Erdbeben- und Vulkan-Update: Grönland, Nordpol, Antarktis, Santorin – Bodendeformation, Anak Krakatau

Die letzten Tage brachten uns starke Erdbeben in Grönland, südlich vom Nordpol bei Svalbard, nördlich von Norwegen und nördlich der Antarktis. Die Erschütterungen  im Norden des Globus führen Wissenschaftler auf das beschleunigte Schmelzen des Eispanzers von Grönland zurück. Abbrechende Gletscher lösen Erschütterungen von 3.0 auf der Richterskala und stärker aus. Diese Eismasse ist die zweitgrößte mit einer Höhe von 3.2km, ein Abschmelzen hätte katastrophale Auswirkungen auf unser Leben, mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 20 bis 60cm. Der letzte UN-Bericht (IPCC) vom Beginn des Jahres ist bereits veraltet, da die Eisschmelze rasant zunimmt.

Mittlerweile reagiert die afrikanische Platte mit regelmäßigen Erdeben auf dem afrikanischen und europäischen Kontinent. Indonesien, rund um Australien, die Kurilen, Japan, schwache Beben in Alaska, in Südamerika und Mittelamerika zeigen eine weiterhin hohe Intensität. Fukushima wurde am Freitag mit 3.1, am Donnerstag mit 4.3 und Mittwoch mit 3.9 getroffen.

Die Auflistung (x = ungelistete Tremor-Beben):

  • 22.05.
  • 5.6  4.7  4.7  Bulgarien
  • 4.6 Panama
  • 5.1 Indonesien
  • 5.1 4.5 Honshu, Japan
  • 4.2 Costa Rica
  • 2.4 Plaidt bei Neuwied
  • 5.1 Koryathna, Russland (x)
  • 5.3 Karasyn, Ukraine (x)
  • 23.05.
  • 5.0  4.7  Peru
  • 4.5 Griechenland
  • 4.3 Tanzania
  • 5.2 zentraler Mittelatlantischer Rücken
  • 6.0  5.1 (x) Hokkaido, Japan

  • 5.0 östlich der Küste Brasiliens (x)
  • 5.6  5.3 (x) 5.9 Kurilen Inseln
  • 4.8 Gibraltar (x)
  • 6.1 Ontario, Kanada (x)
  • 4.5 Marokko, West-Sahara (x)
  • 24.05.
  • 6.0  5.6 Antarkis

  • 4.4 Rotes Meer
  • 5.4 Argentinien
  • 4.8  4.6 Papua Neuguniea
  • 6.1  5.9 östlich von Australien (x)
  • 5.3 Mali (x)
  • 5.0 Südpazifik (x)
  • 25.05.
  • 6.2  4.6 Grönland
  • 4.9  5.1  4.5 Norwegen

  • 5.0 Neuseeland
  • 4.6 Türkei
  • 4.1 Vancouver Island, Kanada
  • 5.2 Arktischer Ozean, nördlich von Russland (x)
  • 4.3 Algerien
  • 26.05.
  • 5.1 Loyalty Island, Südpazifik
  • 4.9 Guatemala
  • 5.1  4.8 Nordpol
  • 5.0 Sumatra
  • 6.0 Bonin Inseln, Japan

  • 5.1 Sibirien (x)
  • 6.0  5.7 Mariana Inseln (x)
  • 5.5 Mikronesien (x)
  • 4.6 Galapagos Inseln (x)
  • 4.7 Sudan (x)
  • 27.05.
  • 5.3 Mentawai, Indonesien
  • 4.2   4.8 (x) Grönland
  • 4.9 Chiapas, Mexiko
  • 6.1 Mariana Inseln (x)
  • 5.5 Chitinskaya, Russland (x)
  • 5.1 Bucht von Bengal (x)
  • 5.1. Burkina Faso (x)
  • 5.0 Hokkaido, Japan (x)
  • 4.3 Golf von Biskaya, 150km westlich von Bordeaux (x)

Sonne

Die Sonne zeigt sich seit Tagen im Ruhemodus, es befinden sich momentan 6 Sonnen-flecken und drei koronale Löcher auf der Sonnenscheibe. Vom Südosten kommt der neue und magnetisch-aktive Sonnenfleck 1492, der gestern um 11:14Uhr (MESZ) eine kleine C 1.0 Sonneneruption freigelassen hat, diese ist nicht auf die Erde gerichtet, sondern wird den Planeten Merkur treffen. In den kommenden Tagen wird ein neuer und aktiver Sonnenfleck erwartet.

Im Norden der Sonne liegt das nicht markierte Koronalloch, welches Ende Mai frontal auf die Erde gerichtet sein wird und zu einem Erdbeben über 6.0 auf der Richterskala in der nördlichen Hemisphäre führen kann. Gefährdete Regionen sind z.B. Vancouver Island, Oregon/USA, Kurilen Inseln oder Rumänien.

Erste Anzeichen für einen moderaten Teilchensturm sind auf den Beobachtungs-monitoren zu sehen, Protonen und Elektronen zeigen seit gestern Abend einen Ausschlag. Ein weiteres Koronalloch wird in den nächsten Tagen auf der Sonnenscheibe sichtbar werden, dies kann zwischen dem 03. und 05. Juni ein Erdbeben der Stärke 8.0 auslösen.

Die kommenden Sternenkonstellationen werden sich auf das Erdmagnetfeld auswirken. Beim letzten Transit der Venus (damals hinter der Sonne) im Jahre 2004, gab es zwei Tage später ein 6.9 Erdbeben.

  • 01.06. Venus/Merkur und Mond/Saturn
  • 04.06. Vollmond
  • 06.06.  Venus-Transit (Venus zwischen Sonne und Erde)

Vulkane

Anak Krakatau: Lavadom schwillt an

Der Lavadom im Krater des Krakatau (zwischen Java und Sumatra) steigt weiter an. Aktuell gab es keine Explosion, die Situation kann sich jederzeit ändern, eine genaue Vorhersage ist momentan nicht möglich.

Santorin: Envisat misst Bodendeformation

Während der ESA-Weltraummission maß der Satellit Envisat Bodendeformationen unterschiedlicher Vulkane. Die Messungen wurden mit einem „Differential Interferometric Synthetic Aperture Radar“ durchgeführt.

Besonders auffällig waren die Deformationen auf Santorin (Insel in der griechischen Ägäis). Im Beobachtungszeitraum Januar 2011 – April 2012 wurde eine Bodenanhebung von 3 – 4 cm gemessen. Spitzenwerte von 5 cm wurden im Nordosten von Nea Kameni registriert. Die kleine Vulkaninsel in der Caldera von Santorin ist die jüngste Manifestation des Vulkanismus auf der Ägäis-Insel. Im Nordosten Nea Kamenis liegen auch die heißen Quellen, in denen man vom Boot aus baden kann.

Die Messungen ergaben, dass sich die Hebungsrate im Frühjahr 2012 verringerte. Die Daten korrelieren mit den seismischen Messungen, die in den letzten Wochen auch wieder rückläufig waren.

Seismik und Bodendeformation liefern Hinweise darauf, dass Magma in die Magmakammer des Vulkans einströmt und dadurch den Boden anhebt. Ob und wann es zu einem Vulkanausbruch auf Santorin kommen wird und welches Ausmaß er haben könnte, lässt sich derzeit nicht bestimmen.

Der Originalbericht der ESA enthält eine schöne Animation.

Quellen: Earthquake Reporter/EMSC/NASA/NOAA/vulkane.net vom 27.05.2012

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