♱ 20.000 Sterbende berichteten dasselbe: DIESE Person siehst du zuerst (Video)

Was passiert in den Minuten des Todes und welchen Personen begegnen Sterbende dann? Diesen und vielen weiteren Fragen ging die  US-amerikanische Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross nach. Sie sammelte in 40 Jahren mehr als  20.000 Berichte von Sterbenden. Lesen Sie in diesem bewegenden Bericht, was uns in den Minuten des Sterbens erwartet. Von Frank Schwede

Der Tod ist das größte Mysterium der Menschheitsgeschichte. Die im August 2004 verstorbene US-amerikanische Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross wollte mehr über den Tod wissen – vor allem, was in den Minuten des Sterbens mit uns passiert. Sie hat gewissermaßen ihr Leben dem Tod gewidmet.

Über vier Jahrzehnte begleitete Kübler-Ross Menschen an der Schwelle zwischen Leben und Tod, weil sie wissen wollte, was in diesen Minuten geschieht. Sie hat über ihre Arbeit zahlreiche Bücher und Aufsätze geschrieben.

Eine wichtige Frage lautete: Welchen Personen begegnen Sterbende? Dazu befragte Kübler-Ross Menschen aus verschiedenen Kulturen, Religionen und Kontinenten.  Alle sahen dasselbe – und u Kübler-Ross großem Erstaunen waren es nicht die Eltern oder der Lebenspartner.

Maria war 78 Jahre alt, als sie starb. In den letzten Stunden vor ihrem Tod sprach sie ständig von ihrem Großvater. Ein Lächeln huschte jedes Mal über ihre Lippen, wenn sie seinen Namen erwähnte.

Die Familie war darüber sichtlich verwirrt, weil Maria erst fünf Jahre alt war, als ihr  Großvater starb. „Er ist hier, er wartet auf mich, er hat mir immer zugehört und mich nie verurteilt!“ Das waren Marias letzte Worte.

Als Kind war Maria oft bei ihrem Großvater zu Besuch. Oft hat er Stunden damit verbracht, ihren Kindheitsgeschichten zuzuhören. Er hatte sie nie unterbrochen, nie gesagt, sie solle damit aufhören. Er hatte sie einfach bedingungslos geliebt.

50 Jahre später war er derjenige, der kam, um sie nach Hause zu führen. Maria ist kein Einzelfall. Von den über 20.000 Berichten, die Elisabeth Kübler-Ross sammelte, zeigen 89 Prozent dasselbe Muster.

Die erste Person, der Sterbende beim Übergang begegnen, ist immer jemand, der bedingungslose Liebe gezeigt hat. Das kann ein Großelternteil sein, ein Freund, manchmal eine Tante, ein Onkel – oft auch jemand, der nur eine kurze Rolle im Leben des Verstorbenen gespielt hat, aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. In einigen Fällen war es sogar jemand sein, den der Sterbende zu Lebzeiten nie zu Gesicht bekommen hat.

Sarah lächelte und flüsterte: „Mein Bruder wartet auf mich!“

So wie im Fall Sarah. Sie war fünf, hatte Leukämie im Endstadium und nur noch wenige Tage zu leben. Die Eltern saßen an ihrem Bett und hielten ihre kleinen Hände.

Sarah schlief; plötzlich öffnete sie ihre Augen, schaute zur Seite und lächelte – seit Wochen das erste Mal. Dann flüsterte das Mädchen: „Meine Bruder ist hier. Er wartet auf mich. Ihre Eltern waren sichtlich geschockt: Sarah hatte keine Geschwister, sie war Einzelkind.

Das Mädchen beschrieb ihren Bruder als groß mit braunen Haaren. Sie nannte Michael. Die Mutter fing an zu zittern. Sie ahnte, wen ihre sterbende Tochter meinte. Vor Sarahs Geburt hatte sie ihren Sohn verloren – eine Todgeburt. Sie gab ihm den Namen Michael.

Doch Sarah konnte nichts von ihrem Bruder wissen, weil sie nichts von ihm wusste. Wie also konnte das Mädchen wissen, dass sie einen Bruder hatte, der nie das Licht der Welt erblickt hat?  Ein letztes Mal öffnete Sarah ihre Augen und flüsterte: „Er sagt, er hat auf mich gewartet und will mir alles zeigen.“

Noch in derselben Nacht schlief Sarah für immer friedlich ein – ohne Angst, ohne Schmerzen. Sie lächelte, als sie ging. Schulmediziner sprechen in so einem Fall gerne von Halluzinationen durch Sauerstoffmangel. Aber Elisabeth Kübler-Ross war da anderer Meinung.

 

Sie sah in diesen Berichten den Beweis dafür, dass Seelen dazu in der Lage sind, sich einander zu erkennen, auch wenn sie sich nie zuvor auf irdischer Ebene begegnet sind.  Kübler-Ross beschrieb das Phänomen folgendermaßen:

„Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen. Der physische Körper ist wie ein Kokon. Er umhüllt die Seele für eine bestimmte Zeit. Aber die Seele existiert in Wahrheit jenseits dieses Lebens.

Wenn der Kokon sich öffnet, wenn der letzte Atemzug erfolgt, erweitert sich das Bewusstsein. Die Begrenzung fällt weg, die Konstruktion von Raum und Zeit verliert ihre Macht.“

Kübler-Ross nannte diesen Zustand erweitertes Bewusstsein. Ein Zustand, in dem  Sterbende Verbindungen entdecken, die bereits zu Lebzeiten existiert haben, aber durch die physische Realität verdeckt wurden.

Sterbende erkennen Seelengruppen, Wesen, mit denen sie über viele Leben verbunden waren, mit denen gelernt haben und gewachsen sind. Aus dieser Seelengruppe tritt im Moment des Todes zuerst derjenige hervor, dessen Liebe am reinsten und am bedingungslosesten war.

So wie im Fall Thomas: Thomas war ein erfolgreicher Geschäftsmann, der im Alter von 65 Jahren einen Herzinfarkt erlitten hat und auf der Intensivstation eines Krankenhauses lag. Er sprach ständig von seinem besten Freund aus Schultage, der Peter hieß.

Thomas: „Peter hat nie aufgehört, mein Freund zu sein!“

„Peter ist hier. Er sie sieht genauso aus wie damals, als wir zwölf waren, sagte Thomas zu seiner Frau, die an seinem Bett saß und seine Hand hielt. Sein bester Freund erlag zwanzig Jahre zuvor einem Lungenkrebsleiden.

Thomas hatte seinen Schulfreund zwar oft im Krankenhaus besucht, war aber emotional nie richtig bei ihm. Peter sagte damals, es sei okay für ihn.  „Peter hat nie aufgehört, mein Freund zu sein“, gestand Thomas sichtlich gerührt mit Tränen in den Augen.

Thomas überlebte den Herzinfarkt, war aber danach ein anderer. Er berichtete jedem, der es hören wollte, von seiner Begegnung mit Peter im Jenseits. „Peter hat mich geliebt, ohne zu urteilen“, sagte er dann.

Die Forschung zeigt, es sind nicht diejenigen aus komplizierten Beziehungen, die uns nach dem Tod empfangen. Es sind die reinen, die ehrlichen Beziehungen – aber warum nicht die Eltern?

Jeder stellt sich diese Frage, wenn er von diesen Berichten erfährt. Die erste Frage lautet meistens: Lieben möglicherweise Eltern ihre Kinder nicht bedingungslos? Die Antwort ist nach Worten von Elisabeth Kübler-Ross ausgesprochen komplex.

Natürlich lieben Eltern ihre Kinder, dennoch ist die Liebe meisten mit Erwartungen, mit Hoffnungen und dem Wunsch verknüpft, dass das Kind bestimmte Ziele erreicht. Diese Liebe ist zwar wichtig und auch nötig, weil sie uns beim Wachstum hilft – aber sie ist nicht bedingungslos.

Bedingungslose Liebe fragt nicht, wirst du erfolgreich sein oder wirst du mich stolz machen. Bedingungslose Liebe sagt, du bis genau richtig, wie du bist – und diese Art von Liebe kommt meistens nicht von den Eltern, sondern von jemanden anderes, der keine Verantwortung für unser Entwicklung und unser Leben trägt, der uns einfach so sein lässt, wie wir sind.

Das kann der Großvater sein, der uns zuhört, die Tante, die uns umarmt, ohne zu fragen, ob etwas schief gelaufen ist  – oder der beste Freund, dessen Anwesenheit uns ruhig macht, ohne dass er etwas sagen muss.

Elisabeth Kübler-Ross entdeckte im Rahmen ihrer Forschung sechs Kategorien von Menschen, die im Sterbeprozess als erste erscheinen. Die erste Kategorie ist der Großelternteil.

Großeltern haben meistens die Weisheit des Alters und die Distanz, die nötig ist, um ohne Erwartungshaltung Liebe zu geben. Sie müssen das Kind nicht erziehen, nicht formen und auch nicht korrigieren.

Ein Beispiel ist Anna. Sie  war 43, als sie durch einen Autounfall starb. In den letzten Minuten ihres Lebens sprach sie von ihrer Oma Elisabeth, die gestorben war, als sie zwölf war.

 

Anna: „Oma backt Kekse – genau wie früher!“

„Sie backt Kekse – genau wie früher – sie wartet auf mich“, sagte Anna, kurz bevor sie starb. Annas Mutter erinnerte sich, dass ihre Tochter jede Woche bei ihrer Oma war. Dort durfte sie alles sein: Laut, leise, fröhlich oder traurig. Ihre Großmutter hatte Anna nie zurechtgewiesen. Du bis perfekt, so wie du bist, hatte sie immer gesagt.

Freundschaft ist eine der reinsten Formen der Liebe. Sie ist nicht verpflichtend. Ein wahrer Freund liebt nicht, weil er muss, sondern weil er will, wie das Beispiel aus der Kategorie zwei zeigt.

Markus war erst 28, als er einem Krebsleiden erlag. Wochenlang vor seinem Tod sprach er von seinem Freund David, der bei einem Motorradunfall ums Leben kam. Markus Eltern erinnerten sich an David, der Markus immer akzeptiert hat.

Die dritte Kategorie sind Seelen, die als Geschwister geplant waren, aber durch den Tod getrennt wurden. Sie haben oft die stärkste Verbindung. Lisa war 34, als es bei der Geburt ihres ersten Kindes zu schweren Komplikationen kam.

Als der Tod nahe war, sprach sie von Eric, ihrem Zwillingsbruder, der in der zwanzigsten Schwangerschaftswoche starb. „Ich habe immer gespürt, dass jemand fehlt“, hatte Lisa oft gesagt. In diesem Moment wusste sie, wer es war.

Die vierte Kategorie, sind Menschen, die in einem wichtigen Moment zur Stelle waren. Das kann ein Lehrer, der Nachbar oder sogar eine völlig fremde Person sein. Robert war 55, als er starb. In den letzten Minuten seines Lebens sprach von seinem Grundschullehrer Herrn Weber, der 30 Jahre zuvor verstarb.

Robert war ein schwieriges Kind, hatte Lernschwierigkeiten und litt an ADHS. Alle Lehrer waren frustriert, nur Herr Weber zeigte Geduld. Roberts letzte Worte waren: „Herr Weber ist stolz auf mich.“

Die fünfte Kategorie ist die verstorbene Liebe. Das muss nicht immer der eigene Ehepartner sein, das kann auch jemand sein, zu dem der Sterbende unkomplizierte Beziehung hatte.

Kurz vor ihrem Tod sprach Elisabeth von James, ihrer großen Jugendliebe, der im Krieg gefallen war. Sie sagte, er hat nie aufgehört, mich zu lieben. Elisabeth hatte ein gutes Leben, eine glückliche Ehe, Kinder und Enkelkinder – aber die Liebe zu James war etwas ganz Besonderes.

Die sechste Kategorie ist der unsichtbare Beschützer, jemand, den der Sterbende nie bewusst gekannt hat, der nur als spiritueller Begleiter anwesend war. Eine unsichtbare Wesenheit, die der Sterbende zu Lebzeiten gespürt, aber nie zu Gesicht bekommen hat.

Sie existieren nur, um zu lieben und zu beschützen

Es gibt nach Worten von Elisabeth Kübler-Ross Seelen, die sich dazu bereit erklären, eine Wächterrolle zu übernehmen. Sie inkarnieren nicht selbst, begleiten aber andere Seelen auf ihrer Reise. Die Wächter sind pure Liebe, ohne Hintergedanke und persönliche Wünsche. sie existieren nur, um zu lieben und zu beschützen.

Viele werden sich jetzt die Frage stellen, wer wartet am Ende meines Lebens auf mich. Die Antwort liegt im Herzen eines jeden selbst, erklärte die Sterbeforscherin. Sie sagte:

„Schließen Sie ihre Augen und denken sie darüber nach, wer die Person in ihrem Leben war, vor der Sie nie eine Maske tragen mussten. Bei wem konnten Sie sie selbst sein, ohne Angst vor Urteil oder Kritik. Wer hat sie geliebt, für das, was sie waren, nicht für das, was sie getan haben. Das sind die Seelen, die am Ende unseres Weges auf uns warten.“      

Elisabeth Kübler-Ross fand heraus, dass Menschen, die bewusst bedingungslose Liebe praktizieren, einen friedlichen Übergang erleben. Sie hatten weniger Angst vor dem Tod, weil sie wussten, dass sie genauso empfangen werden würden, wie sie andere empfangen hatten. Liebe ist das einzige, was den Tod übersteht, schrieb die Sterbeforscherin.

Die 20.000 Berichte zeigen nicht nur, wen wir am Ende unseres Lebens sehen werden, sie zeigen auch, wer wir sein oder werden können, denn in dem Moment, wo wir die Wahrheit erkennen, sind wir dazu in der Lage, die Entscheidung zu treffen, mehr Liebe in die Welt zu bringen.

Die Liebe, die wir geben, ist die Liebe, die wir später empfangen werden. Dass heißt auch: der Tod ist nicht das Ende, er ist vielmehr eine Wiedervereinigung mit denen, die uns bedingungslos geliebt haben.

Elisabeth Kübler-Ross entdeckte im Rahme ihrer Forschung noch etwas. Sie fand heraus, dass die Begegnung nicht sofort geschieht. Es gibt einen Übergangsmoment, einen Raum zwischen beiden Welten, wo sich das Bewusstsein orientiert.

Eine Patientin mit einer Nahtoderfahrung beschrieb es mit den Worten: „Es ist das Aufwachen aus einem tiefen Traum. Zuerst bist du verwirrt, dann siehst du diese Person und alles wird klar.“

Kübler-Ross bezeichnete diesen Moment als ein sanftes Erwachen. Der Grund dafür ist, dass die Seele Zeit braucht, sich an die neue Realität zu gewöhnen, was die wartende Seele respektiert. Diese Form von Geduld ist ebenfalls ein Zeichen bedingungsloser Liebe.

Interessant ist auch, dass die Person immer so erscheint, wie sie der Verstorbene in bester Erinnerung hat. Nicht krank, alt oder gebrechlich – sie erscheint so, wie sie war, als die Liebe am reinsten war.

Die Seele zeigt sich in ihrer Essenz, frei von Beschränkungen und Schäden der physischen Existenz, schrieb Kübler-Ross. Die Arbeiten der Sterbeforscherin zeigen auch, dass diese erste Begegnung nicht nur ein Wiedersehen ist, sondern auch eine Heilung.

Alle ungelösten Gefühle zwischen den beiden Seelen werden in diesem Moment geklärt. Kübler-Ross fand außerdem heraus, dass die Art der Wiederbegegnung Hinweise auf die weitere Reise der Seele gibt.

Manche Begegnungen sind nur ein kurzes Wiedererkennen, eine Umarmung, dann führt die liebende Seele die andere weiter zu anderen Seelen. Andere Begegnungen dauern länger, besonders dann, wenn noch Heilung nötig ist. Jede Seele hat ihre eigenen Bedürfnisse, fand Kübler-Ross heraus.

Die Sterbeforscherin beobachtete auch, dass die erste Begegnung oft von einem Gefühl der Befreiung begleitet ist. Die ankommende Seele erkennt, dass alle Sorgen des irdischen Daseins irrelevant geworden sind.

Diese Erkenntnis kommt vor allem Patienten mit einer Nahtoderfahrung zu Gute. Sie erkennen in diesem Moment, worauf es im Leben wirklich ankommt. Die Seele versteht plötzlich den Wahnsinn des Lebens, sie versteht, wie wichtig es ist, Liebe zu geben und zu empfangen, Verbindungen zu schaffen, zu wachsen und zu lernen.

All die Dinge, die im irdischen Leben wichtig erscheinen, Geld, Status, Aussehen und Besitz, verlieren in diesem entscheidenden Moment ihre Bedeutung – am Ende zählt nur die Liebe.

Video:

Quellen: PublicDomain/

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