
Gerüchte, dass Ex-Kanzlerin Angela Merkel zu DDR-Zeiten mindestens Zuträgerin für die Stasi war, halten sich seit vielen Jahren. Ihre Stasi-Akte ist aber eines der größten Staatsgeheimnisse.
Mit allen Kräften und Hilfe des Staates verhindert Merkel, dass sie an die Öffentlichkeit gelangt. Diese Erfahrung macht Marcel Luthe, der Gründer und Chef der Good Governance Gewerkschaft (GGG), in den über zwei Jahren, in denen er auf die Freigabe der Akte klagt.
Da es sich aber nicht um eine sogenannte „Täter-Akte“ handelt, gibt es nach Auskunft der Behörde kein Anrecht der Öffentlichkeit auf Einsicht, wenn die betreffende Person nicht zustimmt, was Merkel nicht tut.
„Es ist gesetzlich geregelt, dass derartige Akten auch ohne Zustimmung der Betroffenen herauszugeben sind, wenn sie Personen der Zeitgeschichte, Inhaber politischer Funktionen oder Amtsträger betreffen, soweit diese ihre zeitgeschichtliche Rolle, Funktions- oder Amtsausübung betreffen“, sagt dagegen Luthe.
Für den 12. März ist nun der nächste Verhandlungstag angesetzt. Allerdings fällt auf, dass in diesem Fall ständig die Richter ausgetauscht werden. 2024 wurde der bisherige Berichterstatter Strobel Vorsitzender der 41. Kammer des Verwaltungsgerichts. Seine Stelle übernahm Johanna Kujath. (BRD, eine Marionette: Jetzt wissen sie, von wem wir wirklich abhängig sind (Video))
Der bisherige beisitzende Proberichter Grundhever wurde durch den Proberichter Nägele ersetzt. Im Juli 2025 wurde Richter Peters Leiter des Brandenburger Verfassungsschutzes. Später wurde dann auch gleich noch die komplette erste Kammer des Verwaltungsgerichts neu besetzt.
Stephan Groscurth ist nun zugleich Vorsitzender der 4. und der 1. Kammer. Zudem war er zuvor Pressesprecher des Verwaltungsgerichts und arbeitet in der 4. Kammer des Gerichts seit 2022 mit der Richterin Elke Büdenbender zusammen, der Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Sonderbare Zufälle
Merkels Stasi-Akte wird als derart geheim eingestuft, dass noch nicht einmal die Richter, die über deren Freigabe zu befinden haben, sie bislang einsehen durften.
Zwar könnten die ständigen Richter-Wechsel Zufälle sein, meint Luthe, es wären allerdings sehr viele. In der Tat ist es ein äußerst ungewöhnlicher Vorgang.
Der Eindruck, dass hier politische Interessen hineinspielen, drängt sich unvermeidlich auf – und damit natürlich auch die Frage, was an Merkels-Stasi-Akte derart brisant ist, dass man sie der Öffentlichkeit so verbissen vorenthält.
Dass die Ex-Kanzlerin tatsächlich Stasi-IM war, hält der Historiker und Stasi-Experte Hubertus Knabe für nahezu ausgeschlossen, und auch Luthe glaubt dies nicht.
In seinem Schriftverkehr mit der Stasi-Unterlagenbehörde stellt er aber fest: „Durch ihre Funktion als Sekretär für Agitation und Propaganda in der FDJ-Leitung am DDR-Zentralinstitut für Physikalische Chemie ist Frau Merkel im Zeitraum der Ausübung dieser Funktion zugleich als Inhaber politischer Funktionen und Amtsträger zu betrachten.
Sollte es Unterlagen aus dieser Zeit geben, die ihre damalige Funktions- oder Amtsausübung betreffen, sind mir diese deshalb ebenfalls vorzulegen.
Im Herbst 1989 schloss sich Frau Merkel dann plötzlich der neu gegründeten DDR-Oppositionspartei ,Demokratischer Aufbruch‘ (DA) an, wo sie für den damaligen Parteivorsitzenden Wolfgang Schnur tätig war, der kurz darauf als IM enttarnt wurde“.
Es besteht also zweifellos öffentliches Interesse an Merkels Vergangenheit in der DDR. Diese soll aber nach ihrem Willen und mit Hilfe der zuständigen Stellen unter Verschluss bleiben, weshalb das Verfahren immer weiter verzögert wird.
Die Fragen, die damit einhergehen, werden aber nur umso drängender, zumal die für Deutschland so verhängnisvolle Karriere von Angela Merkel unbedingt aufgearbeitet werden muss.
Quellen: PublicDomain/journalistenwatch.com am 22.01.2026












