Personen, die ihre Unterstützung für das Sparpaket zum Ausdruck gebracht haben, zu schützen. Jeglicher Urlaub griechischer Polizisten wurde für dieses Wochenende gestrichen, um notfalls über genug Beamte verfügen zu können.

Im Gegensatz zu Athen hat man in anderen Teilen des Landes auf eine Tribüne für die lokalen Politiker verzichtet, um Angriffen auf Politiker vorzubeugen. Erst Anfang des Monats wurden lokale Beamte auf der Insel Rhodos während einer Parade beschimpft und mit Kartons sowie Joghurt beworfen.

Quelle: Deutsche Mittelstands Nachrichten vom 25.03.2012

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