Raketentest in Russland: Schwert gegen neuen Raketenschild

Die von den strategischen Raketentruppen Russlands am Mittwoch getestete neue interkontinentale ballistische Rakete ist nach Ansicht von Igor Korotschenko, Vorsitzender des Gesellschaftlichen Rates beim Verteidigungsministerium Russlands, fähig, zukünftige Raketenabwehrsysteme zu überwinden.

„Es handelt sich um eine plangemäße Arbeit zur Neuausrüstung der strategischen Raketentruppen“, stellte er in einem Gespräch mit RIA Novosti fest. „Mit dem Indienststellen dieser Rakete werden die Möglichkeiten der russischen Kräfte der nuklearen Eindämmung beträchtlich erweitert. Damit werden beliebige Versuche zum Scheitern gebracht, unser strategisches Potential nach der Herstellung des amerikanischen Raketenabwehrsystems unwirksam zu machen.“

Der Prototyp der neuen interkontinentalen ballistischen Rakete war am Mittwoch vom Kosmodrom Plessezk im nordrussischen Gebiet Archangelsk erfolgreich gestartet worden.

„Der Übungsblock ist am vorgegebenen Punkt auf der Halbinsel Kamtschatka niedergegangen“, teilte Vadim Kowal, der für die strategischen Raketentruppen zuständige Sprecher des Verteidigungsministeriums Russlands, Journalisten mit.

„Die neue interkontinentale ballistische Rakete soll die Einsatzmöglichkeiten der Angriffsgruppierung der strategischen Raketentruppen Russlands vergrößern, unter anderem dank ihrer Fähigkeit zur Überwindung der entstehenden Raketenabwehrsysteme“, fügte er hinzu.

Ziel des Starts habe darin bestanden, experimentelle Daten hinsichtlich der Richtigkeit der bei der Entwicklung der Rakete angewandten wissenschaftlich-technischen und technologischen Lösungen zu bekommen. Bei der Arbeit an der Rakete seien die bei der Entwicklung von Raketensystemen der fünften Generation gewonnenen Ergebnisse verwendet worden, „wodurch der Zeit- und Geldaufwand beträchtlich verringert wird“.

Im Dezember 2011 hatte der Chef der strategischen Raketentruppen, Generalleutnant Sergej Karakajew, mitgeteilt, dass in Russland eine neue interkontinentale ballistische Rakete mittlerer Klasse entwickelt wird, die um das Jahr 2015 in den Dienst gestellt werden soll. Dabei komme die technologische Vorarbeit zur Anwendung, die bei der Entwicklung des Raketensystems Jars geleistet worden sei. Gearbeitet werde sowohl an einer stationären, als auch an einer mobilen Variante des neuen Raketensystems.

„Diese Systeme werden schrittweise die Raketenkomplexe des Typs RS-12M Topol, RS-18 Stilet und RS-20W Satana ablösen“, so Karakajew.

Quelle: RVSN RF/Ria Novosti vom 23.05.2012

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