Erneut schweres 7.1 Erdbeben in Kalifornien – Notstand ausgerufen (Videos)

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Im Süden Kaliforniens hat es erneut ein schweres Erdbeben gegeben. Der Erdstoß erreichte eine Stärke von 7,1 und war damit noch intensiver als das Beben vor zwei Tagen. Gouverneur Newsom rief für die Region den Notstand aus.

Im US-Bundesstaat Kalifornien hat zum zweiten Mal binnen von zwei Tagen die Erde gebebt. Nach Angaben der Erdbebenwarte USGS vom Freitagabend (Ortszeit) wurde ein Erdstoß der Stärke 7,1 gemessen.

Das Epizentrum lag 17 Kilometer nordöstlich der Kleinstadt Ridgecrest, in der Nähe des Death Valley Nationalparks. Es war die gleiche Region, in der bereits zwei Tage zuvor die Erde gebebt hatte.

Berichte über Opfer oder Schwerverletzte gibt es bisher nicht. Eine Anwohnerin beschrieb dem Sender CNN, dass der Boden und ihr Haus stark schwankte. Der Strom sei ausgefallen. Eine Motel-Besitzerin in Ridgecrest schilderte aufgeregt, dass das Gebäude geschwankt habe. Die Gäste seien in Panik aus dem Zimmer gerannt.

Die Feuerwehr im Bezirk Kern County berichtete von zahlreichen Anrufen. Es sollen Feuer ausgebrochen sein. Amerikanische Fernsehsendungen zeigen Einsatzteams beim Löschen von Bränden.

Die Behörden teilten in der Nacht mit, dass Helfer in der Kleinstadt von Haus zu Haus gingen. Nähere Angaben zu Schäden machten Einsatzkräfte und die Behörden zunächst nicht.

Gouverneur ruft Notstand aus

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, rief für die betroffene Region den Notstand aus. Auf diese Weise können schnell Einsatzkräfte und Gelder mobilisiert werden.

Das Epizentrum befand sich in unmittelbarer Nähe zu einem 445’000 Hektar grossen Bomben-Testgelände der US-Marine mit Namen China Lake. Es habe «erhebliche Schäden» auf der Anlage gegeben – darunter Brände und den Austritt gefährlicher Substanzen, erklärte ein Vertreter der Einrichtung (Schweres 6.5 Erdbeben erschüttert Kalifornien (Videos)).

Schwerstes Beben seit 20 Jahren

Am Donnerstag, am US-Unabhängigkeitstag, war in der Wüstenregion über 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles eine Stärke von 6,4 registriert worden. Es war das schwerste Erdbeben seit 20 Jahren im Süden Kaliforniens. Es folgten Hunderte Nachbeben. Seismologen warnten, dass noch größere Beben folgen könnten.

Den Erdstoß vom Donnerstag konnten Millionen Menschen von Sacramento im Norden Kaliforniens bis San Diego und von Los Angeles bis nach Las Vegas im Wüstenstaat Nevada sowie an der Nordgrenze Mexikos spüren.

In ganz Los Angeles seien öffentliche Sicherheitseinheiten stationiert, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Infrastruktur zu inspizieren, sagte Bürgermeister Eric Garcetti.

Die Feuerwehr von Los Angeles teilte mit, es gebe Berichte über Kabelausfälle und örtliche Stromausfälle. Feuerwehrleute überwachen mehrere Stadtteile, es wurden jedoch noch keine größeren Schäden an der Infrastruktur festgestellt.

Das Spiel der NBA Summer League zwischen den New Orleans Pelicans und den New York Knicks in Las Vegas wurde am Freitag nach Berichten über das Beben verschoben. Anzeigetafeln und Lautsprecher an der Decke der Arena zitterten, als das Erdbeben eintraf (Verlangsamung der Erdrotation – alle 32 Jahre häufen sich schwere Erdbeben).

Mehr als 1.000 Nachbeben haben die Region erschüttert. Die in Bakersfield lebende Giovanna Gomez war zu Hause bei ihrer Familie, als ihr Haus schwankte und das Wasser in ihrem Pool überlief. Sie rannten nach draußen. “Es war ungefähr eine Minute lang”, sagte sie.

“Weitaus größer als die, die gestern passiert ist. Es war eine glatte Rolle, die hin und her ging.” Bakersfield liegt im Kern County, etwa 180 km von Ridgecrest entfernt.

Donald Castle, der in Porterville westlich von Ridgecrest lebt, sagte, sein Haus habe fast 25 Sekunden lang gezittert. “Es war mehr ein Schütteln als das, was wir am 04. Juli hatten. Es dauerte länger und rollte mehr”, sagte er.

Bewohner warten auf «The Big One»

Der US-Westküstenstaat gilt als sehr anfällig für Erdbeben: Auf einer Länge von knapp 1300 Kilometern zieht sich der San-Andreas-Graben durch Kalifornien.

An der tiefreichenden Störung in der Erdkruste schiebt sich die pazifische Platte nach Nordwesten und reibt sich am nordamerikanischen Kontinent. Dabei bauen sich gewaltige Spannungen in der Erdkruste auf, die sich in Erdbeben entladen können.

“Dieses Erdbeben hat das Potenzial für ein großes Erdbeben in einem städtischen Gebiet nicht verändert. Die Wahrscheinlichkeit eines wirklich großen Erdbebens in LA liegt bei 100 Prozent”, sagte die Seismologin Dr. Lucy Jones.

Zahlreiche Nachbeben erschüttern nachwievor die Region, laut der europäischen Erdbebenwarte EMSC:

Literatur:

Die Erde im Umbruch: Katastrophen form(t)en diese Welt. Beweise aus historischer Zeit

Erde im Aufruhr

Vulkanismus

Videos:

Quellen: PublicDomain/tagesschau.de/cbs.com/cnn.com am 06.07.2019

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